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„Der Ort, an den Gott uns beruft, ist der Ort, an dem unsere tiefste Freude und der größte Hunger der Welt sich begegnen!“ – Frederick Buechner

(Teil 2.) Wie im letzten Post geschildert, hätte ich nicht im vergangenen halben Jahr solch ein Leid erlebt und mein gebrochenes Herz zu einem vertrauenswürdigen Gott bringen müssen, säße ich nun ganz sicher nicht voll versorgt in meiner ersten eigenen Wohnung, die ich mir logisch betrachtet niemals hätte leisten können. Doch Gott passt nicht in unsere Logiken, er will unser Vertrauen. Das durfte ich in den letzten Monaten stärker denn je lernen. Gott versorgt mich, das weiß ich. Auf ihn kann und darf ich mich verlassen mit allem, was ich habe.

Und genau darum habe ich neue Kraft geschöpft, meine Träume und Visionen wieder aufzugreifen. Nein, noch viel mehr: Ich habe das Vertrauen in einen mächtigen und liebevollen Gott, der mich versorgt und unendlich viel mehr tun kann, als ich es mir je erträumen könnte (Zitat aus dem Kalender von ohnelimitgeliebt). Deshalb habe ich den Mut und will Gottes Ruf gehorsam nachfolgen, um die Träume, die er mir aufs Herz gelegt hat, zu leben. Er hat mich – uns alle! – an einen Ort berufen, wo nur wir helfen können mit unserem einzigartigen Wesen und unseren Begabungen.

Selbst wenn euch das Leid, das ihr erleben musstet, wie eine schwere Last vorkommt und es euch noch immer fesselt, lasst euch sagen: Jesus will euch davon befreien. Gebt ihm den Schmerz ab, eure Wut und Trauer, eure Angst und Schuld. Er wird heilen und euch stärken. Euer Leid ist keine Endstation. Es ist der Kohlehaufen im Ofen der Dampflok, die davon zehren und volle Kraft voraus fahren kann, wenn ihr Feuer für Gott brennt.

Ihr könnt euer Leid und eure Geschichte zu eurem Zeugnis machen. Ihr könnt Menschen positiv beeinflussen, sie ermutigen und stärken. Ihr seid berufen! Worauf wartet ihr noch? (Weiter im nächsten Post.)

„Dennoch musste auch Jesus, der Sohn Gottes, durch sein Leiden Gehorsam lernen.“ (Hebräer 5,8)

Was haben Leiden und Vertrauen mit Berufung zu tun? Erst einmal scheinbar nicht viel, doch wie wir sogar bei Jesus sehen können, steckt einiges mehr hinter Leid. Denn den Gehorsam, den Mut und das Vertrauen, unsere Berufung zu leben, gewinnen wir in leidvollen Zeiten, in denen wir Gott näher kommen. Darum möchte ich euch in den folgenden Beiträgen davon erzählen, wie Gott an mir in den vergangenen Monaten gearbeitet hat, damit ihr ermutigt seid, euch nach Leid neu auszurichten, um eure eigene Identität und Berufung zu entdecken.

Angefangen hat eigentlich alles im Sommer vergangenen Jahres, als ich begonnen habe, zu träumen und Visionen zu entwickeln, wie ich mich für Gott einsetzen und von ihm gebrauchen lassen möchte. In diesem Zuge ist auch mein Online-Shop entstanden.

Direkt danach habe ich den Mann kennen und lieben gelernt, der mir später leider auch das Herz gebrochen hat. Was in dieser Zeit folgte, wisst ihr ja zur Genüge. Quälende Tage, tränenreiche Nächte, schier unendliche Schmerzen, Trauer, Wut und Verzweiflung. Ein Potpourri an Gefühlen.

Aber mitten drin war Gott. In jeder Sintflut der negativen Gefühle war er mein Anker, mein Land in Sicht, mein Steuermann. Er hat meine Tränen getrocknet, mir Trost zugesprochen, mir Freude und Frieden gegeben. Er hat jedes Klagen gehört und mir jedes Mal aufs Neue bewiesen, dass er vertrauenswürdig und ein liebender Gott ist. Von ihm kam und kommt meine Stärke. Dessen bin ich mir nun umso bewusster.

In Römer 5,3-4 steht folgendes:

„[…] Denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen; und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung.“

Erst durch dieses Leid – durch mein gebrochenes Herz – konnte ich Gott so nah wie noch nie kommen, gefestigter in der Hoffnung auf ihn werden und mein Gottvertrauen stärken wie nie zuvor. (Weiter im nächsten Post.)

„Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!“ – Jesaja 6,8

2018 neigt sich in Windeseile dem Ende entgegen. Dies soll mein letzter Post im alten Jahr und zugleich der erste Post in 2019 werden. Denn der Vers, den ihr anfangs gelesen hab, ist Gottes Wort, das mir aufs Herz gelegt wurde – mein ganz persönliches Ziel für 2019.

In den letzten Monaten musste ich mich unter härtesten Bedingungen bewähren und wurde dabei von Gott gereinigt – so wie Jesaja von den Engeln in Vers 7 gereinigt wurde. Nicht nur meine Beziehung ist in die Brüche gegangen, was mich stark ins Wanken gebracht hat, sondern auch in anderen Lebensbereichen ist einiges die Bäche runtergegangen. Teilweise sogar selbstverschuldet. Aber mit dem zu Ende gehenden Jahr 2018 gehen auch diese Dinge zu Ende. Sie sind Vergangenheit, Gott gedenkt ihrer nicht mehr. Darum will ich nun auch nach vorne schauen und mich auf das fokussieren, wozu Gott mich nun beruft.

Deshalb bin ich beeindruckt von Jesajas Aussage: „Hier bin ich, sende mich!“ Bereitwillig steht er vor Gott, um nach dem Reinigungsprozess den Auftrag des Herrn auszuführen. Komme, was da wolle. (Und der Auftrag war echt nicht zum Zuckerschlecken!) Ich möchte es ihm gleichtun und aus vollem Herzen sagen: „Herr, sende mich!“ Ich vertraue Gott, dass, wenn er mich in den letzten Monaten durchgetragen hat, so dass ich mich bewähren und geläutert werden konnte, er mich auch weiterhin trägt. Daher ziehe ich Anfang kommenden Jahres in meine erste eigene Wohnung – ein absoluter Glaubensschritt. Dazu erzähle ich euch aber in einem späteren Post mal etwas mehr. Denn, Halleluja, Gott ist echt krass, wie fürsorglich und vertrauenswürdig er ist.

Bis dahin wünsche ich euch einen grandios gesegneten Start ins neue Jahr! ♥ Macht euch bereit, für den Herrn loszuziehen!