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Nun ist die Katze aus dem Sack: Ich, als ehemalige Feminismus-Kritikerin, bin selbst zur Feministin geworden. „Wie konnte das denn passieren?“, fragst du dich sicherlich.

Vorweg: Es ist ein sehr tiefgreifendes Thema, das ich unmöglich in einem Post ausführlich behandeln kann. Ich möchte euch aber nachfolgend gerne meinen Weg anhand drei meiner Lebensetappen verdeutlichen.

Lasst mich euch mit hinein nehmen in meine Geschichte:

mit meiner Weiblichkeit, mit dem christlich-fundamentalen Glauben und mit Feminismus.

1.) Kindheit & Teeniezeit in einem eher progressiven Elternhaus.

Ich habe eine sehr starke und selbstbestimmte Frau als Mutter. Diese Eigenschaften hat sie auch an meine Schwester und mich weitergegeben. Zudem waren meinen Eltern unsere Bildung und beruflichen Zukunftswünsche wichtig, die wir dann auch zielstrebig verfolgen lernten.

2.) Als junge Erwachsene in einer christlich-fundamentalen Freikirche.

Mit 15 Jahren bin ich in eine Freikirche und die dortige Jugendgruppe gekommen.

Bis dato waren mir Themen wie Heiraten oder auch meine eigene Rolle als Frau in meinem Leben nicht sonderlich wichtig. Doch in der Freikirche nahmen diese Themen wesentlich größeren Raum ein.

Ich entwickelte mit den Jahren ein sehr konservatives/traditionelles Frauenbild („Die Frau unterordne sich dem Mann“) und wurde dem Feminismus gegenüber eher kritisch.

3.) Dekonstruktion meines Glaubens in meinen Mitt-20ern.

Seit Herbst 2021 dekonstruiere ich meinen Glauben, hinterfrage christlich-fundamentale Lehren und begebe mich auf die Reise, um näher an Gottes Herz zu kommen. Seit diesem Sommer dekonstruiere ich dafür auch das Frauenbild, das mir im Laufe meines Lebens vermittelt wurde.

Was glaube ich HEUTE?

Die Bibel sagt für mich heutzutage etwas grundverschiedenes über Frauen, aber auch über das Patriarchat aus, als ich früher dachte. Ich habe in den letzten Monaten (teils schmerzlich) lernen müssen, welche Schäden das Patriarchat (nicht Männer, bitte nicht verwechseln) anrichtet und dass wir noch weit entfernt sind von echter Gleichberechtigung.

Darum glaube ich, das es den Feminismus braucht und dass das Patriarchat endlich abgeschafft werden muss.

Mein Frauenbild ist heutzutage (wieder) wesentlich progressiver – oder wie ich es nenne:

„fromm, frei & feminin.“

Wie ist dein Frauenbild: konservativ oder eher fortschrittlich? Und war das schon immer so oder hat sich das erst entwickelt?

1 Kommentar
  1. Sabine sagte:

    Liebe Daniela,

    toll, dass du deine Reise hin zu einem neuen Frauenbild hier teilst! Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und begeistert von deiner Offenheit. Ich bin selbst erst seit gut 2 Jahren mit Jesus unterwegs und das Frauenthema hat mich lange stark beschäftigt, da ich mich mit genau diesem “Die Frau soll sich dem Mann unterordnen” als Allererziehende und als emanzipierte Frau nicht identifizieren konnte. Mich würde wirklich interessieren, welche Gedanken und Erkenntnisse zum Frausein und zu den entsprechenden Bibelstellen du hast (detailliert als im obigen Text) :-)

    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten

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