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Was gute Recherche und Vorurteile miteinander zu tun haben.

Heute möchte ich eine Erkenntnis aus meinem Journalismus-Studium mit euch teilen, die mich am Freitag so sehr bewegt hat, dass ich in den letzten Tagen noch länger darüber nachdenken musste.

„Du siehst nur, was du weißt“ – das ist eine alte, journalistische Weisheit, die als Voraussetzung besonders im Bezug auf Vorortrecherchen gilt. Beobachtet ein Journalist einen Sachverhalt als Augenzeuge vor Ort ist es von unschätzbarem Vorteil, wenn er durch eine vorangegangene Recherche über Vorwissen verfügt und bei der Ortsbesichtigung besser beurteilen kann, worauf geachtet werden muss.

Genauso sollte es bei uns Christen auch sein: Bevor wir uns eine Meinung über etwas oder jemanden bilden, sollten wir über so viel Vorwissen wie möglich verfügen. Denn andernfalls läuft man unmittelbar Gefahr, Vorurteile zu fällen, die jeder Grundlage entbehren.

Wir verurteilen Landeskirchler, weil sie keine lebendige Beziehung zu Jesus hätten. Wir verurteilen Charismatiker, weil sie nicht genug Tiefe im Glauben hätten und nur worshippen würden. Wir bilden uns ein Urteil darüber, ob eine Person einen kindischen (nicht kindlichen!) Glauben hat, weil sie lebensfroh – gar naiv – wirkt. Wir denken von depressiven Menschen, dass sie keine Hoffnung in Jesus haben.

Aber all das ist Humbug. Wir müssen lernen, das wahre Ich eines Menschen zu entdecken, zu hinterfragen, eine Wissensgrundlage zu bilden, bevor wir uns eine Meinung bilden. Wir müssen den Willen aufbringen, ins Herz eines Menschen sehen zu wollen, statt nur das Oberflächliche.

Denn das tut auch Gott – und er ist unser Vorbild und Ziel:

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“ (1.Samuel 16,7)

Wo siehst du in deinem Leben Vorurteile, die nicht begründet sind? Wie kannst du sie auflösen?

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