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Weiß du, wie du lernen kannst, zu vergeben?

Als Gott 2018 zuließ, dass mein Herz gebrochen wird und ich überrollt von Hass und Verbitterung weit von Vergebung entfernt war, hat Gott mir wertvolle Lektionen gelehrt (wie im YouTube-Video erzählt), die ich heute mit euch teilen möchte. ♥

8 SCHRITTE, UM ZU VERGEBEN

Schritt 1 – Sei dir bewusst: Gott schenkt die Kraft und den Wunsch zu vergeben

Gott bewirkt nicht nur die Kraft, zu tun, was ihm gefällt, sondern auch den Wunsch, ihm zu gehorchen in uns. (Phil 2,13)

 

Schritt 2️ – Sei ehrlich zu dir selbst

Sei offensiv ehrlich zu dir selbst und zu Gott. Weil Gott dein Herz, jeden Gedanken und jede Tat kennt, lässt er sich nicht (ent-)täuschen.

 

Schritt 3️ – Überlasse die Rache Gott

Gottes Rache ist unfehlbar und gerecht. Jeder erhält seinen gerechten Lohn. Und wenn Jesus für dafür gesühnt hat, dann wird es ein Gnadenlohn sein. (Röm 12,19)

 

Schritt 4️a – Liebe deinen Nächsten

Gott wünscht sich, dass wir ein Herz haben, das nichts nachträgt, sondern bereitwillig vergibt – unabhängig von den Umständen. (1. Kor 13,5)

 

Schritt 4️b – Segne diesen Menschen und tue ihm Gutes

„Du kannst niemanden hassen, für den du betest.“

Segne deinen Gegenüber bis die negativen Gefühle weg sind. (Röm 12,14 + 12,21)

 

Schritt 5 – Schaue dir deine eigenen Fehler und Sünden an

Wenn wir uns bewusst machen, dass wir auch Fehler begehen und sündigen, fällt es uns leichter, anderen Vergebung zuzusprechen. (Röm 3,23–24)

 

Schritt 6️ – Vergib, um dich frei zu machen

Wenn wir vergeben, werden wir frei. Doch Vergebung ist eine Entscheidung, die wir unabhängig von Gefühlen treffen. Wenn wir Vergebung aussprechen, fesseln uns negative Gefühle nicht mehr.

 

Schritt 7️ – Soviel an dir liegt, habe Frieden mit allen Menschen

„Zum Versöhnen braucht es zwei Personen, zum Vergeben nur dich.“ (Tobias Teichen)

Vergebung ist eine einseitige Entscheidung. Habe Frieden mit anderen Menschen – soviel an dir liegt.

 

Schritt 8️ – Mache dir bewusst: Nicht zu vergeben hat Konsequenzen

Was ist, wenn man nicht vergibt?

  1. Gott wird uns auch nicht vergeben. (Mt 6,15)
  2. Wir haben die große Liebe Gottes nicht verstanden und leben nicht in ihr. (1. Joh 4,11)

 

Den vollständigen Artikel zum Thema „Vergebung“ könnt ihr hier nachlesen. ♥

 

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Was auf dem Bild so easy und nach mal eben „weggebetet“ aussieht, so wie man einen Käfer von sich streift, ist in der Realität eher wie ein Haschen nach einer Mücke, die einen nervt und mit ihren Stichen verletzt: Bitterkeit. Und das einzige Mittel, das uns davon befreien kann, ist Vergebung.

In der dritten Session der PfiJuKo „When freedom hits you“ ging es um eben dieses Thema – wie wir durch Vergebung Freiheit erlangen können. Ich bin morgens recht unbeteiligt in den Gottesdienst gestartet. Im vergangenen halben Jahr musste ich mich zur Genüge damit auseinandersetzen – zum einen durch die Trennung von meinem Ex-Freund, die sich unglaublich schmerzhaft und wie ein dunkles Tal anfühlte, aber auch durch meine eigenen Fehler gegenüber geliebten Menschen, von welchen ich selbst Vergebung erfahren durfte. Ich dachte also: „Okay, safe zone. In dieser Session wirst du ja nichts Neues lernen.“ Doch schon während der Predigt bahnte sich eine Erkenntnis nach der nächsten an.

Ich war stolz und aufgeblasen geworden. Die Mücke, die mich ärgerte, war die Bitterkeit, die sich in meine Freundschaften geschlichen hatte. Und das schlimmste war: Ich hatte es ignoriert.

Ich habe erkannt, das mein Ego verletzt war durch fehlende Anerkennung (siehe Impuls zu Session #1). So schrieb ich nach der Predigt (wie hunderte weitere Jugendliche) einen Zettel, auf dem ich konkret nannte, was ich vergeben und an Gott abgeben werde. Diese Gedanken in Worte zu fassen, hat mir unglaublich geholfen, in meiner Entscheidung auch noch nach der PfiJuKo fest zu bleiben. Bitterkeit loslassen, Stolz vernichten, für die Freundschaften beten, Frieden suchen.

Und ich habe mich danach vor allem so befreit und gestärkt gefühlt, weil Vergebung weniger ein Eingeständnis von Schwäche als ein Zugeständnis von Gnade ist. Gnade, die von Jesus kommt, der die Mücke der Bitterkeit vernichtet und all die schweren Lasten, welche nun nicht mehr auf meinen Schultern lagen, mit ans Kreuz genommen hat. Und Gnade, die uns frei macht.

 

„Die Entscheidung ist der Anfang allen Weges.“ – Zwoste

Als ich diesen Post am Freitagabend begonnen habe, vorzubereiten, ahnte ich noch nicht, welch eine Bedeutung diesem kleinen Satz im Laufe des Wochenendes noch beigemessen werden wird. Eine Entscheidung – das ist ein Prozess, ein Abwägen von Möglichkeiten, ein Festlegen und Auswählen zwischen mehreren Alternativen. Doch es ist heutzutage ein immer größeres Problem, dass wir Angst davor haben, Entscheidungen zu treffen, uns festzulegen und vielleicht die andere gute Alternative zu verpassen. Wir leiden an FOMO: Fear Of Missing Out. Die Angst, etwas zu verpassen.

Wer mich auch privat kennt oder auch etwas aufmerksamer meine letzten Posts gelesen hat, wird mitbekommen haben, dass Gott mein Leben in den letzten Wochen komplett auf den Kopf gestellt hat. Ich durfte einen wunderbaren Menschen kennenlernen, mich verlieben und mich vor allem beschenkt wissen, dass er ebenso fühlt.
Doch gerade eine Beziehung mit Ewigkeits- & Heiratsabsicht fordert eine Entscheidung. Eine Entscheidung für den anderen Partner. Gegen ach so verlockende Alternativen. Gegen Gefühlsgaukeleien, sondern hin zur Treue.

Versteht mich nicht falsch: Gefühle sind etwas wunderbares – Gott hat sie uns geschenkt, weil sie unser Leben erst so richtig mit Leben und Dynamik füllen. Aber sie können uns auch täuschen. Deshalb vergesst nie: Liebe ist nicht nur ein wohlig-warmes Gefühl, sondern eine Entscheidung. Und ich bin entschieden: Jesus zu folgen und diesem wunderbaren Menschen – überall hin, wenn es nach mir ginge. ♥