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Jesus, ich habe keine Lust mehr. Keine Lust mehr, enttäuscht zu werden, keine Lust mehr zu enttäuschen. Ich will nicht mehr sündigen – keine Fehler mehr machen. Ich habe keine Lust mehr auf die Scham. Keine Lust darauf, mich immer selbst reflektieren zu müssen oder von anderen hinterfragt und angeklagt zu werden. Ich will nicht mehr. Ich will eigentlich gar nichts mehr machen. Eigentlich will ich mich gerade einfach nur in mein Bett werfen und warten, bis du wiederkommst. Bis all das, was mir unangenehm ist, vorbei ist. Mit niemandem reden. Mich einfach nur verkriechen.

Wo ich sonst Luftsprünge mache aus Freude, um zu jubeln und zu klatschen, zu tanzen und zu lachen, mache ich sie heute, um verzweifelt in die Luft zu schlagen – doch letztendlich nur, um zu merken, dass das gar vergebens und ein Haschen nach Wind ist.

Herr, ich bekenne, ich möchte es gerne allen Menschen recht machen. Ich möchte ihren Bedürfnissen begegnen können, um dich zu ehren, aber gleichzeitig auch, weil ich das Urteil der Menschen fürchte, wenn ich versage.

Doch du zeigst mir: Das kann ich nicht – das kann niemand. Ich enttäusche und ich werde enttäuscht.

Nur dich, nein, dich kann niemand enttäuschen. Dafür müsste man dich täuschen können. Das kann aber niemand, denn du sagst in Offenbarung 2,23:

„[…] und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht […].“

Und so kennst du auch alle meine innersten Wünsche und Motive – sogar besser als ich mich selbst kenne. Und du nimmst mich dennoch an. Du liebst mich dennoch. Darum will ich mit Lobpreis antworten statt mit Klagen, will singen statt zu weinen:

„Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.“ (Albert Frey)

Denn ich weiß, dass mir alles zum Besten dient – meine Sehnsucht nach Erlösung von all dem Schmerz erinnert mich daran, dass ich dich brauche. Mehr als alles andere.

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