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Kamela Harris auf dem Vogue-Cover – ein Thema, das mir seit Tagen durch den Kopf geistert. Als ich das Cover der Vogue das erste Mal gesehen habe, war ich sehr angetan. Ein sympathisches Bild mit keckem Lächeln, lässigem Outfit mit Chucks und entspannter Pose in elegantem, aber kunstvollem Setting.

Doch dann habe ich die kritischen Stimmen gelesen, die sich über den Tausch des Motivs beklagt haben. Eigentlich – so der Kritikpunkt – hätte ein anderes Motiv das Cover zieren sollen. In starker Pose, geschäftlichem Outfit und schlichtem Hintergrund – politisch eben. Das „lockere“ Cover sei zu wenig respektvoll.

Eine Frage, die sich mir dabei aufgedrängt hat, ist: Sollten Kleider Leute machen? Sollte mein Aussehen über meinen Wert entscheiden?

Und je länger ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich darüber, weil es leider oftmals so ist.

Es fängt damit an, dass mir als Frau eher weniger Respekt entgegen gebracht wird, wenn ich „informellere“ oder „unkonventionellere“ Kleidung trage. Seien es ein paar Chucks an den Füßen einer Vize-Präsidentin oder bunte Haare.

Doch damit hört es leider nicht auf. Spinne ich das Gedankenkarussel weiter, lande ich beispielsweise bei Joko & Klaas. Wie ihr Video „Männerwelten“ letztes Jahr gezeigt hat, nehmen manche Männer knappe Bekleidung ja gerne zum Anlass, Frauen sexuell zu belästigen oder sie gar zu vergewaltigen. (Ganz davon ab, dass das auch passiert, wenn Frauen nicht knapp bekleidet sind.)

Mein Fazit? Das Problem ist nicht die Kleidung. Das Problem sind unsere Gedanken und Herzen. Denn da fangen alle Probleme an.

Ein Mensch erhält seine Würde nicht erst durch passende Kleidung. Die Würde hat er, weil er ein Ebenbild Gottes ist.

Mein Lösungsvorschlag? Aufhören, so oberflächlich zu sein und lieber beginnen, hinter die Fassade „Kleidung“ zu blicken und den wahren Wert eines Menschen zu sehen.

Love to you ♥

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