Kennst du das Gefühl, so tief verletzt zu werden, dass du meinst, es zerreiße dir das Herz in deiner Brust? Wurdest du schon einmal so sehr von einem Menschen enttäuscht, dass du am Boden zerstört warst? Hast du in der Vergangenheit Leid und Verletzungen erfahren, die dich immer noch schmerzen und fessseln? Dann werden wir wohl beide leider den gleichen Schmerz kennen – und vor allem werden wir den gleichen Kampf kämpfen, um zu vergeben.

 

„Ich kann und will nicht vergeben“?

„Ich kann nicht und ich will nicht“, kein anderer Gedanke war neben dem Verdrängen der Schmerzen, die die tiefen Verletzungen hinterlassen haben, so präsent in meinem Kopf. „Das kannst du niemals vergeben … aber du musst vergeben.“ Zwei Stimmen, die seit Monaten in meinem Kopf gegeneinander kämpften. Eine lauter als die andere. Und dennoch hatte keine die Oberhand gewonnen.

Ich habe vor ein paar Wochen in einem Impuls darüber geschrieben, dass ich eigentlich keine Lust mehr auf das Leben hatte. Ich hätte am liebsten alles hingeworfen, reißaus genommen und aufgegeben. Das einzige, was mich davon abhielt, war mein Glaube an einen lebendigen, liebenden Gott, dem ich mehr zutraue, als ich selbst sehen kann. Denn vor allem hatte ich keine Lust mehr zu weinen und zu leiden. Auch wenn das bedeutete, dass ich endlich loslassen musste. Den Schmerz, all die Wut und Trauer freilassen und Vergebung aussprechen. Nicht um meines Gegenüber Willen, sondern in erster Linie, um Gott zu gefallen und meine Seele zu befreien.

 

Vergebung ist Gnade

Ich merkte selbst, dass die Vergebung, nach der ich mich sehnte, unecht und an äußere Bedingungen geknüpft war: daran, ob um meine Vergebung gebeten, für mein Leid gebüßt und mein Leid wiedergutgemacht wurde. Doch ich durfte lernen, dass die wahre Vergebung aus Gnade geschieht – ohne Gegen- oder Vorleistung.

„Vergeben ist nicht fair, es ist Gnade.“ (Tobias Teichen, ICF München)

Deshalb möchte ich dir und mir selbst heute aufzeigen, wie wichtig Vergebung ist und wie wir einen Lebensstil praktizieren können, der von Vergebung geprägt ist. Also komm mit und beginne deine Reise, Vergebung zu lernen – Schritt für Schritt.

 

Schritt 1 – Sei dir bewusst: Gott schenkt die Kraft und den Wunsch zu vergeben

Ich habe aufgehört, auf den perfekten Moment zu warten, an dem ich vergeben kann. Denn den wird es nicht geben. Der richtige Zeitpunkt zu vergeben ist jetzt. Nicht erst irgendwann. Denn morgen werde ich genauso wenig Kraft und Willen haben, vergeben zu wollen. Unsere Natur will und kann nicht vergeben. Nicht ohne Hilfe. Und da kommt Gott ins Spiel. Denn wenn mir eines in den vergangenen Wochen und Monaten besonders bewusst geworden ist, dann die Tatsache, dass Gott nicht nur das Vollbringen (die Kraft, zu tun, was ihm gefällt), sondern auch das Wollen (den Wunsch, ihm zu gehorchen) in uns bewirkt. Denn Gottes gesamtes Wesen ist von Vergebung geprägt – und wir als seine Ebenbilder können das auch widerspiegeln.

„Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ (Philipper 2,13)

 

Schritt 2 – Sei ehrlich zu dir selbst

Ich denke nicht gerne darüber nach, wie sehr ich verletzt wurde, weil es mich traurig macht – ich darf bloß keine Schwäche zulassen. Die Maske darf nicht fallen. Immerhin bin ich Christin und ich sollte doch schon längst damit abgeschlossen haben. Ich sollte nicht mit negativen Gefühlen kämpfen. Ich sollte gut sein. Oder nicht?

Ich habe lange Zeit versucht, Gott und mir selbst etwas vorzuspielen. Weil ich Gott nicht enttäuschen wollte und weil ich selbst Angst vor dem Versagen hatte. Doch die Wahrheit ist: Weil Gott mein Herz, jeden Gedanken und jede Tat kennt, lässt er sich nicht täuschen. Und vor allem: Er kann nicht enttäuscht werden. Ich darf traurig sein, ich darf verletzt sein und ich darf darüber klagen, welch ein Leid mir zugefügt wurde. Denn Gott hört mein Weinen und sieht meine Tränen. Er sieht, wie ich unter den Verletzungen dieser Sünden gelitten habe und noch immer leide. Deshalb darf ich mir selbst eingestehen, dass ich verletzt bin statt weiterhin so zu tun, als sei ich stark und unverletzbar.

Ein Vers, der mich in den vergangenen Wochen getröstet hat, ist dieser Vers aus der Bergpredigt von Jesus:

„Wie glücklich sind die, die Leid über Sünde tragen, denn Gott wird sie trösten.“ (Matthäus 5,4)

Sei offensiv ehrlich – zu dir selbst und zu Gott. Gott lässt sich nicht täuschen – er kennt unser Herz, jeden Gedanken, jede Tat. Er weiß, dass wir hassen und verbittern. Wem wollen wir etwas vormachen? Und vor allem: Warum? Am Ende bringen wir uns damit einander nur selbst zu Fall.

 

Schritt 3 – Überlasse die Rache Gott

Wenn es nach mir ginge, würde ich nicht vergeben – ich würde Menschen, die mich verletzt haben, Schlechtes und Leid wünschen. Ich würde versuchen, Rache zu üben oder sie zumindest ebenfalls zu verletzen und sie schlecht zu machen. Auge um Auge, Zahn um Zahn – ganz einfach.

Doch durch das Wirken des Heiligen Geistes in mir, weiß ich, dass all diese Gedanken falsch sind und nur aus meinen Gefühlen der Wut, Trauer und Verletztheit entspringen – sie sind der perfekte Nährboden für schlechte Saat, die der Teufel aussät. Vor allem aber weiß ich, dass ich durch Jesus neu gemacht worden bin – Gott lebt nun in mir und kann mich von innen heraus verändern. Ich muss mich nicht mehr an Rachegelüsten festklammern und mich selbst in dem Strudel aus Wut und Hass gefangen nehmen. Ich darf und kann frei werden und vergeben durch Jesus, der in mir lebt.

„Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat.“ (Galater 2,20)

Und vor allem darf ich glauben, dass Gottes Rache, sein Gericht über die Menschen, die mich verletzt haben, unfehlbar und absolut gerecht sein wird. Du musst dich nicht sorgen, ob er zu gnädig sein wird – Gott wird beurteilen und am Tag seiner Wiederkunft richten. Jeder erhält seinen gerechten Lohn. Und wenn Jesus für ihn gesühnt hat, dann wird es auch für ihn ein Gnadenlohn sein. Überlasse es Gott, denn er kennt die Situation besser.

„Rächt euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern lasst Raum für den Zorn Gottes! Denn in der Schrift steht: Es ist meine Sache, das Unrecht zu rächen, sagt der Herr, ich werde Vergeltung üben.“ (Römer 12,19)

 

Schritt 4a – Liebe deinen Nächsten

Verletzungen und Enttäuschungen sind besonders schmerzhaft, wenn sie von einem Menschen verursacht werden, der uns nahe steht und den wir über alles lieben. Umso schwerer fällt es dann, diesem Menschen Vergebung auszusprechen. Doch Gottes sagt uns in der Bibel, dass wir unsere Nächsten lieben sollen – ganz gleich, ob Freund oder Feind. Er wünscht sich, dass wir ein Herz haben, das nichts nachträgt, sondern bereitwillig vergibt – unabhängig von den Umständen. Denn wenn wir Gott und die Menschen lieben wollen, sollten wir auch bestrebt sein, es in der Art und Weise zu tun, die Gott uns als Vorbild gibt:

„Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend.“ (1. Korinther 13,5)

Was mich vor allem berührt hat, war der Gedanke, dass zu vergeben und nichts nachzutragen ein Akt der Liebe ist – wenn ich den Anspruch erhebe und behaupte, diesen Menschen wirklich geliebt zu haben, führt kein Weg an der Vergebung vorbei. Meine Taten müssen meinen Worten folgen, auch wenn es schrecklich schmerzt und meinen Stolz verletzt.

 

Schritt 4b – Segne diesen Menschen und tue ihm Gutes

Jemand hat mir mal gesagt: „Du kannst niemanden hassen, für den du betest.“ Und dem ist tatsächlich so. Auch wenn die Gefühle anfangs negativ sind und die Gedanken von Wut, Zorn und Hass geprägt sind, darf ich Gott meine Gefühle abgeben und beginnen, Menschen zu segnen, die mich verletzt haben. Und das sind keine geheuchelten Gebete: Heuchelei wäre es nur, wenn du sagen würdest, es würde dir leicht fallen. Gott kennt dein Herz und deinen Kampf. Segne deinen Gegenüber bis die negativen Gefühle weg sind und überlege dir, wie du ihm Gutes tun kannst (bspw. durch Heilung aussprechen).

„Segnet eure Verfolger, wünscht ihnen Gutes und verflucht sie nicht!“ (Römer 12,14)

„Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit dem Guten!“ (Römer 12,21)

 

Schritt 5 – Schaue dir deine eigenen Fehler und Sünden an

Ich glaube, Demut ist ein wahrer Schlüssel zur Vergebung. Wenn wir uns bewusst machen, dass wir auch irren, Fehler begehen und sündigen – wenn wir klein werden vor Gott und unser Bedürfnis der Gnade sehen –, dann fällt es uns leichter, auch anderen diese Gnade und Vergebung zuzusprechen.

„Denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.“ (Römer 3,23–24)

 

Schritt 6 – Vergib, um dich frei zu machen

Man muss eine Grundsatzentscheidung treffen, um jemandem vergeben zu können. Eine Entscheidung, die unabhängig von Gefühlen ist. Wenn wir vergeben, setzt es uns frei – es sprengt die Fesseln, die wir uns selbst auferlegt haben.

Matthew West singt in seinem Lied „Forgiveness“ folgende wertvolle Zeilen:

„It’s the hardest thing to give away, and the last thing on your mind today. It always goes to those who don’t deserve. It’s the opposite of how you feel, when the pain they caused is just too real. Takes everything you have just to say the word Forgiveness.
It flies in the face of all your pride, It moves away the mad inside. It’s always angers own worst enemy. Even when the jury and the judge say you gotta right to hold a grudge. It’s the whisper in your ear saying ‘Set It Free’. […] Help me now to do the impossible – Forgiveness.
It’ll clear the bitterness away, it can even set a prisoner free. There is no end to what its power can do. So, let it go and be amazed by what you see through eyes of grace. The prisoner that it really frees is you.“

Vergeben ist nicht gleich Vergessen. Du kannst vergeben, aber du wirst niemals vergessen. Denn Vergebung ist eine Entscheidung, die du unabhängig von deinen Gefühlen triffst. Gefühle kommen und gehen, ebenso wie Erinnerungen an vergangenes Leid und Schmerzen – ja, sogar all die Wut, die Trauer und die Liebe werden immer ein Teil deines Lebens bleiben, weil sie einmal da waren. Aber wenn du Vergebung aussprichst, fesseln dich diese Gefühle nicht mehr und ziehen dich nicht mehr herunter. Deine Entscheidung wird fest stehen, unabhängig wie du dich fühlst.

 

Schritt 7 – Soviel an dir liegt, habe Frieden mit allen Menschen

Tobias Teichen vom ICF München hat in einer Predigt mal ein ziemlich geniales Zitat gebracht:

„Zum Versöhnen braucht es zwei Personen, zum Vergeben nur dich.“

Wir Menschen haben gerne eine „Friede, Freude, Eierkuchen“-Stimmung – wenn etwas zwischen zwei Menschen steht, macht uns das nervös und unsicher. Doch Vergebung ist eine einseitige Entscheidung. Während du deinen Frieden wiedergefunden haben kannst und mit Gott wieder im Reinen bist, kann es durchaus sein, dass von Seiten deines Gegenübers noch immer Verdruss und Unfrieden herrschen. Lass dich aber nicht von deinem Weg abbringen: Habe Frieden mit anderen Menschen – soviel an dir liegt. Nicht alles liegt in deiner Hand.

In dem Moment, wo du diese Schritte praktizierst – unabhängig von deinen Gefühlen –, vergibst du. Vergebung beginnt beim ersten Schritt und bei der Entscheidung zu vergeben. Eine Versöhnung hingegen ist nur möglich, wenn beide Seiten Vergebung aussprechen und einen Schritt aufeinander zugehen.

 

Schritt 8 – Mache dir bewusst: Nicht zu vergeben hat Konsequenzen

Vergebung ist wichtig. Doch was ist, wenn man nicht vergibt? Du fesselst dich selbst und pflanzt eine Wurzel der Bitterkeit in dein Herz – manchmal unscheinbar wird sie umso schmerzhafter, wenn alte Erinnerungen wach werden oder Neid in dein Herz kommt.

Vor allem aber müssen wir uns Folgendem bewusst sein:

1. Wenn wir nicht vergeben, wird Gott uns auch nicht vergeben – unsere Verbindung zu Gott wird unterbrochen und unsere Gebete werden nicht erhört.

„Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt, dann wird euer Vater auch eure Verfehlungen nicht vergeben.“ (Matthäus 6,15)

2. Wenn wir nicht vergeben, haben wir die große Liebe Gottes nicht verstanden und leben nicht in ihr – denn Gott ist die Liebe höchstpersönlich.

„Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.“ (1. Johannes 4,11)

 

Lass uns gemeinsam dafür beten, dass wir loslassen, frei werden und vergeben können – um Jesu und unseretwillen.

Deine Daniela ☙

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Mein Herz fühlte sich ramponiert, getreten und zerstochen an. Es lag am Boden, umringt von zerbrochenen Hoffnungen, Träumen und Erwartungen. Ich habe wahrhaft geliebt und war später wahrhaft enttäuscht. Ich habe mein Herz geöffnet und wurde doch mit Ablehnung gefüllt. Mein Herz fühlte sich leer an, weil ihm etwas geliebtes genommen wurde. Und noch heute schmerzt es zeitweise unvorstellbar.

Plot Twist

Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Und er war treu. Er hat mich nicht im Stich gelassen, sondern hat seine Zusagen erfüllt. Mein Schmerz nimmt ab – ganz langsam und ganz vorsichtig. All die Splitter und Überreste von Hoffnungen und Träumen werden allmählich, Stück für Stück, wieder aufgesammelt und zusammengefügt. Ich weiß, dass dort und an meinem Herzen mal viel tiefere Risse und Löcher waren, doch sie werden kleiner. Und dafür darf ich Gott danken – ihm allein gebührt mein Lob. Er hat mich in den vergangenen Monaten in die Arme genommen und durch die dunklen Täler getragen. Er hat das getan, was nur er tun kann: Er hat mich gerettet – vor mir selbst, vor den Lügen Satans und vor der Dunkelheit, die mich drohte zu verschlingen.

Ziel des Artikels

Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat. Er hat meine Augen für seine Versprechen geöffnet, hat mir die Kraft und den Glauben geschenkt, daran festzuhalten und war so gnädig und gütig, sie vor meinen Augen und vor anderen sichtbar zu erfüllen. Ich darf sehen, wie Gott in meinem Leben eingreift. Und das, obgleich es völlig unverdient ist, weil ich selbst Menschen verletzt und ihnen das Herz gebrochen habe.

Für euch mit gebrochenen Herzen

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch schreibe ich heute diesen Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. Selbst in den Tälern unseres Lebens. Also notiert euch gerne die nachfolgenden Bibelverse, um euch immer wieder daran zu erinnern.

 

1. Gott heilt dein verwundetes Herz.

„Give yourself time“ hat mir eine Freundin zu Beginn meiner „heartbroken journey“ geraten. Ich habe mir selbst Zeit gegeben – vor allem aber habe ich Gott Zeit gegeben, mein gebrochenes Herz in seine Hände zu nehmen und zu heilen. Die Wunden, die tiefen Löcher und all die Kratzer zu verarzten – sie mit Liebe und Gnade zu füllen, in einer Art und Weise wie nur er es könnte. Denn um ehrlich zu sein: Zeit alleine heilt keine Wunden. Zeit ist ein Faktor der Heilung, aber nicht die Ursache. Gott ist der Heiler, das sagt er selbst über sich in seinem Wort:

„Denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2.Mose 15,26b)

Gottes Wort sagt, er wird unsere Herzen heilen. Nicht nur einen Teil, sondern komplett, so dass es nicht mehr schmerzt.

„Er heilt die, deren Herzen gebrochen sind, und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“ (Psalm 147,3)

Doch Gott kann unsere Herzen nur heilen, wenn wir auch unsere Herzen komplett darreichen, wenn wir nicht an unserem Schmerz festhalten wollen. Skillet singen darüber in ihrem Lied „Stars“:

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“

Es kommt auf dich und deinen ersten Schritt an. Vertraust du Gott dein Herz an?

 

2. Gott hat einen guten Plan.

Der Bibelvers, der einem vermutlich am meisten zu den Ohren heraus kommt und den man auch manches Mal gar nicht so gerne hören mag, wenn es sich nicht nach einem „guten Plan“ anfühlt:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gute Pläne? Aber mitten im Leid? Ja, manchmal sehr schwer zu glauben. Doch ich darf euch versichern: Gott ist gut – jederzeit. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.

Ein Beispiel: Unser Leben ist wie eine bestickte Decke auf der Rückseite – es sieht völlig wirr und falsch aus, aber aus der Vogelperspektive ist es wunderschön und ergibt einen Sinn. Und diese Vogelperspektive – die Perspektive Gottes – können wir im Laufe der Zeit gewinnen, wenn wir versuchen, Dinge mit Gottes Augen zu sehen. Weg von uns, hin zu Jesus.

 

3. Gott ist mit dir.

Wie in meinem letzten Blogartikel schon geschrieben, hat mich in den vergangenen Wochen ganz besonders der Song „With me now“ von HillaryJane ermutigt. Er gibt in solch einer eindrücklichen Art und Weise wieder, was Gott uns in seinem Wort verspricht: Dass er immer bei uns ist, in jedem Moment.

„Ich werde euch nicht allein und verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch!“ (Johannes 14,18)

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20b)

Auch in den Tiefen deines Lebens ist er mit dir. Er geht mit – ist live dabei –, wenn du durch dunkle Täler gehst. Er weicht nicht von deiner Seite. Das durfte ich selbst erleben. Meine Gefühle haben mich trügen wollen – so verletzt mein Herz war, sehnsüchtig und sich nach Liebe und Aufmerksam verzehrend –, doch Gott steht darüber. Er ist beständig mit mir gegangen, auch wenn ich unbeständig war. Und er ist auch mit dir. Emmanual – Gott mit uns – ist bei dir.

 

4. Gott sieht deine Tränen und trocknet sie.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft und wie heftig ich in den letzten Monaten geweint habe. Nicht nur mein Herz war zerbrochen, sondern auch mein Geist war zerschlagen. All das Leid und der Schmerz hatten mich in meinen Grundfesten erschüttert. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet, wurden auch meine schlechten und guten Zweige beschnitten. Unter Tränen. Tränen der schmerzlichen Selbsterkenntnis, Tränen der Trauer und Verletzung, Tränen der Dankbarkeit über Gottes Gnade. Doch ich weiß, dass die Tränen nicht sinnlos vergossen wurden oder ins Nichts verschwinden.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“ (Psalm 34,19)

„Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4)

„Du zählst alle meine Klagen. Sammle alle meine Tränen in einem Gefäß. Du hast doch jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ (Psalm 56,9)

Gott kennt meine Tränen und trocknet sie ab – mit dem besten und ultimativsten Tempo-Taschentuch, dass es geben könnte: mit seiner liebenden Güte.

 

5. Jesus kennt deinen Schmerz und fühlt mit dir.

Das besondere an Weihnachten für mich in diesem Jahr war, dass ich die Weihnachtsbotschaft, und warum Gott als Mensch auf die Welt kommen musste, noch einmal viel eindringlicher verstanden habe. Gott musste Mensch werden, um für unsere Schuld zu bezahlen. Denn nur er als Gott und sündloser Mensch war dazu in der Lage. (Rechnungen kann man schließlich auch nicht mit Monopoly-Geld bezahlen. Mehr dazu in diesem Video von HillaryJane.) Deswegen ist er auch das beste Weihnachtsgeschenk; nicht in Geschenkpapier gehüllt, sondern in Fleisch und Blut. Damit er leiden kann wie wir. Und das sagt auch einer meiner Lieblingsbibelverse.

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15)

Und auch in den Evangelien sehen wir immer wieder, dass Jesus schwache Momente hatte, dass er litt und fühlte wie wir – ohne zu sündigen. Und das macht ihn als Gott einzigartig und absolut vertrauenswürdig: Er kennt deinen Schmerz wie kein anderer.

„Jesus weinte.“ (Johannes 11,35)

 

6. Gott schenkt wahrhafte Freude.

Will ich mich daran erinnern, woher meine Freude kommt, höre ich mir „Rivers of joy“ von den No Angels an. Vermutlich war das nie der Sinn und Zweck des Liedes, aber immer wenn ich es höre, muss ich an die wahre Quelle der Freude denken: Gott. Und vor allem, wenn ich mir bewusst mache, dass wahrhafte Freude einzig und allein von Gott abhängig ist und nicht von meinen Umständen, kann ich meinen Blick wieder hoffnungsvoll gen Himmel heben, loben und danken, tanzend vor Freude herumwirbeln und mich über die Gnade freuen, die ich als Kind Gottes habe. Um mich herum kann alles trostlos scheinen – und ich werde doch Freude haben können. Was für eine starke Zusage!

„God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.“ (Psalm 46:4a) *die englische Übersetzung trifft es besser auf den Punkt

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt. Und wo du bist, hört die Freude nie auf. Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“ (Psalm 16,11)

„Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,12)

 

7. Du wirst wieder lieben können.

Frauen haben einen gewissen „natürlichen“ Hang zur Dramatik, da wir im Allgemeinen emotionaler sind. Daher neigen wir auch manches Mal dazu, Dramaqueens zu sein: „Nie wieder werde ich jemanden so sehr lieben können wie ihn“, sagt es sich dann so schön, während man im Selbstmitleid versinkt. Aber das ist kompletter Quatsch – eine Lüge, die der Teufel uns einreden will. Wir sind Kinder Gottes – das heißt, dass wir aus Gottes Kraft und seiner Quelle der Liebe schöpfen, weil wir seinen Heiligen Geist in uns tragen.

„Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1. Korinther 13,8a)

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)

„Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. […] Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Johannes 4,7+19)

 


So, ihr Lieben, das war’s mit dem Artikel. Ich hoffe und bete sehr, dass ich euch durch Gottes Wort ermutigen konnte. Wenn ihr Gebet oder jemanden zum Reden braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Entweder per E-Mail an hallo@ewiglichtkind.de, per Instagram oder per Facebook. Andersherum freue ich mich selbstverständlich sehr über eure Gebete für mich. ♥

Falls ihr noch mehr Ermutigung braucht, lest euch gerne meinen vergangenen Impulse über Leid und Liebeskummer durch oder ladet euch die kostenlosen Wallpaper zur Ermutigung herunter.

Gott mit euch!
Eure Daniela ♥

Viele Leute aus meiner Freundesliste halten mich sicherlich regelmäßig für verrückt, wenn ich mal wieder etwas über Gott schreibe oder aus meinem Leben mit ihm erzähle. Naja, zugegeben: Würde ich nicht an den Gott der Bibel glauben, wäre mir das wahrscheinlich auch nicht immer ganz suspekt und vor allem viel zu verwirrend. „Wer ist dieser Gott der Bibel eigentlich und was soll mir bitteschön ein altes, verstaubtes Buch im Jahr 2018 Neues sagen können?“ Nur eine von vielen Fragen, die sich einem unweigerlich aufdrängen, wenn man mit Jesus oder der Bibel konfrontiert wird.
Um dieses nicht ganz so geheime Geheimnis und einige andere interessante Fakten aufzudecken, möchte ich euch heute fünf Gründe geben, warum jeder Mensch einmal im Leben die Bibel gelesen haben sollte. Let’s go!

 

Grund 1: Die Bibel enthält Ratschläge für das alltägliche Leben

Wer glaubt, die Bibel sei so alt und eingestaubt, dass sie uns heutzutage nichts mehr zu sagen hätte, hat wohl den besten Ratgeber dieses Milleniums noch nicht selbst gelesen. Ganz egal, worum es geht – ob um zwischenmenschliche Beziehungen, psychische und physische Gesundheit, moralische Werte & ethische Fragen oder z. B. auch um das Arbeitsleben – für fast jede Lebensfrage hält die Bibel eine Antwort parat. Probier es doch mal aus und überzeug dich in den nachfolgenden Beispielen selbst!

Ratschläge für zwischenmenschliche Beziehungen:

„Fort also mit aller Bitterkeit, mit Wut, Zorn und gehässigem Gerede! Schreit euch nicht gegenseitig an und verbannt jede Bosheit aus eurer Mitte. Seid vielmehr umgänglich und hilfsbereit. Vergebt euch gegenseitig, weil Gott auch euch durch Christus vergeben hat.“ (Epheser 4,31–32)

Aussagen über moralische/ethische Werte:

„Wisst ihr denn nicht, dass ungerechte Menschen keinen Platz im Reich Gottes haben werden?“ (1. Korinther 6,9)

Lifehacks fürs Arbeitsleben:

„Verrichtet eure Arbeit immer sorgfältig, nicht nur dann, wenn [eure Arbeitgeber] euch beobachten. Gehorcht ihnen bereitwillig, weil ihr Furcht vor Gott habt.“ (Kolosser 3,22b)

 

Grund 2: Die Bibel ist wie ein Lexikon über die Welt

Die Bibel ist nicht nur ein grandioser Ratgeber für alle möglichen Lebenslagen, sondern ganz nebenbei auch noch ein historisch sehr genaues Lexikon – hier findest du teilweise bessere und präzisere Angaben zur Weltgeschichte als in manchen Geschichtsbüchern. Zudem verfügt die Bibel über ein breites Spektrum an Wissen über Ägypten, Assyrien und andere frühe Völkern, die unglaublich genau sind. Und es ist bewiesen: Archäologische Bestätigungen der Daten, die die Bibel uns gibt, waren im vergangenen Jahrhundert fast unzählbar.*
Des Weiteren ist die Bibel nicht nur historisch, sondern auch wissenschaftlich genau. Viele Grundsätze unserer heutigen Wissenschaft und Kenntnisstände sind schon in der Bibel als „Naturgesetze“ aufgezeichnet wurden – vor unserer modernen Zeit.* Ein paar Beispiele sind unter anderem:

  • Die Erde ist eine Kugel (Jesaja 40:22)
  • Das Universum ist unendlich (Jesaja 55:9)
  • Wasser hat einen Kreislauf (Prediger 1:7)
  • Es existieren so viele Sterne, dass sie unzählbar sind (Jeremia 33:22)

Zuletzt beweisen die vielen erfüllten Prophezeiungen (an der Zahl 3268 Stück!), dass die Bibel ein genauer Beleg und Zeuge der Zeit ist. Und das, obwohl die Prophezeiungen oft Jahrhunderte zuvor aufgeschrieben wurden.
(Wenn ihr mehr über biblische Prophezeiungen erfahren wollt, kann ich euch dieses Video wärmstens empfehlen: Ameise ins Quadrat – Glaubwürdigkeit der Bibel.)

 

Grund 3: Die Bibel schenkt Hoffnung und spendet Trost

An manchen Tagen kommt einem das eigene Leben wie ein nicht enden wollender Spießrutenlauf vor – man hüpft von einem Fettnäpfchen ins Nächste oder landet noch schlimmer in einem tiefen Loch aus Morast und Dung. Das Leben kann schwindelerregende Höhen, aber leider auch erschreckende Tiefen haben. Nämlich dann, wenn wir Verletzung und Verlust erleben. Doch die Bibel gibt uns Hoffnung, spendet unseren geschundenen Herzen Trost und zeigt uns eine neue Perspektive – die Perspektive Ewigkeit, mit der sich das Leben viel leichter leben lässt.

„Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.“ – Offenbarung 21,4

 

Grund 4: Durch die Bibel erfährst du mehr über dich selbst

Ich glaube, kaum ein Grund ist mir persönlich so wichtig wie dieser. (Abgesehen von Grund Nr. 5.) Die Bibel sagt mir, wer ich bin. Nicht mein eigenes anklagendes Gewissen, keine verdrehte Gesellschaft, die mich in ihr Bild pressen will, sondern ganz allein Gott definiert, wer ich bin.

Ich bin ein geliebtes Kind Gottes.

„Doch Gott ist so barmherzig und liebte uns so sehr.“ – Epheser 2,4

Ich bin ein Sünder.

„Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.“ – Römer 3,23

Ich bin errettet durch Jesus – nun kann ich rein & heilig leben.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ – Johannes 3,16

Nun bin ich frei von aller Schuld und darf mit meinem Gott leben, der mich reich beschenkt hat mit seiner Freude.
Passend dazu gibt es ein schönes Lied von Hillsong, dass diesen Fakt wunderbar widerspiegelt: „Du erwählst mich, und verlässt nicht. Durch Dich weiß ich, wer ich bin. Du bist für mich, willst mein Bestes. Durch Dich weiß ich, wer ich bin.“

 

Grund 5: Durch die Bibel lernst du Gott, den Schöpfer, persönlich kennen

Kommen wir nun zum wichtigsten Grund. Warum sollte man einmal im Leben die Bibel gelesen haben? Weil Gott selbst uns die Bibel als sein Wort gegeben hat! Wenn wir ein Buch lesen, lernen wir auch immer sehr viel über den Autor, seine Denkweisen und seine Motive. Genauso ist es bei der Bibel – wenn wir sie lesen, lernen wir Gott kennen. Er, der alle Fäden in seiner Hand hält, und auch die Menschen zum Schreiben seiner Worte bemächtigt. Wir finden in der Bibel nicht nur nette Ratschläge. Die Bibel ermöglicht uns in erster Linie eine echte Freundschaft mit Gott, indem wir ihn näher kennenlernen. Und dadurch hat Gott uns den Weg zum ewigen Leben gezeigt.

„Und das ist der Weg zum ewigen Leben: Dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und Jesus Christus, den du in die Welt gesandt hast.“ – Johannes 17,3

 

Und was dann?

Wenn du jetzt neugierig geworden bist und die Bibel selbst lesen möchtest, aber keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst, kann ich dir das Bibel Projekt herzlichst empfehlen. Cool gemachte und liebevoll animierte Videos über die Bibel auf Deutsch, die super verständlich und sehr anschaulich sind. Falls du keine Lust auf digitalen Content hast, fang doch ganz analog im Neuen Testament mit dem Johannes-Evangelium an – du wirst bestimmt einiges daraus mitnehmen.

Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen hast, schreib’ mir gerne. Ich freue mich über den Austausch mit euch oder Feedback!

 

Liebste Grüße, eure Daniela

In den vergangen Tagen wurde ich wieder sehr stark mit der Thematik Nächsten- und Selbstliebe konfrontiert. Wie gehe ich mit meinen Nächsten und mir selbst um, wie liebe ich sie und mich, wie sieht Gott uns? Diese und andere Fragen möchte ich euch heute beantworten. Aber eines vorneweg: Dieser Artikel soll kein Aufruf zu egoistischer Selbstliebe sein – dies würde letzten Endes nur zur Sünde führen und wir wissen schließlich alle, was der Lohn der Sünde ist: der Tod. Ganz im Gegenteil soll dieser Artikel aber zur Nächstenliebe nach biblischem Vorbild ermutigen und eine gesunde Selbstliebe aus der Perspektive des Schöpfers aufzeigen. Freut euch daher auf drei Gründe, warum wir unsere Nächsten wie uns selbst lieben sollten und als Überraschung des Tages auf einen Ermutigungs-Wallpaper für den Monat August. ♥

»Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« (Matthäus 19,19b)

 

Grund 1: Gott fordert mich dazu auf, andere zu lieben

So simpel wie einfach: Was Gott anordnet, das soll auch getan werden. Und das nicht, weil Gott willkürlich Regeln festlegen und wie ein Tyrann über uns herrschen möchte. Er will unser Bestes und seine Anordnungen dienen uns zum Guten. Und nicht nur das – Gott verspricht uns ewiges Leben mit ihm. So verheißt es sein Wort.

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8,28)

„Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben.“ (1. Johannes 2,17)

 

Grund 2: Wie wir uns selbst lieben bestimmt unsere Nächstenliebe – und umgekehrt

Die Formulierung „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ beschreibt, was wir in Jesus’ Bergpredigt und an vielen anderen Stellen in der Bibel wiederfinden: Die sogenannte goldenen Regel.

„Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 7,12)

Die Liebe, die wir zu uns selbst haben und die jedem Menschen in gewissem Maße innewohnt, ist der Maßstab für die Liebe, die wir zu unseren Nächsten haben sollten. Und, was gerne vergessen wird, die Liebe zu unseren Nächsten ist wiederum der Maßstab für die Liebe zu uns selbst. So lesen wir es in der Bibel am Beispiel der Liebe eines Ehemannes zu seiner Frau:

„Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.“ (Eph 5,28b)

Die Nächsten- und Selbstliebe gehen Hand in Hand einher. Wir können andere nicht lieben, wenn wir uns selbst verachten und wir können andere nicht verachten, wenn wir uns selbst lieben. Wir sind alle Menschen – fehlbar, aber von Gott geliebt. Und damit kommen wir schon zum letzten Grund …

Grund 3: Ich bin von Gott geliebt – und mein Nächster auch

Wenn es dir an Selbstliebe fehlt oder du dich gering schätzt, ist das keine Tugend oder gar Demut – es ist schlichtweg falsch und eine Beleidigung gegenüber deines Schöpfers. Gott sagt uns selbst in der Bibel, dass wir wunderbar gemacht sind und dass er uns so sehr liebt, dass sogar alle Haare auf unserem Kopf gezählt sind. Ja, er kennt uns schon vor Beginn unserer Zeit und liebt uns doch so sehr, dass er für uns alle am Kreuz gestorben, als wir noch Sünder waren.

„Denn du hast meine Nieren gebildet; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!“ (Psalm 139,13–14)

„Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt.“ (Matthäus 10,30)

„Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8)

Wie kannst du dich selbst verachten, wenn du diese Wahrheiten kennst? Wie kannst du deine Nächsten nicht lieben, wenn du weißt, dass dein Schöpfer sie liebt?

Bibelvers-Wallpaper für August ♥

Was wäre solch eine Ermutigung zu Beginn eines neuen Monats ohne den entsprechenden Bibelvers-Wallpaper? Vermutlich nur flüchtig gelesen und direkt wieder vergessen. Um dem entgegegen zu wirken, möchte ich euch heute wieder einige Wallpaper schenken. Die Wallpaper stehen zum kostenlosen Download bereit und dürfen unter Beachtung der Lizenz (CC BY-NC-ND 2.0 DE) gerne genutzt und geteilt werden. ♥ Viel Freude damit!

Wallpaper-Download

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Eure Daniela ♥ Gott mit euch!

Ich bin ein bisschen genervt. Sehr sogar. Ihr kennt diese Art von Fragen bestimmt auch: „Darf ein Christ …?“ Anstelle der Auslassungszeichen dürft ihr gerne ein beliebiges Diskussionsthema einsetzen – seien es nun Tattoos, Partys, Musik, Filme, Kleidung oder anderes. Manchmal stecken nur Neugierde, Diskussionslust, der Helferdrang, andere vor Sünden zu bewahren, oder der Drang, anderen unter die Nase zu reiben, dass sie einem ein Anstoß sind, dahinter. Oftmals deckt diese Frage für mich aber einfach nur die Gesetzlichkeit auf, in der wir so gerne leben und mit der wir uns profilieren wollen. Ich will hier keineswegs irgendjemanden verurteilen und mir anmaßen, solche Diskussionen als „irrelevant“ abzutun. Das sind Fragen, die einen bewegen und über die man sich früher oder später Gedanken machen muss, um zu prüfen und Position zu beziehen. Aber …

Das Ziel unseres Lebens als Christ

Bitte hört auf, das Christ-Sein darauf zu reduzieren und immer nur darüber zu reden, was man darf und was man nicht darf. Redet viel lieber darüber, was man tun muss und soll! Gott sagt uns in der Bibel im Grunde nur zwei Gesetze: Ihn zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben. Daher sollten wir uns doch viel lieber gegenseitig motivieren und ermutigen. Es ist doch so einfach. Und dennoch unterhalten wir uns immer wieder über unsere persönlichen Geschmäcker, was man als Christ darf und was nicht.

Bin ich ein Anstoß für andere?

„Bin ich ein Anstoß, wenn sich jemand an mir stört?“ Diese Frage habe ich mir tatsächlich in den vergangenen Wochen so oder so ähnlich relativ oft selbst gestellt. Beispielsweise durch meinen Römer- bzw. Philipper-Bibellesekreis mit Freunden, oder in Gesprächen mit Freundinnen über Werksgerechtigkeit, und zu guter letzt als mich jemand auf Dinge aufmerksam gemacht hat, die Leute stören oder einen „schlechten Eindruck“ vermitteln könnten. Da wird man als Christ tatsächlich stutzig. Bin ich nun ein Anstoß oder nicht, muss ich es allen Recht machen, oder darf ich andere auch ein bisschen nerven?

Anstoß zur Sünde vs. Ärgernis

Die Antwort dazu steht (surprise, surprise) in der Bibel – doch was ich selbst erst jetzt erkannt habe: Ich habe den Begriff „Anstoß sein“ immer falsch verstanden. In der Elberfelder Studienbibel stehen folgende Verse:

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden, und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Anstoßes zur Sünde.“ (1. Petrus 2,7-8)
„Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder einen Fallstrick zu geben.“ (Römer 14,13)

In dem ersten zitierten Vers geht es natürlich um Jesus und im zweiten um uns Christen, aber an beiden hervorgehobenen Stellen wird das griechische Wort »skandalon« verwendet. Überraschenderweise bedeutet es nicht, dass man jemanden einfach nur nervt oder ärgert – es bedeutet, dass man ihn komplett geistlich ruiniert. Erklärend dazu steht im Sprachschlüssel der Studienbibel folgendes:

„»Skandalon« bezeichnet immer eine Verführung oder das Schaffen einer Gelegenheit, […] welches [den verführten Menschen] ruiniert. […] In den meisten Fällen ist ein »skandalon« etwas, was Gelegenheit zu einem Verhalten bietet, das mit dem Untergang dessen endet, der Anstoß nimmt. Damit ist »skandalon« (Ursache, Anstoß zum Sündigen) etwas Anstößiges, weshalb auch derjenige bestraft wird, der es bietet oder gibt.“ (Elberfelder Studienbibel, 3. Auflage 2012, 8. Gesamtauflage, SCM R. Brockhaus, Witten, Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg, S. 2067)

 

Der Kontext: Götzenopferfleisch

Ich mache an dieser Stelle einen kleinen Exkurs in den Kontext des zitierten Bibeltextes aus dem Abschnitt aus Römer 14,1–15,7 (dem Abschnitt im Thema „Anstoß sein“). In diesem Abschnitt geht es um die Starken und Schwachen im Glauben – Menschen, deren Gewissen stärker aber auch schwächer sein kann. Paulus spricht ein damaliges Problem an: Den Verzehr von Götzenopferfleisch. Für die einen (meist Juden) war das ein Ding der Unmöglichkeit – niemals könnten sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren, Fleisch zu essen, das für die Götzen bestimmt war. Für die anderen (meist Heiden) war das gar kein Thema – es sei ja nur ein Stück Fleisch, das den inneren Menschen von außen nicht verunreinigen könne.
Auch wenn wir heutzutage vermutlich eher seltener über Götzenopferfleisch diskutieren, haben wir heute nach wie vor immer wieder das Problem mit den Stärkeren und Schwächeren im Glauben.* Daher ist das Prinzip, welches Paulus uns hier aufzeigt, auch noch für uns Christen heutzutage anwendbar.

* Weiterlesen: www.bibelstudium.de

 

Wann ich ein Anstoß bin

Im Klartext bedeutet das nun für uns: Die Wortbedeutung von „Anstoß sein“ meint nicht, den Menschen ein Ärgernis zu sein, indem man sie irgendwie stört oder nervt, sondern (viel krasser!) die Menschen absichtlich in Sünde fallen zu lassen – ihnen einen Fallstrick auszulegen, ein sinnbildliches Bein zu stellen oder (wie in Mario Kart) eine rutschige Banane auzulegen. 🍌 Solange wir also niemanden willentlich zur Sünde verführen und jemanden motivieren zu sündigen, indem wir bspw. einem ehemaligen Alkoholiker Alkohol aufzwingen, sind wir kein Anstoß.

Wann, wie und warum sollte man dennoch Rücksicht nehmen?

Als Christen leben wir nicht mehr nur für uns, sondern in erster Linie für Gott und unsere Nächsten. Man kann es anderen nie zu 100 % recht machen, klar, aber um des Friedens Willen und für ein liebevolles Miteinander sollten wir dennoch Rücksicht nehmen. Und zwar 1. aus Liebe zum Nächsten, 2. freiwillig und 3. als eine Frucht des Heiligen Geistes in uns. Aber nicht, weil andere es erzwingen (!), denn so wird ermöglicht, dass ein krasser Missbrauch damit getrieben wird. Das Endergebnis ist dann nämlich nicht ein anstoßfreies Zusammenleben, sondern pure Gesetzlichkeit. Vor allem stellt sich dann die Frage: Was wäre die Freiheit noch wert, die wir in Christus haben? Also wollen wir daran denken:

„Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen.“ (Römer 14,10)

In letzter Instanz ist nämlich jeder persönlich verantwortlich für seinen Weg, den er vor dem Herrn geht – er soll nicht nach links und rechts schauen und über Schwache lachen oder Starke runterziehen.

Meine Ermutigung für euch

Meine Ermutigung für euch ist heute: Lasst euch von Leuten, die eventuell schwächer sind oder ein empfindlicheres Gewissen haben, nicht runterziehen und vor allem nicht einreden, ihr seid ein Anstoß. Das ist echt krass! Wer anstößig handelt, sündigt. Wer andere aber nur nervt, geht höchstens sehr offensiv mit seiner Freiheit in Christus um. Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Aber weil Gott uns seinen Heiligen Geist geschenkt hat, können wir dank ihm gute Frucht bringen können, die aus Liebe und Rücksicht zu unseren Nächsten handelt.
Daher: Lebe in der Freiheit, die Gott dir geschenkt hat, aber achte darauf, anderen nicht absichtlich einen Grund zu geben, verärgert oder genervt zu sein, wenn es auch eine gute Alternative gibt.

Ich wünsche euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus! (nach Röm 1,7b)
Eure Daniela ♥

 

PS: Mir wurde die große Ehre und Freude zuteil, dass dieser Artikel im Steps-Magazin „BE FREE“ abgedruckt wurde. Welch eine Freude! ♥ Bestellt euch gerne kostenlos das Heft beim CJ-Shop.

In den letzten Wochen war es hier auf meinem Blog sehr still. Ich war sehr still. Anfechtungen, falsche Prioritäten, Perfektionismus und andere Probleme waren die Baseline meines Alltags. Die Freude an Gott – verschwunden. Und Gott? Ja, der war irgendwo – nur nicht bei mir. Er fühlte sich meilenweit entfernt an. Meine Unzufriedenheit war wie eine Mauer zwischen Gott und mir.

Das Problem

Auf Instagram habe ich euch in den vergangenen Wochen bereits über meine turbulente Zeit mit Gott erzählt – naja, mehr oder weniger mit Gott. In manchen Momenten ging’s mir auch echt mega gut, daher hat in meinem Umfeld auch kaum jemand was bemerkt. Aber in vielen kleinen Momenten übermannten mich all die Zweifel, die Unzufriedenheit und schlechte Gedanken. Vor allem zu kämpfen hatte ich mit meinem verzerrten Gottesbild („Wirkt er überhaupt auch in meinem Leben?“), Bitterkeit, Streben nach Perfektion und meinen Sehnsüchten und Begierden nach Dingen, die sündig waren. Auch diverse christliche Instagram-Seiten (ihr kennt sie bestimmt alle), die Ermutigung versprachen und fröhlich ihre Bibellese-Bildchen teilten, waren nur eine kurzzeitige Lösung. In meiner Beziehung zu Gott und zu mir selbst war der Wurm drin. Meine Motivation und meine Freude – am Bibel lesen, am Bloggen und am Ankämpfen gegen die Sünde – waren beinahe gekillt.
Einer der zahlreichen Gründe, warum ich in den letzten Wochen einen geistlichen Durchhänger hatte, war das ständige Vergleichen mit anderen. Wo ich hinschaute, sah ich perfekte Bilder und ein scheinbar ebenso perfektes Leben. Das Problem war, dass ich tatsächlich nur noch die anderen gesehen habe. Mein Maß war nicht mehr, was Gott über mich dachte, sondern wie ich selbst neben den anderen abschnitt – wie ich lebte, was ich erreichte (oder auch nicht) und was mich ausmachte. Ich war neidisch. Und ich war traurig über mich selbst, dass ich nicht so begabt war, nicht so diszipliniert und nicht so gut. Kennt ihr solche Gedanken? Ich bin vermutlich nicht die einzige, die immer mal wieder mit solchen Gedanken und Gefühlen zu kämpfen hat. Die nur die oberflächlichen Facetten sieht und sich vergleicht. Aber wisst ihr was? Das ist alles eine große Lüge! Der Teufel belügt uns, betrügt uns und verführt uns. Zur Sünde und zur Abwendung von Gott, der uns angeblich nichts Gutes gönnt. Alles Quatsch mit Soße!

Die Lösung

Ich durfte erkennen, dass Gott immer da war. Die ganze Zeit. Auch wenn es so schien, als ob er unerreichbar ist. Der Teufel wollte mich überlisten. Ihn mir stehlen. Doch es ging nicht. Gott hat mir Gnade geschenkt und neue Freude. Freude, die meine Knochen belebt und mich bewegt. Meine Probleme sind nicht von Heute auf Morgen verschwunden und ich bin in manchen Momenten immer noch unzufrieden mit mir selbst, meiner Leistung und meiner Beziehung zu Gott. Aber ich will nicht länger warten – ich will den Neustart nicht länger aufschieben. Was kann ein besserer Moment für einen Neustart sein als JETZT?

Gnade über Gnade

Unser Gott ist so ein großer und gnädiger Gott, dass er auch mir die Augen geöffnet und vor allem mein Herz für seine Message geweitet hat. Ich durfte durch ihn wieder neu erkennen, dass …

  1. … er mich so sehr liebt, dass er für mich – wegen meiner Schuld – starb. (Damit ist eigentlich schon alles gesagt.)
  2. … ich von Sünde befreit leben kann, wenn ich mich wieder ihm zuwende.
  3. … er immer da ist, auch wenn ich mich entferne. Und dass er mich dennoch voller Freude wieder annimmt.
  4. … dass ich durch ihn gut bin, weil er mich wunderbar gemacht hat. Und dass ich einen Sinn und eine Aufgabe in meinem Leben habe, die nur ich erfüllen kann.

Wenn wir uns weiterhin hinter Masken verstecken, machen wir uns dadurch viel angreifbarer für den Teufel. Wir sollten es so machen wie die Poetry Slammerin Julia Engelmann es in einem ihrer Poetrys einmal gesagt hat: „Lass uns uns mal demaskieren und dann sehen, wir sind die Gleichen.“ Runter mit den Masken – her mit dem authentischen Christsein! Als Christen sollten wir uns einander tragen und helfen – aber dafür muss man ehrlich sein.
Ich habe keine Lust mehr auf Neid und zu verpassen, wie sehr Gott mich segnet. Ich will dankbar sein für das, was ich habe und wie Gott mich begabt hat. Ohne auf andere zu schauen.

Start NOW – kehre jetzt zurück zu Gott!

Wenn du derzeit auch einen Durchhänger haben und deine Beziehung zu Gott einen Restart gebrauchen kann, dann lass dir sagen: Nahe dich zu aller erst wieder Gott – von ihm kommt die ganze Kraft. Und darüber hinaus: Vergleiche dich nicht mit anderen. Selbstmitleid und Unzufriedenheit sind die größten Freudenkiller ever. Fangt einfach an, Freunde. Wartet nicht auf mehr Zeit, bessere Umstände oder einen leichten Alltag. Jetzt ist unsere Zeit.

Schlussworte

Nun bleibt mir nur eines übrig: Danke zu sagen. Und dem größten Retter mein Lob zu geben.
Amen!

Ich wünsche euch einen grandios gesegneten Tag!
E
ure Daniela

Frühling, ein Sonntagnachmittag, draußen scheint bei 18°C die Sonne auf die grünen Wiesen, und ein wenig fröhliche Musik. Eigentlich die perfekte Grundlage, um fröhlich zu sein und das Leben zu feiern. So richtige Freude habe ich allerdings nicht empfunden. So wie oftmals in letzter Zeit. Und so wie im heutigen Gottesdienst. Eigentlich hätte der eine Motivationsbombe für die kommende Woche sein können: Das Thema lautete Freude und wir haben dazu aus Philipper 4,4–8 gelesen. Doch statt dass ich mich über diesen Zuspruch und Aufruf von Paulus freue, wird mir etwas ganz anderes bewusst.

Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes

Den entsprechenden Bibelvers dürften wir alle kennen:

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ – Galater 5,22

Warum macht mich das also nicht froh? Ist es nicht eigentlich eine Entlastung für uns als Menschen, dass unsere Freude nicht von unseren Umständen abhängt, sondern von Gott und aus uns, die wir den Heiligen Geist in uns haben, kommt? Ja – ich müsste mich eigentlich darüber freuen. Doch mit dieser Erinnerung geht eine weitere wichtige Erkenntnis einher.

Wir dämpfen den Heiligen Geist durch Sünde

Verschiedene Bibelstellen rufen uns immer wieder dazu auf, den Heiligen Geist nicht zu dämpfen oder gar zu betrüben (bspw. „Den Geist dämpft nicht!“ – 1.Thessalonicher 5,19). In der Theorie eine einfache Aufforderung, in der Praxis allerdings schwer greifbar. Wie dämpft man den Heiligen Geist? Ganz einfach: durch Sünde. In Epheser 4 führt Paulus unterschiedlichste Sünden und schlechte Dinge an, die im Resultat darin enden, dass sie den Heiligen Geist betrüben und traurig machen. Wir betrüben den Geist, wenn wir wie die Menschen leben, die Gott nicht kennen, lügen, böse sind, stehlen, schimpfen, zornig und unversöhnlich sind, und wenn wir sexuell unmoralisch sind. Den Geist zu betrüben bedeutet, sündhaft zu handeln, egal ob nur im Denken oder im Denken und Handeln.* Wir widersetzen uns Gott und berauben uns dabei willentlich selbst des Wirkens des Heiligen Geistes.
*nachzulesen bei gotquestions.org

Sünde raubt Freude

Wenn der Heilige Geist durch Sünde und Schuld nicht mehr in uns wirken kann, ist es auch nicht mehr möglich, dass die Früchte des Heiligen Geistes in uns wachsen. Wenn die Früchte nicht mehr in uns wachsen, können wir auch keine tiefe Freude, wie nur Gott sie schenken kann, mehr empfinden – stattdessen ist unsere Freude abhängig von unseren Umständen. Und wenn die schlecht sind – so wie bei mir in den letzten Wochen –, dann sind wir freudlos.
Was ist das Leben bitte ohne Freude? Was ist ein Christ ohne Freude? Die Worte „Christ“ und „freudlos“ müssen sich eigentlich einander ausschließen! Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben, um unsere Schuld zu begleichen und uns ewiges Leben in Frieden und unendlicher Freude zu ermöglichen. Wir haben die genialste Perspektive auf Leben überhaupt – die Perspektive Ewigkeit, die nur so vor Hoffnung und Freude strotzen sollte. Es macht mich traurig, wenn ich Christen sehe, die sich in ihrem Glaubensleben rumquälen und aussehen wie Trauerklöße. Doch in den letzten Wochen war ich teilweise kein Deut besser. Welch ein Zeugnis soll das für Nicht-Christen sein? Leben mit Jesus ist nicht tutti-frutti, nein. Aber Leben mit Jesus ist das beste, was mir passieren konnte. Und ich will dieses Leben für keine Sünde und keine weltliche, kurzweilige Freude der Welt aufs Spiel setzen. Also rangeklotzt, Ärmel hochgekrempelt und dem Satan den Kampf angesagt. Nicht mit mir – not today, satan.

Als Abschlussvers möchte ich euch noch einen Vers mitgeben, mit dem wir kampfbereit in die neue Woche starten können. Lasst uns nicht vergessen, dass die wahre Freude nur von Gott kommt. Nicht von der Welt.

„Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes.“ – Epheser 4,30a

Eure Daniela

Manchmal weiß man einfach nicht so recht, wo man hin möchte. Man sitzt in einem Status Quo fest, ist unzufrieden, kommt aber auch nicht raus, um etwas zu verändern. Manchmal kann man nichts verändern – oft will man aber auch nichts verändern, weil Veränderungen immer unbequem sind. Sie strengen an, fordern Mut und Durchhaltevermögen. Als die bequemere Variante erscheint einem dann oftmals der Rückzug, gar die völlige Resignation. Back to the roots. Oder back ins Bett. Netflix an und die nervtötende Realität ausblenden.

Luxusprobleme?

Um mal ehrlich zu sein: Ich habe in den letzten Wochen viele Tage im Bett verbracht – oder abends vor meinem Laptop – und habe versucht, vor der Realität davon zu laufen. Das mag dramatisch klingen … war es eventuell auch. Doch leicht war und ist diese Phase nicht. Sorgen über mein Auto (meine geliebte Klapperkiste, die leider öfters Probleme macht), Gedanken über die berufliche Situation, Zweifel an den Zukunftsplänen, Enttäuschung über getroffene Entscheidungen und Herzschmerz um Menschen, die man vermisst. Probleme, die wie Luxus klingen.
Doch leider belächelt man heutzutage viel zu schnell diese sogenannten „Luxusprobleme“. Schließlich sind sie eine Konsequenz des Lebens im wohlhabenden Westen und man müsste dankbar dafür sein, sich überhaupt damit herumschlagen zu dürfen. Aber diese Probleme sind wesentlich mehr als eine Folge oder das Resultat von Luxus. Sie sind eine schwere Last – genau wie jedes andere Problem und jede andere Sorge, die wir als Menschen haben können.

»Überlasst all eure Sorgen Gott …«

Und Lasten liegen uns manchmal unwahrscheinlich schwer auf den Schultern, drücken uns hinunter; so tief, dass wir beinahe den Erdboden berühren und kriechen müssen. Wir trauen uns nicht einmal, irgendeinen Schritt in eine bestimmte Richtung zu unternehmen, weil wir so gelähmt von Sorgen und Ängsten sind. Aber ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, dass das nicht meine Aufgabe ist. Das leidige Ursprungsproblem bei Sorgen ist nämlich, dass wir selbst immer wieder den Problemlöser spielen wollen, anstatt zu akzeptieren, dass nicht alles unserer Entscheidungsgewalt obliegt. Ja, in vielen Dingen fordert Gott uns auf, zu handeln und mit seiner Weisheit Entscheidungen zu treffen. Aber zuerst müssen wir auf ihn vertrauen und seine Hilfe erbeten. Von ihm kommt Weisheit, er schenkt Mut und nimmt uns die Sorgen. Mit einem klaren Blick lässt es sich wesentlich einfacher leben und Entscheidungen treffen. Wir sollen nicht aus uns heraus handeln, sondern durch seine Kraft. Versteht ihr, wie erleichternd diese Botschaft ist? Hey, wir dürfen die Sorgen loslassen. Nein, nicht nur loslassen – Luther schreibt, wir dürfen sie sogar auf Gott werfen! Und warum? Weil er sich um uns sorgt – nicht erst, nachdem wir ihm unsere Sorgen überlassen haben, sondern die ganze Zeit. Sich an Sorgen zu klammern ist vollkommen überflüssig, weil er sich kümmert. Glaubt ihr das? Dann vertraut auf Gott, besprecht eure Sorgen mit ihm im Gebet und geht seinen Wegen nach.

»Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!« – 1.Petrus 5,7

 

Loslassen und nach vorne schauen

Ich möchte dich ermutigen, mit mir nach vorne zu schauen und nicht vor den Sorgen und Problemen des Alltags zurück zu schrecken. Manch ein Berg erscheint unerklimmbar, aber mit dem richtigen Partner ist selbst ein Mount Everest kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Lass einfach die Sorgen los, die dich fesseln und hinunterziehen. Sei frei und flieg – sei ein Vogel mit Flügeln der Freiheit.

Wallpaper für dein Smartphone

Da ich diesen Artikel heute relativ spontan geschrieben habe, weil Gott mir diese Worte aufs Herz gelegt hat, habe ich nicht viel vorbereiten können. Allerdings habe ich zu eurer und meiner eigenen Ermutigung dennoch einen kleinen Wallpaper zur Verwendung auf dem Smartphone gezaubert. Wenn ihr also Freude daran habt, dürft ihr ihn euch gerne herunterladen und mit euren Freunden teilen. ♥ Be free & share love!

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Eure Daniela ♥

Butter bei die Fische – ganz gleich, ob du Frau oder Mann, 21 oder 36 Jahre alt, noch am Studieren oder schon fest im Berufsleben bist: Wenn du diesen Artikel interessiert liest, wirst du wohl eines mit mir gemeinsam haben: Du bist Single. Ein Umstand, der gerade rund um Valentinstag zur Dauerbelastung werden kann. Zugebombt mit Pärchen-Anzeigen, Special Offers für Verliebte und jede Menge „Ach wie rosarot ist die Welt mit dir“-Werbung verfällt man schon mal in die alljährliche Valentinstagsdepression. Doch muss das wirklich alle Jahre wieder so sein?

 

Allein allein?

Wir haben keinen Partner. An sich ist das einfach ein ganz normaler Lebensumstand. Aber irgendwie kümmern sich je älter man wird (!) auf einmal unheimlich viele Menschen um einen. Sie wollen dich aufheitern, fragen nach deinem Liebesleben und ob Mr. oder Mrs. Right nicht schon in Aussicht sei. Manche laufen richtig zur Hochform auf, so sehr wollen sie dich verkuppeln, um deinem Liebesleben auf die Sprünge zu helfen, weil du ja sonst etwas verpassen würdest. Eigentlich meinen es die meisten einfach nur gut. Doch unterschwellig rührt immer dieser eine hämmernde Vorwurf mit: Was stimmt mit dir nicht, dass du noch keinen Partner hast? Das ist wie ein Faustschlag ins Gesicht. Nicht nur, dass man dann tatsächlich an sich selbst zweifelt – man zweifelt vor allem daran, ob Gott einem das Liebesglück absichtlich vorenthält.

 

Warum bist du Single?

Und ganz ehrlich – weder du noch ich oder irgendein anderer Mensch darf sich anmaßen, darüber zu urteilen, warum du Single bist. Denn: Warum das so ist, weiß nur Gott allein. Ich habe in der Vergangenheit leider selbst zu oft den Fehler gemacht, Menschen nach ihrem Lebensstand zu beurteilen. „Hoffentlich wird er bald noch eine Frau finden – der Arme muss ja echt frustiert sein!“, „Alle um sie herum heiraten, wie schrecklich für sie!“ oder „Sein Leben dreht sich nur um die Arbeit – er braucht dringend eine Frau!“ sind tatsächlich Sätze, die ich so oder ähnlich gedacht habe. Und ich muss dafür vor Gott und den Menschen um Vergebung bitten. Ich ärgere mich über mich selbst (jetzt, nachdem ich mich mit dem Thema biblisch auseinandergesetzt habe), dass ich so beschränkt gedacht habe.

 

Dein Lebensziel

Denn mein und dein höchstes Ziel im Leben ist es nicht, einen Partner zu finden, Familie zu gründen und bis ans Ende unserer Tage glücklich zu werden. Unser höchstes Ziel ist es, Gott zu ehren. Denn auch wenn es eine weitverbreitete Meinung ist, dass die Single-Zeit quasi zur Vorbereitung für die Ehe dient, könnte es kein größerer Trugschluss sein. Deine Single-Zeit ist keine Wartezeit oder gar ein Zwischenzustand, in dem du weder Fisch noch Fleisch bist. In deiner Zeit als lediger Mann oder ledige Frau hast du eine wichtige Aufgabe: Du sollst Gott dienen.

 

Singles – Menschen zweiter Klasse?

Es kommt in unserer Gesellschaft aber auch in christlichen Kreisen immer wieder vor, dass die Ehe wesentlich höher geachtet wird als ein Leben als Single. Nicht zuletzt sagt sogar die Bibel, dass Gott uns als Mann und Frau schuf und es nicht gut sei, wenn der Mensch allein ist (1. Mose 1,27+2,18). Kein Wunder also, dass Singles schnell als Menschen zweiter Klasse gesehen werden – es sei schlichtweg nicht gut. Doch das ist falsch.
Dran Next schreibt dazu in einem Artikel zum Thema Single-Shaming: „Was bei all diesen Erklärungsversuchen unterschwellig mitschwingt, ist die Annahme, man habe sein Liebesglück selbst in der Hand. Als müsse man nur hart genug an der eigenen Fehlerhaftigkeit arbeiten, um die eigene Unvollständigkeit in einer gelingenden Beziehung zu überwinden.“ Und das ist leider für viele Realität. Ihnen wurde so oft das Gefühl gegeben, dass etwas nicht mit Ihnen stimme, dass sie glauben, sie hätten ihr Liebesglück selbst in der Hand und könnten etwas an ihrem Beziehungsstatus ändern, wenn sie sich anpassen. Doch die Wahrheit ist: Ich habe es nicht selbst in der Hand. Gott lenkt alles nach seinem Willen. Und Gott hat gute Gedanken über dich! Lies dazu die folgenden beiden Verse:

„Ich preise dich, dass ich so wunderbar und staunenswert erschaffen bin. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar.“– Psalm 139,14

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ – Jeremia 29,11

 

Das Geschenk, Single zu sein

„Jesus erwiderte: Das ist etwas, was nicht alle fassen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist. Manche sind nämlich von Geburt an unfähig zur Ehe, andere sind es durch einen späteren Eingriff geworden, und wieder andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz für das Reich da sein wollen, in dem der Himmel regiert. Wer es fassen kann, der fasse es!“ – Matthäus 19,11-12

Mit Sicherheit hast du an dieser Stelle ein Zitat von Paulus erwartet – ist ja schließlich ein Klassiker unter den Bibelversen zu diesem Thema. Doch dass selbst Jesus etwas dazu in dieser Ausdrücklichkeit sagt, dürfte wohl überraschend sein. Ich zumindest habe diesen Vers bislang immer überlesen, obwohl er so krass ist! Und der Vers aus 1. Korinther 7,7 (jetzt kommt der gute Paulus ins Spiel) verstärkt das nur:

„Denn ich wollte, alle Menschen wären wie ich; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.“ – 1. Korinther 7,7

Wow. Wir als Singles sollten wirklich damit beginnen, das Single-Dasein als Geschenk schätzen zu lernen. Unsere Aufgabe ist es, mit diesem Geschenk verantwortungsvoll umzugehen, und Gott als Ledige mit ganzem Herzen zu dienen – egal, ob im Bürojob beim Akten klauben, im Krankenhaus beim Pflegen der Kranken, in der Schule oder der Uni beim Lernen und Witzeln oder in der Mission beim Evangelisieren.

 

Wie du das Ziel verfehlst

Das traurige ist, dass viele Singles sich in Selbstmitleid suhlen – vor allem an Valentinstag – und sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich einen Partner zu haben. Doch damit verfehlst du das Ziel, das Gott für dein Leben hat, vollkommen. Sich auf Biegen und Brechen einen Partner zu wünschen, ist reiner Egoismus – denn die Gabe des Single-Seins und die Zeit, die Gott dir damit schenkt, sollst du für ihn und zur Freude deiner Nächsten einsetzen. Wenn du dir einen anderen Zustand herbeiwünschst, zeigst du Gott nur, dass du undankbar bist und ihm nicht vertraust. Du siehst Gott als Feind, obwohl er dir anvertraut, ganz besonders für ihn zu leben.

 

Die Zeit als Single gut nutzen

In einer Beziehung oder Ehe hast du nur geteilte Aufmerksamkeit. Im Single-Dasein hingegen sind wir unabgelenkt. Wir können uns vollkommen auf Gott konzentrieren und unseren Fokus allein auf Gott richten. Wir lernen, unsere Bedürfnis komplett bei Gott zu stillen und nicht bei Menschen. Und wir können auf ganz besondere Art und Weise dienen. Timothy Keller schreibt in seinem Buch „Ehe“ dazu folgendes:

„Wir sollten weder zu begeistert sein, wenn wir verheiratet sind, noch zu enttäuscht, wenn wir es nicht sind, weil Christus der einzige Partner ist, der uns wirklich Erfüllung geben kann, und Gottes Familie die einzige Familie ist, die unsere Sehnsüchte wirklich stillt.“ – Timothy Keller

Deine Single-Zeit ist dazu da, dich auf Gott zu konzentrieren – und nicht, um dich zu fragen, wann du denn heiraten wirst. Du verfehlst als Single nicht dein Lebensziel oder gar den Willen Gottes für dein Leben – auch wenn viele Christen das behaupten. Aber egal, ob du Single und einfach insgesamt konzentrierter oder in einer Beziehung/Ehe bist und mit deinem Partner gemeinsam dienst: Unser Auftrag bleibt bestehen – wir sollen für Gott leben und das Evangelium verkünden.

 

Der Wunsch Gottes an Frauen (und Männer)

„Eure Schönheit soll von innen kommen! Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist euer unvergänglicher Schmuck. Das ist es, was Gott als wirklich kostbar ansieht.“ – 1. Petrus 3,4

Versuche in der Zeit des Single-Seins an deiner inneren Schönheit zu arbeiten. Was für ein unbeschreibliches Gefühl muss es sein, wenn dir jemand sagt, dass du eine geniale innere Schönheit besitzt! Innere Schönheit und eine damit verbundene Ausstrahlung wurzeln aber immer in der Gottesfurcht: Lebe also dein Leben für Gott, diene ihm, habe das Verlangen danach, dass Gott an dir – egal wie hart es sein mag – arbeitet. Versuche anderen ein Vorbild zu sein – in dem, was du tust und wie du es tust. Habe den Wunsch, Gott immer ähnlicher zu werden, indem du deine Beziehung zu Jesus vetiefst. Pflege Beziehungen zu Christen und Nicht-Christen, sei ein Zeugnis, erkunde die Welt, lese gute Bücher, pflege deinen Körper (er ist Gottes Tempel!) und deinen Geist. Verträum’ dein Leben nicht: Lebe stattdessen im Hier und Jetzt, setze dir Ziele, bringe dich in deiner Gemeinde ein, lerne neue Dinge (wie Kochen, Nähen, Japanisch ? oder Gitarre spielen). Wenn du authentisch für Gott lebst und zufrieden in Gott bist, werden das auch die Menschen um dich herum bemerken – sowohl Frauen als auch Männer. Gott wird dich dafür reich segnen – spätestens im Himmel, wenn du den ewigen Lohn erhältst.

Weitere gute Inhalte zu diesem Thema findest du hier: stayonfire.de, jesus.ch, Hoffungsträger, erf.de, dran-next.com, truelovedates.com, girldefined.com, josiablog.de.

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Christine M., die mir mit ihren wertvollen Gedanken unglaublich bei diesem Artikel geholfen. Sei gesegnet, Schwester! ♥

Eure Daniela ♥
»Von ferne her ist mir der HERR erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.« – Jeremia 31,3

Vorwort

Irgendwie ist derzeit der Wurm drin. Ich setze mich hin, um einen Artikel zu schreiben, aber bekomme keinen einzigen gescheiten Satz zu Papier. Das Ende vom Lied ist, dass ich frustriert aufgeben möchte. Wer sich letztendlich darüber freut? Na klar, der Teufel. Er ist der letzte, der möchte, dass christliche Blogger von Gottes Liebe und Gnade schreiben und damit nach und nach ein Stückchen mehr Licht ins Internet bringen. Doch da macht er die Rechnung ohne Gott! Ist euch schon mal aufgefallen, wie viele christliche Blogs in den vergangenen Wochen und Monaten in der deutschen Blogosphäre entstanden sind? Da sind allein liebezurbibel, bosswithabible und wholehearted zu nennen. Aber auch einige mehr, die auf Instagram aktiv sind, wie beispielsweise jesusistmeinhirte oder togetheringod. Es ist echt krass, wie Gott hier wirkt und wie viele er in den Dienst zur Verkündigung beruft! Deshalb bin auch unheimlich entspannt und denke mir, gemeinsam sind wir stark – gemeinsam verkünden wir Christus und ermutigen eine ganze Generation an jungen Christen. Jeden Tag aufs Neue. ♥️ Und ich starte jetzt endlich mal mit meinem ersten Artikel in 2018. Let’s go!

Die Sache mit der „göttlichen Gnade“

In den vergangenen Wochen habe ich mir unheimlich viele Gedanken über Gnade gemacht – ich konnte auch gar nicht anders! Gott hat mir immer wieder bei verschiedenen Gelegenheiten mit einem sprichwörtlichen Zaunpfahl zugewunken, so als ob er mich auf etwas sehr wichtiges hinweisen wollen würde … Natürlich hat Gott dabei eine große Ausdauer und ist sehr gnädig, denn ich steh’ gerne mal auf einem sehr langen Schlauch. Nachdem der Knoten nun aber endlich geplatzt ist, möchte ich euch erzählen, was ich über Gnade lernen durfte. Denn so gewöhnlich das Wort Gnade“ im christlichen Slang erscheint, desto öfter wird es falsch verstanden.

Was bedeutet „Gnade“?

Judah Smith schreibt in seinem Buch „Jesus ist ___.“* folgendes über Gnade:

Für die meisten Menschen ist „Gnade“ schwer zu definieren [….]. Das Wort ist überall in der Bibel zu finden. Eigentlich ist es wohl der wichtigste Gedanke und Begriff in der Bibel. „Gnade“ ist die Grundlage des Christseins und der Kern der Errettung. […] Die Hauptdefinition bei Webster [Anmerkung: ein englisches Wörterbuch] kommt der biblischen Bedeutung […] am nächsten: »Unverdiente, göttliche Hilfe, die den Menschen für ihre Wiederherstellung oder Heiligung gewährt wird.«

Okay, das ist ja soweit klar. Ohne die „göttliche Gnade“ hätten wir nicht errettet werden können. Leider verhalten uns aber oft so, als ob sie gar nicht existiert – weil wir die Ausmaße dessen immer noch falsch verstehen. Wir degradieren sie auf einen Platz irgendwo bei den vielen Eigenschaften Gottes. Doch wir vergessen dabei, dass die Gnade vor allem eines ist: eine Person. Und zwar nicht nur irgendeine Person. Sondern Jesus höchstpersönlich.

Jesus ist Gnade

Und davon können wir auch in der Bibel lesen. Johannes schreibt in seinem Evangelium:

„Er, das Wort, wurde Mensch und lebte unter uns. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie sie nur der einzigartige Sohn vom Vater bekommen hat.“ – Joh 1,14

Wir können mit Gnade gar nicht mehr unpersönlich umgehen, als ob es uns nur bei unserer Bekehrung betroffen hätte – so nach dem Motto: „Bekehrung und ewiges Leben gesichert“ abgehakt und ad acta gelegt. Zum einen, weil wir jeden Tag Gnade brauchen und zum anderen, weil diese Gnade Jesus ist. Ist uns das bewusst?

Das Poker Face

Wer hätt’s gedacht, die Antwort auf die Frage lautet: Nein, es ist uns oft nicht bewusst. Deswegen gehen wir mit der Gnade auch oft völlig falsch um. Wir spielen ein Spiel, setzen das Poker Face auf und hoffen, dass uns niemand in die Karten schauen kann. Unser Spielstil gibt Aufschluss darüber, wie wir die Gnade sehen: Entweder pokern wir zu hoch oder zu niedrig; entweder erachten wir sie als zu billig oder als zu teuer. Lasst mich kurz die beiden Spielstrategien erklären – vielleicht erkennt ihr euer eigenes Poker Face.

Gnade für lau

Gottes Gnade ist wie ein Geschenk. Die Neue evangelistische Übersetzung schreibt in ihrer Anmerkung zur Wortbedeutung: „Gunst, die völlig umsonst erwiesen wird und beim Empfänger Freude auslöst.“ Also ist es nicht nur irgendein Geschenk, sondern das größte und beste, das wir jemals erhalten können! Ein Geschenk, das aber so wertvoll ist, dass Jesus es mit seinem Tod bezahlen musste. Und doch – oder gerade deswegen? – gehen wir mit der Gnade oft wie mit einem unliebsamen Geschenk um. Unser Pokereinsatz ist niedrig. Denn es kostet uns ja nichts. Die Folge ist, dass wir die Gnade missbrauchen und unsere Sünden mit der Gnade entschuldigen – oder die Sünden gar planen, weil sie ja mit der Gnade zudecken können. Alles, was wir damit erreichen, ist aber lediglich, dass wir den Wert der Gnade für uns schmälern.

Gnade abbezahlen

Die andere Spielstrategie mag das komplette Gegenteil sein, aber ist dennoch nicht weniger falsch. Denn während die einen die Gnade für lau in Anspruch nehmen wollen, und dennoch weitersündigen, als hätten sie den Herrn niemals kennen gelernt, leben die anderen, als ob der Herr sie niemals mit seiner Gnade frei gemacht hätte. Ich hoffe, dir dämmert allmählich, worauf ich hinaus will. Zu diesem Typus Christ muss ich mich nämlich leider auch oft genug zählen: Die „Ich muss mir die Gnade Gottes erarbeiten“-Christen setzen alles daran, bloß nicht in Sünde zu fallen und gute Werke zu tun, um den Wert der Gnade zu erniedrigen. Dabei gibt es allerdings drei Probleme:

1. Du wertest Jesu Opfer ab.

Wenn du versuchst, Jesu Opfer durch deine kläglichen guten Werke wieder gut zu machen, wertest du es nicht auf, sondern ab, weil du versuchst, es ihm zurückzuzahlen. Die Gnade ist nämlich schon abbezahlt. Jesus persönlich ist für dich gestorben. Wenn wir versuchen, mit unseren eigenen Werken etwas zu der Gnade hinzuzufügen, spucken Gott damit eigentlich nur ins Gesicht. Wir sagen: „Hey, dein Tod reicht für meine Schuld nicht aus. Dein Tod war nicht wertvoll genug.“ Und jetzt mal ehrlich – stünde Gott vor dir, würdest du dich das nicht trauen. Mit deinen Taten drückst du aber genau das manchmal aus.

2. Du wirst gesetzlich.

Das andere Problem ist, dass du Gefahr läufst, in Gesetzlichkeit zu verfallen und dich an von Menschen gemachte Regeln zu halten, nur um deinem eigenen Standard gerecht zu werden, und so den Stempel des „Hat die Gnade verdient“-Christen zu erhalten. Du wirst selbstgerecht und setzt den gleichen Maßstab an andere an. Das ist aber nicht Gottes Definition eines guten Christ – nur wer sich allein auf die Gnade Gottes verlässt, kann errettet werden.

3. Dein Fokus liegt auf der Sünde.

Wenn du versuchst, alles zu tun, nur nicht zu sündigen, siehst du am Ende nur noch auf die Sünde und auf deine „heilige To-do-Liste“. Wir sollen aber auf Jesus blicken, denn dann leben wir automatisch aus der Gnade und werden von innen verändert – und dann müssen wir uns auch nicht mehr auf die Sünde oder unsere ach so tollen Werke konzentrieren, weil wir uns von selbst von der Sünde fern halten und von innen heraus gute Frucht bringen.

Alles auf eine Karte setzen: Jesus

Wie du nun vielleicht gesehen hast: Beide Möglichkeiten bedeuten am Ende des Spieles, dass wir verlieren. Und selbst unser Poker Face kann uns in diesem Spiel nicht retten. Menschen können wir mit einem Poker Face eventuell täuschen. Gott jedoch nicht. Gott kennt uns durch und durch – jeden Gedanken, jede Intention, jede noch so heimliche Handlung. Unsere einzige Chance, am Ende als Sieger dazustehen, ist, alles auf eine Karte zu setzen: Den König, den Joker, das Ass im Ärmel. Unseren Retter Jesus, der Gnade und Wahrheit in Person ist. Wenn wir uns auf ihn verlassen und an ihm festhalten, fernab von lauem Christsein und geringem Spieleinsatz oder der „heiligen To-do-Liste“ mit unseren kläglichen guten Werken, werden wir wahre Gnade erfahren. Und vor allem bereiten wir Gott damit Ehre und erfreuen ihn. Judah Smith schreibt in seinem Buch „Jesus ist ___.“*:

Wenn wir seine Gnade empfangen und erleben, belästigen wir Gott damit nicht. Ganz im Gegenteil – genauso mag er es. In Gottes Denken löste der Tod Jesu am Kreuz das Problem mit der Sünde und wir können jetzt zurückkommen zu dem Leben in Fülle, das Gott ursprünglich für uns geplant hatte.

Es wird Zeit, wieder so zu leben, wie Gott sich menschliches Leben gedacht hat. Es wird Zeit, das Poker Face einzutauschen und stattdessen mit offenen Karten zu spielen und alles auf eine Karte zu setzen: den Trumpf in unserem Ärmel namens Jesus Christus. Bist du bereit dafür?

Einen wunderschönen & gesegneten Start in die Woche!
Eure Daniela

*Buchzitate aus „Jesus ist ___.“ von Judah Smith, erschienen beim Grace today Verlag, 2013.