»Habe Hoffnungen, aber niemals Erwartungen. Dann erlebst du vielleicht Wunder, aber niemals Enttäuschungen.«

Das ist wohl der Satz, der mir gestern Abend am stärksten hängen geblieben ist, als ich mich mit einer Freundin unterhielt. Hoffnungen haben – okay, alles klar. Aber dabei keine Erwartungen hegen? Mh, schwierig. Ich glaube, ich denke manchmal einfach noch zu „menschlich“, um Gott voll und ganz begreifen zu können. In Hebräer 11,1 lesen wir: „Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.“ Die Grundlage meiner Hoffnung ist mein Glaube – und ich glaube an einen großen Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe oder spüre. Auch wenn ich meine, er sei in meinem Leben gerade gar nicht präsent, weil mir nicht passt, was geschieht. Selbst dann ist er da – das ist eine Wirklichkeit. Und weil er immer da ist und alles sieht und steuert, kann er Situationen ändern – das ist meine Hoffnung.

Allerdings (und das ist der schwierige Teil) darf ich nichts erwarten, weil 1) mein Verstand viel zu begrenzt ist, um Gottes Plan für mein Leben zu verstehen und 2) Gott so viel besser weiß, was gut für mich ist. Wenn Gott mir scheinbar etwas vorenthält, hat er einen guten Grund dafür. Und wenn ich mir das bewusst mache, bin ich im Nachhinein nicht enttäuscht, sondern dankbar. Und wenn Gott mir unerwarteterweise dennoch das schenkt, was ich mir wünsche, ist es ein Wunder, das ich umso dankbarer in Empfang nehmen kann.

Leben als Christ ist eine Gratwanderung zwischen Glaube und Realität. Um zu bestehen, müssen wir gut ausbalanciert sein. Wie schafft ihr das? Wer hilft euch, in der Waage zu bleiben?

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