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„Wer nicht fragt, bleibt dumm.“

Diese Zeile wird wohl jeder aus dem Lied der Sesamstraße kennen. Aber leben wir das tatsächlich in unserer heutigen Gesellschaft und vor allem in unserer christlichen Bubble? Trauen wir uns, Fragen auszusprechen? Begegnen wir anderen in Liebe und Gnade, die Fragen und Zweifel haben? Schaffen wir eine offene und herzliche Zweifel- und Fragenkultur, ohne einander zu verurteilen?

Mich haben in den letzten Wochen und Monaten viele Fragen geplagt, die ich nicht gewagt habe, auszusprechen – aus Angst vor Verurteilung und Ablehnung. Aus Furcht davor, dass Menschen mir den Glauben absprechen und mich für meine Fragen kritisieren. (Versteht mich nicht falsch: Kritik und Ermahnung in Liebe sind gut, aber Verurteilung ist schlecht. Und das sehe leider sehr oft.)

Letzten Samstag habe ich mir ein Herz gefasst und meinen Angsthasen-Mut zusammen genommen, um Fragen zu stellen – schwierige, kritische, kontroverse Fragen. Offen und ehrlich. Und der Antwort-Tonus war überraschenderweise nicht: „Wie kann sie nur!? Ist sie abgefallen???“, sondern viel mehr Verständnis, Fürsorge und Liebe. Und dafür bin ich unheimlich dankbar.

Deswegen möchte ich euch heute ermutigen:

  1. Stellt Fragen! Laut und ehrlich! Fragt Gott, fragt eure Nächsten. Ringt um Wahrheit. Setzt euch mit anderen Meinungen auseinander.
  2. Stellt euren Stolz auf euer eigenes Bibel- und Gottesverständnis zurück und nehmt eure fragenden und verunsicherten Geschwister in Liebe an! ♥

Eure Daniela ♥