Ewig – ein so kleines Wort, aber was bedeutet eigentlich ewig?

Das Lexikon beschreibt dieses Adjektiv als zeitlich ohne Ende, unvergänglich oder auch die Zeiten bzw. den Wechsel verschiedener Dinge überdauernd, also immer bestehend.

Ewig hat also kein Ende. Hat es denn einen Anfang? Ja, heute. Oder schon gestern?

Es gibt einen – nur einen –, der genau der Beschreibung des Lexikons entspricht – GOTT. Er hat seit Grundlegung der Welt alle Zeiten überdauert und ist immer noch derselbe wie am Anfang. Wann war der Anfang? Nun jaaa … das ist so eine Sache – Gott IST der Anfang.

„Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende.“ (Offenbarung 21,6a)

Diese Zeitspanne ist nicht fassbar für jegliche Gedankengänge des Gehirns. Der Mensch will gern allem ein Ende zuweisen, damit er es besser versteht, weil alles darüber hinaus nicht in unsere sorgfältig sortierten Schubladen passt. Aber Gott ist zu groß für eine Box!

Und es gibt noch eine subjektive Ewigkeit: Der Anfang liegt im Leben jedes Einzelnen. Sie beginnt also dann, wann z.B. dein Leben begann.

Trotzdem ist die Ewigkeit auch hier nicht immer so greifbar, denn: Sie ist zunächst ein „unsichtbarer Mitläufer“. Sie fällt nicht auf, sagt nix, zwängt sich nicht auf, ist einfach unsichtbar und dennoch beeinflusst jede Entscheidung, die du triffst, deine persönliche Ewigkeit.

Und irgendwann kommt sie dann zum Tragen; nämlich, wenn das Leben hier auf der Erde vorbei ist. Dann wird aus der nebensächlichen, im Hintergrund mitlaufenden Ewigkeit eine niemals endende Wirklichkeit.

Und deine getroffenen Entscheidungen beeinflussen, wie dieser Zustand aussieht: Hell und wunderbar oder ziemlich finster.

Eigentlich hängt alles nur von einer Entscheidung ab: Sagst du Ja zu Jesus oder Nein?

„Wer also mit dem Sohn verbunden ist, der hat das Leben. Wer aber keine Gemeinschaft mit dem Sohn hat, der hat auch das Leben nicht.“ (1. Johannes 5,12)

Eure Vera

Gott liebt es, seinen Kindern mit kleinen, unscheinbaren Dingen eine Freude zu machen. Dadurch beweist er uns immer wieder, wie wichtig wir ihm sind und wie sehr er uns liebt. Oft denken wir, dass Gott nur große, wichtige und weltbewegende Dinge tut und ihm die kleinen Dingen egal sind. Aber Gott ist allmächtig und er macht beides gerne – das Mächtige und das Unauffällige.

Letztens verlor ich das Kreuz von meiner Kette, was mich unfassbar traurig machte. Das Kreuz ist mir sehr wichtig, weil es für mich ein Daily Reminder ist. Es erinnert mich daran, dass Gott immer da ist. Die Kette war hoffnungslos verschwunden, die Chancen, sie wieder zu bekommen – Null. Ich habe Gott von meinem Wunsch erzählt, allerdings ohne den Glauben daran, dass Gott mir das Kreuz zurückgeben würde. In der Zeit „ohne Kreuz” wurde mir aber bewusst, wie wunderbar es ist, dass ich das einzig wahre Kreuz niemals verlieren würde. Jesus starb dort ein für alle mal und schenkt Vergebung für jede Sünde, damit wir neues Leben haben! Ich weiß, dass Gott alles kann. Aber ich weiß auch, dass er trotzdem nicht alles tut, was wir wollen. Also entschied ich mich, es ihm zu überlassen, ob ich das Kreuz wiederfinden würde oder nicht. Und tatsächlich – als sei es ein Zufall, sah ich in der Schule etwas funkeln, schaute genauer hin – und da war mein Kreuz.

Ich wünsche dir für die restlichen Tage vor Weihnachten, dass du zur Ruhe kommen kannst, um Jesus zu begegnen, dem wahren Sinn von Weihnachten, denn er wartet schon die ganze Zeit auf dich. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du in den nächsten Tagen erlebst, wie aufmerksam Gott ist und wo er dir mit kleinen Dingen eine Freude machen möchte.

Eure Jacky

„Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ (1. Petrus 1,16)

Ich habe die letzte Woche viel überlegt und gebetet, über welche Eigenschaft Gottes ich heute schreiben soll. Durch Bücher, meine stille Zeit und das wiederholende Sprechen meiner Gemeinde in der letzten Zeit, habe ich mich für die Heiligkeit Gottes entschieden. Naja, oder Gott hat – wie Danni sagen würde – „mit dem Zaunpfahl gewunken“ und mir diese Eigenschaft aufs Herz gelegt. ;-)

Gott ist ein heiliger Gott. Ein Denken, zu dem wir sehr schnell neigen, ist es, Gott in einen Kasten zwängen zu wollen. Wir versuchen, Gott zu begreifen und zu verstehen, was Gott auch von uns verlangt. Ja, unser Versuch als freundlichter ist es, euch Gottes Wesen näher zu bringen. Etwas, das wir dabei aber nie vergessen dürfen, ist, dass wir Gott nie völlig begreifen können.
Gott ist kein Mensch. Wenn wir ihn erkennen könnten, wäre er nicht Gott.

Wenn wir Eigenschaften Gottes darstellen, dann ist das Herrliche daran, dass wir das Ausmaß dieser Eigenschaften erst im Himmel begreifen werden. Genau so ist es mit der Heiligkeit Gottes.

Gott zeigt dem Volk Israel immer wieder, wie heilig er ist. Das Wort „heilig“ bedeutet an sich „abgesondert, einzigartig“. Und genau das ist Gott auch. Gott ist rein, er ist Perfektion, und damit sondert er sich deutlich von uns Menschen ab.

Wir Menschen sind sündig, von dem Sündenfall an. Gott ist sündlos und rein, und er ist komplett anders als wir. Das ist auch der Grund, warum Jesus sterben musste. Wir sind nicht heilig und kommen deshalb eigentlich auch nicht in den Himmel, aber durch Jesus Christus haben wir doch die Chance, heilig und rein und Gott nahe zu sein.

Ich wünsche euch, dass diese Nachricht eure Herzen zum Springen und euch zum Jubeln bringt. Wir dürfen heilig sein!

Eure Mia

Heute ist Nikolaus-Tag und spätestens heute hat wahrscheinlich jeder gemerkt, dass Weihnachten wirklich schon vor der Tür steht.

Es wird schon früh dunkel und überall leuchten Lichterketten, Kerzen, Weihnachtssterne … ganz viele kleine Lichter, die die Dunkelheit der Jahreszeit gemütlich machen.

Allerdings ist Weihnachten aber ja absolut kein dunkles Fest! Für Maria, Josef und Jesus war es auch wirklich nicht gemütlich. Und eigentlich geht es auch nicht um viele kleine Lichter, sondern um DAS Licht der Welt, das von der Helligkeit eher wie eine Flutlichtanlage ausgelegt ist.

{Jesus sagte zu den Leuten: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.“}
Johannes 8,12

Dieses Licht leuchtet in den Herzen. Innendrin, wo es für das Auge nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, trotzdem aber eine Leuchtkraft hat, dass es die ganze Welt erreichen kann. Dieses Licht erleuchtet die Dunkelheit der sündhaften Menschheit, indem es Hoffnung bringt.

{Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.}
Hebräer 11,1

Diese Hoffnung auf die Erfüllung der Zusage Gottes (ewiges Leben in Jesus Christus) strahlt wie ein Licht in der Trostlosigkeit. Und darauf darf ich vertrauen, denn was Gott verspricht, das hält er auch. Die Hoffnung stirbt nie!

Eure Vera

Gott ist überall, zu jeder Zeit. Auch bei dir.

Letztens habe ich einige Folgen der Serie „Das Superbuch“ geschaut, wo es um zwei Kinder und einen Roboter geht, die in die Vergangenheit reisen und die Geschichten aus der Bibel live miterleben. In einer Folge treffen die Kinder Jesus. Das weckte in mir den Gedanken, wie schön es doch wäre, auch mal in die vergangene Zeit zu reisen und mit Jesus zu sprechen. Neben ihm zu sitzen. Was würde ich ihn fragen? Was würde ich ihm erzählen? Wie schön muss es sein, mit ihm Zeit zu verbringen, wo er doch so eine Liebe ausgestrahlt und jeden Menschen angenommen hat. Wie gerne würde ich das mal erleben! Ich begann zu träumen – wie wäre es, wenn…

Ja, ihr merkt es, oder? :D Ich musste laut lachen, als ich es realisierte!
Ich brauche gar nicht in die Vergangenheit zu reisen, um Jesus zu treffen! Seit einigen Jahren gehe ich meinen Weg schon mit Jesus und muss mir dennoch immer wieder bewusst machen, dass er jeden Tag in mir, über mir, neben mir und um mich ist. Wie schnell vergessen wir das! Auch wenn ich ihn nicht sehe, er nicht als Mensch neben mir steht, ist er da. Immer und überall, wo ich bin. Ich darf mit ihm reden, seine Gegenwart spüren, darf fühlen, wie es ist, von ihm geliebt und angenommen zu sein. Und auch dann, wenn wir uns absolut nicht so fühlen, als sei Gott an unserer Seite, so dürfen wir es unabhängig von unseren Gefühlen trotzdem glauben. Unsere Gefühle beeinflussen die Tatsache, dass Gott zu jeder Zeit da ist, überhaupt nicht. Daran dürfen wir glauben. In den schlimmsten, einsamsten Momenten ist er da – ich spreche aus Erfahrung! ;)

Deshalb: Halte an dieser Tatsache fest. Glaube daran, dass Jesus in dieser Sekunde bei dir ist und dich niemals verlassen wird. Dass du seine Gegenwart JETZT spüren kannst und nicht extra zeitreisen musst, um zu erfahren, wie es ist, bei Jesus zu sein.

Eins noch: Gott liebt dich. So sehr, dass man es weder in Worte fassen noch begreifen kann.

Eure Jacky

„Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, …“ (5. Mose 5,9a)

Ja, Eifersucht wird normalerweise als negative Eigenschaft gesehen. Das ist sie normalerweise auch. Kein Mensch hat das Recht, eifersüchtig zu sein, weil wir kein Anrecht auf andere Menschen oder Dinge haben. Wir Menschen sollen damit zufrieden sein, was Gott uns gegeben hat (Philipper 4,11), aber Gott besitzt alles. Gott ist unser Schöpfer und hat ein Recht darauf, eifersüchtig zu sein.

Wenn man sich vor Augen führt, wie herrlich es eigentlich ist, dass wir Gott nicht egal sind, dann können wir wirklich dankbar sein. Er will Gemeinschaft mit uns haben. Und er will der EINZIGE Gott in unserem Leben sein.

„So sollst du nun heute erkennen und es dir zu Herzen nehmen, dass der Herr der alleinige Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und keiner sonst.“ (5. Mose 4,39)

Es geht in diesem Vers nach meinem Verständnis nicht nur um andere Götter oder einen anderen Glauben, sondern auch um persönliche Götter, denen wir anstatt von Gott dienen.

Diese können alle möglichen Dinge oder Personen sein, die deinen Fokus von Gott wegbringen. Gott will der Mittelpunkt in deinem Leben sein, und oft ist er gerade einmal in unseren Top 10 von den wichtigsten Dingen in unserem Leben. Egal, ob es Schule, ein Hobby oder sogar eine Person ist – wenn dich die Dinge von deinem Fokus auf Gott wegbringen, dann sind sie Götzen. Allen anderen Göttern in unserem Leben zu dienen, bringt nichts, weil sie tot sind, und ihren Ursprung im Bösen haben.

Gott will der alleinige Gott in deinem Leben sein. Setze alles dafür ein, dass Jesus Christus deine höchste Priorität und dein einziger Gott ist. Ich will dich ermutigen. Gott ist ein Gott, dem man seine Probleme anvertrauen kann. Bitte ihn um Hilfe und Klarheit, und Gott wird dich segnen, auch wenn du es nicht unbedingt sofort siehst.

Eure Mia

Gott ist allmächtig. Er kann alles, ohne Frage.

Kennst du schon die Geschichte in der Bibel, wo Gideon gegen die Midiantier kämpfen soll? Immer wenn ich das Wort „Gerstenbrot“ höre, muss ich daran denken.

Israel wurde nämlich von dem Volk Midian und anderen belagert und Gott hatte Gideon (ein normaler Bauer by the way) berufen, die Feinde zu schlagen. Endgültig.

Gideon ist erstmal nicht so begeistert von der Idee und weiß nicht wie und womit, weil er ja nun wirklich keine Erfahrung hat, aber Gott sagt:

„Ich werde mit dir sein. Du wirst Midian vernichten, als wäre es nur ein einziger Mann.“ – Ri 6,16

Und auf einmal klingt es ganz easy. Weil GOTT KANN. Es kommt nicht darauf an, wer Gideon ist und welche Fähigkeiten er hat. Gott kann alles tun. Nichts ist ihm unmöglich! Das ist alles, was zählt.

Gideon ruft sich eine Armee aus dem Volk Israel zusammen, 32.000 Männer, doch Gott sagt es sind zu viele und reduziert die Truppe auf 300. Heftig, oder? Spätestens hier hätte mich persönlich der Mut wieder verlassen. Von der Größe der feindlichen Armee ganz zu schweigen …

Aber Gott ermutigt Gideon, indem er ihn eines Nachts hinunter ins feindliche Lager schickt, um ein Gespräch zu belauschen: Einer der Midianiter hatte geträumt, dass ein Gerstenbrot auf ihr Lager hinunter rollt und ein Zelt komplett zerstört. Die Midianiter wussten sofort, dass sie den Kampf verlieren würden, weil Gott FÜR das Volk Israel war.

Als Gideon und seine Männer „angriffen“ („Lärm machten“ trifft es wohl eher), hatten die Midianiter so große Angst, dass sie sofort flohen und in ihrer Panik sogar sich gegenseitig bekämpften. Somit war es danach für Gideon und seine Truppe ein Leichtes, sie zu besiegen – MIT GOTT an ihrer Seite!

Vielleicht betest du ja gerade für etwas oder weißt nicht, wie du etwas bewältigen sollst – Gott ist nichts unmöglich! (Natürlich vorausgesetzt, dass es auch seinem Plan für dich entspricht)

Eure Vera

Gott hat so viele wunderbare Eigenschaften, und er zeigt sie uns immer wieder aufs Neue. Ein ganz besonderes Geschenk ist seine Gnade. Denn sie ist das, was uns immer auffängt, wenn wir fallen.

Gott, der mit Sünde absolut nichts zu tun hat, liebt den Menschen dennoch so sehr, dass er Mensch wird und sich opfert, damit wir Zugang zu ihm haben. Das ist Gnade, und diese Erkenntnis hat uns erlöst und zu neuen Menschen gemacht.

Aber der Alltag schafft es immer wieder, uns in die Knie zu zwingen. Wir versagen, sündigen und scheitern an unseren alten, schlechten Gewohnheiten. Und wir bekommen es einfach nicht hin, da rauszukommen. Immer wieder fallen wir, nehmen uns vor, es nächstes mal besser zu machen – und versagen wieder. Ein elender, nervenraubender Kreislauf.

Und dann kommt Gottes Gnade ins Spiel.

Als Gott mir zeigte, dass ich ohne Gnade mein Leben gar nicht bestreiten kann, entschied ich mich, jede Sekunde in seiner Gnade zu leben. Ich hasste mich selbst dafür, eine Versagerin zu sein, aber Gott wies mich darauf hin, dass ich in seinen Augen immer noch sein Kind bin – und zwar fehlerlos und heilig gesprochen durch Jesu Blut. Ich bin in Gottes Augen kein Versager, im Gegenteil. Wenn ich wieder verzweifle, weil ich nichts schaffe und in meinem Selbstmitleid versinke, wartet er sehnsüchtig darauf, dass ich zu ihm zurückkomme und mich in seine Arme, in seine Gnade schmeiße. Seine Gnade hebt mich auf und erinnert mich daran, dass nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir. 

Wie hast du das letzte mal erlebt, dass du ohne Gottes Gnade nicht leben kannst?

Eure Jacky

„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ (Ps 139,5)

Gott sorgt sich um jedes seiner Kinder, ganz persönlich! Du, ja du bist ihm wichtig. Alleine die Tatsache, dass ein großer Gott sich um so kleine Geschöpfe wie uns sorgt, sollte unsere Herzen schon zum Jubeln bringen!

So wie eine Mutter ihr Kind liebt und umsorgt, genauso und noch viel mehr sorgt Gott für uns. Doch eigentlich ist es genau andersherum: So wie Gott für uns sorgt, sorgt eine Mutter für ihr Kind. In Spr 31,20 ist von einer Frau nach Gottes Herzen die Rede. Diese Frau „tut ihre Hand dem Unglücklichen auf und reicht ihre Hände dem Armen”. Die Fürsorge ist eine Eigenschaft, die Gott uns Frauen gegeben hat. Gott selbst ist fürsorglich und hat diese Eigenschaft in unsere Herzen gelegt. Auf diese Weise ähneln wir unserem Schöpfer, ist das nicht wunderschön?

Wenn ich an Gottes Fürsorge denke, fällt mir die Bibelstelle aus 4. Mo 11,14–17 ein. In dieser Situation kommt Mose zu Gott und ist sehr niedergeschlagen und kraftlos. Ja, er bittet Gott sogar, dass er ihn umbringt. Die Last des Volkes wird Mose zu viel und er kommt mit seiner Kraftlosigkeit zu Gott. Und was macht Gott? Er schickt Mose 70 Älteste, die Gott mit dem heiligen Geist segnet und damit voll ausgerüstet sind, Mose in seiner Arbeit zu unterstützen. Gott setzt sich aktiv für Mose ein und sagt: „Du brauchst jemanden, der dir die Last des Volkes abnimmt? Hier hast du 70 Helfer!“

Wenn ich Ereignisse aus dem alten Testament lese, tendiere ich dazu, zu vergessen, dass ich jeden Tag mit dem selben Gott rede, zu dem auch Mose damals sprach – aber genau das ist der Fall!
Wenn Gott so für Mose sorgt, dann will er mit der gleichen Hingabe für dich und mich sorgen. Vielleicht schickt Gott dir nicht direkt 70 Älteste als Unterstützung, aber vielleicht eine Freundin, ein Gespräch oder einen Bibelvers.

Hast du seine Fürsorge schon in deinem Alltag entdeckt?

Eure Mia

Gott ist groß. So groß, dass wir ihn in keine unserer auserwählten Schubladen einsortieren können. Seine Eigenschaften sind einfach zu vielfältig, als dass er nur einem Schema entsprechen könnte!

Eine der (wie ich finde) krassesten Eigenschaften Gottes ist seine Treue. Hast du schon mal das Buch Hesekiel gelesen? So erstaunlich!

Gott hatte ja einen Bund mit Abraham geschlossen, in dem er verspricht, Abraham viele Nachkommen zu schenken, aus denen viele Völker entstehen würden. Und Gott will ihr Gott sein und wird ihnen das Land Kanaan schenken. Dabei sagt er auch, dass Abraham ihm treu dienen und so leben soll, wie es Gott gefällt. (1. Mo 17,1-8)

Da der Bund auch für alle Nachkommen Abrahams gilt, sollen diese Gott dementsprechend auch treu dienen und so leben, wie es ihm gefällt. Aber wenn du nur ein paar Kapitel weiter blätterst, merkst du schnell, dass das Volk Israel (die Nachkommen Abrahams, also das Volk Gottes) alles andere als treu gegenüber Gott sind.

Sie beten Götzenstatuen an und lassen Gott, ihren HERRN, dabei völlig links liegen. Und diese Untreue verletzt Gott heftig.

Wenn ich im Buch Hesekiel lese, habe ich manchmal das Gefühl, als wäre diese Situation mit dem Volk Israel nun aus Gottes Perspektive beschrieben. Besonders in Kapitel 16 sieht man, wie DIREKT Sünde, also Untreue gegenüber Gott, GEGEN Gott geht.

In diesem Kapitel wird der Teil des Volkes, der in Jerusalem lebt, mit einer untreuen Ehefrau verglichen. Vielleicht kannst du dir ansatzweise vorstellen wie schmerzhaft Untreue in Liebesbeziehungen ist… Damit vergleicht Gott die Untreue seines Volkes gegenüber ihm.

Wenn du aber dann die letzten Verse des Kapitels (Hes 16,59–63) liest, siehst du: Gott ist trotzdem treu! Vollkommen egal, wie krass das Volk Israel den Bund bricht, indem es untreu ist und sündigt – zu jeder Zeit bleibt Gott treu! Und das gilt noch bis heute …

Hast du Gottes Treue schon einmal selbst erlebt?

Eure Vera ☺️