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Ich glaube, es gibt wenige Themen, die mich so sehr interessieren und zugleich faszinieren wie die Kirchengeschichte. Wenn man sich die vielen Kirchen und Gemeinden in Deutschland einmal genauer anschaut, fällt einem erst auf, was für eine Vielfalt an Glaubensgemeinschaften im Christentum tatsächlich existieren. Da fragt man sich doch, wie das Christentum in Deutschland überhaupt entstanden ist und welche Konfessionen es gibt? Das spannendste an den vielen Glaubensgemeinschaften und Konfessionen ist doch die Tatsache, dass wir uns alle und auf den einen Gott und Vater berufen, an seinen Sohn Jesus Christus glauben und aus der gleichen Bibel lesen.* Dennoch unterscheiden wir uns untereinander teilweise gefühlt wie Tag und Nacht.

*Ich definiere einen Christen als einen Menschen, der sich seiner Sündhaftigkeit bewusst ist und Buße getan hat, der sein Leben Jesus übergeben hat und an Jesu Namen glaubt, und der das Wort der Bibel schätzt und zur Ehre Gottes leben will.

 

Kampf der Konfessionen?

In den Sozialen Medien wird diese Ansicht – dass wir uns alle wie schwarz und weiß unterscheiden – zumindest gerne gefördert ? Teilweise wird sogar mit sehr harten Bandagen dafür gekämpft, dass man bloß nicht mit Konfession XYZ in einen Topf geworfen wird – böse Sünder sind doch die anderen, die nicht die eigene Meinung teilen. Was ich persönlich von diesem „Kampf der Konfessionen“ halte, konntet ihr bereits in meinem letzten Artikel lesen. Ich möchte dennoch noch ein paar letzte Worte dazu verlieren (und euch in den heutigen Artikel einleiten): „Wo Information fehlt, entstehen Gerüchte.“ Dieses Zitat steht auf der Website meiner Gemeinde und erklärt ein Phänomen, dass so menschlich wie tückenreich ist. Wenn uns etwas unbekannt oder fremd ist, bilden wir uns teilweise ein eigenes Bild über bestimmte Sachen, die nicht der Realität entsprechen. Und leider geben wir diese eigenen Bilder zu gerne weiter. Tratsch, Verleumdung und Verachtung sind die Folgen.

 

Kennst du dich aus?

Manche Menschen würde ich gerne einmal persönlich fragen, ob sie sich überhaupt mit den Lehren anderer Konfessionen auseinander gesetzt und einmal persönlich mit Angehörigen und Mitgliedern der jeweiligen Konfession gesprochen haben, um darüber urteilen zu können. Weil – ganz ehrlich – wie will man sonst etwaige Denkweisen und Beweggründe überlegt beurteilen können? Will man sein Wissen auf Gerüchten aufbauen?
Ich für meinen Teil kann nicht behaupten, mit allen Konfessionen ausgiebig in Kontakt gewesen zu sein. Ich weiß wenig über Katholiken, noch weniger über Kopten, Orthodoxe und Methodisten. Mit anderen Konfessionen und Denominationen [christliche Kirchengemeinschaften, insbesondere in Freikirchen] habe ich mich hingegen schon ausgiebiger beschäftigt. Ich kann Protestanten recht gut einschätzen, ebenso wie Freikirchler und Evangelikale (etwa Mennoniten, Pfingstler, Charismatiker und Adventisten), sowie andere spezielle Gruppierungen wie Zeugen Jehovas und Mormonen. Ich würde nicht sagen, dass ich alle gleich gut kenne und jede Denkweise nachvollziehen kann, doch ich habe verstanden, in welchen Punkten die Lehren und Glaubensüberzeugungen übereinstimmen und worin wir uns unterscheiden. Und vor allem: Ich habe erkannt, woran ich selbst glaube und warum ich – auf Grundlage der Bibel – so glaube.

Das ist der schönste positive Nebeneffekt der ganzen Recherchen gewesen – ich bin fester im Wort geworden. Ist das nicht cool? Das wünsche ich jedem! Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Konfessionen und Denominationen erkennen, fester im Wort werden und dadurch offener zu werden. Yeah!

 

Wie ist’n das nun mit dem Christentum in Deutschland?

Dass Deutschland ein christliches Land ist, dürfte für niemanden ein Geheimnis sein. Die christlichen Wurzeln durchziehen das ganze Land – viele Dinge, die prägend für die deutsche Kultur und den deutschen Rechtsstaat sind, wurzeln im Christentum und der christlichen Überzeugung. Der christliche Glaube durchdringt das Land sogar so stark, dass fast 60 % aller deutschen Bürger Mitglieder einer christlichen Kirche oder Gemeinschaft sind. Ob die nun alle tatsächlich an Gott glauben und ihr Heil in Jesus haben, oder einfach nur der Tradition halber Kirchenmitglieder sind, weiß man nicht. Dennoch zeigt die Zahl, dass der Großteil der Bevölkerung christlich geprägt ist. Gott sei Dank! Schaut man sich andere Länder der Welt an, die nicht christlich geprägt sind, wird einem bewusst, welch ein Segen es ist, in Deutschland geboren worden zu sein und hier leben zu dürfen.

Was erachtest du als Christ an Deutschland für besonders wertvoll, für das du heute danken kannst?  ☺️

 

Bedenkliche Entwicklungen?

Dennoch muss man aus christlich-biblischer Perspektive leider feststellen, dass sich auch in Deutschland Trends entwickeln, die offenbaren, wie weit wir uns teilweise von unserem christlichem Fundament (der Bibel) entfernen. Christliche Werte werden dabei umgemünzt oder gar über Bord geworfen. Besonders stark zu sehen ist diese Entwicklung in aktuellen Diskussionen wie etwa Gender, Bildungspolitik (sexuelle Früherziehung), Rolle von Mann und Frau (radikaler Feminismus), Egoismus & Ellenbogengesellschaft, sowie Familienpolitik (Homo-Ehe, Abtreibung & Co.). Was mich persönlich auch immer wieder traurig macht und erschreckt, ist, dass viele Christen bei diesen Entwicklungen einfach mitziehen oder sogar maßgeblich als Unterstützer fungieren. Und das liegt nicht zuletzt an ihrer Glaubensauffassung.

Ich denke, an dieser Stelle kommen wir allmählich zu einem prekären Punkt. Christ ist nämlich nicht gleich Christ. Wir können uns nicht nur innerhalb des Christentum durch unsere Konfessionen unterscheiden. Selbst wenn wir beide die gleiche Konfession haben, muss das nicht bedeuten, dass wir die gleiche Glaubensauffassung teilen. Woran das liegt? Möchte ich euch gerne erklären.

 

Evangelikal, liberal, traditionell

In Deutschland gibt es nicht nur unterschiedliche Konfessionen, sondern auch viele verschiedene Glaubensauffassungen und Ansichten zu bestimmten Glaubensfragen – auch bekannt als die sogenannten Glaubensströmungen, die heutzutage eine größere Rolle denn je spielen, da sie unabhängig von der Konfession in jeder christlichen Kirche und Gemeinschaft auftreten können. Unter einer Glaubensströmung fasst man beispielsweise Themen wie das persönliche Verhältnis zum Glauben und das individuelle Bibelverständnis zusammen. Unterteilt werden die Glaubensströmungen in drei Hauptgruppen: die Evangelikalen, die Liberalen und die Traditionellen.

 

Evangelikale

  • Bibel: Glauben an die Bibel als das irrtumsfreie Wort Gottes und sehen sie als Maßstab ihres Glaubens
  • Jesus Christus: Sehen in Jesus den Sohn Gottes, ihren persönlichen Erlöser und den verheißenen Messias
  • Glaubenspraxis: Pflegen eine persönliche Beziehung zum Herrn und leben ihren Glauben praktisch aus

 

Liberale

  • Bibel: Glauben, dass die Bibel nicht 100 % Gottes Wort ist, Fehler aufweist und kritisch betrachtet werden muss
  • Jesus Christus:  Jesus ist ein moralisches Vorbild, seine Worte und Taten werden dennoch kritisch betrachtet
  • Glaubenspraxis: Soziales und gesellschaftliches Engagement sowie gute Taten stehen im Vordergrund

 

Traditionelle

  • Bibel: Die Bibel wird nicht offen kritisiert, ist aber von geringerer Bedeutung als die Kirche und ihre Lehre
  • Jesus Christus: Jesus wird als selbstverständliches Glaubensgut betrachtet, ein moralisches Vorbild, steht aber dennoch im Hintergrund (Kirche im Vordergrund)
  • Glaubenspraxis: Liturgie, Rituale und Lehre der Kirche stehen im Vordergrund

Was denkst du, zu welcher Gruppe du am ehesten gehörst?

 

Und die Konfessionen?

Um euch einen einfachen Überblick über die wichtigsten und prozentual größten Konfessionen in Deutschland zu geben, habe ich für euch eine Infografik erarbeitet, die euch in fünf einfachen Punkten Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzeigt und zusammenfasst, was ich in diesem Artikel zum Thema „Christentum in Deutschland“ geschrieben habe.

Die Infografik steht zum kostenlosen Download bereit und darf unter Beachtung der Lizenz (CC BY-NC-ND 2.0 DE) gerne genutzt und geteilt werden!

Hier downloaden ♥

PS: Ich bin übrigens evangelikale Christin und gehe in eine frei-evangelische Gemeinde, die sich zu den Freikirchen zählt. Falls ihr dazu mehr wissen wollt, könnt ihr gerne in meinem Nähkästchengeplauder darüber nachlesen.

Mit den liebsten Grüßen,
eure Daniela ☺️

„Ich bin müde, Boss…“ Das ist nicht nur irgendein Satz, den ein Angesteller zu seinem Chef sagt. Dieser kleine Satz ist der Anfang eines oft in den Sozialen Medien geteilten Filmzitates aus The Green Mile. Ich habe den Film selbst niemals gesehen, aber dieses Zitat hat mich irgendwie berührt:

„Ich bin müde, Boss. […] Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind.”  – John Coffey, The Green Mile

Vielleicht fragst du dich, was dieses Zitat mit dem Thema zu tun haben soll. Ich möchte es kurz erklären: Dieses Zitat drückt das aus, was ich in unserer Gesellschaft beobachte – und zwar unter Christen. Christen, die hässlich zueinander sind, weil sie unterschiedlichen Konfessionen angehören. Eventuell habe ich eine andere Definition von „hässlich zueinander sein“ als du, also versuche ich es mal mit anderen Worten: verachten, für wertlos halten, gering schätzen, herabsehen, missachten, nicht ernst nehmen, ablehnen, verpönen. Das alles sind Worte, hinter denen Verhaltensweisen stecken, die man in jeder Konfession beobachten kann. Denn statt sich auf unser gemeinsames Fundament, Jesus Christus, zu berufen, spalten wir uns wegen verschiedener Glaubenslehren voneinander ab.
Das Thema macht mich nicht nur traurig, es nervt mich sogar unheimlich. Weil man – unabhängig von der Konfession – sehr schnell auf Unverständnis und Vorurteile stößt. „Die Charismatiker sind gefährlich, davon sollte man sich fernhalten“, „Den Katholiken sind Traditionen wichtiger als eine lebendige Beziehung zu Gott“, „Die Mennoniten sind viel zu verkniffen und gesetzlich“ oder „Die Protestanten sind viel zu liberal und kennen die Bibel gar nicht“ sind da nur einige Beispiele an Aussagen, die ich schon gehört habe. Doch was mich daran am meisten nervt: Die wenigsten Personen, die so etwas sagen, haben sich auch nur ein Fünkchen mit der Gegenseite beschäftigt oder sind gar bereit, sich mit anderen Sichtweise auseinander zu setzen. Oftmals weil gedacht wird, man habe eh Recht. Aber das denkt die Gegenseite eventuell auch. Also – was nun?
*Anmerkung: Im nachfolgenden Artikel geht es nicht um Gleichmacherei. Bitte lest den Artikel zu Ende, um richtig urteilen zu können. Danke!

Warum spalten wir uns?

Ich habe mich sehr lange gefragt, ob das eine notwendige Maßnahme ist, um die Gläubigen vor offensichtlichen Missständen und falschen Lehren zu schützen, oder ob dahinter vielleicht doch mehr steckt. Ein falscher Stolz, das fehlende Verständnis füreinander, die Angst vor anderen oder neuen Arten zu denken sowie vertraute Traditionen aufgeben zu müssen, und die Treue zur eigenen Konfession bzw. Tradition. Was mir aber als Hauptgründe unserer Spaltungen erscheint, ist die Verwechslung von Einheit mit Uniformität sowie die eigene Sündhaftigkeit und Fehlbarkeit.

Die wahren Gründe der Spaltung

Warum gibt es sonst Spaltung? Die vielen unterschiedlichen Konfessionen und Glaubensgemeinschaften sind ein Zeichen für die Unvollkommenheit des Menschen. Gott und die Bibel sind in den meisten Punkten eindeutig zu verstehen, doch es gibt auch Stellen, die unser Verständnis übersteigen und deshalb unterschiedlich interpretiert werden. Diese unterschiedlichen Interpretationen haben zu den Spaltungen unter Christen und schlussendlich zu den verschiedenen Konfessionen und Denominationen [christliche Kirchengemeinschaften, insbesondere in Freikirchen] geführt. Doch jede einzelne von ihnen macht etwas falsch. Keine ist unfehlbar und perfekt. Keine Konfession hat das „einzig wahre“ Bibelverständnis. Das liegt an unserer sündigen Natur.

Die bessere Variante

Doch statt mit Zwist und Hass sollten wir mit Liebe aufeinander reagieren. Aber das verstehen viele nicht. Obwohl wir damit ein einfaches Gebot des Herrn Jesus ignorieren:

„Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“ – Johannes 17,20-23

Ich möchte niemandem unterstellen, dieses Gebot vorsätzlich nicht zu befolgen. Ich möchte viel mehr dafür sensibilisieren, wie wichtig dieses Gebot ist. Schon seinen Jüngern hat Jesus gesagt: „Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Johannes 13,35) Dass das nicht leicht ist, weil jeder Mensch verschieden ist, anders tickt und unterschiedlich handelt, ist klar. Und es ist erst recht nicht leicht, wenn es gar ganze Gemeinschaften oder Konfessionen betrifft. Aber was wir (ja, auch ich) oft vergessen, ist, dass Einheit nicht gleich Uniformität ist. Uniformität bedeutet Gleichförmigkeit und Monotonie. Kurz: Gleichmacherei. Das soll definitiv nicht der Fall sein.
Einheit hingegen bedeutet, trotz Verschiedenheiten in Liebe miteinander umzugehen und gemeinsam in Frieden vor den Herrn treten zu können. Wir müssen nicht gut heißen, was andere Konfessionen und Gläubige tun – es wäre sogar fatal, täten wir das. Wir sind sogar dazu aufgerufen alles zu prüfen, das heißt sowohl in anderen als auch in unserer eigenen Konfession: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ (1.Thessalonicher 5,21) Wir sollen kritisieren, ermahnen und Fehler aufzeigen. Doch darüber hinaus unser Ziel nicht vergessen: „Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen in Christus Jesus darzustellen.“ (Kolosser 1,28)

Unser Fundament

Ein Christ definiert sich nicht über seine Konfession, Denomination oder Gemeinde. Ein Christ definiert sich über Jesus Christus, seine Beziehung zu ihm und sein persönliches Gebet. Was Christen vereinen sollte, ist ihre tiefe Liebe zu ihrem Schöpfer und Erlöser. Egal, wie falsch oder richtig uns manche Konfessionen erscheinen – die Pfingstler zu high, die Katholiken zu lau, die Baptisten zu gesetzlich. Das sind 08/15-Vorurteile. Denn Sünden und Fehler sind nicht konfessionsabhängig. Die einzige Abhängigkeit ist unsere Abhängigkeit von Jesus und seiner göttlichen Gnade. Und das ist unser Fundament, auf das wir uns besinnen müssen.

Unsere Hoffnung

Die MEHR2017 hat in mir und vielen anderen auch einen Hoffnungsschimmer ausgelöst. Die Gesellschaft wandelt sich, nicht zuletzt durch unsere Generation (die Generation Y, über die ich schon einmal geschrieben habe). Wir denken heutzutage anders über die Dinge als noch unsere Eltern und Großeltern. Wir sehen nicht die Probleme, sondern die Lösungen. Und vor allem gründen wir uns auf eine neue Weise wieder auf Christus. Deutschland ist derzeit dabei, einen Um- und Aufbruch zu erleben – nicht nur Erweckung, sondern auch Reformation. Wie damals zu Zeiten Luthers, nur anders. Das freut mich so sehr und lässt mich vor Freude jubeln! ???

Der Auftrag der Kirche

„Kirche, die rettet“ – so lautete das Motto des Churchdays im Rahmen der Jesus Saves Conference 2017 in Kirchheim. Es hat mir aufs Neue gezeigt, was der eigentliche Auftrag der Kirche ist: Kein Konkurrenzkampf um Mitglieder, sondern einzig und allein die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen zählt. Die Kirchen dienen uns als Orte der Gemeinschaft, Ermutigung und Ermahnung. Aber das wahre Ziel ist die Verkündigung des Evangeliums. Und das funktioniert eben nun einmal am besten – wenn nicht sogar nur –, wenn wir als Christen vereint sind. Schließlich sind wir ein Leib. Lasst uns eine ganze Bewegung, ein Movement werden, das Gott liebt und verherrlicht. Egal, welche Konfession wir haben, wir sind eine Christenheit mit einem Gott und Erlöser – Jesus Christus. Und das müssen wir der Welt zeigen. ☺️ AMEN!

 

PS: Bald folgt ein Artikel zu den unterschiedlichen Konfessionen und Denominationen.

PPS: Bitte keine Aufschreie bzgl. Irrlehren und Sekten. Es geht hierbei einfach um die normalen Konfessionen, die sich in nicht-heilsentscheidenden Punkten von anderen Lehren unterscheiden. Danke.

 

Liebste Grüße,
eure Daniela ♥

Da hätten wir es mal wieder: das Jahresende. 2016 bereitet sich auf sein letztes Stündlein vor, während 2017 schon in den Startlöchern steht. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns, das die eine oder andere bleibende Erinnerung hinterlässt. Schaut man sich die meistdiskutiertesten Themen auf Twitter, Facebook & Co. an, hat man eine gute Zusammenfassung des vergangenen Jahres: Abschiede von zahlreichen Musikern, Schauspielern und Prominenten, die gestorben sind. Ein neuer, kontrovers-diskutierter amerikanischer Präsident (und seine nicht weniger kontrovers-diskutierte Wahlkampfgegnerin Hilary Clinton). Die Flüchtlingskrise und der Bürgerkrieg in Syrien. Und nicht zu vergessen: das Brexit-Votum, die Europameisterschaft in Frankreich und die olympischen Sommerspiele in Brasilien, Pokémon Go (zum Glück ist der Hype vorbei) sowie die zahlreichen Attentate, Anschläge und Übergriffe (wir gedenken noch immer der Opfer ?).

Zwischen Vorfreude und Skepsis

Viele mögen sich jetzt denken: „Halleluja, es kann nur besser werden nach so einem Jahr!“ Doch andere sehen dem kommenden Jahr eher skeptisch entgegen und werfen schon mal vorsorglich die Hände über den Kopf. Zu welcher Sorte Mensch du auch immer gehören magst, ich kann beide Seiten verstehen (auch wenn ich mich selbst eher zu den Menschen der Sorte A – ewig-optimistisch und vielleicht ein wenig naiv – zählen würde).

Sorglos

Jesus ruft uns im Matthäus-Evangelium dazu auf, auf die Vögel zu sehen: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?“ (Mt 6,6) und Petrus erinnert uns an eine wichtige Zusage Gottes: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petr 5,7). Wir haben allen Grund, uns auf ein besseres Jahr 2017 zu freuen, denn wir wissen, unser Herr ist an unserer Seite und sorgt für uns. Wir brauchen nichts zu fürchten, denn „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“ (Röm 8,31).

Besonnen

Doch auch wenn wir Christen nicht in Furcht und Sorge leben sollen, dürfen wir nicht vergessen, besonnen zu sein und im Bewusstsein der letzten Tage zu leben: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim 1,7) und „Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden“ (2. Tim 3,1). Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von Leid, Furcht und Schrecken. Die Menschen übertrumpfen sich scheinbar gegenseitig in Grausamkeit und Egoismus, und wohin man auch blickt, sieht man die Spuren der Verwüstung, die Spuren der Kriege gegeneinander. Das hat uns der Herr schon prophezeit.

Hoffend

Als Christen haben wir aber eine große Hoffnung, denn wir erwarten die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus: „Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit.“ (Mt 25,31) Mit dieser Hoffnung im Herzen wissen wir, alles irdische ist nicht von langer Dauer und die wahre Freude steht uns noch bevor. Halleluja!

Zukunft

Was auch immer geschehen ist, ist nun mal geschehen, wir können die Vergangenheit nicht mehr ändern. Die Zukunft jedoch können wir durchaus beeinflussen – durch unser Verhalten als Christen in dieser Welt. Wir sind Salz und Licht der Welt, wir sollen an der Liebe zueinander erkennbar sein, wir sollen Freude in uns tragen und wir sollen dem Herrn Ehre bereiten. Das sind unsere Aufgaben und darauf sollten wir im kommenden Jahr unseren Fokus legen. Wie das praktisch aussieht? Ganz einfach! Ich verrate euch, welche Vorsätze ich mir für 2017 vorgenommen habe (oder was ich mir alljährlich vornehme ?).

Gute Vorsätze

1. Sich öfters Ruhe gönnen

Unsere heutige Generation hat ein grundlegendes Problem: Wir gönnen uns keine Ruhe. Wir sind 24/7 auf Achse, immer unterwegs, verplant bis in 2018, und sehr anfällig für Burn Out (woran das wohl liegen mag?). Wie wäre es, wenn wir beginnen würden, ab und zu den Sabbat zu halten? Wir stehen zwar nicht mehr unter dem Gesetz, ihn halten zu müssen, allerdings sehen wir in der Bibel eine Vielzahl an Beispielen, dass der Sabbat gehalten wurde. Vor allem sehen aber wir, warum Gott ihn eingeführt hat oder wozu er gedient hat: um uns Ruhe zu geben: „Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte“, 1. Mo 2,3. Warum nicht einfach mal ab und zu einen Gang zurück schalten und den Sonntag ganz für den Herrn genießen? ☺️

2. Sich körperlich fit halten

Yep, 08/15-Vorsatz, ich weiß. Aber eventuell kann ich euch ein wenig motivieren, indem wir uns eine ganz neue Perspektive auf das obligatorische „mehr Sport machen“ geben lassen. Bestimmt kennt ihr folgende Verse aus 1.Korinther 6,19-20: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!“ Im Kontext geht es in dieser Bibelstelle um Unzucht, aber im weiteren Sinne betrachtet, trifft Paulus hier eine allgemeingültige Aussage: Unser Körper ist Gottes Tempel, weil er ihn uns wohnt. Ist das nicht schon Grund genug, dafür zu sorgen, dass „ein gesunder Geist auch in einem gesundem Körper wohnt“? Falls nicht, lest einmal 1.Korinther 9,24-27 – ich glaube, Paulus war nicht sport-abgeneigt ?

3. Bibelverse auswendig lernen

Staunst du auch immer über Leute, die zu jeder Diskussion einen passenden Bibelvers parat haben und ihn aus dem Effeff aufsagen können? Ich defintiv! Mein Gedächtnis gleicht dem eines Goldfisches und auswendig lernen ist eine meiner Hassdisziplinen – schon zu Schulzeiten war das so. Allerdings ist es ein hohes, geistliches Gut, wenn du Bibelverse auswenig kennst. Denn in den meisten Fällen hast du sie dann auch tatsächlich verinnerlicht. ☺️ Eine kleine Hilfe beim Auswendiglernen dürfte die App „Remember me“ (Android) sein. Auf verschiedene Arten und Weisen kannst du dort dein Gedächtnis trainieren und persönlich gewählte Verse auswendig lernen. Klare Empfehlung!

4. Den roten Faden der Bibel kennen

E100 ist ein Programm, mit dem du die 100 wichtigsten Stellen der Bibel entdecken und so den roten Faden der Bibel erkennen kannst. Passend dazu gibt es nicht nur den Bibelleseplan, sondern auch ein Impuls-Buch, indem die Stellen erläutert werden. So erhältst du in kurzer Zeit einen hervorragenden Überblick über die Bibel.

5. Freude an geistlichen & irdischen Dingen finden

Warum meinen viele Christen, dass es besonders geistlich sei, wenn man den Genuss und die Freude an irdischen Dingen schlecht redet? Vielleicht fühlt ihr euch nicht angesprochen, aber als ich das Buch „Voll Jesus – Null Druck. Glauben ohne schlechtes Gewissen“ las, wurde ich regelrecht überführt. In jedem von uns steckt irgendwie ein „Superchrist“, der sich durch besonders viel Mitarbeit in der Gemeinde, eine besonders gute Stille Zeit, ein besonders umfangreiches Bibelwissen oder andere geistliche Dinge zu beweisen versucht. Doch sobald jemand erzählt, wie er ausgiebig seine Freizeit genießt, diese und jene Serie schaut, so manche Musik hört und dennoch eine gute Beziehung zum Herrn hat, wird er kritisch beäugt.
Falls euch das noch nicht passiert ist – chapeau, Glück gehabt. Mir passiert es allerdings allzu oft. Und ich bin sogar meistens diejenige, die kritisch guckt. Warum fällt es uns Christen so schwer, die Welt, die Gott gut erschaffen hat, zu genießen? Ihr dürft euch in 2017 auf eine neue Artikel-Serie zu diesem Thema freuen! Seid gespannt ?

5. Bewusst beten & Stille mit Gott suchen

Ob man es nun offen zugibt oder nicht – beten fällt uns schwer. Und Bibel lesen ebenso. Wobei das doch eigentlich unsere liebsten Disziplinen als Christen sein sollten, oder? Eventuell hilft es dir, zu wissen, dass du vielleicht noch nicht den richtigen Zugang zu Gott gefunden hast. Jeder Christ wurde vom Herrn individuell mit Gaben und Vorlieben ausgestattet, und ebenso individuell kann unsere Stille Zeit sein. Nichts da mit stillem Kämmerlein. Wie wäre es mit einem Gebetsspaziergang durch den Wald oder einem Bibelstudium bei Worship-Songs? Thaddäus Schindler hat diese und weitere Zugänge zu Gott vor kurzem auf STAY ON FIRE vorgestellt (365steps in einem ihrer letzten Magazine übrigens auch!) – lies’ doch mal rein! Vielleicht ist es dein Durchbruch zu einer bewussten und erfüllten Beziehung zu Gott.

6. Den eigenen Horizont erweitern

Egal, was für ein Typ Mensch du bist – ich finde es unheimlich wichtig, den eigenen Horizont immer wieder zu erweitern und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Ganz praktisch können das beispielsweise Projekte wie „eine neue Kultur kennen lernen“, „eine neue Sprache lernen“, „neue Bücher lesen / Filme schauen“ oder „andere Gemeinde und Kirchen entdecken“ sein. Wo auch immer du deine Präferenzen hast, du kannst im kommenden Jahr dort ansetzen und an deiner Sicht auf die Welt und deinem geistlichen Horizont arbeiten. Unheimlich interessant!

Mit Freude ins neue Jahr

Damit wir unsere neu entfachte Freude & Motivation für das kommende Jahr nicht so schnell wieder verlieren wie unsere Motivation für die guten Vorsätze (seien wir mal ehrlich – lange halten die ja nie ?), gibt es für den Start ins neue Jahr einen neuen Wallpaper zur Jahreslosung 2017 für all eure liebsten technischen Geräte. Von Laptop über Macbook bis hin zu Smartphone und Tablet. Viel Freude euch damit! ? Schreibt mir doch, wenn ihr die Wallpaper verwendet – ich würde mich mega freuen!

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Hesekiel 36,26

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Wallpaper iPhone
Wallpaper iPad
Wallpaper Macbook

 

Liebe Grüße & einen guten Start ins neue Jahr,
eure Daniela ♥

Mensch, ahntest du, was Weihnachten tatsächlich bedeutet?

Mensch. Damit meine ich dich. Hast du jemals darüber nachgedacht, was so wichtig an Weihnachten ist? Jaja, alle Jahre wieder. Das wirtschaftliche Highlight des Jahres. Produzenten, Einzelhandel und Dienstleister freuen sich jedes Jahr aufs Neue auf das Hoch des Jahres, das die Absätze steigen lässt. Der Mensch im Kaufrausch. Du im Kaufrausch. Aber nicht nur wirtschaftlich, sondern auch stressmäßig ist es das Highlight des Jahres. Es gibt dieses zu tun, jenen Termin noch zu vereinbaren, solche Deadlines einzuhalten, manche Dinge zu organisieren. Planungen, To-dos und Abgabefristen übertünchen die so besinnliche Adventszeit.

 

Minnimomento. Besinnlich?

Worauf besinnt man sich denn? Wahrscheinlich auf Weihnachten. Und das, was es tatsächlich bedeutet. Und zwar nicht Kaufrausch und Termindruck, sondern Ankunft. Das ist nämlich die eigentliche Bedeutung von Advent – ein Wort aus dem Lateinischen: „adventus“, um genau zu sein „adventus domini“. Die Ankunft des Herrn. Darauf wollen wir uns alle Jahre wieder besinnen, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, als Mensch auf die Erde kam – als der versprochene Heiland und Retter aller Menschen.

 

Retten? Wovor?

Vor uns selbst. Unserer eigenen Schuld, den Sünden, die wir mit uns tragen, den großen und kleinen Fehlern unseres Lebens, der Ungerechtigkeit, die wir verursacht haben. Aber auch vor Gottes Strafe. Seiner Allmacht und seinem Allwissen, durch die er um all unsere Fehler und Sünden weiß, und für die er uns gerecht strafen müsste. Müsste, aber nicht macht. Denn Jesus Christus kam. Er lebte das Leben eines vollkommenen Menschen – an unserer statt – und starb an unserer Stelle, um die gerechte Strafe für unsere Sünden zu erhalten. Und nicht nur das. Er stand nach drei Tagen wieder von den Toten auf, er lebt, in alle Ewigkeit. Durch sein Erlösungswerk können wir auch ewig leben. Er will uns vergeben, wenn wir ihn um Vergebung bitten. Wir müssen nur an ihn glauben und unsere Schuld anerkennen. Er liebt uns, aber ist gerecht. Wir können der Strafe nur durch Jesus Christus entkommen. Aber mit ihm sind wir für alle Zeit von aller Schuld befreit.

 

Das ist der wahre Grund für unser Weihnachtsfest.

Wir erwarten den Herrn, seine Ankunft als Mensch auf der Erde. Heute wie auch vor 2000 Jahren. Denn mit der Geburt Jesu Christi begann das Finale Gottes herrlichen Planes, seines Erlösungswerkes, seiner Rettung. Wir feiern die Geburt unseres Retters. Wir feiern voller Freude den wichtigsten Geburtstag der Welt – den Geburtstag Jesu Christi.

 

Feierst du mit?

Wozu feierst du Weihnachten? Und welche Gedanken begleiten dich während der Adventszeit? Die lange To-do-Liste an der Arbeit, die Organisation der Familienweihnachtsfeier, das Rezept für die Weihnachtsgans oder die Planungen der Weihnachtsgeschenke drölfmillionen Verwandter und Freunde?
Ich möchte mich nicht mehr von Terminen und Aufgaben hetzen lassen – vor allem nicht, wenn Weihnachten kaum mehr eine Woche entfernt ist. Ich möchte mich auf meinen Erretter besinnen, auf den Geburtstag der Freude und wie herrlich und wundervoll unser Gott ist. Gefühlt ist meine To-do-Liste kurz vor Weihnachten immer besonders lang, aber ganz ehrlich: Was hat man davon, wenn man fertig ist? Nur noch weitere To-dos. Was hast du davon, wenn du Weihnachten genießt und dir die Zeit nimmst, zur Besinnung zu kommen? Frieden, Liebe, eventuell sogar dein Seelenheil. Wer weiß.

 

Wie man sich besinnen kann.

Ich möchte dich einladen, die restlichen Tage der Advents- und Weihnachtszeit mit mir zu verbringen. Nicht physisch. Aber im Geiste, sozusagen. Falls dir Ideen fehlen, wie du mehr Besinnlichkeit in deinen Alltag bringen kannst, habe ich hier einige Ideen gesammelt.

  • Gebet – klingt simpel, ist es auch. Setze dich einfach hin und danke Gott für die alljährliche Weihnachtszeit und bitte ihn, dir bewusst zu machen, warum Weihnachten gefeiert wird. Danke ihm für sein großes Erlösungswerk, den Retter, den er vor über 2000 Jahren gesandt hat, und der uns auch noch heute retten will. Bitte ihn um Vergebung deiner Schuld. Bitte für eine Erneuerung deiner Gedanken, damit dein Fokus in der Weihnachtszeit richtig gesetzt ist.
  • Bible Art Journaling – Wer meinen „Nähkästchengeplauder“-Artikel gelesen hat, dürfte mittlerweile wissen, dass ich einen Faible dafür habe. In kaum einer anderen Art und Weise macht mir Bibel lesen so viel Freude wie mit dem Journaln. Du liest nicht nur plump die Texte, du setzt sie auch gleich kreativ um. Das schult deinen Blick für das Wort Gottes, fördert dein Gedächtnis und deine Kreativität und ermöglicht dir einen ganz neuen Zugang zur Bibel.
  • Weihnachts-Bibellesepläne – zur Weihnachtszeit muss man einfach die Weihnachtsgeschichte lesen. Das ist zumindest bei mir so. Ein kleines Ritual vor den Festtagen, damit man auch tatsächlich verinnerlicht, was an Weihnachten geschah, wie groß Gottes Gnade ist, und worauf man sich freut. Falls du noch nach guten Leseplänen suchst, kann ich die YouVersion-Bibelapp empfehlen, in der sehr gute, thematisch passende Lesepläne kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
  • Termine canceln – alle Jahre wieder. Vor Weihnachten häufen sich scheinbar die Termine, seien es nun Weihnachtsfeiern, Treffen mit Freunden, Weihnachtsgeschenke-Shopping oder andere wichtige Planungstreffen. Wenn es dir ebenso ergeht, lass dir eines gesagt sein – I know that feeling, bro. Die effektivste Möglichkeit, da etwas Entspannung rein zu bringen ist allerdings leichter gesagt als getan, aber dennoch nicht unmöglich. Canceln, einfach jeden Termin, der nicht Prio 1 hat oder zur Weihnachtsbesinnung beiträgt.
  • Aufgaben prüfen oder delegieren – ein ähnliches Spiel wie mit den Terminen. Alles, was nicht Prio 1 hat oder delegiert bzw. in den Verantwortungsbereich anderer übergeben werden kann, wird nicht gemacht. Zumindest nicht vor Weihnachten. Aufgeschoben ist zwar nicht aufgehoben, aber hey, man schiebt immerhin das ganze Jahr lang irgendwelche Aufgaben auf. Vor Weihnachten macht das tatsächlich mal Sinn. Zwischen den Jahren ist schließlich noch genug Zeit.
  • Weihnachtsmusik hören – und zwar ganz laut (yep, so mag ich das). Du stimmst dich richtig auf diese Zeit ein, wenn du passende Weihnachtslieder hörst. Die einen haben eine tiefe Message (wie etwa „Mary, did you know?“ – Pentatonix, „O come, o come, Emmanuel“ – Francesca Battistelli), andere hingegen fördern einfach nur die Weihnachtsvorfreude („Joy to the world“ – Chris Tomlin, „Have you heard“ – Chris Lass, „Wonderful Dream“ – Melanie Thornton). Und natürlich gibt es noch die klassischen Weihnachtslieder: „O, du Fröhliche“, „Stille Nacht“ oder „Stern über Bethlehem“. Was auch immer du gerne hörst – hör’ es. Es wird dich ermutigen und dein Herz mit Freude füllen ☺️
  • Gemeinschaft mit anderen Christen – vor Weihnachten solltest du großen Wert darauf legen, regelmäßig eine Gemeinde oder die Versammlung deiner Kirche zu besuchen. Die Gemeinschaft mit anderen Christen tut einem immer gut und die Botschaften der Predigten ermutigen oder ermahnen einen, um für die Ankunft des Herrn bereit zu sein.
  • Und du? Was machst du um mehr Besinnlichkeit in deine Adventszeit zu bringen?

 

Wenn die ein oder andere Idee dabei war, lass doch von dir hören und schreibe mir einen kurzen Kommentar oder einfach per Mail an hallo@ewiglichtkind.de. Aber auch über Facebook und Instagram bin ich immer zu erreichen.

 

Ich wünsche dir ganz persönlich eine gesegnete und besinnliche Adventszeit, auf dass du Weihnachten in der Gegenwart unseren Herrn Jesus Christus genießen kannst! Halleluja ☺️

Liebste Grüße, deine Daniela ♥

Was denken Männer tatsächlich über Frauen? Wie sehen sie biblisches Frausein? Was würden sie christlichen Frauen gerne einmal ins Gesicht sagen?

Das sind nur ein paar der Fragen, denen ich in den vergangenen Wochen auf den Grund gegangen bin. Geholfen haben mir dabei einige befreundete männliche Christen, die mit mir darüber gesprochen und ehrlich geantwortet haben. (An dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch!) Analog zu meinem „6 Dinge, die ich männlichen Christen gerne einmal sagen würde“-Artikel kommt also heute die Fortsetzung – nur dass dieses Mal wir Frauen aufmerksam aufpassen können. Denn einige der folgenden Themen sind selbst mir zuvor nie so bewusst aufgefallen. Da muss ich zugeben, da ist noch Verbesserungspotenzial. Also liebe Frauen, lasst uns gemeinsam entdecken, was Männer über uns denken, und lernen, wie wir biblisches Frausein besser leben können. Let’s go!

*Anmerkung: Zu einigen Punkten habe ich nachträglich Anmerkungen angefügt. Entschuldigt bitte, wenn manche Punkte zuvor nicht klar formuliert waren. Ich achte künftig darauf, mich unmissverständlich auszudrücken. Danke für alle Hinweise!

1. Frauen, die sich freizügig zeigen.

„Freizügigkeit? Ach, das betrifft mich nicht. Den Punkt kann ich überspringen.“ Das dachte ich auch, bevor man mich darauf hingewiesen hat. Auch wenn du dich – wie auch ich – nicht als freizügig gekleidet beschreiben würdest, so müssen wir doch aufmerksam sein. Die Freizügigkeit, von der ich spreche hat nichts mit Mini-Rock und 90er-Jahre-Bauchfrei zu tun. Ich spreche viel mehr von der Art Freizügigkeit, die sich über die Jahre in unseren Kleidungsstil integriert hat. Tops, die zu viel vom Dekolleté preisgeben, leicht transparente Unter- und Oberteile, unter denen sich die Unterwäsche abzeichnet, Röcke, die irgendwie nicht zu kurz aber auch nicht lang genug sind. Das sind nur einige Beispiele für die Probleme, um die es geht.

Wir stehen jeden Tag wieder vor der Entscheidung, wie wir uns gottgefällig kleiden können. Ein gottgefälliger Kleidungsstil ist auch von der Liebe zu unseren Nächsten geprägt – und das sind beim Thema Freizügkeit vor allem die Männer. Wir denken oft nicht daran, welche Auswirkungen unser Kleidungsstil haben kann und unterschätzen zudem unser eigenes Aussehen.

Ich war mir dessen selbst nicht bewusst, doch Männern fällt es sehr schwer, ihren Blick nicht auf eine schöne Frau zu richten. Dennoch kämpfen sie jeden Tag den gleichen Kampf wie wir – gegen das Fleisch und für ein gottgefälliges Leben. Gott wusste um dieses Ringen und so hat Paulus in 1. Tim 2,9-10 geschrieben: „Die Frauen sollen unauffällig und schlicht gekleidet zum Gottesdienst kommen. Sie sollen sich weder durch besondere Frisuren noch durch Goldschmuck, Perlen oder auffällige Kleider hervortun.“ Es ist ein wichtiger Auftrag, den Gott uns gibt. Wir sollen für unsere Nächsten, die Männer, kein Grund der Versuchung sein. Viel mehr sollen wir unsere Leben mit ihnen heiligen – und das können wir eben auch durch unsere Kleidung tun. Bedenkt das, wenn ihr beim nächsten Mal vor eurem Kleiderschrank steht ☺️ (Für alle Interessierten: Auf GirlDefined.com findet ihr das E-Book „Project Modesty“ zum Thema sittsame Kleidung unter Berücksichtigung der heutigen Mode und der biblischen sowie männlichen Sicht auf unseren Kleidungsstil.)

*Anmerkung: Die Elberfelder Bibel übersetzt 1. Tim 2,9 wie folgt: „Ebenso, dass auch die Frauen sich in anständiger Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung.“ Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht. Würde euch eventuell ein Artikel über Kleidung interessieren? Ich persönlich fänd’ das sehr cool ☺️

2. Frauen, die geführt werden wollen – wenn der Mann nach ihrem Willen führt.

Wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wär’ – dann wäre das sicherlich ein Lob- und kein Kritikpunkt. Dann wäre es so, wie ich es in meinem „6 Dinge“-Artikel geschildert habe, und dass wir Frauen uns nach Männern sehnen, die uns richtig führen und Hirten sind.  Doch die traurige Wahrheit sieht leider anders aus: Selbst wenn wir uns nach Führung sehnen, wollen wir doch unseren eigenen Kopf durchsetzen. Wir wollen geführt werden, aber nur wenn wir den Weg bestimmen können. Für Männer klingt das in etwa so: „Ich vertraue dir und überlasse alles deiner weisen Führung! … Aber nein, so will ich das auch nun wieder nicht. Du musst anders führen.“ Ich glaube, das grundlegende Problem dahinter wurzelt zum einen im modernen Feminismus und fehlendem Respekt („Wir Frauen können doch alles, wozu brauchen wir da noch Führung?“) und zum anderen in fehlendem Vertrauen – ein Gut, dass sich selbst Gott heutzutage scheinbar erkämpfen muss. „Ist Gott wirklich gut? Will er wirklich nur das Beste für mich? Woher will ich wissen, dass mir seine Entscheidung und seine Führung keine Unannehmlichkeiten bereitet?“ Gottes Kinder folgen ihm solange widerstandslos, wie es nach ihrer Nase geht oder es in ihrer Komfortzone liegt. Ist das nicht paradox? Wir sollen keine Kompromisse schließen, um unseren Willen durchzusetzen. Gott weiß, was gut für uns ist – und so wissen das auch in der Regel die Männer, die uns führen. Wenn wir uns nach solchen Männern sehnen, müssen wir uns auch wirklich führen lassen. #shoutoutandiemänner #danke

*Anmerkung: Dieser Punkt ist – wenn missverstanden – gefundenes Fressen für Feministinnen. (Ich habe vor einigen Wochen schon einen Artikel dazu geschrieben, ihr könnt ihn euch bei Gelegenheit gerne einmal durchlesen.) Ich wollte durch diesen Punkt nicht den Eindruck vermitteln, dass wir Frauen nach der Pfeife der Männer zu tanzen haben und ihrer Willkür ausgesetzt sind. Es geht im angesprochenen Problem um biblische Führung. Das Prinzip wird in Eph 5,24-25 deutlich: „Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.“  Das bedeutet, dass wir Männern, die uns in Liebe führen, vertrauen und die Führung überlassen sollen. Jedoch nicht ohne unserern Kopf zu benutzen. Wir müssen prüfen, ob uns die Männer in Weisheit und im Herrn führen – so wie wir auch vor Christus als eigenständige Wesen mit freiem Willen stehen, so stehen wir auch vor Männern.

3. Frauen mit „platonischen“ Freundschaften (oder: die Friendzone)

Das Schicksal, welches früher oder später so beinahe jeden Mann einmal ereilt – die Friendzone. Man(n) fühlt sich zu einer Frau hingezogen, aber die Frau ignoriert es völlig und stößt den Mann in die Friendzone. Für Frauen in der Praxis meist kein großes Problem, wollen sie doch manchmal einfach nur eine platonische Freundschaft, bedeutet es für Männer durchaus mehr. Es verletzt sie, wenn die Frau sie abweist, aber dennoch weitermacht wie bisher – man „genießt das schöne Ambiente einer Freundschaft“ ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Das zeigt weder Respekt gegenüber dem Mann, noch handelt man damit im Sinne der Nächstenliebe. „Ich will eine platonische Freundschaft, ich hab kein Interesse an ihm, ich möchte nichts kompliziertes, ich möchte diese Freundschaft und das Zusammensein genießen.“ Kommt dir das bekannt vor? Auch wenn es manchmal schmerzt, sei ehrlich zu dir selbst. Nutze andere Männer nicht aus. Sonst sind wir bald nicht mehr weit davon entfernt, unsere männliche Bekannten zu Opfern unseres Fleisches zu machen.

*Anmerkung: Diesen Punkt möchte ich noch einmal kurz erklären, da viele Rückfragen kamen. Zuerst: „Was ist eine Friendzone genau?“ Wikipedia sagt dazu: „Friendzone beschreibt eine rein platonische Beziehung zwischen zwei Personen, in der sich eine Person eine romantische oder sexuelle Beziehung wünscht, die andere aber nicht. Der Status der Friendzone gilt als nicht wünschenswert und hat eine negative Konnotation [Bedeutung].“

Des Weiteren: „Muss ich als Frau einem Mann nun einen Korb geben?“ Ohje, nein – das meinte ich nicht. ? Aber man sollte Männern nicht noch mehr Hoffnungen machen, denn das passiert manchmal schneller als uns lieb ist. (So eine Situation anzusprechen finde ich selbst immer sehr unangenehm und würde ich auch nie tun, da ich zu viel Angst hätte.)

Zu guter letzt: „Darf ich platonische Freundschaften führen?“ Ja! (Ich sollte aus diesem Thema eventuell einen seperaten Artikel machen, um die Fragen ausreichend beantworten zu können. Aber so viel sei gesagt, es spricht nichts gegen platonische Freundschaften zu unseren Brüdern im Glauben, wenn sie in ehrbarer Weise vor dem Herrn geschehen.)

4. Frauen, die keine Entscheidungen treffen können

Wer kennt das nicht, die täglichen Entscheidungen, die wir zuweilen durch schweres Grübeln treffen müssen. Kleid oder Hose? Auto oder Fahrrad? Film oder Buch? Doch das sind nur unsere kleinsten Probleme. Wesentlich schwieriger wird es, wenn es um unsere Zukunft und vor allem um Männer geht. Da ist es natürlich von Vorteil, ein Entscheidungsdefizit zu haben (#ironieoff). Will ich nun was von ihm oder nicht? Möchte ich Kontakt zu ihm oder nicht? Ist er der Mann meines Lebens oder nicht?

Ich glaube, es gibt wenige frauentypische Verhaltensweise, die Männer so sehr nerven. „Kannst du dich auch mal entscheiden, was du willst?“ – Nein, kann ich nicht. Das ist manchmal einfach so, da hat man als Frau Chaos im Kopf. Doch ich denke, dass wir es uns manchmal komplizierter machen als es ist, und Entscheidungen schneller und eindeutiger treffen können. Und vor allem: Dass wir zu unseren Entscheidungen stehen können und nicht wie „Blätter im Wind“ sind. Gott hat uns mit einem freien Willen ausgestattet – um frei entscheiden zu können. Also sollten wir ihn auch nutzen. Den Männern zu liebe.

5. Frauen, die Anspielungen machen

Das machen wir Frauen gerne – jeden Satz auf die Goldwaage legen und interpretieren bis zum Umfallen. Und wir erwarten, dass Männer das auch machen. Die Realität ist aber: Sie tun es nicht. Nein, sie verstehen es nicht einmal, wenn wir Sätze oder Wörter besonders betonen oder eine extra auffällige Anspielung machen. Männer brauchen einen Wink mit dem Zaunpfahl. Wir müssen einfach klar zeigen, was wir meinen oder wollen – Klartext reden. Das heißt, nicht nur Entscheidungen zu treffen und zu erwarten, dass die Männern das anhand unserer Körpersprache deuten können. Wir müssen auch mit den Männern eindeutig und unmissverständlich kommunizieren. Das macht vieles ein wenig unkomplizierter.

6. Frauen, die von anderen Männern schwärmen

Die kennt jede Frau oder hat fast jede Frau in ihrem Freundeskreis – die Schwärmerin. Eine, die sich für Männer begeistern kann. Entweder für ihr gutes Aussehen, ihr Charisma, die guten Leitungsfähigkeiten oder andere tolle Eigenschaften. Nur diskret geht sie damit nicht um. Wenn ein Mann sie beeindruckt, schwärmt sie ohne Genier von ihm. Doch selbst wenn das in ehrbarer Weise geschieht und in Liebe zum Nächsten, so fühlen sich andere Männer doch manchmal sehr vor den Kopf gestoßen. Eventuell würden sie selbst gern so gut leiten und predigen können, oder selbst gern das gute Aussehen haben? Aus Rücksicht auf unsere Brüder im Glauben sollten wir darauf achten, solche Schwärmereien nur unter Mädels zu besprechen. Nicht wahr?

7. Frauen, die biblisches Frausein leben

Last but not least kommt ein Lob – ein sehr großes sogar. Denn, meine lieben Schwestern, wusstet ihr, was Männer an uns besonders wertschätzen? Wenn wir biblisches Frausein leben und unsere Herzen für Jesus Christus brennen. Wenn man uns die Leidenschaft für Gott ansieht, und uns nicht davor scheuen, offen auf andere zuzugehen und vom Heiland zu erzählen. Wenn wir füreinander (auch für Männer!) beten. Wenn wir anderen Trost spenden, ermutigen aber auch ermahnen. Männer schätzen unsere Sicht auf Gott, die so anders, aber unheimlich wertvoll ist. Sie lieben lange Gespräche mit uns und freuen sich über unsere oft bedingungslose Hilfsbereitschaft. Und welcher Mann kommt nicht selbst ins Staunen und Preisen, wenn er eine Frau trifft, die Sprüche 31 verkörpert und biblisches Frausein tatsächlich lebt? Keiner ;) (Tipp des Tages: Sprüche 31 auswendig lernen!)

So, das war es erst einmal wieder von mir. Hat euch einer der Punkte überrascht? Schreibt es mir doch!

Liebste Grüße,
eure Daniela

Wisst ihr eigentlich, wer hinter den Artikeln dieses Blogs steckt und euch regelmäßig ihre Gedanken mitteilt? Falls nicht, darf ich euch heute dazu einladen, mich ein bisschen besser kennen zu lernen. (Schließlich schreibe ich niemals komplett objektiv und bin auch von den unterschiedlichsten Einflüssen geprägt – und ihr sollt mich ein wenig einschätzen und prüfen können.) Für den heutigen Artikel habe ich mir daher mal etwas anderes einfallen lassen. Ich nenne es ganz kreativ „Nähkästchengeplauder“ – also ein Artikel über mich –, weil ich einige Fragen zu mir selbst beantworten möchte, die nicht unbedingt alltäglich sind. Also, kein langes Geplauder um den heißen Brei mehr – let’s go!

Was bedeutet dein Name?

Mein Name („Daniela“) ist die weibliche Form des biblischen Namens Daniel und leitet sich aus dem aramäischen דניאל (dt. „Gott sei mein Richter“) ab. Cool, ne? ☺

Wie hast du zu Jesus gefunden?

Puh, lange Geschichte. Ich glaube, mein gesamtes Leben war ein Weg zu Gott. Letztendlich zu Jesus gefunden habe ich jedoch Anfang 2011 nach sechs Jahren, in denen ich in der Schule gemobbt und ausgegrenzt wurde. Damals (zu dem Zeitpunkt war ich 15 Jahre alt) wusste ich noch nichts mit dem Glauben anzufangen und fühlte mich von allen verlassen – Schule war wie ein Spießrutenlauf für mich. Doch Gott hielt seine Hand die ganze Zeit schützend über mir. Er sandte erst Freunde, die mir zeigten, wie wertvoll das Leben ist, und half mir dann zu erkennen, welch großer Sünder ich bin. So kam ich am 18. März 2011 zum Glauben an Jesus Christus und bekehrte mich. Ich bin heute noch unglaublich dankbar, dass ich wie durch Zufall in der Schule heutige Freunde aus meiner Gemeinde kennenlernen durfte und dass meine heutige beste Freundin damals von Gott geleitet wurde und mir auf Facebook schrieb. (Facebook ist die ultimative Evangelisationsplattform!) Danke an euch, wenn ihr das lest, und Halleluja dem Herrn in der Höhe. Amen!

Morgen-, Tag- oder Nachtmensch?

Frei nach Laing: „Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach.“ Ich bin ein absoluter Nachtmensch, da kann ich am besten und konzentriertesten arbeiten, weil ich meine Ruhe und die meisten kreativen Ideen habe. Morgens schlafe ich lieber. ☺

Ungewöhnliche Hobbies?

Bible Art Journaling (ja, ich male in meine Bibel – mit Acrylfarbe, Pinsel & Co.) und Animes (nein, keine amerikanischen Comics, sondern japanische Serien, die auch nicht immer kindlich oder mörderisch brutal sind – viele sind ziemlich deep und vermitteln gute Werte).

Bauch- oder Kopfmensch?

Kopf – ganz eindeutig. Bevor ich Entscheidungen treffe, muss ich sie erst totdenken. Spontan läuft nicht. Was hat welches Verhalten in welchem Kontext mit welchen Personen oder Dingen für Folgen? Vor- und Nachteile? Gottgefällig oder nicht? Leicht oder schwer? Wo sind meine Freunde!? (In 9 von 10 Fällen hole ich mir Rat, um Entscheidungen zu treffen.)

Jünger oder Apostel?

Sowohl als auch würde ich sagen. Als Jünger bin ich in der Schule Jesu, folge ihm und lerne von ihm. Als Apostel nehme ich meine Aufgabe als Christ wahr und trage das heilbringende Evangelium in die Welt hinaus.

Konfession bzw. christliche Prägung?

Ursprünglich habe ich der evangelischen Kirche angehört und bin dort „groß geworden“. Mittlerweile gehe ich aber in eine freie christliche Gemeinde und bezeichne mich selbst als evangelikal (einer Art des protestantischen Fundamentalismus). Evangelikalismus ist keine eigene Konfession, sondern viel mehr eine grundlegende Einstellung und Auffassung vom Glauben an Gott, Jesus Christus. Evangelikale Christen sehen eine persönliche Beziehung zum Herrn als das Fundament ihres Glaubens und berufen sich auf die Bibel (zumeist) als irrtumsfreie Instanz. Umgangssprachlich nennt man Evangelikale auch bibeltreue Christen (wobei das meines Erachtens nur eine Wischi-Waschi-Bezeichnung ist).

Für mich bedeutet „evangelikal“, dass ich nicht nur einfach als Kind getauft und irgendwann konfirmiert wurde. Als evangelikale Christin habe ich mich bewusst für Gott entschieden, und strebe nach Heiligung in meinem Leben auf Grundlage der Bibel – in gutem Wissen, dass Gott mein Vater und bester Freund, aber zugleich auch mein Richter ist.

Warum heißt dein Blog „ewiglichtkind“?

Eine sehr interessante Geschichte. Ich habe ziemlich lange nach einem passenden Namen für meinen Blog gesucht – angefangen im Februar 2016 (online gegangen ist mein Blog im Juli 2016!). Zu Beginn wollte ich ihn einfach nach mir benennen. Als Portfolio-Blog einer Kreativen wär’ das sicherlich nicht schlecht gewesen, doch als christlichen Blog hätte man ihn nur sehr schwer erkannt. Somit ging die Sisyphos-Arbeit los. Was will ich vermitteln? Was ist mir wichtig? Wie stelle ich einen christlichen Bezug her? Dieser gesamte Prozess hat gut einen Monat (oder noch länger!?) gedauert. Von lateinischen und spanischen über französische und japanische bis hin zu deutschen Namen. Von Frauen und Schwestern bis hin zu Kindern. Von Königen und Priestern über Löwen bis hin zum Licht. Von allmächtig bis ewig. Sehr viele Überlegungen später (typisch Kopfmensch) hatte ich einen Blognamen gefunden, der ausdrückt, was mich und den Blog ausmacht, aber auch Gott beschreibt. »ewiglichtkind« ist ein Neologismus – es spielt zum einen auf Gott als den ewiglichen König, Herrscher und Vater an, der seine Kinder in Liebe ins Licht führt. Zum anderen zeigt der Name, dass ich ein eben solches Kind bin, geheiligt und ins Licht geführt durch Gott, gerettet durch das Kreuz (das sich übrigens im „t“ versteckt ?). Passend dazu ist auch das Logo in mehreren Wochen Arbeit entstanden. (Wie sagt man so schön: „Gut Ding will Weile haben“?) Das entzündende Licht des Feuers Jesu, die große Liebe Gottes und das große Geschenk des Kreuzestodes Jesu, um uns ewiges Leben zu schenken.
Naja, das soll es dazu gewesen sein. #deepthoughts ? Was haltet ihr von meinem Blognamen und dem Logo? Hättet ihr den Sinn dahinter erkannt?

Wofür gibst du am meisten Geld aus?

Essen. Mh, oder vielleicht mein Auto? In Anbetracht der Spritkosten, der Versicherungsbeiträge und der Steuer wahrscheinlich doch mein Auto. Aber das meiste unnütze Geld gebe ich für Essen aus. Würde ich nicht so oft verschlafen oder zu faul zum Vorkochen sein, könnte ich mir den ein oder anderen überteuerten Snack bestimmt sparen. (Wie gesagt – Nachtmensch, morgens ist nicht meine Zeit.)

Wofür verwendest du viel Zeit?

Puh! Definitiv für mein Handy (Whatsapp, Facebook, Instagram & Co. lassen grüßen), aber auch für meinen Laptop (dort bin ich meist recht produktiv, doch manchmal sind 30 Tabs im Firefox geöffnet und ich trödel ein wenig rum). Dazu kommen noch Maniküre (wenn Frau sich mal die Nägel macht, kann das Stunden dauern) und Rumsitzen (ob an der Arbeit, im Auto, Zuhause, in der Gemeinde oder sonstwo – ich sitze echt oft – sehr ungesund).

Künstler oder Bands, die du empfehlen kannst?

Gar keine leichte Frage. Ich höre so gut wie jede Musikrichtung querbeet und habe dort auch natürlich bevorzugte Künstler, Komponisten und Bands. Grundsätzlich höre ich aber am liebsten Musik von folgenden Künstlern:

  • Hiroyuki Sawano – ein großartiger japanischer Komponist! Von ihm stammen unter anderem die Soundtracks zu Attack on Titan, Guilty Crown, Aldnoah.Zero und Owari no Seraph. Meine Lieblingstracks: „βios (MK+nZk Version)“ aus Guilty Crown und „aLIEz“ aus Aldnoah.Zero.
  • Group 1 Crew – mit dieser Band bin ich im Glauben „groß geworden“. Absolute Empfehlung, wer HipHop und Pop mag. Meine Lieblingstracks: „Heaven“ und „The Keys to the Kingdom“.
  • Kingdom Hearts – okay, Kingdom Hearts ist kein Künstler oder dergleichen, sondern ein Videogame. Aber der Soundtrack ist genial und stammt aus der Feder von Yōko Shimomura (ausgenommen der Opening-Songs von Hikaru Utada). Zu dieser Musik kann man mega produktiv arbeiten! Meine Lieblingstracks: „Simple & Clean (PlanitB Remix)“ und „Sinister Sundown“.
  • Hillsong Young & Free – jugendlich-frische, christliche Pop-Musik vom Feinsten! Wer nach tanzbarer, christlicher Musik sucht, ist hier genau richtig. Meine Lieblingstracks: „Wake“ und „Pursue“.

 

In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Ich bin ein eher unkomplizierter Typ. Daher besteht mein liebstes Outfit aus Jeans, ärmelloser Bluse, Cardigan und bequemen Schuhen (Stiefeletten oder Sneakers). Röcke und Kleider trage ich selten, weil sie meines Erachtens unkomfortabel sind und ich zu normalen Anlässen keinen praktischen Nutzen darin finde. (Im Sommer und an festlichen Veranstaltungen ist das natürlich etwas anderes.) Oder wie seht ihr das, liebe Frauen? ? #grundsatzdiskussion

Wo fühlst du dich geborgen?

Daheim bei meiner Familie, bei Freunden, am Arbeitsplatz und in meiner Gemeinde. Prinzipiell dort, wo liebe Menschen sind, oder wo ich auch die Stille genießen kann.

Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?

Ziemlich viele! Vor allem Menschen, die diszipliniert sind. Aber auch diejenigen, die einen unglaublich starken Charakter und ein großes Vertrauen in Gott haben. Ihr seid eine mega Ermutigung für mich! (Stellvertretend darf sich meine Jugend gegrüßt fühlen, ihr seid ein wahrer Segen für mich.)

Einige meiner Fragen sind der deutschen Ausgabe der „Flow“ entnommen.

Liebste Grüße,
eure Daniela

 

Zuletzt aktualisiert: 20.10.2016

Ihr Lieben, kennt ihr diese Momente, in denen ihr den Herren der Schöpfung einfach mal das ein oder andere ins Gesicht sagen wollt? Sei es nun Dank, Lob, Tadel oder ein kecker Spruch. Das kennt ihr bestimmt, nicht wahr? Doch wie das so oft ist, traut man sich sowas als Frau in den wenigsten Fällen. Man freut oder ärgert sich lieber im Stillen. Aber seid versichert – nicht nur uns geht es so. Auch die Mädels von herzensfreundinnen.de haben ähnliches auf dem Herzen gehabt und vor einigen Monaten einen sehr amüsanten Artikel zum Thema „10 Dinge, die ich einem männlichen Christen gerne mal sagen würde“ veröffentlicht. Falls ihr den Blog noch nicht kennt, solltet ihr unbedingt vorbei schauen – für junge Frauen, deren Herz Gott gehört, eine geniale Plattform zum Austauschen, Inspirieren und Mutmachen.

Jedenfalls hat mich ihr Beitrag so ermutigt, dass ich mir in den vergangenen Wochen ebenfalls ein paar Dinge überlegt habe, die mich an Männern begeistern oder nerven. Wenn man die Männer einmal etwas genauer beobachtet, fallen einem unwahrscheinlich viele Dinge und Eigenschaften auf! Für die einen lieben wir sie, für die anderen könnte man ihnen gerne mal einen Tritt verpassen.

Ihr Lieben, falls ihr euch in einem der folgenden Punkte wiederfindet, oder die ein oder andere Situation bzw. Eigenschaft kennt, schreibt mir doch. Ich freue mich über euer Feedback! ☺️

1. Aufmerksame Männer.

Wow, es gibt für mich selten etwas so beeindruckendes wie Aufmerksamkeit. Nicht diese Aufmerksamkeit, die man beispielsweise einem Redner oder einer auffallenden Person schenkt. Ich rede von der kleinen aber feinen Art von Aufmerksamkeit – zuhören, sich Dinge merken können, nachfragen, für Anliegen (unaufgefordert!) beten. Sowas haut mich wirklich immer um. Liebe Männer, ich habe euch beobachtet – ihr könnt sehr aufmerksam sein. Das ist ein echter Segen für ein gutes Miteinander und dafür mag ich euch so sehr.

2. Männer, die im Sommer ihr Shirt beim Sport ausziehen.

Der Sommer war in diesem Jahr in Deutschland mal wieder etwas lau. Dafür hat uns aber der Spätsommer ordentlich eingeheizt! Es gab viele Tage, an denen man sich draußen mit Freunden treffen und Spaß haben konnte. Während ich mich bei Hitze grundsätzlich in den Schatten fliehe, zieht es Männer beinahe magisch zu Sportplätzen und Fußbällen. Doch wenn den Herren dann warm wird und sie ins Schwitzen kommen, ziehen sie prompt ihr Shirt aus. … Really!?

Liebe Männer, wir Frauen versuchen immer, uns „sittsam“ zu kleiden, und euch nicht in sexuelle Versuchungen zu bringen. Doch wir haben ebenso mit Versuchungen zu kämpfen! Bitte, bitte, bitte – ihr seid keine laufende Hollister-Werbung – lasst eure Shirts an. Auch wenn man gerne mal hinschauen würde (weil ihr echt gut ausseht), so weiß doch jede Frau, dass sie das eigentlich nicht sehen möchte. Macht es uns ein wenig leichter und lasst einfach eure Shirts an. Danke!

3. Intelligente Männer, mit denen man objektiv diskutieren kann.

Wer es eventuell noch nicht weiß, dem sage ich es nun: Ich liebe Diskussionen. Zwar könnte ich manchmal fast auf die Palme gehen, wenn die Diskussion mal wieder zu leidenschaftlich gefochten wird, doch sind die meisten Diskussionen dennoch sehr gewinnbringend. Man erfährt meist mindestens zwei Meinungen zu einem bestimmten Thema und kann seinen Horizont erweitern. Besonders viel Freude machen Diskussionen aber dann, wenn man einen guten Gesprächspartner hat. Frauen können auch gut diskutieren, keine Frage. Aber ich habe es echt wertschätzen gelernt, eine gute Diskussion mit einem Mann zu führen. Die denken einfach viel rationaler als ich und kommen zu logischen Schlussfolgerungen, die sie einem meist auch noch begreiflich machen wollen. Dafür danke ich euch! #somussdas

4. Männer, die uns nicht führen.

In meinem vergangenen Post über Feminismus habe ich euch erzählt, was ich aus biblischer Sicht davon halte. Was allerdings keine Erwähnung fand, ist meine Vermutung, warum das Thema derzeit so überpräsent ist, und warum immer mehr Frauen feministisch veranlagt sind. Ich denke, dass der Grund hierin auch im Verhalten der Männer liegt. Viele Männer sind stumpf geworden, gehen nicht mehr als Haupt der Gemeinde voran, können nicht mehr führen. Die Hirten, die wir so oft in Männern suchen, sind verschwunden. Was soll man machen, wenn man nicht weiß, wo’s langgeht? Dann findet man sich eben selbst zurecht als Frau und nimmt sprichwörtlich das Zepter in die Hand, um zu führen. Bei jungen Männern entdecke ich diese Eigenschaft leider immer häufiger – die Männer passen sich an, machen das mal so mit, was die Masse macht. Da stellt sich mir doch die Frage: Liebe Männer, wie wollt ihr eine Familie führen oder gar die Gemeinde Gottes? Das sagt auch schon die Bibel in 1. Tim 3,2.4-5: „Nun muß aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, […] einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder in Unterordnung hält mit aller Ehrbarkeit — wenn aber jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen?“ Liebe Männer, bitte lernt wieder, uns richtig zu führen. ☺️ Wir wollen eure weise Führung – also kommt in die Puschen und handelt!

5. Männer nach dem Herzen Gottes.

Wisst ihr, warum mir König David aus der Bibel so sympatisch ist? Weil er ein Mann nach dem Herzen Gottes war. Und nicht nur das, man spürte auch Gottes Zuneigung ihm gegenüber – Gott segnete ihn, weil David nach Gottes Geboten wandeln wollte. Männer, die eben diese Eigenschaft teilen, beeindrucken mich ungemein und stellen für mich ein Vorbild dar. Nach ihnen möchte man sich als Frau richten, und mit dem selben Eifer nach der Heiligung in Christus streben. Männer nach dem Herzen Gottes. Aber was macht sie aus? Diese Männer wissen, dass Gottes Gnade uns neu macht und kein eigenes Bestreben. Diese Männer kämpfen mit ihrem Lebenswandel gegen den Strom des heutigen Zeitgeistes an, sie wollen sich nicht von weltlichen Prägungen beeinflussen lassen, sondern leben biblisches Mannsein in der Kraft des Heiligen Geistes aus. Diese Männer sind auf dem Weg zu Verantwortung und geistlicher Reife, streben nach geistlicher Mündigkeit, sind in der Schule Gottes, überwinden ihre Schwachstellen und Blockaden, und bringen Frucht für den Herrn. Sie führen ihre Frauen vorbildlich, fliehen vor der Sünde und sind erfüllt von Gottesfurcht. Solche Männer wünsche ich mir für die Gemeinde Gottes. Und ich bin unheimlich dankbar, dass ich viele Männer kenne, die nach dem Herzen Gottes sind und in der Heiligung leben. ? Amen dazu! (Mehr zu diesem Thema könnt ihr auch im Buch „Als Mann zur Ehre Gottes leben. Eine Ermutigung zu biblischem Mannsein“ von Rudolf Ebertshäuser lesen.)

6. Männer, die auf die wahre Liebe warten.

Ein seltenes Gut heutzutage. Ein Mann, der tatsächlich auf die wahre Liebe wartet und sich dazu entschlossen hat, die Treue für seine Frau zu halten. Selbst in christlichen Kreisen sehe ich immer wieder, dass leichtfertig mit Beziehungen umgegangen wird und die Partner gar nicht auf die Ehe fokussiert sind. Wozu geht man dann eine Beziehung ein? Nur zum Spaß und die Befriedigung eigener Bedürfnisse? Oder weil man sich nach Liebe und Zuneigung sehnt? Viele junge Christen vergessen heutzutage viel zu häufig, worum es bei der Ehe geht. Nicht um dich, deinen Traumpartner oder die Befriedigung deiner Bedürfnisse, sondern um eine Beziehung zur Ehre des Herrn. Deshalb freut es mich umso mehr, wenn Männer tatsächlich standhaft bleiben und ihr Liebesleben dem Herrn anbefehlen. Wenn sie nicht leichtfertig mit Frauen flirten, ihnen durch ihr Verhalten falsche Hoffnungen machen, sondern ihren Fokus auf Gott richten, für sein Reich leben und auf die Richtige warten. Das ist wahrer Gottesdienst, Männer.

Na – kam euch etwas bekannt vor? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Liebste Grüße,
eure Daniela

„Oh, là, là – heikles Thema!“ Denkst du? Hast du wahrscheinlich Recht. Über wenige Themen wird so oft und dermaßen hitzig diskutiert wie über Feminimus. Aber warum wird daraus so ein großer Hehl gemacht und wieso ist Feminismus bei vielen so verpöhnt? Weshalb ist es gerade für mich als christliche Frau wichtig, mit diesem Thema umgehen zu können? Das sind einige Fragen, die ich mir in letzter Zeit gestellt habe. Nicht zuletzt durch einen Artikel mit dem Titel „50 Gründe, weshalb wir über FEMINISMUS sprechen müssen“, den ich auf amazedmag.de gelesen habe. In einigen Punkten muss ich der Bloggerin Amelie Kahl Recht geben. Hat die Welt nichts besseres zu tun, als sich über ungeschminkte Frauen aufzuregen, und über Frauenquoten und Glasdecken zu diskutieren?

Feminismus aus dem Blick der Bibel

Doch einige andere Punkte haben mich sehr skeptisch gemacht – zeugt das, was uns heutzutage über die Rolle der Frau in der Gesellschaft vermittelt wird, von einem gesunden Frauen- und Selbstbild? Oder vermag die ganze Diskussion um die neue Weiblichkeit nicht eher zu offenbaren, dass wir mit einem tiefer gehenden Problem zu kämpfen haben – eine überhöhte Darstellung der Frau? Ich glaube, um diese Fragen zufriedenstellend beantworten zu können, bedarf es eines Blickes in die Bibel. Welches Frauenbild wird uns von Gott vermittelt? Es gibt in der Bibel verschiedene Hinweise und Begründungen für ein Frauenbild, welches Gott wohlgefällig ist. Diese Teilstücke gilt es herauszufinden und zu einem großen Ganzen zusammenzufügen, um Gottes Plan und Bild von uns Frauen zu verstehen. Doch fangen wir erst einmal ganz vorne an – was ist eigentlich Feminismus?

Was bedeutet Feminismus?

Befragen wir doch einmal den Duden, was das Wort bedeutet – der weiß schließlich (fast) immer Rat.

Feminismus [femiˈnɪsmʊs]
Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt.

Der Feminismus beschreibt also eine Frauenbewegung, die sich für die „Veränderung gesellschaftlicher Normen und der patriarchalischen Kultur“ einsetzt. Das klingt an sich harmlos, betrachtet man einmal die Anfänge des Feminismus im 19. Jahrhundert durch die Suffragetten (Frauenrechtlerinnen). Die Intention dieser Frauen war es, sich für die gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung der Frau einzusetzen, was sie auch teilweise durch überwiegend ruhige und sachliche Argumentation erreicht haben (bspw. Wahlrecht, bessere Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen für Frauen). Doch was harmlos anfing, ist heute in seiner stärksten Form zum Radikalen Feminismus geworden. Die Intention dieser und vielen weiteren heutigen Formen des Feminismus ist es, die Frau von jeder Unterordnung zu befreien – selbst von der Unterstellung unter Gott. Während in den Anfängen des Feminismus für eine Gleichstellung von Frauen gekämpft wurde, avanciert der Feminismus heutzutage zum Werkzeug der Geschlechter-Gleichmachung. Über der Frau steht nichts mehr, nur sie allein – und nur sie allein soll verehrt werden.

Feminismus – alles nur ein Trend?

Durch die überhöhte Präsenz und beinahe Beliebtheit des Themas ist Feminismus meines Erachtens zu einer Art Trend geworden. Etwas, das man mal so mitmacht, weil jeder davon spricht. Es ist sogar schon dermaßen beliebt, dass es fast alltäglich thematisiert wird. (Das hat auch übrigens Amelie Kahl in ihrem Artikel auf „amazed“ sehr gut gezeigt.) Was uns heutzutage in der Gesellschaft und im Alltag begegnet, ist von sehr unterschiedlicher Prägung. Die einen sind „Vollblut-Feministen“, die sich auch gerne mal über Frauenquoten aufregen, die anderen sind „einfache Feministen“, die einfach für die Wertschätzung und Förderung von Frauen eintreten (selbst im kirchlichen Umfeld gibt es evangelikale Feministen!). Und natürlich gibt es Gegner des Femismus. Doch es gibt sowohl Argumente dafür und dagegen, die wir anhand der Bibel nachvollziehen können. Lasst sie uns einmal gemeinsam anschauen.

3 Argumente für Feminismus

1. Gott hat Frauen und Männer gleichermaßen zu seinen wertvollen Kinder gemacht.

„Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!“ (1.Mose 1,26)

Frauen und Männer reflektieren gleichermaßen Gott als individuelle Persönlichkeiten; kein Geschlecht ist dabei überlegen. Behandeln wir nun unsere Mitmenschen mit Respekt, schätzen wir dadurch auch den Wert der Gottesebenbildlichkeit unseres Gegenübers. Gott hat uns so geschaffen, weil es sein Wille war (siehe 1. Mo 5,1-2: „An dem Tag, als Gott den Menschen schuf, machte er ihn Gott ähnlich; als Mann und Frau schuf er sie; und er segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«, an dem Tag, als er sie schuf.“). Behandeln wir nun andere weniger gut aufgrund ihres Geschlechts, ist dies eine Missachtung der göttlichen Schöpfung. Frauen gebührt ebenso viel Respekt wie Männern, weil wir ebenso Kinder Gottes sind, und ebenso am Heil des Herrn Jesus teilhaben.

 

2. Frauen werden in der Bibel besondere Funktionen zugedacht.

Gott wertschätzte Frauen schon immer sehr. Nicht nur im Neuen Testament, sondern auch im Alten Testament finden wir viele Frauen, die führende Rollen in der Gesellschaft und im Dienst für Gott einnahmen. Sie erledigten wichtige Aufgaben und repräsentierten Gott oder gaben Worte des Herrn weiter. So beispielsweise die Richterin und Prophetin Debora: „Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, die Frau Lappidots.“ (Ri 4,4)
Neben ihr wissen wir aber auch noch von Ruth und Esther, denen sogar ein eigenes Bibelbuch gewidmet wurde, sowie von etlichen anderen Frauen wie Miriam, Sarah und Rahab.

Im neuen Testament erhalten Frauen dann noch einen ganz besonderen Fokus – sie werden nicht nur erwähnt, sondern zu Schlüsselpersonen der Geschichte. Maria, die Mutter Jesu, Elisabeth, die Mutter Johannes’, sowie Martha und Maria (die Schwestern des Lazarus).

Gott traut Frauen so viel zu und hebt sie hervor für ihre unterschiedlichen, einzigartigen Eigenschaften. Sie werden Träger der Gnade und Liebe Gottes und bringen diese dem Volk Israel.

3. Gott hat allen Menschen wichtige Aufgaben gegeben.

Gott hat Männern und Frauen im Alten Testament einen gemeinsamen Zweck gegeben:

„Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“ (1. Mo 1,28)

Trotz der schöpfungsmäßigen Verschiedenheit von Mann und Frau hat Gott gewollt, dass sie sich in einer Einheit vervollkommnen – Kinder sind die Früchte dieser Einheit. Doch die Bibel zeigt uns auch, dass alleinstehende oder kinderlose Frauen und Männer ebenso wichtige Aufgaben haben (1. Kor 7,8-9). Jesus hat schließlich auch nie geheiratet.

Natürlich hat Gott den Menschen eine Reihe und Vielfalt von Aufgaben zugewiesen. Wenn wir die einzigartigen Berufungen des anderen würdigen, bauen wir gemeinsam am Reich Gottes.

Zudem kann ein Mensch alleine nicht alle Aufgaben erfüllen, geschweige denn die Vielfalt Gottes als Ebenbild widerspiegeln. Wie wir zu Beginn der Schöpfungsgeschichte lesen, hat Gott dem Mann eben dafür eine Gehilfin geschaffen, damit er mit ihr die Erde bewohnen kann. Ohne sie wäre es dem Mann nicht möglich – daher ist der Wert der Frau und ihre Stärke mehr zu wertschätzen. (Siehe 1. Mo 2,20 ff: „Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.“)

3 Argumente gegen Feminismus

1. Auch Frauen sind Sünder.

Auf dem Blog der Neue-Genfer-Übersetzung habe ich einen entscheidenden Satz hierzu gelesen: „Und was sagt die Bibel, was sagt Jesus? Auch Frauen sind sündige Menschen; auch Frauen brauchen Vergebung, müssen eine neue Geburt erleben, damit sie an Gottes Frieden und Segen teilhaben. Die Frau ist dem Mann auch in Sachen Sünde gleichwertig! Frauen sind nicht schlechter als Männer, aber Frauen sind auch nicht besser! Das Heil kommt niemals von einem Menschen, ob Mann oder Frau. Das Heil kommt von Gott.“

Entgegen des modernen Feminismus weiß man als Christ, dass alle Menschen Sünder sind und weit davon entfernt, sich über irgendetwas erheben zu können. Doch immer öfter wird uns versucht, das Gegenteil weiszumachen. Wir sind eine „One Woman Army“, „Girlbosse“ und generell einfach unfehlbare Power-Frauen. Karriere geht steil, Privatleben läuft, Hobby und Sport fest im Terminkalender eingetaktet. Fehler passieren uns nicht; und wenn, dann sind sie nur das Sprungbrett zur nächsten großen Chance, uns selbst zu verwirklichen. Doch was die Medien und die Gesellschaft uns verschweigen, ist, dass wir tatsächlich Fehler machen, schwere Fehler, Sünden. Wir versagen. Und können von Jetzt auf Gleich vor dem Nichts stehen. Verlassen wir uns auf uns selbst, sind wir verlassen. Der einzige, der unserem Leben Sinn geben kann, ist Gott. Er sagt, lebe für mich und ich versorge dich. Lebe für mich und du wirst leben. Auch wenn du stirbst. Auch Girlbosse können fallen, aber Gott allein kann auffangen.

Wollen wir weiterhin ins Leere leben, nur nach Selbstverwirklichung streben, aber dabei den Segen des Herrn missen? Das ewige Leben verpassen und die große Liebe und Gnade von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, sowie von gott-liebenden Menschen?

 

2. Frauen und Männer sind verschieden.

Frauen sind schon tolle Menschen. Wir sind wie perfekt geschaffen für die Arbeit mit Kindern, kreativen, detailreichen Dingen und vielen anderen Tätigkeitsfeldern. Wir haben viele einzigartige Talente, die wir für Gott, die Gemeinde, unsere Familie und uns selbst einsetzen können. Doch Achtung: Gott hat uns in einige Dienste berufen, aber eben nicht in alle. Einige Dienste hat er Männern vorbehalten, die es zu respektieren gilt. Streben Frauen nun nach solchen Positionen, missachten sie Gottes Ordnung – sie wollen sich zu unrecht erheben. Aber warum macht das Gott? Will er uns etwas Gutes vorbehalten oder uns diskriminieren? Aber nein! Männer und Frauen sind einfach schöpfungsmäßig verschieden, und daher unterschiedlich begabt und mit Stärken ausgestattet. Doch was für uns Frauen gilt, gilt natürlich auch für Männer. Wir waren die Ersten am Grabe Jesu, die von seiner Auferstehung erfuhren – nicht Männer. Wir waren treue Beispiele für unerschütterlichen Glauben (s. Mt 9,20-22) und Gemeindedienste (bspw. Weissagung durch Priszilla und Aquilla in Apg 18,26).

Doch auch wenn sich unsere Aufgaben im Detail unterschieden, haben wir eines gemeinsam: Wir sind Gottes Kinder und arbeiten für sein Königreich. Das sollte unser größtes Ziel und unsere Größte Freude sein.

 

3. Jesus war kein Feminist.

Wäre Jesus ein Feminist gewesen, hätte er mindestens eine Frau unter die zwölf Apostel berufen. Hat er aber nicht. Er hat so viele revolutionäre Taten getan, dass er das bestimmt auch noch getan hätte, wenn es sein Wille gewesen wäre – war es aber nicht. Jesus hat die Stellung des Mannes als Haupt der Frau und Haupt der Gemeinde nie bestritten – er hat lediglich Missstände aufgezeigt, korrigiert und in neue, göttliche Bahnen gelenkt. Er hat das Gesetz nicht widerrufen, er hat es bestätigt und neu gefüllt, damit wir Menschen verstehen, was Führung und Unterordnung bedeuten: einander zu dienen. So wie Jesus es uns selbst vorgelebt hat:

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.“ (Markus 10,45)

Jesus hat für damalige Zeiten und Verhältnisse komplett gegen gesellschaftliche Normen gehandelt und Frauen aus der „Versenkung” geholt – er hat ihnen Wert zugesprochen und sie normal behandelt. Völlig undenkbar im damaligen Israel! Er war ein Revolutionär und Befreier aller Frauen.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist aber, dass Jesus betont, dass wir einander dienen, weil wir in erster Linie Gott dienen. Jesus hat Frauen aus der Unterdrückung der Männer befreit und unter eine neue Herrschaft berufen: die Herrschaft Jesu Christi. Wir sind nicht einfach irgendwelche Frauen – wir sind Frauen Gottes, seine Jüngerinnen, die ihm gehören und dienen.

 

Fazit

Persönlich stehe ich dem modernen Feminismus eher kritisch gegenüber, da er in vielen Formen ungesunde und vor allem unbiblische Maße annimmt. Dennoch muss man nicht direkt aufschreien, wenn eine Grace Capristo oder Porcelain Black von der „One Woman Army“ singt, oder Jo&Judy ihre Notizblöcke mit „für Girlbosse“ bewerben. Viel wichtiger ist es, dass wir uns darauf konzentrieren, das biblische Bild der Frau zu leben und Frauen zur Ehre des Herrn zu werden. Ganz unabhängig von gesellschaftlichen Normen.

Die Bibel zeigt ganz klar auf, dass Gott „Pro Frauen“ ist, aber kein Feminist. Er schreibt der Frau wichtige Aufgaben zu, aber unterstellt sie in liebevoller Hingabe dem Mann und vor allem seiner eigenen göttlichen Führung. (Der wir schließlich alle folgen müssen.) Es ist nicht ganz leicht, die richtige Balance in der heutigen Gesellschaft zu finden, weil man unterschiedlichen Einflüssen und Meinungen zu diesem Thema ausgesetzt ist. Aber mit der Bibel an der Hand finden wir das Gleichgewicht und unseren sicheren Stand im Herrn.

Zum guten Schluss: Was denkt ihr über Feminismus? ☺️

Quellen und weiterführende Links: ngue.info, bible-only.org, duden.de, amazedmag.de, relevantmagazine.com.

Liebste Grüße,
eure Daniela

Yes, endlich geht es weiter mit dem Thema „Geistesgaben“. Im Speziellen möchte ich heute den Fokus weniger auf Allgemeines und Theorie setzen, sondern viel mehr auf die praktische Anwendung eingehen. Angefangen bei „Welche Geistesgaben gibt es?“ bis hin zu „Wieso wird das Thema oftmals in Kirchen ‚totgeschwiegen‘?“ versuche ich die wichtigsten Fragen zu beantworten. Wenn ihr euch allerdings fragt, was Geistesgaben eigentlich sind und ob sie heutzutage noch existieren, dann lest meinen Blogpost von vergangener Woche und erfahrt mehr darüber. Nun möchte ich aber ohne weitere Vorworte direkt ins Thema einsteigen – also los geht’s!

4. Welche Geistesgaben gibt es?

In der Bibel finden wir drei Listen mit Aufzählungen verschiedener Geistesgaben. Lasst sie uns einmal gemeinsam ansehen:

Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist; einem anderen Glauben in demselben Geist; einem anderen Gnadengaben der Heilungen in demselben Geist; einem anderen Wirkungen von Wunderkräften, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.
1.Korinther 12,8-11

Wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade; wenn wir Weissagung haben, [so sei sie] in Übereinstimmung mit dem Glauben; wenn wir einen Dienst haben, [so geschehe er] im Dienen; wer lehrt, [diene] in der Lehre; wer ermahnt, [diene] in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.
Römer 12,6-8

Und Er [Anmerkung: Christus] hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus.
Epheser 4,11-12

Aus diesen drei Bibelstellen und weiteren, einzelnen Bibelstellen ergeben sich rund 20 Geistesgaben, die in der Bibel  genannt werden. Was es mit diesen Geistesgaben auf sich hat und wozu sie dienen, möchte ich im nachfolgenden kurz zusammenfassen. (Für eine komplette, detaillierte Abhandlung jeder Geistesgabe reicht dieser Post leider nicht aus.) Grundsätzlich kann man Geistesgaben in zwei „Kategorien“ unterscheiden: die praktischen Gaben und die ideellen (das geistliche Leben unterstützende) Gaben. Die ideellen Gaben wiederum kann man nochmals wie folgt unterteilen: Gaben für den geistlichen Durchblick, Kraftgaben und Sprachgaben. Nachfolgend habe ich euch eine Übersicht aller mir bekannten Gaben zusammengestellt, inklusive Bibelstellen, Definition und möglichen Anwendungsgebieten bzw. Aufgaben (kann aber noch einige weitere Tätigkeitsfelder geben!). Allerdings muss ich vorweg sagen, dass diese Liste – auch wenn ich versucht habe, so akribisch und aufmerksam vorzugehen wie möglich – keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es kann durchaus noch einige weitere Geistesgaben geben, die wir noch nicht kennen oder die einfach nicht in der Bibel erwähnt wurden. Aber gut, los geht’s!

Die ideellen Gaben

A. Gaben für den geistlichen Durchblick

Weisheit (Wort der Weisheit) → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, geistliche Wahrheiten und Wissen in einer konkreten Situation anzuwenden, weise Entscheidungen zu treffen oder anderen beratend zu helfen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Evangelisation, Seelsorge (Gespräche mit Menschen, die ein Problem haben), Hauskreis, Gebetskreis, Leitung (als Mitglied oder Berater – je nach Gabenkombination).

Erkenntnis (Wort der Erkenntnis) → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, sich Wissen über Gott und anzueignen und große theologische Zusammenhänge der Bibel zu erfassen (gibt Einsicht in Gottes Wesen und seinen Willen).
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Predigtdienst, Hauskreis, Bibelkreis.

Geisterunterscheidung → 1. Kor 12,10

  • Was? Fähigkeit, zwischen Wahrheit und Irrtum, sowie göttliche, menschliche und dämonische/teuflische Mächte voneinander zu unterscheiden.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Seelsorge, Gebetskreis, Leitung (als Mitglied oder Berater).

 

B. Kraftgaben

Glauben → 1. Kor 12,9

  • Was? Fähigkeit, im Vertrauen auf Gott zu handeln und fest daran zu glauben, dass er seine Verheißungen erfüllt.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Leitung (als Mitglied oder Berater), Gebetskreis, Seelsorge.

Heilungen (von Kranken) → 1. Kor 12,9

  • Was? Fähigkeit, um Menschen von Krankheiten aller Art vollkommen zu heilen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Gebetskreis, Seelsorge, Krankenbesuche.

Wunderkräfte (Kraftwirkungen, Wundertaten) → 1. Kor 12,10

  • Was? Fähigkeit, in Gottes Namen machtvolle Taten/Wunder zu vollbringen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: – (oftmals nur temporäre Gabe)

 

C. Sprachgaben

Prophetie → 1. Kor 12,10 und Röm 12,6

  • Was? Fähigkeit, eine Botschaft Gottes unmittelbar durch den Heiligen Geist zu empfangen und der Gemeinde weiterzugeben.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Evangelisation, Organisation, Seelsorge, Hauskreis, Gebetskreis.

Sprachengebet (Sprachenrede, Zungenrede) → 1. Kor 12,10

  • Was? Fähigkeit, in einer unbekannten, aber menschlichen Sprache zu beten und Gott zu loben (siehe dazu auch Apg 2,6: „Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.“).
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Gebetskreis, privates Gebet.

Auslegung der Sprachenrede → 1. Kor 12,10

  • Was? Fähigkeit, ein Sprachengebet zu verstehen und sie der Gemeinde zu auszulegen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Gebetskreis.

 

Die praktischen Gaben

Apostel (Gründer) → 1. Kor 12,28 und Eph 4,11

  • Was? Fähigkeit, neue Arbeitsbereiche, Kreise oder Gemeinden ins Leben zu rufen und zu betreuen, sowie Verkündiger des Evangeliums und Offenbarer der Gemeindelehre zu sein.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Mission, Leitung, Organisation, übergemeindliche Tätigkeiten.

Lehrer → 1. Kor 12,28 und Eph 4,11

  • Was? Fähigkeit, sich Wissen anzueignen und anderen so weiterzugeben, dass diese es anwenden können, sowie biblische Sachverhalte verständlich zu erläutern.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Predigtdienst, Hauskreis, Leitung, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Bibelkreis.

Dienst → 1. Kor 12,28 und Röm 12,7

  • Was? Fähigkeit, um durch verschiedene praktische Begabungen anderen wohlzutun und zu helfen (hierzu können u.a. auch die unter „Weitere Gaben“ genannten Gaben und Talente zählen).
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Besuchsdienst, Hilfe für Bedürftige, Unterstützung anderer, Gastfreundschaft.

Leitung → 1. Kor 12,28 und Röm 12,8

  • Was? Fähigkeit, gottgewollte Perspektiven zu entwickeln und zu vermitteln, Menschen zu motivieren und so führen, dass sie gemeinsam diese Ziele erreichen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Leitung, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Musikteam, Hauskreis, Gebetskreis, Bibelkreis.

Ermahnung/Ermutigung (Seelsorge) → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, andere durch Trost, Ermahnung und Ermutigung geistlich beizustehen, um ihnen zu helfen, im Einklang mit Gottes Willen zu leben.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Gespräche mit bekümmerten Menschen, Begleitung von Mitarbeitenden, Besuchsdienst, Mentoring.

Geben → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, gerne und regelmäßig Geld und materiellen Gaben für Menschen und Projekte zu spenden und dadurch zu helfen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Spendendienst, Nothilfe.

Barmherzigkeit → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, gerne Menschen einfühlsam und mittragend zu helfen, die auf irgendeine Weise (seelisch, körperlich, sozial usw.) in Not sind.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Helfende Aufgabenbereiche, Besuchsdienst.

Evangelist → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, das Evangelium an Menschen weiterzugeben, die noch nicht an Gott glauben, sodass sie zum Glauben kommen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Leitung evangelistischer Hauskreise, Glaubenskurse, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Planung und Durchführung evangelistischer Aktionen.

Hirte (Pastorale Fürsorge) → 1. Kor 12,8

  • Was? Fähigkeit, Menschen so zu fördern, dass sie persönlich und in geistlicher Hinsicht wachsen.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: Hauskreis, Seelsorge, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Besuchsdienst, Mentoring.

Ehelosigkeit → 1. Kor 7,7

  • Was? Fähigkeit, glücklich ohne Ehepartner zu leben, ohne übermäßig sexuelle Versuchung zu empfinden, um auf diese Weise der Gemeinde Jesu besser dienen zu können.
  • Wie? Mögliche Anwendungsgebiete/Aufgaben: –

 

Weitere Gaben

  • Handwerk → 2. Mo 35,30-35
  • Kreativität → 1. Kön 7,14
  • musikalische Begabung → Eph 5,19
  • Gastfreundschaft → Römer 12,13

 

5. Woher weiß ich, welche Geistesgabe ich besitze?

„Viele Wege führen nach Rom.“ Um herauszufinden, welche Geistesgabe man besitzt, hat man mehrere Möglichkeiten, die aber alle durch Gebet begleitet sein sollten.

  1. Ausprobieren – „Probieren geht über Studieren“ heißt es so schön. Versuche, dich einfach mit deinen Hobbies irgendwo in der Gemeinde einzubringen. Egal, ob du offen bist und gerne redest, oft kreativ arbeitest (Schreiben, Malen, Musik) oder immer ein offenes Ohr für andere Menschen hast – einfach mal ausprobieren.
  2. Eigene Wünsche – Du hast ein cooles Hobby oder du findest Gefallen an bestimmten Tätigkeiten? Das können Hinweise auf Gaben sein. Wer weiß, ob Gott dich in diesen Bereichen begabt hat.
  3. Aktiv werden – Passivität und darauf zu warten, dass etwas passiert, bringt dich nicht weiter. Strebe viel mehr nach Geistesgaben! („Strebt aber eifrig nach den vorzüglicheren Gnadengaben“, 1. Kor 12,31)
  4. Rat anderer – Sagen dir andere Christen häufig, dass du in diesem oder jenem Bereich begabt wärst? Sei aufmerksam und nimm es dir zum Anlass, für diese Gabe und Gottes Führung zu beten.

 

Vorsicht!

Du solltest aufmerksam sein und folgende Aspekte beachten:

  • Stichwort „Universalgabe“ – Gott hat jedem Menschen mindestens eine Geistesgabe zuteilwerden lassen, aber nicht jeder erhält die gleiche. Sei also nicht vorschnell und gehe davon aus, dass jeder ein ausdauernder Beter, des Sprachengebets mächtig, ein weiser Lehrer oder besonders barmherzig (barmherzig sein sollen ja alle, einige halt noch mehr) ist. Wir sind alle einzigartig von Gott geschaffen worden!
  • Thema „Gabenprojektion“ – Achte darauf, deine eigenen Gaben nicht als Erwartung auf andere zu übertragen. Nicht jeder ist beispielsweise in gleichem Maße barmherzig wie du, wenn du eine besondere Gabe hierfür hast. Wir haben alle unterschiedliche Gaben, also behandele andere ebenso wertschätzend wie du behandelt werden möchtest, auch wenn sie nicht die gleiche Gabe haben wie du.
  • Selbstsucht/Manipulation – Eine Haltung, die sich selbst statt Gott in den Mittelpunkt stellt. Oft wird sie dazu genutzt, um andere zu untergraben. Ungewöhnliche/übernatürliche Gaben, Gaben, die im Mittelpunkt der Menschen stehen, oder autoritäre Gaben sind besonders gefährdet.
  • Ablehnung – Unsere Gaben sind dazu da, der Gemeinde Jesu zu dienen. Wenn wir unsere Gaben ablehnen, stehlen wir uns aus unserer Verantwortung. Wir vergraben praktisch unsere anvertrauten Talente (siehe Gleichnis von den anvertrauten Talenten; Matthäus 25,14-30). Mögliche Gründe sind Unwissenheit, Faulheit, falsche Bescheidenheit oder unangenehme Konsequenzen.

 

Tipps:

  • Möchtest du deine Gaben aktivieren, solltest du sie trainieren. Suche dir ein Tätigkeitsfeld in der Gemeinde, auf dem du dich einsetzen kannst.
  • Tausche dich mit anderen Menschen aus, die die gleiche Gabe haben wie du und eventuell erfahrener sind. Lerne von ihnen, weise und zur Ehre Gottes mit deiner Gabe umzugehen.
  • Nutze jede Gelegenheit, deine Gabe einzusetzen. Jemand braucht praktische Hilfe? Hilf’ ihm. Jemand braucht geistlichen Rat? Höre ihm zu und berate ihn. Du wirst sehen, wie oft du Gott mit deiner Gabe dienen kannst.

 

6. Wieso wird das Thema in Gemeinden oftmals „totgeschwiegen“?

Meine Theorie ist, dass viele Christen Angst haben, die Geistesgaben übermäßig zu betonen und ins „Charismatische“ abzurutschen. Charismatisch geprägt zu sein wirkt gerade heutzutage sehr abschreckend auf viele Christen, weil es leider – wie in jeder Glaubensform – auch schwarze Schafe gibt, die die Geistesgaben missbrauchen und falsch praktizieren. So werden sie zur eigenen Ehre zweckentfremdet und zur Schau gestellt. Doch viele Menschen vergessen schnell, dass es eben nicht nur schwarze Schafe gibt, und die „charismatische Bewegung“ an sich etwas sehr gutes ist. Ich bin sogar der Meinung, dass einige charismatische Christen mir einiges voraus haben und ein Vorbild sind – im Speziellen wenn es um den Heiligen Geist geht. Grundlegende Fragen wie „Wie lasse ich den Heiligen Geist in meinem Leben wirken?“ sind darin auch inbegriffen.
Ein anderer Grund für das Totschweigen ist meines Erachtens, dass Gemeinden den Fokus lieber auf andere Dinge richten wollen, da teilweise Angst vor Missbrauch der Geistesgaben besteht und dies Gefahren birgt. Das muss nicht heißen, dass Gaben in solchen Gemeinden nicht praktiziert werden. Jedoch werden sie eben nicht also solche besonders hervorgehoben. Auch wird oftmals verstärkter darauf geachtet, dass das Gleichgewicht zwischen Dienst und persönlicher Beziehung zum Herrn stimmt. In erster Linie leben wir, um eine Beziehung zum Herrn zu haben, erst in zweiter Linie stehen wir auch im Dienst für ihn. Was bringt christlicher Aktivismus und übermäßige Praktizierung von Gaben, wenn wir gar keine richtige Beziehung zum Herrn haben? In ähnlicher Weise warnt auch Paulus in 1. Kor 13,1-3 davor.
Richtig finde ich das Totschweigen nicht, aber ein Überbetonen ist auch falsch. Das Gleichgewicht zwischen Beziehung und Dienst sowie die bibelkonformen Anwendungen müssen stimmen. Prüfe doch einmal selbst: Werden in deiner Gemeinde Geistesgaben praktiziert? Wenn ja, wird es im Stillen getan oder wird davon groß gesprochen? Wenn nein, was sind deines Erachtens die Gründe hierfür? Ich bin gespannt auf eure Antworten! ☺️


So, das soll nun mein zweiter Artikel zum Thema „Geistesgaben“ gewesen sein. Ich hoffe, ich konnte meine bisherigen Erkenntnisse verständlich weitergeben und euch ermutigen, euch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, da wir in den Geistesgaben echten Segen finden und wunderbare Möglichkeiten haben, Gott zu dienen.
Seid gesegnet, Geschwister!

Weiterführende Links und Quellen: efg-hohenstaufenstr.de, ekkw.de, christen-allendorf.de, nnk-berlin.de, thalwil.baptisten.ch, er-lebt.de und farr-berlin.de.

Liebe Grüße,
eure Daniela

Stürmische Zeiten – jeder kennt sie. Auch ich gerate immer wieder in Stürme und muss solche Zeiten erleben. In der vergangenen Woche habe ich mich ein wenig mit der Frage auseinandergesetzt, warum das so ist. Warum immer wieder das gleiche durchleben? Die gleichen schweren Zeiten durchmachen? Immer wieder vor Schwiergkeiten gestellt werden? Warum Stürme im Leben einen Sinn haben und dass Gott uns nicht alleine lässt, habe ich euch in der vergangenen Woche berichtet. (Lest hier noch einmal 8 Gründe für Stürme im Leben nach.) Doch die für viele weitaus interessantere Frage ist, wie man solche Stürme gut übersteht und fest im Herrn verankert bleibt. Das möchte ich euch heute verraten.

7 Wege, in Stürmen verankert zu bleiben

Ungeachtet der verschiedenen Gründe und Arten von Stürmen (sei es nun eine Windböe oder ein Tornado), möchte ich heute ein paar Tipps an die Hand geben, wie man sich in Stürmen wieder erden und fest im Herrn verankern kann. Das sollte immer unser Fokus bleiben – kein Sturm kann je so schlimm sein wie das Leben ohne den Herrn und die Hoffnungs- und Sinnlosigkeit im Leben. Also, wem in der vergangenen Woche die praktische Anwendung gefehlt hat, darf sich jetzt freuen. Es werden einige umsetzbare Tipps dabei sein. Let’s go!

1. Beten

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass „Beten“ eine Zeit lang die Standardantwort in unserer Jugendstunde war und auch als solche abgestempelt wurde. Natürlich nur zum Spaß – als Christ weiß man natürlich, wie wichtig Gebet ist. Aber wir haben es damals bis zum Overkill als Antwort überreizt ohne bewusst darüber nachzudenken – zumindest habe ich oftmals einfach gedacht: „Ja, du musst beten“ ohne das tatsächliche Ausmaß realisiert zu haben. Gerade in stürmischen Zeiten heißt beten nicht nur, Gott mitzuteilen, dass man einen Sturm erlebt und doch bitte gerne wieder Ruhe hätte. Das Gebet geht noch weit darüber hinaus. Auch wenn Gott all unsere Sorgen kennt, hört er uns unglaublich gerne zu. Er möchte wissen, wie es es dir geht und es von dir hören. Du kannst alles zu ihm bringen und ihm all dein Leid und deine Not abgeben. Dazu fordert er uns sogar auf: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) Doch der erste Schritt, bevor wir Sorgen abgeben, ist, uns der Sorgen und Stürme in unserem Leben bewusst zu werden, unsere Hilflosigkeit zu erkennen, und sich einzugestehen, dass man Gott braucht. Solange wir versuchen, alles selbst zu meistern, und nur obligatorisch beten: „Herr, nimm mir die Sorgen“, werden wir an unserem Ego scheitern. Wer sich voll und ganz auf den Herrn verlässt, wird den Frieden Gottes erfahren, „der allen Verstand übersteigt“ und „eure Herzen und eure Gedanken [bewahrt] in Christus Jesus“ (Philipper 4,7). Amen!

2. Bibel lesen

Okay, zugegeben, Punkt 1 und 2 sind typische Standardtipps. Aber sie müssen einfach als Erstes genannt werden, weil sie essenziell zum Leben für uns Christen sind. Wie wollen wir sonst Gott zu uns sprechen hören, wenn nicht durch Gebet und sein Wort, die Bibel? „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“ – so steht es in Jakobus 4,8 geschrieben. Wenn wir die Nähe Gottes suchen, wird er uns seine Gnade und Liebe nicht verwehren. In ihm können wir alles finden – Vater, Fürsprecher, Richter, Wegweiser. So schwer der Sturm auch wüten mag, kein Sturm vermag mächtiger zu sein als unser großer Gott. Er führt uns, weist uns gegebenenfalls zurecht, um sicher hindurch zu kommen, aber lässt uns nie los. Die Bibel ist neben dem Gebet der Schlüssel dafür. Sein Wille steht darin niedergeschrieben. Es hilft uns, weise zu sein und Frieden in ihm zu finden.

3. Zusagen Gottes kennen

Dieser Punkt könnte eigentlich auch 2.1. heißen, denn er hat unmittelbar mit Punkt 2 zu tun. Bibel lesen. Wir finden in der Bibel Unmengen an ermutigenden Versen und Zusagen Gottes an seine Kinder, weil er genau wusste, dass wir zu Erdzeiten in Anfechtungen geraten, Stürme erleben und Leid erfahren werden. Für mich persönlich sind solche Verse wie Balsam für Wunden – sie ermutigen mich, helfen mir, mich wieder aufzubauen, mich auf Gott zu fokussieren und vor allem nicht aufzugeben.

  • „Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt. Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist.“ (1. Joh 4,4)
    Johannes schreibt uns in seinem Brief eine wichtige Zusage, die Gott uns schon im Johanneseangelium mitgeteilt hat. Wir haben den Antichristen, die Welt, den Tod und den Satan überwunden, weil der, der in uns ist – Gottes Heiliger Geist – größer ist als alles andere. Dessen dürfen wir uns gewiss sein.
  • „Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau.“ (1. Joh 3,20)
    Gerade in Stürmen geistlicher Natur, in denen wir vom Teufel angefochten werden, kommt es oftmals vor, dass der Teufel uns unsere Errettung abzusprechen versucht. Er will uns das Gefühl geben, wir hätten als Christen versagt und durch unsere Taten hätten wir keine Errettung verdient. Aber das ist eine Lüge! Zum einen, weil wir nicht aus der Werksgerechtigkeit leben („Für jede gute Tat erhältst du eine Belohnung“), sondern aus der reinen Gnade Gottes – wir können nichts zu unsere Errettung hinzu tun. Zum anderen ist es eine Lüge, weil Gott uns zusichert, dass er über unserem Gewissen und unseren Gefühlen steht. Egal was die uns einreden, niemand kann uns unsere Errettung absprechen, wenn wir uns auf der Nachfolge Jesu und auf dem Weg der Heiligung befinden.
  • „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt.“ (1. Kor 10,13)
    Wo auch immer wir versucht oder geprüft werden, Gott verheißt uns, dass es für jedes Problem auch eine Lösung geben wird. Weil er mit uns ist und seine Hand über alles hält, können wir bestehen und Schwierigkeiten ertragen. Außerdem wird uns mehrfach in der Bibel gesagt, dass keine menschliche Waffe uns je etwas anhaben kann, denn: „Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Röm 8,31)
  • „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offb 21,4)
    Und am Ende hilft immer der Fokus auf die Ewigkeit in Herrlichkeit, in der Gegenwart Gottes. Alles Leid wird vergessen und alle Tränen getrocknet sein. (Und der Teufel wird besiegt sein!) Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mich auf die Ewigkeit freue – ein Leben mit Gott wie im Paradies.

 

4. Waffenrüstung Gottes anlegen

Bis es soweit ist, und die Ewigkeit tatsächlich beginnt, müssen wir allerdings hier auf der Erde unseren Kampf vorsetzen. Wir wissen schließlich nicht, wann der Herr Jesus wiederkommen wird – das weiß nur der Vater allein. Doch wie bereitet man sich am besten auf einen solchen Kampf vor? Paulus schreibt es uns im Epheserbrief. Legen wir die Waffenrüstung Gottes an, sind wir geschützt und gefeiht vor geistlichen Angriffen jeder Art. Also: Suit up!

„Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.“ Eph 6,11-16
(Hervorhebungen durch mich)

5. Gemeinschaft haben/sich jemandem anvertrauen

In schweren Zeiten tut es einem besonders gut, wenn man eine Schulter zum Anlehnen und Ausweinen hat. Darum weiß Gott, er hat uns als Menschen, die Beziehungen pflegen (und brauchen!) geschaffen. Wir sind Beziehungswesen. Wir brauchen auch einfach mal menschliche Nähe. Und was kann es da besseres geben als eine Mutter, die dich tröstet, eine Schwester, die dich ermutigt, oder Freunde, die dich zum Lachen bringen? Vor allem wenn man die gleiche Grundlage teilt und der Gemeinde des Herrn angehört, hat man Geschwister im Herrn gewonnen, die einem helfen können, immer wieder den Blick auf Gott auszurichten. Auch weisen Rat können wir uns einholen oder einfach nur die Zusicherung des Gebets. Die Gemeinde des Herrn ist unglaublich vielseitig, weil der Herr in ihr wohnt und wirkt, und durch sie zu uns spricht. In schweren Zeiten hilft Gemeinschaft, uns wieder aufzubauen.

6. Gaben nutzen

Ich glaube, dass Gott einem jeden Nachfolger Christi besondere Gaben geschenkt hat. Seien es nun ganz unkonventionell (Talente) die Kreativität, Dinge zu erschaffen, das Musizieren und Spielen von Instrumten und das Schreiben. Oder ganz klassisch (also die Geistesgaben) die Gabe des Sprachengebets, der Prophetie und der Heilung. All diese Gaben haben gemeinsam, dass sie uns aus Gnade vom Herrn geschenkt wurden. Und dabei ist es nicht mal sonderlich von Bedeutung, ob es nun ein angeborenes Talent ist oder eine Fähigkeit/Fertigkeit, die wir später erhalten haben. Die Gaben dienen in erster Linie dazu, für die Gemeinde und zur Ehre des Herrn eingesetzt zu werden. In zweiter Linie (und nun wird es interessant) wird uns in der Bibel aber auch gesagt, dass „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst“ (1. Kor 14,4). Wenn Gott dir also eine Begabung geschenkt hat, dient sie dir auch zur eigenen Ermutigung. Du kannst in Sprachen reden? Super, nutze diese Gabe, um zu beten. Du malst gerne – eventuell sogar in deine Bibel (Bible Art Journaling)? Nutze deine Kreativität für deine Stille Zeit und lies’ Bibel. Du hast die Begabung zu lehren? Studier’ die Bibel und predige. Du schreibst gerne? Schreib’ ein Buch oder ein Blog.
Wie du siehst sind die Gaben so vielfältig und individuell zugleich. Der Herr kennt dich und hat dich auch reich durch Jesus Christus und seine Gnade beschenkt und begabt. (Er hat uns auch verheißen, dass jedem eine Gabe zuteil wird – also darf niemand denken, er sei nicht talentiert oder begabt: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.“ [1. Petr 4,10]) Gerade in Stürmen kann es ein unglaublicher Segen sein, sich einfach hinzusetzen und Zeit mit Gott zu verbringen, indem man seine Gaben nutzt. Sie bereiten einem tiefe Freude und erbauen ungemein. Nutze sie!

PS: Würde euch ein Post zum Thema Geistesgaben interessieren?

7. Vorbereitung

Wozu wir Menschen allzu gerne neigen, ist, in guten Zeiten, von Gott wegzudriften oder einfach nicht mehr intensiv nach seiner Nähe zu suchen. Doch genau dieses Nähe brauchen wir konstant in unserem Leben, um vor weiteren Stürmen gefasst zu sein. Das durfte ich auch erst am vergangenen Sonntag im Gottesdienst begreifen. Wir werden immer wieder Stürme erleben, das hat uns Gott verheißen (siehe vergangener Post über die 8 Gründe für Stürme). Aber wir müssen nicht immer wieder fallen. Wenn wir uns an Gottes starke Hand klammern, werden wir den Wind und die Wellen spüren, aber niemals davongetragen werden. Daher müssen wir beginnen, in der Erwartung zu leben, dass Stürme kommen; wir müssen uns vorbereiten und einen festen Stand im Herrn haben.

So, nach knapp 2000 Wörtern und einer gefühlten Ewigkeit ist dieser zweite Teil des Artikels zu „Stürmen im Leben“ endlich fertig. Es fiel mir nicht leicht, diesen Artikel zu schreiben, da ich selbst noch sehr leicht aus der Bahn zu werfen bin, wenn Stürme kommen. Ich bin da eher Typ „Kopf-in-Sand-stecken“: Entweder verkrieche ich mich in meinem Zimmer und versinke in meinem Problem oder ich versuche es solange zu ignorieren wie nur irgend möglich. So toll ich oben auch alles beschrieben habe, in der Realität ist es oft anders gewesen. Doch ich kann euch sagen, wenn ihr einmal festen Halt im Herrn gefunden und eine Gemeinde hinter euch habt, seid ihr schon auf dem richtigen Weg. Menschen sind keine Einzelkämpfer, wir sind auf den Herrn und auf Gemeinschaft angewiesen. Versucht bitte nicht, alles mit euch selbst abzumachen – das geht langfristig nicht gut. (Meine „Top-Tipps“ sind demnach vor allem Nr. 1, 2 und 5. Die restlichen Dinge entstehen früher oder später automatisch daraus.)
Zum Abschluss: Was sind eure Tipps, wenn ihr in Stürme geratet? Womit helft ihr eurer Seele, verankert zu bleiben? ☺️
Liebste Grüße,
eure Daniela