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Viele Leute aus meiner Freundesliste halten mich sicherlich regelmäßig für verrückt, wenn ich mal wieder etwas über Gott schreibe oder aus meinem Leben mit ihm erzähle. Naja, zugegeben: Würde ich nicht an den Gott der Bibel glauben, wäre mir das wahrscheinlich auch nicht immer ganz suspekt und vor allem viel zu verwirrend. „Wer ist dieser Gott der Bibel eigentlich und was soll mir bitteschön ein altes, verstaubtes Buch im Jahr 2018 Neues sagen können?“ Nur eine von vielen Fragen, die sich einem unweigerlich aufdrängen, wenn man mit Jesus oder der Bibel konfrontiert wird.
Um dieses nicht ganz so geheime Geheimnis und einige andere interessante Fakten aufzudecken, möchte ich euch heute fünf Gründe geben, warum jeder Mensch einmal im Leben die Bibel gelesen haben sollte. Let’s go!

Grund 1: Die Bibel enthält Ratschläge für das alltägliche Leben

Wer glaubt, die Bibel sei so alt und eingestaubt, dass sie uns heutzutage nichts mehr zu sagen hätte, hat wohl den besten Ratgeber dieses Milleniums noch nicht selbst gelesen. Ganz egal, worum es geht – ob um zwischenmenschliche Beziehungen, psychische und physische Gesundheit, moralische Werte & ethische Fragen oder z. B. auch um das Arbeitsleben – für fast jede Lebensfrage hält die Bibel eine Antwort parat. Probier es doch mal aus und überzeug dich in den nachfolgenden Beispielen selbst!

Ratschläge für zwischenmenschliche Beziehungen:

„Fort also mit aller Bitterkeit, mit Wut, Zorn und gehässigem Gerede! Schreit euch nicht gegenseitig an und verbannt jede Bosheit aus eurer Mitte. Seid vielmehr umgänglich und hilfsbereit. Vergebt euch gegenseitig, weil Gott auch euch durch Christus vergeben hat.“ (Epheser 4,31–32)

Aussagen über moralische/ethische Werte:

„Wisst ihr denn nicht, dass ungerechte Menschen keinen Platz im Reich Gottes haben werden?“ (1. Korinther 6,9)

Lifehacks fürs Arbeitsleben:

„Verrichtet eure Arbeit immer sorgfältig, nicht nur dann, wenn [eure Arbeitgeber] euch beobachten. Gehorcht ihnen bereitwillig, weil ihr Furcht vor Gott habt.“ (Kolosser 3,22b)

Grund 2: Die Bibel ist wie ein Lexikon über die Welt

Die Bibel ist nicht nur ein grandioser Ratgeber für alle möglichen Lebenslagen, sondern ganz nebenbei auch noch ein historisch sehr genaues Lexikon – hier findest du teilweise bessere und präzisere Angaben zur Weltgeschichte als in manchen Geschichtsbüchern. Zudem verfügt die Bibel über ein breites Spektrum an Wissen über Ägypten, Assyrien und andere frühe Völkern, die unglaublich genau sind. Und es ist bewiesen: Archäologische Bestätigungen der Daten, die die Bibel uns gibt, waren im vergangenen Jahrhundert fast unzählbar.*
Des Weiteren ist die Bibel nicht nur historisch, sondern auch wissenschaftlich genau. Viele Grundsätze unserer heutigen Wissenschaft und Kenntnisstände sind schon in der Bibel als „Naturgesetze“ aufgezeichnet wurden – vor unserer modernen Zeit.* Ein paar Beispiele sind unter anderem:

  • Die Erde ist eine Kugel (Jesaja 40:22)
  • Das Universum ist unendlich (Jesaja 55:9)
  • Wasser hat einen Kreislauf (Prediger 1:7)
  • Es existieren so viele Sterne, dass sie unzählbar sind (Jeremia 33:22)

Zuletzt beweisen die vielen erfüllten Prophezeiungen (an der Zahl 3268 Stück!), dass die Bibel ein genauer Beleg und Zeuge der Zeit ist. Und das, obwohl die Prophezeiungen oft Jahrhunderte zuvor aufgeschrieben wurden.
(Wenn ihr mehr über biblische Prophezeiungen erfahren wollt, kann ich euch dieses Video wärmstens empfehlen: Ameise ins Quadrat – Glaubwürdigkeit der Bibel.)

Grund 3: Die Bibel schenkt Hoffnung und spendet Trost

An manchen Tagen kommt einem das eigene Leben wie ein nicht enden wollender Spießrutenlauf vor – man hüpft von einem Fettnäpfchen ins Nächste oder landet noch schlimmer in einem tiefen Loch aus Morast und Dung. Das Leben kann schwindelerregende Höhen, aber leider auch erschreckende Tiefen haben. Nämlich dann, wenn wir Verletzung und Verlust erleben. Doch die Bibel gibt uns Hoffnung, spendet unseren geschundenen Herzen Trost und zeigt uns eine neue Perspektive – die Perspektive Ewigkeit, mit der sich das Leben viel leichter leben lässt.

„Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.“ – Offenbarung 21,4

Grund 4: Durch die Bibel erfährst du mehr über dich selbst

Ich glaube, kaum ein Grund ist mir persönlich so wichtig wie dieser. (Abgesehen von Grund Nr. 5.) Die Bibel sagt mir, wer ich bin. Nicht mein eigenes anklagendes Gewissen, keine verdrehte Gesellschaft, die mich in ihr Bild pressen will, sondern ganz allein Gott definiert, wer ich bin.

Ich bin ein geliebtes Kind Gottes.

„Doch Gott ist so barmherzig und liebte uns so sehr.“ – Epheser 2,4

Ich bin ein Sünder.

„Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.“ – Römer 3,23

Ich bin errettet durch Jesus – nun kann ich rein & heilig leben.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ – Johannes 3,16

Nun bin ich frei von aller Schuld und darf mit meinem Gott leben, der mich reich beschenkt hat mit seiner Freude.
Passend dazu gibt es ein schönes Lied von Hillsong, dass diesen Fakt wunderbar widerspiegelt: „Du erwählst mich, und verlässt nicht. Durch Dich weiß ich, wer ich bin. Du bist für mich, willst mein Bestes. Durch Dich weiß ich, wer ich bin.“

Grund 5: Durch die Bibel lernst du Gott, den Schöpfer, persönlich kennen

Kommen wir nun zum wichtigsten Grund. Warum sollte man einmal im Leben die Bibel gelesen haben? Weil Gott selbst uns die Bibel als sein Wort gegeben hat! Wenn wir ein Buch lesen, lernen wir auch immer sehr viel über den Autor, seine Denkweisen und seine Motive. Genauso ist es bei der Bibel – wenn wir sie lesen, lernen wir Gott kennen. Er, der alle Fäden in seiner Hand hält, und auch die Menschen zum Schreiben seiner Worte bemächtigt. Wir finden in der Bibel nicht nur nette Ratschläge. Die Bibel ermöglicht uns in erster Linie eine echte Freundschaft mit Gott, indem wir ihn näher kennenlernen. Und dadurch hat Gott uns den Weg zum ewigen Leben gezeigt.

„Und das ist der Weg zum ewigen Leben: Dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und Jesus Christus, den du in die Welt gesandt hast.“ – Johannes 17,3

Und was dann?

Wenn du jetzt neugierig geworden bist und die Bibel selbst lesen möchtest, aber keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst, kann ich dir das Bibel Projekt herzlichst empfehlen. Cool gemachte und liebevoll animierte Videos über die Bibel auf Deutsch, die super verständlich und sehr anschaulich sind. Falls du keine Lust auf digitalen Content hast, fang doch ganz analog im Neuen Testament mit dem Johannes-Evangelium an – du wirst bestimmt einiges daraus mitnehmen.
Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen hast, schreib’ mir gerne. Ich freue mich über den Austausch mit euch oder Feedback!

Liebste Grüße, eure Daniela

„Durch meine Schreiben wollte ich längst Bekanntes auffrischen und euch in eurer guten Einstellung bestärken.“ – 2. Petrus 3,1b

So cool, dass Gott einem zu jeder Gelegenheit den richtigen Bibelvers schenken kann! Ich durfte am Wochenende eine so gute und motivierende Predigt in meiner Gemeinde hören, die mir irgendwie wieder meinen Kopf zurecht gerückt hat. Warum sollte ich mich immer wieder unter das Wort Gottes stellen, auch wenn ich bestimmte Bibelverse schon gefühlt tausend Mal gelesen habe? Warum sollte ich anderen Ermutigung durch die Bibel weitergeben, obwohl ich meine, die Verse hängen einem zu den Ohren raus? Weil wir längst Bekanntes immer wieder auffrischen sollen, so wie Petrus es schreibt! Wir müssen uns mit Bibelversen immer wieder ermutigen, weil wir sie im Trubel des Alltags vergessen. Daher schreibe ich heute auch wieder einen Impuls. Weil die Ermutigung wichtig ist. Für mich – für dich – für uns alle. Groß ist Gott!

Ich bin ein bisschen genervt. Sehr sogar. Ihr kennt diese Art von Fragen bestimmt auch: „Darf ein Christ …?“ Anstelle der Auslassungszeichen dürft ihr gerne ein beliebiges Diskussionsthema einsetzen – seien es nun Tattoos, Partys, Musik, Filme, Kleidung oder anderes. Manchmal stecken nur Neugierde, Diskussionslust, der Helferdrang, andere vor Sünden zu bewahren, oder der Drang, anderen unter die Nase zu reiben, dass sie einem ein Anstoß sind, dahinter. Oftmals deckt diese Frage für mich aber einfach nur die Gesetzlichkeit auf, in der wir so gerne leben und mit der wir uns profilieren wollen. Ich will hier keineswegs irgendjemanden verurteilen und mir anmaßen, solche Diskussionen als „irrelevant“ abzutun. Das sind Fragen, die einen bewegen und über die man sich früher oder später Gedanken machen muss, um zu prüfen und Position zu beziehen. Aber …

Das Ziel unseres Lebens als Christ

Bitte hört auf, das Christ-Sein darauf zu reduzieren und immer nur darüber zu reden, was man darf und was man nicht darf. Redet viel lieber darüber, was man tun muss und soll! Gott sagt uns in der Bibel im Grunde nur zwei Gesetze: Ihn zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben. Daher sollten wir uns doch viel lieber gegenseitig motivieren und ermutigen. Es ist doch so einfach. Und dennoch unterhalten wir uns immer wieder über unsere persönlichen Geschmäcker, was man als Christ darf und was nicht.

Bin ich ein Anstoß für andere?

„Bin ich ein Anstoß, wenn sich jemand an mir stört?“ Diese Frage habe ich mir tatsächlich in den vergangenen Wochen so oder so ähnlich relativ oft selbst gestellt. Beispielsweise durch meinen Römer- bzw. Philipper-Bibellesekreis mit Freunden, oder in Gesprächen mit Freundinnen über Werksgerechtigkeit, und zu guter letzt als mich jemand auf Dinge aufmerksam gemacht hat, die Leute stören oder einen „schlechten Eindruck“ vermitteln könnten. Da wird man als Christ tatsächlich stutzig. Bin ich nun ein Anstoß oder nicht, muss ich es allen Recht machen, oder darf ich andere auch ein bisschen nerven?

Anstoß zur Sünde vs. Ärgernis

Die Antwort dazu steht (surprise, surprise) in der Bibel – doch was ich selbst erst jetzt erkannt habe: Ich habe den Begriff „Anstoß sein“ immer falsch verstanden. In der Elberfelder Studienbibel stehen folgende Verse:

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden, und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Anstoßes zur Sünde.“ (1. Petrus 2,7-8)
„Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder einen Fallstrick zu geben.“ (Römer 14,13)

In dem ersten zitierten Vers geht es natürlich um Jesus und im zweiten um uns Christen, aber an beiden hervorgehobenen Stellen wird das griechische Wort »skandalon« verwendet. Überraschenderweise bedeutet es nicht, dass man jemanden einfach nur nervt oder ärgert – es bedeutet, dass man ihn komplett geistlich ruiniert. Erklärend dazu steht im Sprachschlüssel der Studienbibel folgendes:

„»Skandalon« bezeichnet immer eine Verführung oder das Schaffen einer Gelegenheit, […] welches [den verführten Menschen] ruiniert. […] In den meisten Fällen ist ein »skandalon« etwas, was Gelegenheit zu einem Verhalten bietet, das mit dem Untergang dessen endet, der Anstoß nimmt. Damit ist »skandalon« (Ursache, Anstoß zum Sündigen) etwas Anstößiges, weshalb auch derjenige bestraft wird, der es bietet oder gibt.“ (Elberfelder Studienbibel, 3. Auflage 2012, 8. Gesamtauflage, SCM R. Brockhaus, Witten, Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg, S. 2067)

 

Der Kontext: Götzenopferfleisch

Ich mache an dieser Stelle einen kleinen Exkurs in den Kontext des zitierten Bibeltextes aus dem Abschnitt aus Römer 14,1–15,7 (dem Abschnitt im Thema „Anstoß sein“). In diesem Abschnitt geht es um die Starken und Schwachen im Glauben – Menschen, deren Gewissen stärker aber auch schwächer sein kann. Paulus spricht ein damaliges Problem an: Den Verzehr von Götzenopferfleisch. Für die einen (meist Juden) war das ein Ding der Unmöglichkeit – niemals könnten sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren, Fleisch zu essen, das für die Götzen bestimmt war. Für die anderen (meist Heiden) war das gar kein Thema – es sei ja nur ein Stück Fleisch, das den inneren Menschen von außen nicht verunreinigen könne.
Auch wenn wir heutzutage vermutlich eher seltener über Götzenopferfleisch diskutieren, haben wir heute nach wie vor immer wieder das Problem mit den Stärkeren und Schwächeren im Glauben.* Daher ist das Prinzip, welches Paulus uns hier aufzeigt, auch noch für uns Christen heutzutage anwendbar.

* Weiterlesen: www.bibelstudium.de

 

Wann ich ein Anstoß bin

Im Klartext bedeutet das nun für uns: Die Wortbedeutung von „Anstoß sein“ meint nicht, den Menschen ein Ärgernis zu sein, indem man sie irgendwie stört oder nervt, sondern (viel krasser!) die Menschen absichtlich in Sünde fallen zu lassen – ihnen einen Fallstrick auszulegen, ein sinnbildliches Bein zu stellen oder (wie in Mario Kart) eine rutschige Banane auzulegen. 🍌 Solange wir also niemanden willentlich zur Sünde verführen und jemanden motivieren zu sündigen, indem wir bspw. einem ehemaligen Alkoholiker Alkohol aufzwingen, sind wir kein Anstoß.

Wann, wie und warum sollte man dennoch Rücksicht nehmen?

Als Christen leben wir nicht mehr nur für uns, sondern in erster Linie für Gott und unsere Nächsten. Man kann es anderen nie zu 100 % recht machen, klar, aber um des Friedens Willen und für ein liebevolles Miteinander sollten wir dennoch Rücksicht nehmen. Und zwar 1. aus Liebe zum Nächsten, 2. freiwillig und 3. als eine Frucht des Heiligen Geistes in uns. Aber nicht, weil andere es erzwingen (!), denn so wird ermöglicht, dass ein krasser Missbrauch damit getrieben wird. Das Endergebnis ist dann nämlich nicht ein anstoßfreies Zusammenleben, sondern pure Gesetzlichkeit. Vor allem stellt sich dann die Frage: Was wäre die Freiheit noch wert, die wir in Christus haben? Also wollen wir daran denken:

„Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen.“ (Römer 14,10)

In letzter Instanz ist nämlich jeder persönlich verantwortlich für seinen Weg, den er vor dem Herrn geht – er soll nicht nach links und rechts schauen und über Schwache lachen oder Starke runterziehen.

Meine Ermutigung für euch

Meine Ermutigung für euch ist heute: Lasst euch von Leuten, die eventuell schwächer sind oder ein empfindlicheres Gewissen haben, nicht runterziehen und vor allem nicht einreden, ihr seid ein Anstoß. Das ist echt krass! Wer anstößig handelt, sündigt. Wer andere aber nur nervt, geht höchstens sehr offensiv mit seiner Freiheit in Christus um. Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Aber weil Gott uns seinen Heiligen Geist geschenkt hat, können wir dank ihm gute Frucht bringen können, die aus Liebe und Rücksicht zu unseren Nächsten handelt.
Daher: Lebe in der Freiheit, die Gott dir geschenkt hat, aber achte darauf, anderen nicht absichtlich einen Grund zu geben, verärgert oder genervt zu sein, wenn es auch eine gute Alternative gibt.

Ich wünsche euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus! (nach Röm 1,7b)
Eure Daniela ♥

 

PS: Mir wurde die große Ehre und Freude zuteil, dass dieser Artikel im Steps-Magazin „BE FREE“ abgedruckt wurde. Welch eine Freude! ♥ Bestellt euch gerne kostenlos das Heft beim CJ-Shop.

Nachdem ich im letzten Artikel meiner Themenreihe Project Modesty erklären durfte, dass wir uns zur Ehre Gottes kleiden und die Sache demnach nicht einfach mit einem plumpen „Rock & Zopf-Gebot“ oder einer Sacktuch-Revolution getan ist, möchte ich heute zu Teil 2 übergehen: Statt fünf Gründen, warum wir Gott mit unserer Kleidung ehren, zeige ich euch heute sechs Merkmale, wie wir uns gottgefällig kleiden können und Gott mit unserer Kleidung ehren. Dabei möchte ich auf einige Fragen eingehen, die den Mädels aus meiner Gemeinde und mir an unserem gemeinsamen „Project Modesty“-Workshop-Wochenende Ende Juli durch den Kopf gegangen sind. Was darf ich tragen? Welche Kleidung ehrt Gott? Gibt es „unkeusche” bzw. verbotene Kleidungsstücke? Wonach wähle ich meine Kleidungsstücke aus? Ist gottgefällige Kleidung kultur-/ortsabhängig?
Um euch dies und noch mehr ein wenig anschaulicher zu erklären, habe ich unsere Gedanken nicht nur schriftlich zusammengefasst – die Mädels und ich haben in einer coolen Fotoaktion unsere liebsten Outfits und Stylehacks fotografisch und auf Video festgehalten, damit ihr zu einem gottgefälligen Kleidungsstil ermutigt und ganz nebenbei hoffentlich von den Outfits inspiriert werdet.*  Yay! (Spoiler: Die Fotos wird es erst im nächsten Artikel geben, I’m sorry!)

*Oder wie es ein christlicher Autor mal in einem seiner Bücher ausgedrückt hat: Zur Ehre des Herrn und zur Freude der Heiligen. ☺️

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns nicht kleiden sollen

Um nicht eine klassische Bruchlandung in diesem Thema zu erleiden, müssen wir „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ von Anfang an betrachten – denn schon das alte Testament hatte einiges über Kleidung zu sagen. Damit die Vielzahl an Versen nicht den Rahmen sprengen, beschränke ich mich auf zwei Beispiele, die verdeutlichen, wie wir uns nicht kleiden sollen.

Negativ-Merkmal 1: Zur Schau stellen der Kleidung

Einige Exegeten und Bibelausleger zitieren gerne die nachfolgende Verse aus Jesaja, um aufzuzeigen, dass Frauen keinen Schmuck und keine schicke Kleidung oder Frisuren tragen sollten. Das halte ich aber für falsch – denn wenn man die Verse im Kontext betrachtet und die Einleitung aufmerksam liest, wird deutlich: Es geht nicht um die Kleidung an sich. Es geht um die innere Haltung der Frauen. Sie trugen ihre Kleidung, um sich zu präsentieren und sich damit hervorzutun – sie setzen alles daran, um aufzufallen und Blicke auf sich zu ziehen. (Nachfolgende Hervorhebungen durch mich.)

„Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions stolz geworden sind und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; weil sie trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der HERR wird ihre Scham entblößen. An jenem Tag wird der Herr die Zierde der Fußspangen, der Stirnbänder und Halbmonde wegnehmen, die Ohrgehänge, die Armspangen, die Schleier, die Kopfbünde, die Schrittfesseln und die Gürtel, die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und die Nasenringe, die Festkleider und die Mäntel, die Überwürfe und die Täschchen; die Handspiegel und die Hemden, die Hüte und die Schleier. Und es wird geschehen: Statt des Wohlgeruchs gibt es Moder, statt des Gürtels einen Strick, statt der gekräuselten Haare eine Glatze, statt des Prunkgewandes einen Kittel aus Sacktuch und ein Brandmal statt der Schönheit. Deine Männer werden durch das Schwert fallen und deine Helden im Krieg.“ (Jesaja 3,16-25)

 

Negativ-Merkmal 2: Nur Äußerlichkeiten zählen

Wie in den nachfolgenden Versen deutlich wird, hat der Herr das Volk überreich mit Schmuck und Kleidung beschenkt – und er tat es mit Sicherheit gerne. Doch statt das Geschenk mit Ehre anzunehmen und zu würdigen, missbrauchten sie es. Sie ließen sich von den Äußerlichkeiten und ihrem Ansehen, ja durch ihre eigene Schönheit und Ruhm, zum Götzendienst verführen.

„So warst du mit Gold und Silber geschmückt, trugst Kleider aus feinstem Leinen, Seide und bunt gewebten Stoffen. Du hattest Gebäck aus feinem Mehl mit Honig und Öl. Und du warst überaus schön, tauglich zu einer Königin. Der Ruf deiner Schönheit, die durch meinen Schmuck vollkommen wurde, ging durch alle Welt’, spricht Jahwe, der Herr. ‘Aber du hast auf deine Schönheit vertraut, hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Hure gemacht. Jeden, der vorüberkam, locktest du mit deinen Reizen, jedem botest du dich an. Auf den Höhen, wo man Götzen verehrt, hast du deine bunten Kleider ausgebreitet und hurtest herum, wie es niemals vorgekommen ist und auch nie wieder geschehen wird.“ (Hesekiel 16,13-16)

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns kleiden sollten

Kommen wir nun zum schönen Teil: Den vier Merkmalen, um Gott mit unserer Kleidung zu ehren. Die Bibel hält wie gesagt so einige Verse zum Thema „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ in Petto. Aber der Einfachheit halber beschränke ich mich auf ein paar wenige Schlüsselverse.

Positiv-Merkmal 1: Gute Werke und Schamhaftigkeit

Es ist egal, wie schön deine Kleidung ist – das, was Gott ehrt, ist deine innere Haltung. Wenn du Menschen liebst und gute Werke an ihnen und Gott tust, wenn du dich durch Schamgefühl und Zurückhaltung auszeichnest, dann ehrst du den Herrn.

„Ebenso will ich, dass die Frauen sich anständig kleiden und sich mit Schamgefühl und Zurückhaltung schmücken. Sie sollen nicht durch aufwendige Frisuren, Gold, Perlen oder teure Kleider auffallen, sondern durch gute Werke. Das ist der Schmuck von Frauen, die Ehrfurcht vor Gott haben.“ (1.Timotheus 2,9-10)

 

Positiv-Merkmal 2: Ein freundliches und stilles Herz

Ähnlich wie der Bibelvers aus 1.Timotheus – dennoch bringt uns der folgende Vers weitere Erkenntnisse. Nicht nur durch gute Werke, die jeder Mensch im besten Falle sehen kann, sondern auch durch ein freundliches und stilles Herz, das nur Gott sieht, ehren wir den Herrn. Außerdem zeigt sich ähnliches wie wir es im Alten Testament gelesen haben. Wir sollen nicht durch unsere Kleidung auffallen wollen, es ist unser Inneres, das uns schön machen soll. ☺️

„Ihr sollt nicht durch äußerlichen Schmuck wirken wollen, durch aufwendige Frisuren, durch Gold oder prächtige Kleider. Gott schätzt besonders den Schmuck, den man nicht sieht, der aber von unvergänglicher Schönheit ist: ein freundliches und stilles Herz. Das ist die Schönheit, mit der die heiligen Frauen sich früher geschmückt haben. Sie haben ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und sich ihren Männern untergeordnet.“ (1.Petrus 3,3-5)

 

Positiv-Merkmal 3: Kein Anstoß und Ärgernis für andere

Ich habe es bereits in meinem Artikel „Was Männer über Frauen denken“ aus dem vergangenen Jahr klargestellt, möchte es an dieser Stelle aber gerne noch einmal wiederholen: Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht.

„Hören wir doch auf, uns gegenseitig zu verurteilen! Achten wir vielmehr darauf, dass wir unserem Bruder [Anm.: oder unserer Schwester] kein Hindernis in den Weg legen und ihn zu Fall bringen!“ (Römer 14,13)

 

Positiv-Merkmal 4: Bewusst und im Glauben gekleidet

Das ist denke ich ein ausschlaggebender Punkt, der gerne gedanklich „hinten runter“ fällt. Ich kann mich schön kleiden um meiner Selbst willen, um mich zu präsentieren und zu profilieren. Aber ich kann mich auch schön kleiden, weil ich mich darüber freue, dass ich wunderbar gemacht bin, dass Gott Kleidung für mich gemacht hat, und dass Gott meine Kleidung mag und sie ihm gefällt. Wenn du dich nicht aus dem Glauben kleidest, es für den Herrn zu tun, wird deine Kleidung für dich zum Problem – doch das will Gott nicht. Er will uns Freiheit schenken, also vertraue darauf, dass dir der Heilige Geist offenbaren wird, was du tragen darfst und was nicht.

„Wer aber beim Essen ein schlechtes Gewissen hat, ist schon verurteilt, denn er handelt nicht aus der Überzeugung des Glaubens. Und alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.“ (Römer 14,23)

 

Unser Fazit

Wie ihr eventuell festgestellt habt, habe ich die meisten Fragen der Einleitung nicht detailliert beantwortet. Unter anderem aus dem einfachen Grund, dass ein Kleidungsstück an sich meistens nicht Schwarz oder Weiß sein kann (naja, ausgenommen Mini-Röcke und anderes). Die Wurzel für einen gottgefälligen Kleidungsstil liegt in unserem Herzen – und das ist immer Schwarz oder Weiß. Entweder wir dienen uns selbst, dem Teufel und der Sünde mit der Kleidung oder wir dienen und verherrlichen Gott. Ganz easy. Für alles andere gibt die Bibel Prinzipien vor, die zu jeder Zeit und an jedem Ort gelten: Wir sollen schamhaft sein, wir sollen uns nicht selbst entblößen, wir sollen kein Anstoß für andere sein, und und und … damit schließt man automatisch einige Kleidungsstücke aus. Über andere Kleidungsstücke wiederum darf man sich dank der heutigen – etwas Retro-anmutenden – Mode freuen. Lange Röcke, weite Shirts, kaschierende Schnitte. Und um genau diese Kleidungsstücke soll es im nächsten Artikel gehen. Also klickt kommende Woche wieder rein! ♥️

Eure Daniela feat. Debby, Luisa, Lena, Jenni, Jenny, Julia und Lea ♥

Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, einen Artikel zum Thema Modesty einzuleiten, ohne dabei zu klingen, als ob man die nächste Generation der „Rock & Zopf-Träger“ beschwören oder das Sacktuch als modisches Accessoire etablieren möchte? Genau vor diesem Problem stand ich in den vergangenen Tagen, an denen ich an diesem Artewikel geschrieben habe. Die Einleitung entscheidet über Weiterlesen oder Wegklicken – und eventuell sogar über Verlust und Gewinn von Erkenntnis. Daher möchte ich in dieser Pre-Einleitung schon einmal die wichtigsten Punkte festhalten: Es soll nicht um Röcke & Zöpfe gehen. Wir müssen uns auch kein Sacktuch überwerfen. Und vor allem: Es geht einzig und allein um Gott. Darum lohnt es sich für dich, diesen Artikel zu lesen. Enjoy! ♥

Warum mir das »Project Modesty« wichtig ist

Den Anstoß zum Nachdenken über das Thema „Modesty“ (engl. für „Schamhaftigkeit, Sittsamheit“) gaben mir vor einigen Monaten zwei junge amerikanische Bloggerinnen. Ich bin durch Zufall auf ihren christlichen Blog GirlDefined gestoßen und wurde in einem Artikel auf das Thema „Modesty“ aufmerksam gemacht. Mir hat der Begriff anfangs kaum etwas gesagt – also beschloss ich, zu recherchieren und dem Thema weiter auf den Grund zu gehen. Gefunden habe ich ein unermesslich großes Repertoire an christlichen Artikeln, Büchern und Videos über das Thema, das in meinem bisherigen Leben kaum eine Rolle spielte. Klar, ich wusste, wie ich mich als Christin zu kleiden hatte – aber wirklich bewusst Gedanken gemacht hatte ich mir nie über dieses Thema. Bis zu jener Zeit. Ich las ihre Artikel aufmerksam durch, verfolgte ihre Videos und dachte über mich, meine Kleidung und meine Motivation nach.

Mit der Zeit wurde mir das Thema so wichtig, dass ich den Wunsch hatte, andere junge Frauen und Christinnen ebenso zu ermutigen, nach einem gottgefälligen Kleidungsstil zu streben. Aber auch selbst in die Bibel zu schauen, um den eigenen Kleidungsstil, bestimmte Kleidungsstücke und -gewohnheiten daran zu prüfen, war mir ein Anliegen. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir den Herrn in unserer Kleidung verherrlichen und ein Licht in der Welt sind. ☺ Somit war die Idee geboren und das »Project Modesty«* konnte beginnen.

*Anmerkung: »Project Modesty« nennt sich auch das ursprünglich von GirlDefined gegründete Projekt, um die biblische Idee von gottgefälliger Kleidung bekannt zu machen. Ich greife diesen Namen auf, weil meine Idee auf ihrem Blog beruht und starke Inspiration darin fand. Außerdem klingt es auf Deutsch wenig ästhetisch (etwa: „Projekt Schamhaftigkeit“).

Gemeinsam zur Ehre Gottes kleiden

Nachdem nun also die Idee geboren war, machte ich mir Gedanken zur Umsetzung: Wie kann man es schaffen, dieses Thema so zu veranschaulichen, dass sowohl die biblische Wahrheit als auch die praktische Anwendung deutlich wird? Ich darf von Gnade sprechen, dass ich liebe Mädels in meiner Gemeinde habe, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. (Ein fettes SHOUTOUT an euch, ihr Lieben! ♥ DANKE!) Wir haben am letzten Juli-Wochenende gemeinsam mit anderen Mädels in unserer Gemeinde übernachtet und den nächsten Tag zusammen verbracht. Nach einem leckeren Frühstück haben wir Lieder gesungen (unter anderem „Kommt, stimmt doch mit uns ein“ – I love it!) und uns im Anschluss in das Thema Modesty geschwungen, welches wir gemeinsam erarbeitet haben. Ich staune über Gottes Gnade! Wir hatten eine super Gemeinschaft und mega ermutigenden Austausch.
Am nachfolgenden Sonntag haben wir uns dann nach dem Gottesdienst getroffen, um gemeinsam Fotos und Videos für den praktischen Teil aufzunehmen. Die Ergebnisse dieses Tages könnt ihr im kommenden Artikel sehen – ihr dürft gespannt sein!

In diesem Artikel soll es aber um die Ergebnisse des Samstags gehen: Die fünf Gründe, warum wir uns zur Ehre Gottes kleiden. Um euch nicht länger mit dem Vorgeplänkel aufzuhalten, würde ich sagen, stürzen wir uns endlich ins Thema. Let’s go!

Grund 1: Weil unsere Kleidung ein Sinnbild für das Evangelium ist

Der erste Grund ist wohl das K.O.-Argument – ganz sicher. Während ich mich immer intensiver mit diesem Thema beschäftigte, kam ich nicht mehr aus dem Staunen heraus, als ich durch einen Blogartikel von GirlDefined erkannte, dass wir unsere Kleidung wegen der Sünde Adams und Evas tragen. Unsere Kleidung ist ein Sinnbild für das Evangelium – denn die Sünde machte Blutvergießen notwendig.

Ohne Sünde würden wir keine Kleidung benötigen:

„Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.“ (1.Mose 2,25)

Gott erfand Kleidung als wir in Sünde fielen. Unsere Kleidung spiegelt also die Not für einen Retter wider, weil mit der Sünde auch die Scham kam, da wir nicht mehr sündlos waren:

„Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. […] Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ (1.Mose 3,7+21)

Gott tötete für Adam & Eva ein Tier und vergoss sein Blut als Zeichen, dass sie Vergebung brauchten – die Feigenblätter reichten nicht aus:

„[…] und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebr 9,22)

 

Grund 2: Weil Gott unseren Körpern Wert gibt

Ich glaube, der zweite Grund dürfte ziemlich offensichtlich sein. Kaum eine Frau kennt nicht den berühmten Psalm 139 oder hat ihn gar am Garderoben-Spiegel hängen. Doch so floskelhaft es klingen mag: Gott schenkt dir und deinem Körper Wert, er hat dich wunderbar gemacht. Deshalb solltest du deinen Körper bedecken.
Wir sind wunderbar gemacht:

„Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!“ (Psalm 139,14)

„Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Epheser 2,10)

Dein Körper ist nicht dazu gedacht, von jedem „konsumiert“ zu werden:

„Deine Quelle sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, ihr Busen soll dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein!“ (Sprüche 5,18-19)

Unsere Körper sind die Tempel Gottes. Wir sind teuer erkauft durch das Blut Christi – somit gehören wir nicht uns selbst. Doch Vorsicht: Was bringt ein schönes Äußeres (also eine schöne Außenseite des Tempels), wenn das Innere unschön ist? Ganz nach dem Motto: „außen hui, innen pfui“. Darum sollten wir bestrebt sein, nicht nur von Außen sondern auch von Innen schön zu sein, und uns mit der richtigen Motivation zur Ehre Gottes zu kleiden.

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“ (1.Korinther 6,19-20)

 

Grund 3: Weil es ein Gottesdienst ist und Gott verherrlicht

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir in einer bzw. mehreren Jugendstunden meiner Gemeinde darüber gesprochen haben, worauf unser Handeln hindeuten sollte. Wir haben dazu damals eine Pyramide aufgemalt und unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Das wichtigste war aber, dass „Ehre Gottes“ ganz oben steht. Wir sollen Gott in unserem Leben – in allem, was wir tun – verherrlichen. Das ist wahrer Gottesdienst und wahre Liebe dem Herrn gegenüber.

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ (Römer 12,1)

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17)

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“ (1.Korinther 10,31)

 

Grund 4: Weil wir kein Anstoß für andere sein sollen

Kommen wir nun zu einem höchst interessanten und diskutierfreudigem Punkt: Wir sollen mit unserer Kleidung kein Anstoß für andere sein. Wenn du sofort an deine Brüder im Herrn denkst – Chapeau! – allerdings sind die Männer nur ein Teil der „anderen“. Das Wort umfasst nicht nur Männer, sondern einen jeden, der dein Nächster ist: und somit auch Frauen. Bevor ich zu sehr auf die praktische Anwendung eingehe, inwiefern wir für wen ein Anstoß sein können (da gibt es allerlei Wege – leider), möchte ich diese Frage auf den nächsten Artikel vertrösten. Wichtig ist lediglich, zu wissen, dass es Gottes Wille ist, für andere kein Anstoß, kein Grund zum Fallen, Sündigen oder Ärgern zu sein.

„Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!“ (Römer 14,13)

 

Grund 5: Weil wir uns nicht selbst entblößen sollen

Diesen Punkt kann man als Ergänzung oder Erweiterung der Gründe 1 & 2 sehen. Dennoch möchte ich ihn nicht übergehen. Denn in der Bibel lesen wir ganz klar und sehr oft darüber, dass es eine Strafe oder Demütigung war, nackt bzw. teilweise unbekleidet zu sein. Alttestamentliche Priester durften sogar nicht einmal mit unbekleideten Beinen vor den Herrn treten, weil es eine Schande war.

„Und du sollst deinem Bruder Aaron heilige Kleider anfertigen zur Ehre und zur Zierde. […] Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um das Fleisch der Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen. Und Aaron und seine Söhne sollen sie tragen, wenn sie in die Stiftshütte hineingehen oder wenn sie dem Altar nahen, zum Dienst am Heiligtum, damit sie keine Schuld auf sich laden und nicht sterben müssen.“ (2.Mose 28,2.42-43a)

Blöße und Nacktheit als Strafe:

„Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war, musst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat.“ (5.Mose 28,47-48)

 

Project Modesty – ein Wallpaper zur Erinnerung

Als kleines Special für diesen Artikel erhaltet ihr ein paar schöne, zum Thema gestaltete Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte. ? Ich hoffe, dass sie euch erfreuen und das Thema somit in Erinnerung bleibt und ihr weiterhin ermutigt werdet, Gott mit eurer Kleidung zu ehren. Have fun! ♥

Download

9:16 für iPhone & Smartphone
3:4 für iPad & Tablet
16:9 für Macbook & Desktop

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

Eure Daniela ♥