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Da es nicht ganz unbemerkt blieb, werde ich heute endlich das Rätsel um das Tattoo auf meinem Arm lösen. Oder besser gesagt: Mein Ziel ist es, euch heute zum Nachdenken anzuregen.

Denn wenn mich eines an der gesamten „Dürfen sich Christen tätowieren lassen oder nicht?“-Diskussion stört, dann, dass nie über Mission in diesem Kontext gesprochen wird.

Wir sind Christen. Wir lieben Jesus. Und unser Auftrag ist es, anderen Menschen von Jesus zu erzählen. Mission ist quasi unser Lebenssinn. Doch bei solchen Themen lassen wir den Aspekt „Mission“ komplett außen vor!? Weil das für mich ein No-Go ist, tue ich das einfach heute.

Vorneweg: Meine persönliche Meinung zu Tattoos hat sich im Laufe der letzten Jahre ein wenig verändert. Anfangs hatte ich gar nichts gegen Tattoos – ganz im Gegenteil war ich sogar großer LA-Ink-Fan. Tattoo-Kunst hat mich immer sehr fasziniert. Als allerdings mein Wunsch nach Mission immer stärker und meine Liebe zu Japan stetig größer wurden, begann ich, Tattoos zu hinterfragen.

Zu welchem Ergebnis ich gekommen bin, kannst du auf den nachfolgend lesen:

1. Tätowieren war ein Totenkult

„Ritzt eure Haut nicht ein aus Trauer um einen Toten und lasst euch nicht tätowieren. Ich bin der Herr!“ (3. Mose 19,28)

Aus dieser oft zitierten Bibelstelle geht für mich kein allgemeines Tattooverbot hervor, weil es im Kontext um Totenkult und Götzenverehrung geht. Viel wichtiger ist die eigene Motivation: Warum möchte ich mich tätowieren lassen?

2. Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes

„Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst.“ (1. Korinther 6,19)

Ein weiterer wichtiger Aspekt: der Körper als Tempel des Heiligen Geistes. Im Regelfall ist ein Tattoo eine lebenslängliche Entscheidung. Darum sollte man sich fragen: Tue ich meinem Körper mit einem Tattoo etwas Gutes oder entehrt es den „Tempel“?

3. Unser Auftrag: Menschen lieben und das Evangelium verkünden

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (3. Mose 19,18)

„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Matthäus 28,19)

Der wichtigste und meist missachteste Punkt: Wir sollen unsere Nächsten lieben und ihnen darum jederzeit gegenüber treten können, um ihnen das Evangelium zu verkünden. Tattoos aber sind nicht in jeder Kultur gerne gesehen – in manchen Ländern sind sie gar verpönt und staatlich verboten (wie bspw. Japan).

Welche Länder explizit dazu zählen, siehst du auf der unten stehenden Karte:

*staatliche Tattooverbote und Länder, in denen Tattoos kulturell verachtet werden oder verpönt sind:

Grundsätzlich kann man sagen, dass alle Länder/Kulturen, die besonders stark religiös geprägt sind (muslimisch, jüdisch, buddhistisch) Tattoos nicht gutheißen.

4. Fazit:

Ein Tattoo kommt für mich persönlich nicht mehr in Frage, da mein Missionswunsch und meine Liebe zu Japan so groß sind, dass ich es nicht verantworten möchte, mir die Türen zu den Herzen der Menschen vorsätzlich zu verschließen.

Allerdings bin ich nicht grundsätzlich gegen Tattoos – ich bin aber grundsätzlich dafür, alles zu prüfen und zu hinterfragen.

Denn: Möchte ich diese Verantwortung auf mich laden und für Menschen ein Hindernis darstellen, zum Glauben zu kommen? Wer weiß, in welches Land mich Gott noch beruft …

„Wir, die Starken, haben die Pflicht, die Schwächen der Schwachen zu tragen, anstatt selbstgefällig nur an uns zu denken. Jeder von uns soll auf den anderen Rücksicht nehmen, damit es ihm gut geht und er gefördert wird.“ (Römer 15,1–2)

 

Zu guter Letzt möchte ich aber endlich das Rätsel um das Tattoo auf meinem Arm lösen – denn es ist gar keins. Es ist eines der Klebe-Tattoos, die ich bei der lieben Marlene von soullettering.com gekauft habe. (Unbezahlte Werbung.) Für besondere Gelegenheiten hier in Deutschland finde ich die nämlich temporär echt cool. :)

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Quellen:

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