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„Ich werde euer Vater sein, und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein. Das sage ich, der Herr, der allmächtige Gott.“ (2. Kor 6,18)

Der Tod von Kobe Bryant und seiner Tochter hat mich echt mitgenommen und in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Nicht, weil die Welt „eine Legende verloren hat“, denn es sterben jeden Tag tausende Legenden. Vielmehr hat es mich erschüttert, weil ich mich in seine älteste Tochter hineinversetzt habe.

Bei der Vorstellung, den Vater zu verlieren, zieht sich alles in mir zusammen. Mein Papa ist wie Kobe auch ein „Girls Dad“ – ich habe vier Schwestern. Für mich ist mein Dad jemand, der mir den Rücken stärkt, der hinter mir steht, mich unterstützt und ermutigt, mit dem ich mich stundenlang über Gott und die Welt unterhalten könnte – vor allem über Gott! Mein Papa ist mein bester Freund. Ihn zu verlieren, wäre für mich, als würde man mir den Boden unter den Füßen wegreißen.

Ich brauche diese Gewissheit, dass da jemand ist, der zu mir hält – ich glaube, die brauchen wir alle. Und doch weiß ich: Selbst wenn mein Papa gehen würde, wäre ich nicht allein. Denn ich habe einen anderen Vater, der gleichzeitig der Schöpfer des Universums ist. Und er ist der, der mich immer halten wird, egal, was um mich herum zerbricht. Diesen Vater kann mir niemand nehmen, nicht einmal der Tod. Er wird mich niemals verlassen und mich auf Händen tragen, diese Gewissheit ist fest in mir verankert.

Ich hoffe, dass Kobes Frau und seine älteste Tochter erleben, wie Gott liebt, wie Gott tröstet, wie Gott heilt. Gott kennt unseren Schmerz, er hat schließlich auch seinen Sohn hingegeben. Vater und Schwester zu verlieren – schlimmer geht’s kaum. Aber durch Gott wird jede Wunde geheilt. Man darf sich jederzeit in seine Arme werfen. Ich wünsche Natalia, dass sie nicht an dem Verlust kaputtgeht, sondern erfährt, dass Gott der allerbeste Vater ist.

Eure Jacky

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