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Jesus Christus spricht: „Wenn ihr euch nach meinen Worten richtet, seid ihr wirklich meine Jünger. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,31-32)

Eine Freundin hat dieser Tage ungeahnt mitten in meine Situation und mein Herz hinein gesprochen. Gott hat sie gebraucht, um mir wohl einen der wichtigsten Gründe, warum wir vergeben sollten, aufzuzeigen: „Ich will jedem alles vergeben, weil es Gott ehrt.“ Was für eine starke Aussage und zugleich welch eine Demütigung für mich. Ich kämpfe die ganze Zeit mit dem Gedanken, warum ich vergeben sollte, was mir angetan wurde, weil es nicht fair ist – weil es mir nicht gerecht erscheint, wenn ich vergebe, aber andere dabei einfach so „davonkommen“. Doch merkt ihr meine verquere Denkweise? Es geht doch nicht um mich – es geht um Gott. Und wenn ich nicht vergebe und weiter Hass & Zorn in mich hineinfresse, ehre ich Gott damit ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Ich entferne mich von seinem Herzen.

Seitdem ich diese Erkenntnis hatte, bin ich (endlich!) auf dem Weg der Vergebung. Es ist eigentlich eine ganz simple Wahrheit gewesen, die wir auch in der Bibel finden können, doch ich habe sie erst in diesem Moment mit meinem Herzen realisiert:

„Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Epheser 4,32)

Jesus hat mir so viel vergeben – er hat mich frei gemacht von all meiner Schuld. Und er fordert uns auf, ebenfalls zu vergeben, weil es ihn ehrt, wenn seine Kinder seinem Vorbild folgen. Ganz einfache Sache in der Theorie. In der Praxis ist es leider nicht ganz so einfach – mir fiel es in den vergangenen Monaten unglaublich schwer, u.a. weil ich mein Herz vor dieser Wahrheit verschlossen habe. Ich wollte an meinem Zorn festhalten, ich wollte Rache. Ich habe nur auf meinen temporären Schmerz gesehen und nicht auf das große Ganze – Gottes Plan dahinter und die Hoffnung, dass Gott keine Fehler macht.

Doch nun nimmt mir Gott durch Erkennen und Annehmen (!) dieser Wahrheit Stück für Stück diese Last ab. Ich komme der Vergebung näher, spüre, dass der Schmerz nachlässt und dass Gott die bittere Wurzel meines Herzens allmählich zieht. Rückfälle wird es sicherlich noch ab und zu geben, aber Gott macht mich frei von dem, was ich die ganze Zeit versucht habe, krampfhaft festzuhalten. Welch ein Grund zur Freude! (Und das ist nur einer von vielen derzeit.) Things getting better. Gott sei die Ehre dafür! Danke, Jesus, dass du frei machst! ♥

Bereue niemals, die falsche Person richtig geliebt zu haben.

Manchmal beschleicht mich dieses doofe Gefühl, dass ich meine Zeit vergeudet habe. Dass all die Liebe, die ich gegeben oder versucht habe, zu geben, nichts weiter als Schall und Rauch war. Ich habe meine Liebe verschenkt – doch letzten Endes hat es nichts gebracht. Es war umsonst.

Doch ist das wahr? Kann das wirklich alles umsonst gewesen sein? Kann man Liebe – uneigennützige, selbstlose und wahrhafte Liebe, die aus Gott kommt – vergeuden? Fall’ nicht auf den Teufel und seine Lügen herein: Deine Liebe war nicht sinnlos, deine Zeit ist nicht vergeudet. Bereue bitte nicht, jemanden wahrhaft geliebt zu haben, der es nicht verdient hat, der dich verletzt und nicht geschätzt hat. Denn sobald du das tust, wirst du hart und verbitterst. Unsere Liebe kommt aus Gott und unser Auftrag als Christen in dieser Welt ist es, zu lieben. Und unser Vorbild ist Christus. Er hat die extremste Form von Liebe gezeigt. Er ist gestorben für diejenigen, die ihn verraten, verurteilt und im Stich gelassen haben. Er hat geliebt bis in den Tod. Für diese Menschen; damit sie, wenn sie Buße tun, umkehren und ewiges Leben erhalten können.

Also liebe! Verschenke deine Liebe und bereue nicht. Denn es gibt keine „richtigen“ Personen. Wir sind alle Sünder, die einander verletzen, betrügen und belügen. Keiner von uns hätte Liebe verdient. Doch Gott liebt. Und weil er uns zuerst geliebt hat, dürfen wir lieben wie er geliebt hat. Wollen wir gemeinsam dafür beten, dass wir so lieben können wie Jesus? Ohne Bitterkeit, ohne Hintergedanken, nur für unseren Gott?

(Natürlich sollen wir dabei nicht naiv sein und müssen unser Herz behüten – aber das ist ein anderes Thema.)

Ihr Lieben, ich habe großartige Neuigkeiten! Mein Blog ist nach fast vier Wochen Offline-Dasein endlich wieder online! Einige hatten sich zwischenzeitlich schon gewundert und mich gefragt, was los sei. Leider ist mein Blog einem Hackerangriff zum Opfer gefallen – warum auch immer – und musste erst einmal wiederhergestellt werden.

Aber jetzt bin ich zurück mit einigen Neuerungen – wie z. B. dem Bereich „Impulse“, neuen Wallpapern („love came down“!) und einem neuen Artikel zum Auftakt der Serie #heartbrokenjourney. Ich nehme euch mit auf meine Reise, zu lieben, zu leiden und loszulassen. All diese Schmerzen der vergangenen Monate, mein gebrochenes Herz, die verloren geglaubte Hoffnung, und die wiedergewonnene Perspektive stecken samt einer großen Portion Jesus und viel Herzblut (im wahrsten Sinne des Wortes) in den Artikeln dieser Serie. Seid gespannt auf ehrliche Artikel mit ungeschminkten Wahrheiten und viel Ermutigung!

An dieser Stelle möchte ich mich aber erst einmal bedanken: Für eure ermutigenden Nachrichten, die Gebete, den offenen Austausch und eure Treue, mir trotz Leid und Lebensstürmen zu folgen. Ich DANKE euch!

Das Fotos ist übrigens bei meinem Arbeitgeber b3plus zu Anfang diesen Jahres entstanden, als ich meine Stelle als Grafikerin & Social Medianerin dort begonnen habe. Ein großer Segen! #werbungausüberzeugung

Wir haben immer eine Wahl. Wir können uns immer für oder gegen etwas entscheiden. Wir können uns dazu entscheiden, auf die Stimme Satans zu hören, der uns runter ziehen will, oder wir entscheiden uns, auf Gottes Worte zu hören: Worte, die voller Leben, Licht und Liebe sind. Worte, die uns berühren und neu erquicken. Worte, die unser Feuer entfachen und uns scheinen lassen. Das ist mir in den vergangenen Tagen wieder besonders bewusst geworden. Wenn es nach dem Satan gehen würde, versänke ich in Selbstmitleid und würde mich den negativen Gedanken, die mein trügerisches Herz bewegen, weiter hingeben. Doch Gott hat den Teufel schon längst überwunden, er hat ihn besiegt. Und ich kann ihn auch überwinden, indem ich mich dazu entscheide, Gott zu folgen. Gib dem Teufel also keinen Raum in deinem Herzen – lass dir keine Zweifel einreden oder dich runterziehen. Erkenne, dass du nicht nur für dich selbst lebst, sondern um zu scheinen. Gerade jetzt, wo Weihnachten naht. CHOOSE TO SHINE! Bring anderen Menschen das Licht des Leben – denn darum geht es an Weihnachten.

„To God Almighty we’re bowing down and that’s what Christmas is all about. […] Light me up, I finally figured out what Christmas is all about.“ (TobyMac feat. OwlCity – Light of Christmas)

„I will lift my eyes even in the pain above all the lies. I know You can make a way. I have seen giants fall, I have seen mountains move, I have seen waters part. Because of You. I remember, I remember, You have always been faithful to me. I remember, I remember, even when my own eyes could not see, You were there, always there.“ (Lauren Daigle – Remember)

Ich habe in der vergangenen Woche leider sehr stark merken dürfen, dass man sehr tief fällt, wenn man den Blick auf Jesus verliert. Statt auf ihn zu schauen, habe ich nur auf mich selbst und all den Schmerz geblickt. Also bin ich gefallen – immer tiefer, bis ich in einem dunklen Loch saß und die Dunkelheit mich scheinbar überwältigte. Überwältigt von den Lügen Satans. Doch irgendwann nach einigen tränenreichen Tagen verstand ich, dass ich mich über all die Lügen erheben kann: Und zwar, wenn ich auf zu Jesus schaue, demjenigen, der Riesen bezwingen, Berge bewegen und Meere teilen kann. Dann kann ich mich daran erinnern, wie treu Gott schon mein ganzes Leben lang war. Ganz gleich, ob ich gerade seine Nähe gespürt und gesehen habe oder nicht. Und ich weiß, dass er immer da ist und meine Tränen trocknet. Nicht um meinetwillen, sondern um seinetwillen. Weil er groß ist. Weil er Gott ist. Und deshalb kann ich ruhig werden – ich bin in bester Gesellschaft und unter dem Schutz des Höchsten. Danke, Jesus. ♥

»Hört auf, euch gegenseitig zu belügen, denn ihr habt doch den alten Menschen mit seinen Gewohnheiten ausgezogen.« – Kolosser 3,9

In den vergangenen 2,5 Monaten wurde mein Leben um 180° gedreht … nichts ist mehr so wie es vorher war. Außer Gott allein. Doch den verliert man manchmal aus dem Blick, wenn man sich nur um sich selbst dreht. Und das tun wir Christen sehr gerne – auch nach außen. Wir spiegeln der Gesellschaft ein Bild von uns und dem Leben mit Christus, das so nicht existiert. Entweder zeigen wir nur die guten, leuchtenden Seiten des „easypeasy, tuttifrutti“-Lebens oder wir pressen uns in die Opferrolle, dem bemitleidenswertesten Menschen, den man je getroffen hat. Doch es ist beides gelogen. Die Wahrheit ist: Das Leben ist beides – Freude und Leid, Lachen und Weinen, Licht und Schatten. In einer meiner liebsten Kinderserien wurde einmal gesagt: „Wo Licht ist, muss es auch Schatten geben. Und je heller das Licht ist, desto dunkler ist auch der Schatten.“ Auf youthweb.net diskutieren wir derzeit im Forum wieder die Frage, ob Leid auch ein Segen Gottes ist. Und ich kann mit Gewissheit sagen: Ja, das ist es. Es tut unfassbar weh, klar, aber es ist so heilsam und wirksam und bringt uns näher zu Christus. Wenn wir tatsächlich verändert werden wollen, führt kein Weg an Leid, an Schatten, an dunklen Tälern vorbei. Und das sollten wir auch nach außen hin spiegeln.

Bewege diese Fragen einmal in deinem eigenen Herz: Warum sind wir nicht ehrlich und sprechen die ganze Wahrheit aus? Warum lügen wir einander an? #netzleuchten

PS: Dieses Bild ist übrigens fast auf den Tag genau vor fünf Jahren in meinem Abi-Abschlussjahr entstanden. Hachja, jede Lebensphase birgt ihre eigenen Herausforderungen, die unheimlich wichtig sind und zum Leben dazu gehören. Nur so können wir wachsen.

Wisst ihr, was das schwierigste an Leid ist? Dass man Gefahr läuft, sich um sich selbst zu drehen. Man verfällt sehr schnell in Selbstmitleid und sieht nur noch das, was einem genommen oder angetan wurde. Und das verleitet einen letztendlich zu reinem Egoismus.

Aber: Wisst ihr was? Es gibt auch unheimlich gute Seiten an Leid. Und eine davon ist dieser krasse Perspektivwechsel, den Gott dir schenkt. Die Perspektive auf Jesus und die Ewigkeit. Die Perspektive auf das Gute, das von Gott kommt. Weg vom Egoismus – hin zu Gott. Und das ist so genial. Selbst wenn mir manchmal nach Weinen zumute ist, so sehe ich doch, was Gott mir geschenkt hat. All die Segnungen in meinem Leben. Und Leute, das kann euch keiner nehmen – nicht einmal der Teufel. Freut euch, was Gott euch geschenkt hat! Lasst euch nicht vom Teufel zähmen, sondern entzündet euer Licht und scheint umso heller in der Dunkelheit.

Viele Leute aus meiner Freundesliste halten mich sicherlich regelmäßig für verrückt, wenn ich mal wieder etwas über Gott schreibe oder aus meinem Leben mit ihm erzähle. Naja, zugegeben: Würde ich nicht an den Gott der Bibel glauben, wäre mir das wahrscheinlich auch nicht immer ganz suspekt und vor allem viel zu verwirrend. „Wer ist dieser Gott der Bibel eigentlich und was soll mir bitteschön ein altes, verstaubtes Buch im Jahr 2018 Neues sagen können?“ Nur eine von vielen Fragen, die sich einem unweigerlich aufdrängen, wenn man mit Jesus oder der Bibel konfrontiert wird.
Um dieses nicht ganz so geheime Geheimnis und einige andere interessante Fakten aufzudecken, möchte ich euch heute fünf Gründe geben, warum jeder Mensch einmal im Leben die Bibel gelesen haben sollte. Let’s go!

Grund 1: Die Bibel enthält Ratschläge für das alltägliche Leben

Wer glaubt, die Bibel sei so alt und eingestaubt, dass sie uns heutzutage nichts mehr zu sagen hätte, hat wohl den besten Ratgeber dieses Milleniums noch nicht selbst gelesen. Ganz egal, worum es geht – ob um zwischenmenschliche Beziehungen, psychische und physische Gesundheit, moralische Werte & ethische Fragen oder z. B. auch um das Arbeitsleben – für fast jede Lebensfrage hält die Bibel eine Antwort parat. Probier es doch mal aus und überzeug dich in den nachfolgenden Beispielen selbst!

Ratschläge für zwischenmenschliche Beziehungen:

„Fort also mit aller Bitterkeit, mit Wut, Zorn und gehässigem Gerede! Schreit euch nicht gegenseitig an und verbannt jede Bosheit aus eurer Mitte. Seid vielmehr umgänglich und hilfsbereit. Vergebt euch gegenseitig, weil Gott auch euch durch Christus vergeben hat.“ (Epheser 4,31–32)

Aussagen über moralische/ethische Werte:

„Wisst ihr denn nicht, dass ungerechte Menschen keinen Platz im Reich Gottes haben werden?“ (1. Korinther 6,9)

Lifehacks fürs Arbeitsleben:

„Verrichtet eure Arbeit immer sorgfältig, nicht nur dann, wenn [eure Arbeitgeber] euch beobachten. Gehorcht ihnen bereitwillig, weil ihr Furcht vor Gott habt.“ (Kolosser 3,22b)

Grund 2: Die Bibel ist wie ein Lexikon über die Welt

Die Bibel ist nicht nur ein grandioser Ratgeber für alle möglichen Lebenslagen, sondern ganz nebenbei auch noch ein historisch sehr genaues Lexikon – hier findest du teilweise bessere und präzisere Angaben zur Weltgeschichte als in manchen Geschichtsbüchern. Zudem verfügt die Bibel über ein breites Spektrum an Wissen über Ägypten, Assyrien und andere frühe Völkern, die unglaublich genau sind. Und es ist bewiesen: Archäologische Bestätigungen der Daten, die die Bibel uns gibt, waren im vergangenen Jahrhundert fast unzählbar.*
Des Weiteren ist die Bibel nicht nur historisch, sondern auch wissenschaftlich genau. Viele Grundsätze unserer heutigen Wissenschaft und Kenntnisstände sind schon in der Bibel als „Naturgesetze“ aufgezeichnet wurden – vor unserer modernen Zeit.* Ein paar Beispiele sind unter anderem:

  • Die Erde ist eine Kugel (Jesaja 40:22)
  • Das Universum ist unendlich (Jesaja 55:9)
  • Wasser hat einen Kreislauf (Prediger 1:7)
  • Es existieren so viele Sterne, dass sie unzählbar sind (Jeremia 33:22)

Zuletzt beweisen die vielen erfüllten Prophezeiungen (an der Zahl 3268 Stück!), dass die Bibel ein genauer Beleg und Zeuge der Zeit ist. Und das, obwohl die Prophezeiungen oft Jahrhunderte zuvor aufgeschrieben wurden.
(Wenn ihr mehr über biblische Prophezeiungen erfahren wollt, kann ich euch dieses Video wärmstens empfehlen: Ameise ins Quadrat – Glaubwürdigkeit der Bibel.)

Grund 3: Die Bibel schenkt Hoffnung und spendet Trost

An manchen Tagen kommt einem das eigene Leben wie ein nicht enden wollender Spießrutenlauf vor – man hüpft von einem Fettnäpfchen ins Nächste oder landet noch schlimmer in einem tiefen Loch aus Morast und Dung. Das Leben kann schwindelerregende Höhen, aber leider auch erschreckende Tiefen haben. Nämlich dann, wenn wir Verletzung und Verlust erleben. Doch die Bibel gibt uns Hoffnung, spendet unseren geschundenen Herzen Trost und zeigt uns eine neue Perspektive – die Perspektive Ewigkeit, mit der sich das Leben viel leichter leben lässt.

„Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.“ – Offenbarung 21,4

Grund 4: Durch die Bibel erfährst du mehr über dich selbst

Ich glaube, kaum ein Grund ist mir persönlich so wichtig wie dieser. (Abgesehen von Grund Nr. 5.) Die Bibel sagt mir, wer ich bin. Nicht mein eigenes anklagendes Gewissen, keine verdrehte Gesellschaft, die mich in ihr Bild pressen will, sondern ganz allein Gott definiert, wer ich bin.

Ich bin ein geliebtes Kind Gottes.

„Doch Gott ist so barmherzig und liebte uns so sehr.“ – Epheser 2,4

Ich bin ein Sünder.

„Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.“ – Römer 3,23

Ich bin errettet durch Jesus – nun kann ich rein & heilig leben.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ – Johannes 3,16

Nun bin ich frei von aller Schuld und darf mit meinem Gott leben, der mich reich beschenkt hat mit seiner Freude.
Passend dazu gibt es ein schönes Lied von Hillsong, dass diesen Fakt wunderbar widerspiegelt: „Du erwählst mich, und verlässt nicht. Durch Dich weiß ich, wer ich bin. Du bist für mich, willst mein Bestes. Durch Dich weiß ich, wer ich bin.“

Grund 5: Durch die Bibel lernst du Gott, den Schöpfer, persönlich kennen

Kommen wir nun zum wichtigsten Grund. Warum sollte man einmal im Leben die Bibel gelesen haben? Weil Gott selbst uns die Bibel als sein Wort gegeben hat! Wenn wir ein Buch lesen, lernen wir auch immer sehr viel über den Autor, seine Denkweisen und seine Motive. Genauso ist es bei der Bibel – wenn wir sie lesen, lernen wir Gott kennen. Er, der alle Fäden in seiner Hand hält, und auch die Menschen zum Schreiben seiner Worte bemächtigt. Wir finden in der Bibel nicht nur nette Ratschläge. Die Bibel ermöglicht uns in erster Linie eine echte Freundschaft mit Gott, indem wir ihn näher kennenlernen. Und dadurch hat Gott uns den Weg zum ewigen Leben gezeigt.

„Und das ist der Weg zum ewigen Leben: Dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und Jesus Christus, den du in die Welt gesandt hast.“ – Johannes 17,3

Und was dann?

Wenn du jetzt neugierig geworden bist und die Bibel selbst lesen möchtest, aber keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst, kann ich dir das Bibel Projekt herzlichst empfehlen. Cool gemachte und liebevoll animierte Videos über die Bibel auf Deutsch, die super verständlich und sehr anschaulich sind. Falls du keine Lust auf digitalen Content hast, fang doch ganz analog im Neuen Testament mit dem Johannes-Evangelium an – du wirst bestimmt einiges daraus mitnehmen.
Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen hast, schreib’ mir gerne. Ich freue mich über den Austausch mit euch oder Feedback!

Liebste Grüße, eure Daniela

Ich bin ein bisschen genervt. Sehr sogar. Ihr kennt diese Art von Fragen bestimmt auch: „Darf ein Christ …?“ Anstelle der Auslassungszeichen dürft ihr gerne ein beliebiges Diskussionsthema einsetzen – seien es nun Tattoos, Partys, Musik, Filme, Kleidung oder anderes. Manchmal stecken nur Neugierde, Diskussionslust, der Helferdrang, andere vor Sünden zu bewahren, oder der Drang, anderen unter die Nase zu reiben, dass sie einem ein Anstoß sind, dahinter. Oftmals deckt diese Frage für mich aber einfach nur die Gesetzlichkeit auf, in der wir so gerne leben und mit der wir uns profilieren wollen. Ich will hier keineswegs irgendjemanden verurteilen und mir anmaßen, solche Diskussionen als „irrelevant“ abzutun. Das sind Fragen, die einen bewegen und über die man sich früher oder später Gedanken machen muss, um zu prüfen und Position zu beziehen. Aber …

Das Ziel unseres Lebens als Christ

Bitte hört auf, das Christ-Sein darauf zu reduzieren und immer nur darüber zu reden, was man darf und was man nicht darf. Redet viel lieber darüber, was man tun muss und soll! Gott sagt uns in der Bibel im Grunde nur zwei Gesetze: Ihn zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben. Daher sollten wir uns doch viel lieber gegenseitig motivieren und ermutigen. Es ist doch so einfach. Und dennoch unterhalten wir uns immer wieder über unsere persönlichen Geschmäcker, was man als Christ darf und was nicht.

Bin ich ein Anstoß für andere?

„Bin ich ein Anstoß, wenn sich jemand an mir stört?“ Diese Frage habe ich mir tatsächlich in den vergangenen Wochen so oder so ähnlich relativ oft selbst gestellt. Beispielsweise durch meinen Römer- bzw. Philipper-Bibellesekreis mit Freunden, oder in Gesprächen mit Freundinnen über Werksgerechtigkeit, und zu guter letzt als mich jemand auf Dinge aufmerksam gemacht hat, die Leute stören oder einen „schlechten Eindruck“ vermitteln könnten. Da wird man als Christ tatsächlich stutzig. Bin ich nun ein Anstoß oder nicht, muss ich es allen Recht machen, oder darf ich andere auch ein bisschen nerven?

Anstoß zur Sünde vs. Ärgernis

Die Antwort dazu steht (surprise, surprise) in der Bibel – doch was ich selbst erst jetzt erkannt habe: Ich habe den Begriff „Anstoß sein“ immer falsch verstanden. In der Elberfelder Studienbibel stehen folgende Verse:

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden, und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Anstoßes zur Sünde.“ (1. Petrus 2,7-8)
„Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder einen Fallstrick zu geben.“ (Römer 14,13)

In dem ersten zitierten Vers geht es natürlich um Jesus und im zweiten um uns Christen, aber an beiden hervorgehobenen Stellen wird das griechische Wort »skandalon« verwendet. Überraschenderweise bedeutet es nicht, dass man jemanden einfach nur nervt oder ärgert – es bedeutet, dass man ihn komplett geistlich ruiniert. Erklärend dazu steht im Sprachschlüssel der Studienbibel folgendes:

„»Skandalon« bezeichnet immer eine Verführung oder das Schaffen einer Gelegenheit, […] welches [den verführten Menschen] ruiniert. […] In den meisten Fällen ist ein »skandalon« etwas, was Gelegenheit zu einem Verhalten bietet, das mit dem Untergang dessen endet, der Anstoß nimmt. Damit ist »skandalon« (Ursache, Anstoß zum Sündigen) etwas Anstößiges, weshalb auch derjenige bestraft wird, der es bietet oder gibt.“ (Elberfelder Studienbibel, 3. Auflage 2012, 8. Gesamtauflage, SCM R. Brockhaus, Witten, Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg, S. 2067)

 

Der Kontext: Götzenopferfleisch

Ich mache an dieser Stelle einen kleinen Exkurs in den Kontext des zitierten Bibeltextes aus dem Abschnitt aus Römer 14,1–15,7 (dem Abschnitt im Thema „Anstoß sein“). In diesem Abschnitt geht es um die Starken und Schwachen im Glauben – Menschen, deren Gewissen stärker aber auch schwächer sein kann. Paulus spricht ein damaliges Problem an: Den Verzehr von Götzenopferfleisch. Für die einen (meist Juden) war das ein Ding der Unmöglichkeit – niemals könnten sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren, Fleisch zu essen, das für die Götzen bestimmt war. Für die anderen (meist Heiden) war das gar kein Thema – es sei ja nur ein Stück Fleisch, das den inneren Menschen von außen nicht verunreinigen könne.
Auch wenn wir heutzutage vermutlich eher seltener über Götzenopferfleisch diskutieren, haben wir heute nach wie vor immer wieder das Problem mit den Stärkeren und Schwächeren im Glauben.* Daher ist das Prinzip, welches Paulus uns hier aufzeigt, auch noch für uns Christen heutzutage anwendbar.

* Weiterlesen: www.bibelstudium.de

 

Wann ich ein Anstoß bin

Im Klartext bedeutet das nun für uns: Die Wortbedeutung von „Anstoß sein“ meint nicht, den Menschen ein Ärgernis zu sein, indem man sie irgendwie stört oder nervt, sondern (viel krasser!) die Menschen absichtlich in Sünde fallen zu lassen – ihnen einen Fallstrick auszulegen, ein sinnbildliches Bein zu stellen oder (wie in Mario Kart) eine rutschige Banane auzulegen. 🍌 Solange wir also niemanden willentlich zur Sünde verführen und jemanden motivieren zu sündigen, indem wir bspw. einem ehemaligen Alkoholiker Alkohol aufzwingen, sind wir kein Anstoß.

Wann, wie und warum sollte man dennoch Rücksicht nehmen?

Als Christen leben wir nicht mehr nur für uns, sondern in erster Linie für Gott und unsere Nächsten. Man kann es anderen nie zu 100 % recht machen, klar, aber um des Friedens Willen und für ein liebevolles Miteinander sollten wir dennoch Rücksicht nehmen. Und zwar 1. aus Liebe zum Nächsten, 2. freiwillig und 3. als eine Frucht des Heiligen Geistes in uns. Aber nicht, weil andere es erzwingen (!), denn so wird ermöglicht, dass ein krasser Missbrauch damit getrieben wird. Das Endergebnis ist dann nämlich nicht ein anstoßfreies Zusammenleben, sondern pure Gesetzlichkeit. Vor allem stellt sich dann die Frage: Was wäre die Freiheit noch wert, die wir in Christus haben? Also wollen wir daran denken:

„Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen.“ (Römer 14,10)

In letzter Instanz ist nämlich jeder persönlich verantwortlich für seinen Weg, den er vor dem Herrn geht – er soll nicht nach links und rechts schauen und über Schwache lachen oder Starke runterziehen.

Meine Ermutigung für euch

Meine Ermutigung für euch ist heute: Lasst euch von Leuten, die eventuell schwächer sind oder ein empfindlicheres Gewissen haben, nicht runterziehen und vor allem nicht einreden, ihr seid ein Anstoß. Das ist echt krass! Wer anstößig handelt, sündigt. Wer andere aber nur nervt, geht höchstens sehr offensiv mit seiner Freiheit in Christus um. Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Aber weil Gott uns seinen Heiligen Geist geschenkt hat, können wir dank ihm gute Frucht bringen können, die aus Liebe und Rücksicht zu unseren Nächsten handelt.
Daher: Lebe in der Freiheit, die Gott dir geschenkt hat, aber achte darauf, anderen nicht absichtlich einen Grund zu geben, verärgert oder genervt zu sein, wenn es auch eine gute Alternative gibt.

Ich wünsche euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus! (nach Röm 1,7b)
Eure Daniela ♥

 

PS: Mir wurde die große Ehre und Freude zuteil, dass dieser Artikel im Steps-Magazin „BE FREE“ abgedruckt wurde. Welch eine Freude! ♥ Bestellt euch gerne kostenlos das Heft beim CJ-Shop.

Yippieh-yeah! Heute ist mein Lieblingstag. Ich schreibe diesen Artikel zwar gerade vor und weiß gar nicht, wie der Mittwoch werden wird, und dennoch bin ich mir sicher: Mittwoch (also heute) wird mein Lieblingstag. Natürlich auch, weil ich Geburtstag habe. (Wer freut sich nicht über die alljährliche Erinnerung, dass man wieder ein Jahr älter geworden ist?) Vor allem aber, weil Gott mir diesen und jeden anderen Tag in meinem Leben geschenkt hat. ♥
Und in meinem bisher schon 23 Jahre alten Leben durfte ich unzählige Erfahrungen sammeln, tolle Menschen kennenlernen und die ein oder andere gute & schlechte Situation durchleben. Letzten Endes durfte ich dadurch aber unheimlich viel lernen. Welche 23 Dinge das mitunter waren, die in 23 Jahren lernen durfte, möchte ich euch heute erzählen. Ich freue mich auf euer Feedback und ob ihr manche Dinge ähnlich seht. Be blessed & have a great day! ♥

„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Lasst uns jubeln und fröhlich sein.“ – Psalm 118,24

 

1. Gute Kollegen sind Gold wert

Seitdem ich vor ca. 3,5 Jahren ins Berufsleben gestartet bin und mitunter zwei Betriebe und einige Menschen und Kollegen kennen lernen durfte, kann ich wirklich von Gnade sprechen: Gott hat mich nicht einfach nur mit Kollegen gesegnet – ich durfte an meinen Arbeitsplätzen Freundschaften schließen. Freunde, die einen aufmuntern, mit denen man lachen und sich ärgern kann. Freunde, mit denen man die meiste Zeit des Tages verbringt (und das auch noch gerne). Diese Menschen sind Kollegen, die die Bezeichnung „Freullegen“ (Neologismus aus „Freund“ und „Kollege“) redlich verdient haben und Gold wert sind. ♥

2. „Nein“ sagen ist nicht so einfach wie man denkt

Eine der Disziplinen, die ich wohl am wenigsten beherrsche ist, „Nein“ zu sagen. Wenn man mich lange genug nervt und auf mich einredet, kann man mich wohl zu allem überreden – denn ich kann keine Bitten abschlagen und schon gar nicht „Nein“ sagen. Paradebeispiel: Ich wollte neulich mein Gratis-Abo bei DIE ZEIT kündigen, weil ich keine aktive Zeitungsleserin bin. Die Frau vom Leserservice hat mir am Telefon aber so lange Argumente präsentiert, bis ich letzten Endes doch ein Jahresabo abgeschlossen habe. Zum Glück gibt es das Widerrufsrecht und zum Glück darf ich immer wieder lernen, dass ich öfters mal „Nein“ sagen sollte …

3. Musik und Frühstück können Balsam für die Seele sein

Es gibt in meinem Leben wohl kaum eine andere „materielle“ Motivationsbombe, die so wirksam und beruhigend für Leib und Seele ist, wie ein herrliches Frühstück inkl. Nutella, Marmelade, Brötchen und Ei sowie ein guter Schwung an Gute-Laune-Musik. Am liebsten höre ich dabei Sommersongs (da tanzt die Motivation förmlich schon am Strand) oder Power-Lobpreis wie „Brave“ von Moriah Peters oder die Kinderlieder von Thomas Klein, mit denen man Gott feiern kann.

4. Autofahrten eignen sich perfekt zum Beten

Die mitunter schönsten Gebete habe ich in meinem Auto gebetet. Als ich noch täglich 70 km einfache Strecke gependelt bin und gut 75 % des Weges Autobahn war, habe ich des Öfteren einfach mal die Musik ausgemacht und gebetet – für einen guten Tag, dass ich für meine Kollegen ein Segen sein kann, dass ich mit Kritik und Schwierigkeiten gut umgehen kann und vor allem, dass der Herr mir als Sünder Kraft und Weisheit schenkt, um im Alltag zu bestehen.

5. Zuhause ist der Ort, wo ich am meisten versage

Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht. Aber du kannst noch so ein „perfektes“ Image haben oder noch so liebenswürdig zu deinen Freunden und Kollegen sein – zuhause kommt dennoch der ganze Dreck an Boshaftigkeit zum Vorschein. Das macht mich immer wieder unheimlich traurig und frustriert mich, weil ich gerade daheim ein Vorbild und Zeugnis für Gott sein möchte als einzige Christin im Haushalt. Aber dennoch scheitere ich immer wieder. Doch Gott lehrt mich dadurch vor allem eines: Ich kann noch so „gut“ sein, wahrhaftig gut bin ich nur durch ihn, weil ich ein Sünder bin wie jeder andere auch.

6. Freude ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung & Gabe

Was mich an manchen Menschen (vorzugsweise Deutsche oder „Luxusproblem-Sucher“) am meisten nervt, ist die „Mimimi“-Mentalität. Schlechtes Wetter hier, schlechte Politik da, schlechte Finanzen dort, schlechte Laune überall. Statt euch darüber zu beklagen, wie schlecht es euch geht, solltet ihr anfangen, euch zu freuen. Freude ist nämlich entgegen aller Erwartungen kein Gefühl. Freude ist eine Entscheidung und eine Gabe, die Gott uns durch den Heiligen Geist schenkt: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22) Wahre Freude beginnt in dem Moment, in dem du entscheidest, dass deine Gefühle dich nicht mehr kontrollieren, und dass du trotz aller widrigen Umstände dennoch fröhlich sein kannst.

7. Ich darf mutig sein

Heutzutage kann es einem schon gut und gerne mal Angst und Bange werden, wenn wir uns politische Entwicklungen, Umweltkatastrophen oder auch die Menschheit im Allgemeinen, und wie wir miteinander umgehen, ansehen. Was wird die Zukunft bei solchen Entwicklung bloß mit sich bringen? Selbst wenn wir die genaue Antwort nicht kennen, so dürfen wir dennoch sicher sein: Gott ist mit uns. Er sagt zu uns: „Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33) Also lass uns Mut fassen und auf Gott vertrauen! ? (Mehr dazu kannst du übrigens in diesem Blogartikel lesen: „Seid stark und habt Mut“.)

8. Schokolade geht immer

Und Schokokuchen erst recht! Ich weiß gar nicht, wie oft mir Schokolade schon meinen Tag sprichwörtlich versüßt hat – da ist der Stresspegel immer direkt ein wenig ein gesunken. Und wenn es dann auch noch aus der gemeinschaftlichen Büro-Schublade kam und man die Schokolade teilen konnte, war das umso schöner ❤

9. Wir sollten viel öfter danken statt zu klagen

Dieser Punkt ähnelt sehr Punkt No. 6, aber unterscheidet sich in der Praxis noch ein wenig. Wir sollten nicht nur beginnen, weniger „Mimimi“ zu machen, sondern zudem auch noch dankbarer werden. Eine freudvolle Grundeinstellungen kommt nicht nur von außerhalb und durch ein paar Meckersprüche weniger – wenn du eine dankbare Herzenshaltung hast und anfängst für die kleinen Dinge im Leben zu danken, wird das Leben so viel leichter und du bereicherst dich selbst mit unheimlich viel Freude.

10. Gott tut auch noch heute Wunder

Viele Menschen glauben, dass Gott heutzutage keine Wunder mehr tut. Dass das alles nur zu Jesu Zeiten passiert ist und dass heutzutage nichts mehr spannendes los ist. Doch da täuschen wir uns selbst. Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, wie Gott an Menschen arbeitet und sie von innen heraus verändert (das größte Wunder überhaupt!). Du kannst hören, wie Gott Menschen heilt von Krankheit und Leid. Und du wirst staunen über Gottes Größe, die er uns immer wieder bspw. durch die Schöpfung zeigt.

11. Du musst nicht vergessen, aber du sollst vergeben

Vor allem bei älteren Menschen habe ich schon sehr oft erfahren müssen, wie verbittert sie sind und welch tiefen Groll gegen bestimmte Personen sie hegen, weil sie ihnen nie vergeben haben. Die Verbitterung ging sogar so weit, dass jegliche Gespräche, Unternehmungen oder andere Erlebnisse zum Spießrutenlauf wurden. Ein falsches Wort und die gesamte Verbitterung kam zum Vorschein und tilgte jede gute Laune. Was ich dabei gelernt habe: Du sollst nicht nur vergeben, weil Gott es dir sagt. Du sollst vergeben, weil Gott dabei an dein Bestes denkt und weiß, dass du sonst verbitterst und deines Lebtages nicht mehr froh wirst. Ich musste in meinem Leben rund sechs Jahre Mobbing über mich ergehen lassen, weil ich mich damals nicht dagegen wehren konnte. Aber ich habe diesen Leuten verziehen. Ich mag sie heute – als Erwachsene und reife Personen – sogar teils gerne. Und ich weiß: Hätte ich ihnen nicht vergeben, würde mich der Groll zerfressen und vermutlich würde ich auch Gott anklagen, warum ich das damals erleben musste.

12. Vorurteile können potenzielle Freundschaften zerstören

In diesem Punkt muss ich sagen: Schuldig in allen Punkten. Wie viele Freundschaften ich niemals geführt hätte, wenn ich mich von meinen Vorurteilen hätte leiten lassen. Unvorstellbar! Aber irgendwann während meiner Abizeit, nachdem ich die Jahre des Mobbings hinter mir gelassen und Gott lieben gelernt habe, beschloss ich: Keine Vorurteile mehr. Klar, erste Eindrücke hinterlassen Menschen bei mir immer noch. Aber sie fallen nicht mehr ins Gewicht – die Person kann einfach einen schlechten Tag gehabt haben. Oder wenn sie immer so drauf ist, hat sie vielleicht ganz andere Probleme. Wer bin ich, dass ich mir anmaße, darüber zu urteilen? Merkt euch: Euch entgehen wertvolle Freundschaften, wenn ihr vorschnell urteilt.

13. Bereite anderen Freude, du wirst erfahren, dass Freude freut.

Je mehr wir uns in unsere Nächsten investieren und sie lieben – ihnen tiefe Freude bereiten –, desto mehr wird Gottes Liebe in uns überfließen und uns Freude schenken. Denke daran immer, wenn du Dienste oder Aufgaben für andere erledigst. Wenn der andere sich darüber freut, ist das ein mega Gewinn. Für dich und das ewige Himmelreich. Sei ein Zeugnis und schenke Freude!

14. Nachhaltig leben ist kein Trend, sondern eine Verantwortung.

Also wenn ich eines in 3,5 Jahren als Angestellte bei einem Lebensmittelhändler, der für seinen Fokus auf Bio und Nachhaltigkeit bekannt ist, gelernt habe, dann eines: Nachhaltig leben ist kein Trend, sondern eine Verantwortung. Es gibt zwar einige Trend-Mitläufer und Wut-Ökos, die lauter sind als tatsächlich dahinter steht, aber für viele Menschen sind die Themen Bio, ökologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit ein Herzensanliegen. Und vor allem durfte ich erkennen, dass es nicht nur eine aktuelle Problematik ist, sondern dass Gott uns schon mit der Schöpfung von Adam und Eva die Verantwortung für die Erde übertragen hat. Welche eine Ehre und Bürde zugleich. Nachhaltig mit der Welt umzugehen, heißt nicht, dass man nicht daran glaubt, dass der Herr alles neu machen wird. Nachhaltig zu handeln heißt, dass man dankbar für Gottes Schöpfung ist und nicht egoistisch damit umgeht.

15. Kaum ein Geschenk ist so wertvoll wie Zeit

Und zwar sowohl Zeit, die du anderen schenkst, als auch Zeit, die dir geschenkt wird. Materielle Dinge kann dir jeder mit etwas mehr oder weniger Taschengeld schenken – seine Zeit zu verschenken bedeutet, dass jemand dich als Person wertschätzt. Dass du ihm so viel wert bist, dass er Zeit mit dir verbringen möchte. Ich verfehle in diesem Punkt leider selbst sehr oft und verschwende meine Zeit mit unnötigen Dingen wie Instagram & Co. oder verbringe einfach wesentlich öfter Zeit mit Freunden als mit meiner Familie, obwohl ich gerade vor meiner Familie auch ein Zeugnis sein möchte. Gott geht es übrigens genauso – er findet es super, wenn wir uns mit Wort & Tat für ihn einsetzen oder auch spenden. Aber am meisten liebt er es, wenn wir Zeit mit ihm verbringen: die Bibel lesen und im persönlichen Gebet mit ihm sprechen. Lass mich dir eine Frage stellen: Wann hast du das letzte Mal richtig intensiv Stille Zeit gemacht?

16. Du musst dein Feuer immer wieder neu entfachen

Wir haben bei uns daheim einen alten Kachelofen, wie es ihn früher einmal gab (oder wie er heute ganz retro wieder verwendet wird). Dort Feuer anzuzünden ist immer herrlich – das Haus wird kuschelig warm. Allerdings passiert es mir nicht selten, dass wenn ich darauf hingewiesen wurde, Holz nachzulegen, um das Feuer am Brennen zu halten, ich es einfach komplett vergesse. Ich merke es erst dann, wenn es kälter geworden ist. Bei uns Christen ist es genauso: Wenn man etwas liebt, brennt man dafür. Doch jedes Feuer braucht auch Holz, das es am Brennen hält. So müssen wir darauf achten, dass wir unser Feuer immer wieder neu entfachen und mit gutem Input füttern: Gottes Wort. (Besonders gut eignen sich dazu im Alltag übrigens Seiten wie stayonfire oder ohnelimitgeliebt.)

17. Ich bin begabt und darf dieses Potenzial leben

Ich habe neulich bei jemandem aus meiner Gemeinde einen richtig guten Status gelesen:

Der Rabbi Susya sagte kurz vor seinem Tode: „Wenn ich in den Himmel komme, werden sie mich nicht fragen: »Warum warst du nicht Moses?« Sondern sie werden mich fragen: »Warum warst du nicht Susya? Warum wurdest du nicht, was nur du werden konntest?“

In diesem kurzen Zitat steckt so viel von der Wahrheit drin, die manche Menschen nicht verstehen können: Zum einen musst du niemand anderem nachmachen, um irgendein Lebensziel zu erreichen, und zum anderen sollst du beginnen, nach deinen Gaben zu streben und dein Potenzial zu entfalten, um dein Lebensziel zu erreichen.
Jemand hat mir mal gesagt, dass es manchmal besser sei, wenn Menschen ihre Gaben niemals entdecken oder ausleben. Diese Aussage habe ich bis heute nicht verstanden. Gott hat uns so reich beschenkt und uns reichlich begabt! Die Gaben dienen uns, anderen Mitgliedern der Gemeinde Jesu und vor allem zu Ehre Gottes. Wir sollen sie daher auch für Gott einsetzen und uns nicht aus der Verantwortung stehlen, die Gott uns gegeben hat.

18. Du bist, was deine Freunde sind

Wenn Freunde den Glauben an Jesus Christus und noch dazu die gleichen Werte und Meinungen teilen, kann die Verbindung sogar noch stärker und inniger sein als zu manchen Verwandten. Und das ist wunderbar, denn Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen dürfen. Sie sind ohne den verzerrten „Kleines Geschwisterchen“-Blick aufgewachsen und haben dich neutral kennen gelernt. Sie nehmen dich ernst und können dir vor allem wie kein anderer widerspiegeln, was du gut machst und was so gar nicht: Sie zeigen dir nicht nur Fehler auf, sondern helfen dir, zu wachsen und zu der besten Version deiner Selbst zu werden. Deshalb umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun, die dich fördern, und die dir helfen, deinen Fokus auf Gott zu behalten.

19. Ich bin Sünder und brauche Vergebung

Mit nicht einmal 16 Jahren durfte ich erkennen, dass ich ein Sünder bin. Nicht so ein Durchschnitts-Sünder, der ab und an etwas schlechtes sagt oder denkt, aber ja doch irgendwie ein Plätzchen im Himmel ergattert, weil die Landeskirche das sagt. Nein, ich bin so ein Sünder, der es nicht einmal im entferntesten verdienen würde, in den Himmel zu kommen, weil die Sünde sich durch mein gesamtes Leben zieht. Der einzige Weg in den Himmel ist Jesus Christus und seine Vergebung. Als ich mich mit 16 Jahren für ein Leben mit Gott entschieden und alle meine Schuld vor Jesus bekannt habe, hat er mir seine allein rettende Gnade geschenkt.

20. Ich muss kein „Superchrist“ sein

Was mich einerseits immer wieder zum Lächeln bringt, aber zum anderen auch tierisch nervt, sind „Superchristen“. Christen, die so aktiv sind, dass sie bei drei Gemeindediensten, vier Straßeneinsätzen monatlich und einem jährlichen Missionseinsatz im Nahen Osten noch total unterfordert sind und anderen im gleichen Zuge symbolisieren, dass sie keine wahren Nachfolger seien, wenn sie nicht mindestens genauso aktiv sind. In meinen sieben Jahren als Christ durfte ich anfangen zu lernen (bin noch lange nicht fertig mit diesem Prozess!), dass man auch ohne schlechtes Gewissen glauben darf. Ich muss kein Superchrist sein, um vor Jesus bestehen zu können. Allein durch Jesu Gnade kann ich durch und für ihn leben. Also keep calm!

21. Jesus schenkt mir neues, ewiges Leben

Eine der besten Messages, die ich lernen durfte! Egal, wie schlecht ich mir selbst vorkomme oder wie nichtig dieses Leben erscheint: Ich weiß, dass Gott alles neu machen wird. Auch mich. Und ich darf diesen Neubeginn mit Gott feiern, denn er schenkt mir neues, ewiges Leben.

22. Gemeinde ist ein Privileg

Ich habe im vergangenen Jahr zwei Artikel zum Thema „Dos & Dont’s einer guten Gemeinde“ verfasst, in denen auch darauf eingegangen bin, was Gemeinde so wertvoll macht. Lange Zeit habe ich Gemeinde selbst kaum wertgeschätzt und dachte mir: „Naja, so unbedingt brauchst du ja keine Gemeinde.“ Doch das war ein Trugschluss. Eine Gemeinde ist dein geistliches Zuhause, in der du Ermutigung aber auch Ermahnung für deinen rechten Lebensweg findest. Und du hast einen Zufluchtsort in jeder Lebenslage – sowohl bei geistigen und weltlichen Anfechtungen als auch in Freud und Leid. Das hat sich Gott gut für uns Menschen ausgedacht.

23. Das Leben muss gefeiert werden – denn es ist ein Geschenk Gottes.

Ebenfalls ein Thema, zu dem ich schon einmal in ähnlicher Weise einen Artikel geschrieben habe: „Wie viel ist mein Leben noch wert?“ Und soll ich dir was sagen? Es ist unglaublich viel wert! So viel, dass Gott seinen Sohn geopfert hat und ihn am Kreuz für unsere Schuld hat sterben lassen. Deswegen glaube niemals, dass dein Leben es nicht wert sei, gefeiert zu werden. Dein Leben ist ein Beweis für Gottes Gnade und Liebe zu uns Menschen. Sei fröhlich und jubel, denn Gott hat dir dein Leben geschenkt!

Be blessed! ♥
Eure Daniela