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Ich glaube, es ist eine Frage, die ziemlich viele Christen quält. Und zwar immer wieder aufs Neue. „Was ist der Wille Gottes für mein Leben? Soll ich BWL oder doch lieber irgendwas mit Medien studieren? Soll ich Tim oder doch lieber Tobi heiraten? Welche Arbeitsstelle findet Gott besser? Soll ich mir ein Haus kaufen? Ist ein VW oder doch ein Ford besser? Sollte ich ins Ausland gehen?“
Während sich die einen wie Igel zusammenkugeln, der Frage nach dem Willen Gottes aus dem Weg gehen und in Ahnungslosigkeit versinken, richten andere wie Pfauen ihre Federpracht an Erkenntnis auf und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein über den Willen Gottes für sie. „Es war Gottes Plan für mich!“ sind bei Christen der zweiten Sorte keine seltenen Aussprüche – Gott hat schließlich so manche Türen geöffnet. Die Igel unter uns werden wahrscheinlich einfach nur froh sein, wenn sie irgendwie ans Ziel kommen und dabei die offenen Türen, Richtungsweiser und winkenden Zaunpfähle nicht übersehen.
Aber mal Hand aufs Herz – woher kennen wir überhaupt Gottes Willen? Ich für meinen Teil bin mir des Willen Gottes in so einigen Angelegenheiten meist sicher – steht ja so in der Bibel, ist ja klar wie Kloßbrühe. Doch sobald’s dann an den persönlichen, individuellen Willen Gottes für mich geht – prosit, Neujahr – fragt lieber nicht. Ich weiß nicht mal, was ich selbst will. Und selbst wenn ich es wüsste … Woher soll ich Gottes Willen für mein Leben kennen? Wenn du dich das auch schon mal gefragt hast, darf ich dich heute dazu einladen, einen kleinen Einblick in den Willen Gottes zu erhalten. Let’s go & jump in!

Was ist das … der Wille Gottes?

Ein Hauptproblem bei der Definition des Willen Gottes, welches auch Kevin DeYoung in seinem Buch „Leg einfach los!“ beschrieben hat, liegt darin, dass wir ziemlich vieles als den Willen Gottes betiteln, obwohl es nicht den einen Willen Gottes gibt, sondern mehrere. Ein Beispiel, das auch DeYoung gebraucht:

„Manchmal sprechen wir davon, dass alle Dinge nach Gottes Willen geschehen. Andere Male sprechen wir davon, gehorsam zu sein und Gottes Willen zu tun. Und wieder andere Male sprechen wir davon, Gottes Willen zu suchen.“
Kevin DeYoung in ‚Leg einfach los!‘, Betanien Verlag, S. 15

Verwirrend, nicht wahr? Da weiß man gar nicht recht, nach welchem Willen man suchen und welchen man tun soll … Aber um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich euch kurz die unterschiedlichen Facetten und Stufen des Willen Gottes vorstellen.

Der globale Wille Gottes

Bevor ich auf die drei geläufigsten Arten (souverän, moralisch/ethisch, individuell/persönlich) des Willen Gottes eingehe, machen wir einen kurzen Ausflug in die übergeordnete Art des „globalen Willen Gottes“. Denn wir übersehen leider manchmal, dass Gott uns seinen grundlegenden Willen bereits in der Bibel offenbart hat, und dass dieser nicht nur die komplette (Heils-)Geschichte prägt, sondern auch dein und mein Leben. Zudem spiegelt sich sein globaler Wille auch in den anderen Arten seines Willen sehr gut wider. Lasst uns das einmal gemeinsam anschauen – es ist ganz einfach … ☺️

  • Der Wille Gottes für die Schöpfung ist Existenz: „Denn du bist der Schöpfer aller Dinge; nach deinem Willen wurde alles ins Dasein gerufen und erschaffen.“ (Offenbarung 4,11b)
  • Der Wille Gottes für die Menschheit ist Errettung: „Ja, es ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat.“ (Johannes 6,40a)
  • Der Wille Gottes für alle Gläubigen die Heiligung: „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung.“ (1. Thessalonicher 4,3a)

 

 

Der souveräne Wille Gottes

Der souveräne Wille Gottes ist das, was man auch als den „geheimen Ratschluss Gottes“ oder seine vorherbestimmten Verordnungen kennt. Er umfasst jedes Ereignis der Welt- und Zeitgeschichte: alles, was Gott beschließt, wird auch so eintreten. Er steht souverän über allen Dingen und lenkt das Geschehen. Was er will, wird geschehen.

„In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willen.“ (Epheser 1,11)
„Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ (Jesaja 46,10b)

 

Der moralische/ethische Wille Gottes

Der moralische/ethische Wille Gottes umfasst alle in der Bibel aufgeführten Gebote des Herrn – quasi die Aufforderungen, was Gott von uns möchte. DeYoung beschreibt diese Art des Willen Gottes so: „Während der souveräne Wille beschreibt, wie die Dinge sind, zeigt der moralische Wille, wie die Dinge sein sollten.“ (‚Leg einfach los!‘, S. 18)

„Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“ (Matthäus 12,50)
„Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben.“ (1.Johannes 2,17)

 

Und was ist nun Gottes Wille für mein Leben?

Tja, da wären wir auch schon bei der wohl „interessantesten“ Art des Willen Gottes: sein individueller Wille für uns. Während manche Christen behaupten, dass Gott keinen individuellen Plan für unser Leben hat, sind die nächsten felsenfest davon überzeugt, dass sie Gottes großem Plan nacheifern müssen und es einen Weg für ihr Leben gibt, den sie nur noch finden müssen. Ich möchte euch nicht enttäuschen: Aber beide Varianten sind nicht ganz richtig. Tatsächlich ist es nämlich durchaus so, dass Gott einen individuellen Willen für unser Leben hat. Er hat einen Plan und weiß um jeden Schritt unseres Lebens: „Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand. Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.“ (Psalm 139,16) Allerdings kommen hier noch ein paar Faktoren hinzu, die im Übereifer gerne vernachlässigt werden und an die man hin und wieder erinnert werden sollte:

Gott ist kein Wunscherfüller oder eine Wahrsagekugel

Mit der Frage nach dem persönlichen und individuellen Willen Gottes schwingt automatisch immer ein gewisser Unterton mit – man ist neugierig, klar, und man will Gott gefallen, auf jeden Fall. Aber man will den Herrn auch irgendwie prüfen … ist Gott wirklich gut und vertrauenswürdig? Hat erwirklich Gutes mit mir vor? Wir wissen, dass von Gott alles Gute zu erwarten ist (Jakobus 1,17). Dennoch bleibt der Zweifel, ob es unserem Bild von „gut“ entspricht, und die Sorge, dass unsere Zukunft nicht so werden könnte wie wir es uns vorgestellt haben (ähnliches hat Abraham in 1. Mose 12,10-20 und 20,1-18 erlebt). Gott ist aber anders. Statt mit einer detaillierten Offenbarung unseres Lebensplanes zu reagieren und uns zu erklären, was genau als nächstes passiert oder welche Entscheidung getroffen werden soll, fordert er uns zu zwei einfachen Dingen auf:

Wir sollen uns nicht sorgen.

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. […] Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Matthäus 6,25a+33)

Wir sollen Gott um Weisheit für Entscheidungen bitten.

„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“ (Jakobus 1,5)

 

Es gibt nicht immer nur „den einen richtigen Weg“

Wir verheddern uns gerne in nicht-moralischen bzw. nicht-ethischen Entscheidungen, weil wir uns entweder zu sehr sorgen, zu feige und vom Überangebot der Optionen überfordert sind, oder schlichtweg die beste Option (nicht die zweitbeste!) wählen wollen. (Dieses Phänomen der Generation Y habe ich bereits in meinem Artikel über die Probleme unserer Generation thematisiert.) Allerdings beruft uns Gott ganz klar dazu, dass wir in Freiheit und Verantwortung solche Entscheidungen zu treffen haben – es gibt nicht nur „den einen Weg“. Es gibt oftmals mehrere gute Wege, für die wir uns gemäß unserem freien Willen entscheiden dürfen. Solange wir Entscheidungen auf Grundlage des moralischen und globalen Willen Gottes (Heiligung) treffen und mit Hilfe von Gottes Weisheit gehen, werden wir einen guten Weg finden.

Gott möchte uns Weisheit schenken, um mutig selbst Entscheidungen treffen zu können

Man fragt sich nun bestimmt: „Wie gehe ich denn nun mit Gottes Weisheit?“ Wie wir in Jakobus 1,5 gelesen haben, erhalten wir die Weisheit von Gott persönlich, wenn wir ihn darum bitten. Dabei wird uns die Weisheit in unterschiedlichen Formen zuteil:

Bibel

Weil Gottes Wort lebendig ist und voller Weisheit steckt, möchte er für uns keine Wahrsagerkugel spielen: Echte Weisheit kommt immer aus der Gottesfurcht und dem Bestreben, wie Christus zu leben und unser Leben in Heiligung zu führen. Wenn wir Gottes offenbarten Willen tun, ist dies der Anfang der Weisheit.

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Timotheus 3,16-17)

Ratschläge

Gott spricht zu uns. Zum einen durch die Bibel, aber zum anderen auch durch Ratschläge anderer Christen, wie beispielsweise unseren Freunden, Verwandten und Geschwistern in der Gemeinde. Ohne Ratschläge, die uns auf unserem Weg als Richtungsweiser oder zur Korrektur dienen, würden wir teilweise sehr unweise handeln und in so manch missliche Lage geraten. Schon im Buch Sprüche steht geschrieben:

„Ein Dummkopf hält alles, was er tut, für recht, doch ein Weiser hört auf Rat.“ (Sprüche 12,15)

Heiliger Geist

Ein Punkt, dem gerne zu wenig Bedeutung beigemessen wird: der Heilige Geist, durch den Gott ganz klar auch zu uns reden kann. Entweder durch unser fine-getunetes Gewissen, durch die „innere Stimme“ wie man sie gerne nennt, aber auch durch Eindrücke und Prophetie. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Nicht immer, wenn jemand sagt: „Gott hat mir gesagt …“, ist diese Aussage unantastbar. Gottes heiliger Geist kann zu uns sprechen – manche nehmen sein Reden ganz eindeutig wahr, bei anderen ist es eher das Wahrnehmen eines Impulses oder eines Eindrucks. Aber man sollte solche Eindrücke immer prüfen – stimmen sie mit dem moralischen Willen Gottes überein? Oder widerspricht es der Bibel? Ist es gut und erbaulich? Dennoch: Vertraut auf Gottes heiligen Geist in euch.

„Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)

Gebet

Last but not least – das Gebet. Es bringt nichts, in willkürlichen Aktivismus zu entbrennen und Entscheidungen übers Knie zu brechen. Gott möchte, dass du selbstbewusst Entscheidungen triffst – allerdings möchte er, dass du Entscheidungen mit ihm triffst. Wenn wir also nicht darum bitten, dass Gott uns seinen konkreten Plan offenbart, sollten wir stattdessen um Klarheit und Weisheit bitten und Gott regelmäßig im Gebet aufsuchen, um ein Feingefühl für weise, gottgefällige Entscheidungen entwickeln zu können.

„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!“ (Matthäus 7,7)

 

Fazit

Dieser Artikel mag für Leute, die gerade vor großen Entscheidungen stehen, eventuell eine kleine Hilfe sein – eventuell ist er aber auch wie Salz in der Wunde. Natürlich ist die Theorie immer einfacher als die praktische Entscheidungsfindung. Es lässt sich einfacher „Sorge dich nicht“ sagen, als Gott tatsächlich zu vertrauen und mutig eine Entscheidung zu treffen. Ich weiß, dass solche Worte manchmal wie Ironie klingen – dennoch möchte ich ermutigen. Allerdings möchte ich an die Worte Gottes erinnern. Weil ich selbst erfahren habe, wie es ist, schwere Entscheidungen treffen zu müssen. Und weil ich erleben musste, wie hilflos man ist, wenn einem die Weisheit fehlt, und man kurz vorm Durchdrehen ist. „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) Dort steht nicht „dann sorgt er für euch“ – dort steht „denn“. Es ist die Begründung, warum wir unsere Sorgen auf Gott werfen sollen: Weil er für uns sorgt, komme was da wolle. Amen!

 

HAPPY BIRTHDAY!
1 Jahr ewiglichtkind.de

Und weil es wohl keinen passenderen Anlass gibt, eine Verlosung zu veranstalten, als der erste Bloggeburtstag von ewiglichtkind.de, habe ich für euch – natürlich passend zum Thema – eine Kleinigkeit vorbereitet. Gemeinsam mit dem Betanien Verlag darf ich ein Exemplar des Buches „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung verlosen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an den Verlag, und einen netten Hinweis: Auf cbuch.de findet ihr gute, erbauliche und bibeltreue Literatur zu verschiedenen Themen. ☺️ Unter anderem auch das Heftchen „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“, welches ihr ebenfalls als Verlosungsgeschenk erhaltet. Tja, und weil Klassiker immer passen, gibt es oben drauf noch ein Exemplar des Buches „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch.

 

Wie kann man teilnehmen?

Teilnehmen könnt ihr auf Facebook und Instagram unter dem jeweiligen Verlosungspost. Die Teilnahme erfolgt durch ein Like und Kommentar, in dem ihr einen Freund verlinkt und mir verratet, welche Themen euch in Zukunft auf ewiglichtkind.de interessieren würden.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Artikels, am Samstag, den 15. Juli 2017, und endet am Samstag, den 29. Juli 2017 um 20:00 Uhr MEZ. Es werden insgesamt zwei Bücher und eine Broschur verlost: „Leg einfach los!“ von Kevin DeYoung, „Jesus – unser Schicksal“ von Wilhelm Busch und „Echte Reformation – 5 Leitlinien zurück zu Gott“ vom Betanien Verlag. Die Auslosung erfolgt am Sonntag, 30. Juli 2017. Der Gewinner wird per Nachricht und in einem seperaten Post benachrichtigt. Aus versandtechnischen Gründen kann der Gewinn nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz versendet werden.

Die Verlosung steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise von der Facebook Inc. gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Viel Spaß beim Mitmachen!

Und damit wünsche ich euch ein wundervolles & gesegnetes Wochenende!
Liebste Grüße, eure Daniela

„Meine Gemeinde ist meine Familie.“ Diesen Satz hatte ich vor einigen Tagen in meinem Whatsapp-Status stehen (okay, zugegeben – dort stand er auf Englisch ?). Eine „geistliche Familie“ sein – das bedeutet, dass man aus der Liebe zu ihm und zueinander handelt und die Sache des Herrn in den Mittelpunkt stellt. Es bedeutet, dass man sich aufeinander verlassen kann und dass auf jeden geachtet wird – egal ob jung oder alt. Es bedeuetet, dass du angenommen wirst wie du bist, weil der Herr dich liebt. Und es bedeutet, dass man offen miteinander reden, kontroverse Themen diskutieren, aber auch füreinander beten kann. Ich persönlich durfte über Ostern wieder einmal besonders stark erfahren, wie wertvoll eine solche Gemeinde ist. Doch leider ist das keine Selbstverständlichkeit – wir Menschen sind Sünder, und ebenso sind auch unsere Gemeinde nicht vor Sünde und Fehlern gefeiht.
Vor ein paar Wochen habe ich den Vorgänger-Artikel („Dos & Don’ts einer guten Gemeinde – Teil 1 – Dos“) zu diesem Thema veröffentlicht, in welchem ich aufgezeigt habe, welche guten Eigenschaften von Bedeutung für die Gemeinde Gottes sind. Mit diesem Artikel zum Thema „Dont’s“ möchte ich dich dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und dich voll in die Gemeinde Gottes einzubringen. Und ich möchte unsere „geistlichen Alarmglocken“ sensibilisieren, frühzeitig Gefährdungs- und Verbesserungspotenzial zu erkennen, damit du Vorschläge zur Verbesserung machen oder selbst etwas für die Gemeinde bewegen kannst. Denn die Gemeinde soll ein Ort sein, an dem Gott verherrlicht wird und an dem sich seine Kinder in Liebe begegnen und dienen können.

» Don’ts

Wie sollte eine Gemeinde Gottes nicht sein? Welche Eigenschaften sollte sie nicht haben? Was sollte sie nicht tun?


1. Kinder- und Jugendarbeit wird wenig beachtet

Was ist die Zukunft der Kirche und der Gemeinde Gottes? Sie ist das, was unsere Kinder und Jugendlichen (oder auch unsere junge Generation) daraus machen. Die Zukunft wird davon abhängen, wie Kinder und Jugendliche gefördert werden und wie wir sie biblisch prägen. Schon im Alten Testament richtet der Herr diese Worte an uns: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ (5. Mo 6,6-7)
Auch wenn sich diese Gebot auf die mosaischen Gesetze bezieht, ist es eine biblische Wahrheit, die wir auch im Neuen Testament wiederfinden: „Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel!“ (Mt 19,14) Es ist unsere Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche zum Herrn gelangen und von Jesus hören können. Denn wenn wir es nicht tun – soll es etwa die Welt tun?

2. Man findet nur schwer Anschluss

Immer mehr Menschen machen heutzutage die Erfahrung, dass Gemeinden scheinbar einen „Exklusivitäts-Anspruch“ erheben. Entweder bist du In oder Out. Christen kümmern sich um die Anliegen der Gemeinde und ihre eigenen Mitglieder, aber sobald Neue dazu kommen, wird es schwierig. So ein bisschen Small Talk ist meist noch drin, aber darüber hinaus? Wenn man nicht in das Schema F passt, wirst man nur nett als Besucher aufgenommen, aber keine echte Beziehung gepflegt. Das lassen wir andere natürlich nicht merken, aber etwas dagegen unternehmen tun wir auch nicht – aus Bequemlichkeit, weil neue, „andersartige“ Menschen auch immer Arbeit kosten.
Doch ist das der Wille des Herrn? Dass wir es uns bequem machen? Mir stinkt sowas immer gewaltig muss ich zugeben. Ich weiß aus meiner eigenen Vergangenheit selbst, wie sich Oberflächlichkeit und Ignoranz anfühlen. Doch Gott ist nicht oberflächlich. Ihm ist jeder Mensch und jedes Schaf wichtig (Mt 18,12-14). Also muss uns das ebenso zum Anliegen werden, jeden Menschen in unsere Gemeinde aufzunehmen und wie einen Bruder oder eine Schwester zu behandeln – eine Beziehung aufzubauen, die Gott ehrt, indem sie erbaut und ermahnt.

3. Es darf nicht hinterfragt werden und es fehlt Transparenz

Wenn eine Gemeinde keine kritischen Fragen zulässt und nicht duldet, Lehre zu hinterfragen, ist das meines Erachtens eine eindeutige rote Flagge, bei der alle „geistlichen Alarmglocken“ läuten sollten. Die Gemeinde ist durch fehlendes Hinterfragen nicht mehr vor Sünde gefeiht, weil sie sich nicht korrigieren und ermahnen lässt oder einfach eine gewisse Transparenz zeigt und auf Fragen eingeht. Bist du dir bei einer Aussage, die dein Pastor getroffen hat, unsicher? Verstehst du bestimmte Lehren deiner Gemeinde nicht? Falls du dich nicht traust nachzufragen, möchte ich dich ermutigen, den Weg zu deinen Leitern zu suchen – du hast das Recht, alles prüfen zu dürfen und du wirst sogar in 1. Thessalonicher 5,21 dazu aufgefordert. In einer guten Gemeinde darfst du solche Fragen stellen, auf die du Antworten erhalten wirst, weil auf die Menschen und ihre Sorgen/Anliegen eingegangen wird.

4. Kein Mentoring & keine Zweierschaften

In Zeitalter der Digitalisierung, in der man Predigten bequem online hören und Gottesdienste via Live-Stream verfolgen kann, stellt sich gerne mal die Frage, welchen Mehrwert eine Gemeinde eigentlich bietet. In meinem letzten Artikel zum Thema Gemeinde habe ich bereits einige Aspekte aufgezählt, die durchaus gut sind. Eine der größten Stärken der (Orts-)Gemeinde sehe ich aber im persönlichen Kontakt zu den Menschen. Du bist nicht anonym, du kannst direkt face-to-face das Gespräch suchen, Fragen stellen, Rat suchen und dich über Erfahrungen mit Gott austauschen. Am besten funktioniert sowas in kleineren Gruppen wie etwas Hauskreisen, Mentor-Schüler-Beziehungen und Zweierschaften bzw. Glaubens-Partnerschaften. Deswegen achte darauf, dass deine Gemeinde solche Kleingruppen und Partnerschaften unterstützt, in denen füreinander gebetet, in der Bibel gelesen und im Glauben gestärkt werden kann.

5. Kontroverse Themen werden gemieden

Für Menschen im jungen (Glaubens-)Alter ist es ein großer Fehler, wenn Gemeinden kontroverse Themen meiden. Manchmal wird es damit entschuldigt, dass man die Gemeindemitglieder behüten will, weil kontroverse Themen auch immer Gefahren beugen – verständlicherweise. Allerdings geht dieser Schuss meines Erachtens nach hinten los, denn man vergisst allzu oft: Wer soll dann mit ihnen darüber sprechen, wenn nicht die Gemeinde? Wir sehnen uns nach dem Wort Gottes und der Wahrheit, und zwar in allen Lebensbereichen. Die Wahrheit ist nicht immer bequem und sie ist auch nicht immer leicht. Manchmal erschüttert sie uns, bringt unser Glaubensbild zum Wackeln. Doch ist unser Glaube bewährt, wird ihn nichts umstürzen können.
Viel mehr Schaden können falsche Behauptungen und „Irrlehren“, die man im Internet und in Büchern findet, auslösen, wenn wir uns auf der Suche nach Antworten, die wir in der Gemeinde nicht erhalten, woanders hinbegeben. Das soll allerdings nicht heißen, dass man keinen Wert mehr auf das Internet und Bücher legen soll – es gibt viele gute Quellen! Doch die erste Anlaufstelle für Glaubensfragen und kontroverse Themen sollte die Gemeinde oder eines ihrer Mitglieder sein, oder etwa nicht?


Viele Erkenntnis über das biblische Bild einer Gemeinde Gottes durfte ich auf dem Youthweb-Treffen 2016  (#YWT16) sowie durch das Buch „Mehr als ein Sonntagsflirt“ von Joshua Harris gewinnen. Aber auch Markus Wenz vom GOSPEL FORUM Stuttgart und FaithIt (ein englischsprachiger christlicher Blog) haben dazu sehr wertvolle Artikel geschrieben, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann!


Wie sehen eure Erfahrungen mit Gemeinden aus? Worauf achtet ihr bei Gemeinden? Ich freue mich über euer Feedback! ♥


Liebste Grüße,
eure Daniela

„Please don’t stop the music!“ Und das aus gutem Grund. Musik ist eine wunderbare Erfindung unseres Schöpfers. Sie entspannt, fokussiert, ermutigt, motiviert, bereichert den Alltag, tröstet und pusht. Ihre vielfältigen Sounds erfreuen uns, ihre einzigartigen Texte bringen uns zum Staunen. Der Klang lässt uns mitfiebern und den Inhalt spüren. Musik hat eine umheimliche Macht und großen Einfluss auf uns. Sie beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gedanken und unser Handeln. Beobachtet einmal genau euer Umfeld – wann und wie nehmt ihr Musik wahr? Beim Auto fahren, an der Arbeit, beim Einkaufen im Supermarkt nebenan, während des Essens oder auch im Bad, während ihr euch fertig macht. Musik umgibt uns beinahe überall und sie tritt in den unterschiedlichsten Stilen und Formen auf – coole Rhythms zum Tanzen, Lieder zum Mitträllern oder slow beats zum Entspannen.

Doch in der Menge und dem unüberschaubaren Angebot an Musik verliert man schnell die Orientierung. Besonders als Christ ist es heutzutage eine Herausforderung, zwischen guter, erbaulicher und schlechter Musik zu unterscheiden. Was macht gute Musik aus? Gibt es „schlechte“ Musik? Welche Musik ist gottgefällig? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, möchte ich euch heute vier Tipps an die Hand geben, mit denen ihr Musik und euren Umgang damit prüfen könnt. Let’s go!

Anmerkung im Voraus: Gerade beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die meines Erachtens selten gewinnbringend sein – daher möchte ich auf diese nicht explizit eingehen. Der Fokus des Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen. Gottes Wort ist allgenügsam und „alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2.Timotheus 3,16). Zur Veranschaulichung und besseren Verständlichkeit versuche ich, praktische Beispiele einzubinden, die u.a. meinem persönlichen Musikgeschmack entsprechen. Da sich dieser von eurem unterscheiden kann, bitte ich auf dieser Grundlage keine Diskussionen zu starten. Diskussionen inhaltlicher Art sind hingegen immer gern gesehen, sofern höflich miteinander umgegangen wird. Danke für euer Verständnis! ? #schönliebsein

1. Ist die Musik christlich oder weltlich?

Die Frage aller Fragen. Denn viele Menschen gehen die Beurteilung von Musik grundsätzlich falsch an, da sie davon ausgehen, jedes Lied bzw. Musikstück nach den gleichen Kriterien beurteilen zu können. Aber das ist meines Erachtens unlogisch. Wir beurteilen einen Fisch schließlich auch nicht danach, wie gut er fliegen kann, oder? Zuallererst sollte man sich darüber im Klaren sein, was man (aus geistlicher Sicht) beurteilt. Ist die Musik christlich, nicht-christlich, weltlich oder satanisch? Lasst es mich kurz erklären.

christlich

Als christliche Musik werden im allgemeinen Sprachgebrauch Lieder bezeichnet, die das Ziel haben, Gott zu verherrlichen. Darüber hinaus können solche Musikstücke dazu dienen, Christen zu ermutigen, zu belehren und zu trösten. Da „christliche Musik“ ein relativ weitgefasster Begriff ist, und sich der Grad an geistlichem Inhalt sowie die Art der Musik und der Aufmachung der Texte sehr unterscheiden kann, unterteile ich christliche Musik nochmals in drei Kategorien. Angelehnt an 1. Korinther 3,2 unterscheide ich hierbei geistliche Milch bzw. Weißbrot, feste Nahrung bzw. Schwarzbrot und eine Zwischenkategorie, das geistliche Bauernbrot.

„Milch habe ich euch gegeben, keine feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet.“
1. Korinther 3,2a

Schwarzbrot

Hachja, das herrliche geistliche Schwarzbrot. So wie man sich christliche Musik vorstellt – tiefsinnige Texte, teilweise wörtliche Bibelzitate, lehrende Funktion, geistliche Wahrheiten. Mit christlicher „Schwarzbrot-Musik“ geht auch meist eine andächtige, traditionell langsame Darbietung mit einfachem instrumentalen Einsatz einher. Sie können sowohl einfache als auch schwerfällige, dramatische Melodien haben. Von Relevanz für diese Kategorie ist hauptsächlich der Inhalt, die instrumentale Komposition rückt dabei in den Hintergrund.

 

Weißbrot

Das konträre Pendant zum geistlichen Schwarzbrot. Weißbrot-Musik (geistliche Milch) zeichnet sich dadurch aus, dass die Melodien sehr eingängig und die Texte simpel gehalten und einfach zu verstehen sind. Inhaltlich nicht sehr anspruchsvoll werden hier geistliche Wahrheiten kompakt dargestellt. Typische Vertreter sind Pop-Bands wie Hillsong – bei ihnen ist die instrumentale Komposition von etwas höherer Relevanz als der Inhalt. Kinderlieder-Artisten sind teilweise ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen – instrumentale Komposition und Inhalt sind zwar von gleicher Relevanz, der Inhalt ist aber aufgrund der Zielgruppe wesentlich einfacher gehalten und somit geistliche Milch.

 

Bauernbrot

Bauernbrot – eigentlich meine liebste Kategorien unter den christlichen Liedern. Das Bauernbrot kombiniert die tiefsinnigen Texte mit biblischen Lehren der einen Kategorie mit den eingängigen Melodien und der Einfachheit der anderen. Die Musik kann im einen Moment zum Denken anregen und ins Gebet führen, aber genauso gut zum Abdancen und laut mitträllern dienen. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

nicht-christlich

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, die Begriffe „nicht-christlich“ und „weltlich“ zu differenzieren. Das vorrangige Ziel nicht-christlicher Musik ist nicht die Verherrlichung Gottes. Dennoch kann die Musik christliche Werte transportieren oder bestimmte Themen behandeln und gute Absichten fördern. Sie verherrlicht keine Sünden, sondern schildert Gegebenheiten, erzählt (alltägliche) Geschichten, versucht ggf. aufzurütteln. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

weltlich

Die Musik fokussiert sich auf banale, alltägliche Themen; der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Je nach Zweck und Interpret konzentriert sich die Musik auf physiologische, soziale und sexuelle Bedürfnisse oder das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Oft ist der Inhalt von geringerer Relevanz, viel mehr steht die instrumentale Komposition im Vordergrund.

 

satanisch/spiritistisch

Im Fokus satanischer bzw. spiritistischer Musik steht der Teufel bzw. die Anbetung Satans oder andere spirituelle, dämonische Gewalten. In einigen Fällen wird der Bezug zu Satan nur indirekt hergestellt oder der Teufel ins Lächerliche gezogen. Parodien über Gott werden auch oft inbegriffen. Beispiele hierfür sind „Lucifer“ von XOV oder die Red Hot Chili Peppers. Oftmals wird hier auch Beyoncé dazu gezählt, da sie von sich selbst behaupte, auf der Bühne von einem Dämon ergriffen zu werden. (Falls nicht eh schon selbstverständlich: Von dieser Musik-Kategorie ist als Christ abzuraten.)

2. Welchen Zweck erfüllt die Musik?

So, kommen wir nun zum nächsten spannenden Punkt. Welchen Sinn und Zweck erfüllt Musik? Unter Berücksichtigung unserer eben gewonnenen Erkenntnisse, dass Musik je nach Art unterschiedliche Hauptziele hat, können wir an diese Frage mit einem viel klareren Blick rangehen. Ich möchte der Frage auf den Grund gehen, worin Musik ihre Daseinsberichtigung hat. Habt ihr euch beispielsweise schon einmal bewusst gefragt, ob Gott Musik ausschließlich zur Anbetung und Belehrung erschaffen hat oder ob es auch in seinem Willen ist, wenn wir sie zur Ermutigung und zum Trost nutzen?

Schauen wir uns mal König David, einen der bekanntesten Musiker und Poeten aus Bibel, näher an. Er nutzte Musik hauptsächlich zur Anbetung und Verherrlichung Gottes, wie man es in den Psalmen lesen kann (Psalm 4:1, 6:1, 54:1, etc.). Es gibt jedoch Fälle, da setzte David die Musik für andere Zwecke ein. Und zwar genauer gesagt für die Beruhigung des Königs Saulus, während dieser von bösen Geistern geplagt wurde (1. Samuel 16,14-23). Darüber hinaus benutzten bspw. Israeliten Musikinstrumente zu unterschiedlichen Zwecken wie der Warnung vor Gefahren (Nehemia 4,20). In Epheser 5,19 lesen wir folgende Anweisung des Apostels Paulus: „Ermutigt einander mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn.“

An diesen aufgeführten Beispielen sehen wir, dass wenn auch die Hauptaufgabe der Musik in der Anbetung Gottes besteht, die Bibel auch andere Verwendungen für Musik erlaubt: Ermutigung, Lobgesänge, Trost, Lobpreis, Freudengesänge, Beruhigung, Ausdruck menschlicher Emotionen.

3. Welchem Genre/Stil gehört die Musik an?

An dieser Stelle wiederhole ich gerne noch einmal, was ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe. Beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die selten gewinnbringend sein. Der Fokus meines Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen und nicht auf der subjektiven Frage, was sich für einen selbst gut anhört oder wovon man kulturell geprägt ist.

Wie steht die Bibel zu unterschiedlichen Genres und Musikstilen? Und was wird über den Einsatz von Musikinstrumenten geschrieben? Interessanterweise lesen wir in der Bibel, dass kein Genre oder Musikstil geschweige denn irgendein Instrument verurteilt wird. Ganz im Gegenteil – wir lesen des öfteren von diversen Instrumenten wie Saiten- und Blasinstrumenten: „Die Sänger gehen voran, danach die Saitenspieler, inmitten der Jungfrauen, die die Handpauken schlagen.“ – Psalm 68,26; „Und als die Bauleute den Grund zum Tempel des Herrn legten, stellten sich die Priester in ihren Gewändern auf, mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Zimbeln, um den Herrn zu loben nach der Anordnung Davids, des Königs von Israel.“ – Esra 3,10.

Was hingegen in der Bibel verurteilt wird, ist hohler Lobpreis, der Gott scheinbar die Ehre geben soll, aber wahrhaftig weit entfernt von der Wahrheit ist: „Ich hasse und verachte eure religiösen Feste und kann eure feierlichen Zusammenkünfte nicht riechen. Ich will eure Brand- und Speiseopfer nicht haben; die Friedensopfer eurer Mastkälber will ich nicht sehen! Hört auf mit dem Lärm eures Lobpreises! Eure Anbetungsmusik werde ich mir nicht anhören. Stattdessen will ich Recht fließen sehen wie Wasser und Gerechtigkeit wie einen Fluss, der niemals austrocknet. Habt ihr eure Schlacht- und Speiseopfer während dieser 40 Jahre in der Wüste etwa mir gebracht, Israel? Nein, euer eigentliches Sinnen und Trachten galt euren heidnischen Göttern – deinem König Sakkut und deinem Sternengott Kewan – den Bildern, die du dir selbst gemacht hast. – Amos 5,21-26.

Das Volk Israel wird nicht wegen des Lobpreises an sich oder gar des Stiles angeklagt. Nein, viel mehr geht es dem Herrn um die Unehrlichkeit des Volkes, und dass ihr Herz nicht dem Herrn dient, sondern Götzen. Prüfe dich einmal selbst: Kannst du voller Freude und zur Ehre des Herrn ein bestimmtes Lied hören? Oder zollst du damit eigentlich nur deinem Fleisch (dem Satan) einen Dienst, indem du bspw. darin Erfüllung suchst?

4. Worum geht es inhaltlich in der Musik?

Das für mich wichtigste Kriterium zur Unterscheidung zwischen guter, erbaulicher und schlechter, zerstörerischer Musik ist – neben der Einteilung in christlich, nicht-christlich, weltlich und satanisch – der Inhalt eines Liedes. Zwei gute Verse, die uns bei der Prüfung des Inhalts eines Liedes helfen, sind folgende:

„Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“
Philipper 4,8

„Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“
1.Korinther 6,12

Christen vergessen allzu gerne, dass Gott der Schöpfer von Musik ist und nur Gutes von ihm zu erwarten ist. Die Musik selbst kann daher nicht unrein sein – es ist uns erlaubt, sie zu hören. Musik kann nur durch den Einfluss von Menschen unrein werden, und das geschieht vorzugsweise unter dem inhaltlichen Aspekt. Worauf ist also zu achten? Wie Paulus es uns schreibt, sollten wir in Liedern nach dem Wahrhaftigen, Ehrbaren, Gerechten, Reinen, Liebenswerten, Wohllautenden, Tugendhaften und Lobenswerten suchen. Kannst du etwas in dem Lied finden, das diesen Aspekten entspricht? Dann spricht theoretisch nichts dagegen, dieses Lied zu hören. Wie schon in 1.Thessalonicher 5,21 geschrieben steht: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ Schon Paulus hat in scheinbar weltlichen Dingen nach dem Guten und Redlichen gesucht und sogar in seinen Briefen aus heidnischen Stücken zitiert: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!“ (1. Kor 15,33 – ein Zitat aus dem Drama „Thais“ des griechischen Komödiendichters Menander.)

In einer von Sünde durchdrungenen Welt wird es wahrscheinlich nicht häufig vorkommen, dass ein Lied den Kriterien in Philpper 4,8 zur Genüge entspricht. Dennoch bin ich der Meinung, dass man offen bleiben sollte, auch in weltlichen Dingen Segen zu finden. Mich ermutigt beispielsweise immer wieder „Ain’t nobody (loves me better)“ von Jasmine Thompson feat. Felix Jaehn, weil es mich an die einzigartige Liebe Gottes erinnert, die bis zum Tod am Kreuz führte, und dass mich keiner liebt wie der Herr.

5. Bringt mich die Musik näher zu Gott?

Zu dieser Frage möchte ich erst einmal eine Gegenfrage stellen: Entferne ich mich durch die Musik von Gott? Wie wir oben gelesen haben, hat Musik nicht immer den Hauptzweck, Gott zu loben und zu preisen. Sie kann bspw. auch zur Ermutigung und zum Trost dienen. In solchen Fällen werden wir ein Lied aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit einem eben solchen Fokus hören: Das Lied ermutigt mich, also freue ich mich über die schöne Melodie und lasse mich davon motivieren. Bei christlichen Liedern hingegen ist es ganz einfach – die Lieder geben schon genug Anlass, uns Gott zu nähern. Ob wir das aber tatsächlich tun, bleibt immer noch uns selbst überlassen. Wir können dafür nicht die Lieder beschuldigen. (Und manch einer wird übrigens sogar durch weltliche und nicht-christliche Lieder so sehr ermutigt oder getröstet werden, dass er nicht anders kann, als den Herrn dafür zu preisen.)

Und nicht zu vergessen: Jeder Mensch geht mit Musik anders um. Während manche Menschen Lieder nach dem ersten Hören auswendig kennen und jedes Wort klar verstehen – und der Inhalt somit viel präsenter und bewusster aufgenommen wird –, kennen andere wiederum auch nach Monaten nicht den Songtext und verstehen den Text auch kaum bis gar nicht (somit rückt die bewusste Präsenz des Inhalts in den Hintergrund). Heißt im Endeffekt, dass Lieder, die die einen noch hören können, die nächsten schon sehr zu stören vermögen. Praktisch wie Paulus über das Götzenfleisch in 1. Korinther 8,7+9 schreibt: „Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist. […] Habt aber acht, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!“

Mein Tipp: Übergehe nie dein eigenes Gewissen, wenn es dich warnt – aber schränke dabei weder die Freiheit anderer Christen ein, noch gebe ihnen einen Anlass zum Anstoß oder um sich über dich zu ärgern. (Mehr dazu könnt ihr in meinem Artikel „Darf ein Christ …?“ nachlesen.)

Mein Fazit

Dieser Artikel hat mich ziemlich viel Arbeit gekostet. Ernsthaft. Ich habe die ersten Zeilen im Dezember letzten Jahres zu schreiben begonnen und seitdem nicht mehr daran weitergearbeitet, weil mich das Thema selbst sehr aufgerüttelt hat. Ich höre gefühlt 24/7 Musik – morgens im Bad, beim Frühstücken, beim Autofahren, an der Arbeit, daheim bei privaten Aufgaben, beim Lernen, beim Bibel lesen. Nur beim Schlafen, Parken und Beten ist die Musik (so gut wie) aus. Leider musste ich mir eingestehen, dass ich Musik oftmals unreflektiert höre; ich denke gar nicht mehr groß darüber nach, was ich höre, sondern entscheide geschmäcklerisch. Keine gute Angewohnheit.
Der Artikel war also praktisch wie eine kleine Selbstreflexion, die mir aufgezeigt hat, wo es noch Potenzial gibt. In meiner privaten Musikbibliothek liegen teilweise noch „Musik-Leichen“ aus meinen Teenie-Jahren, aber auch aus der vergangenen Zeit, die ich mittlerweile nicht mehr höre, weil mein Gewissen sich meldet. Die Texte waren nie mega-schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gut. So habe ich neuerdings angefangen, auszumisten. Alles, was mir zufällig in meine aktuelle Playlist rutscht und Unbehagen auslöst, wird gelöscht. Viele Lieder stellen auch einfach eine Grauzone dar, die ich derzeit noch billige. Eventuell ändert sich das mit den Jahren noch – so wie jetzt auch die Erkenntnis kam.

Doch der Artikel hatte auch sein Gutes: Ich habe erkannt, dass es ein unwahrscheinlich großes Repertoire an guten, erbaulichen Liedern aus den verschiedensten Kategorien (christlich, nicht-christlich, weltlich), in unterschiedlichen Stilen und mit unterschiedlichen Thematiken und allerlei Interpreten gibt. Und das beste: Diese Lieder sind so vielfältig, und man hört sie allesamt nicht nur gerne – nein, es ist uns sogar in der Tat erlaubt, diese Musik zu hören, weil uns Christus die Freiheit dazu gibt. Das freut mich unwahrscheinlich. Es ist wundervoll, dass der Herr Musik so vielfältig geschaffen hat! Halleluja!

Abschlussfrage: Wenn du bis hierhin gelesen hast (Respekt!), schreib mir doch in die Kommentare, welches Lied derzeit dein Lieblingslied ist!

Quellen und weiterführende Links: gotquestions.org, betanien.de, Die Bibel ☺️

Herzlichst,
eure Daniela ♥

„Ich liebe meine Gemeinde!“ Hast du das schon einmal jemanden sagen hören oder kannst das von dir selbst behaupten? Liebst du deine Gemeinde? Ich persönlich kann das mit ganzem Herzen sagen: „I love my church!“ Nicht nur als einen floskelhaften Hashtag unter meinen Instagram-Fotos, sondern aus der Überzeugung, dass ich tatsächlich eine gute Gemeinde finden durfte und diese zu lieben gelernt habe. Natürlich – keine Gemeinde ist perfekt und entspricht zu 100 % dem biblischen Ideal (geschweige denn den menschlichen Erwartungen). Aber es gibt Gemeinden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diesem Ideal nachzueifern. Gemeinden, die das Wort Gottes hoch halten und das Evangelium zu ihrem Fokus machen. Gemeinden, die sich nicht nur um eigene Anliegen kümmern, sondern auch den Menschen außerhalb der Gemeinde Gutes tun wollen. Doch das sind nur ein paar der Eigenschaften, die gute Gemeinden auszeichnen.

Welche guten Eigenschaften noch von Bedeutung für eine Gemeinde nach dem Bilde Gottes sind, kannst du im heutigen Artikel lesen. Vielleicht findest du ja die ein oder andere Ähnlichkeit oder gar Baustelle, an der man als Gemeinde noch arbeiten kann? Denn man darf nicht vergessen: Wir sind alle noch auf dem Wege zur Heiligung, um vollkommen zu werden – und zwar zur Ehre Gottes und zur Freude der Heiligen.

» Dos

Wie sollte eine Gemeinde Gottes sein? Welche Eigenschaften sollte sie haben? Was sollte sie tun?


1. Das Wort Gottes wird klar gelehrt

Prediger neigen gerne dazu, die Bibel um ihre eigenen Interpretationen zu erweitern, damit sie besser verständlich ist. Doch es steht uns geschrieben: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2. Tim 3,16-17) Deshalb sollten wir darauf achten, dass wir in Predigten das klare Wort Gottes hören und nicht eigene Ansätze, die hin und wieder mit ein paar Bibelversen gewürzt sind. Und nicht nur in Predigten, sondern auch im gesamten Wesen der Gemeinde sollte die Autorität der Bibel wiedererkennbar sein – nämlich aufgebaut auf ihren Aussagen und Werten.

2. Das Evangelium steht im Fokus

Nichts ist wichtiger als die lebensrettende Botschaft vom Heil und der Erlösung durch Jesus Christus. Das weiß jeder gute Christ – in der Theorie. Aber wie sieht die Praxis aus? Wie wird das Evangelium in der Gemeinde repräsentiert? Wird darüber wie über ein Wundermittel gesprochen, mit dem dein Leben „tutti“ und „easy“ wird oder wird die Relevanz des Evangeliums für dein ganzes Leben betont? Erst, wenn eine Gemeinde den Menschen sowohl die unendliche Liebe und Gnade Gottes, als auch ihre Sündhaftigkeit vermittelt, ist sie tatsächlich gefestigt. Wie wollen wir sonst bestehen, wenn nicht aus Gnade und durch das Verständnis, warum wir sie brauchen? Nicht nur zum „Start“ des Christ-Seins, sondern jeden Tag aufs Neue, weil wir unvollkommene Sünder sind, die immer wieder gegen Gott sündigen, und die ohne Gnade nie vor ihm bestehen könnten. Das ist das Evangelium. Und das muss der Fokus einer Gemeinde sein.

3. Nicht ohne Gebet

„Ist das Gebet dein Lenkrad oder dein Ersatzreifen?“ (Corrie Ten Boom) Gebet ist die treibende Kraft eines Christen und einer christlichen Gemeinde. Ohne Gebet läuft nichts. Die Gemeinde will eine Veranstaltung planen? Sie betet. Die Gemeinde will etwas bauen? Sie betet. Die Gemeinde verbringt einfach Zeit miteinander? Sie betet. Das ist kein utopischer Anspruch, sondern Gottes Wille für unser Leben („Betet ohne Unterlaß!“, 1. Thess 5,17). Das Gebet ist so mächtig, und doch wird es so oft vernachlässigt. Achte darauf, dass deine Gemeinde nichts ohne Gebet tut, dass jeder Schritt – egal, wie klein er sein mag – durch Gebet begleitet wird. Eine Gemeinde kann dich nur so weit zu Gott führen, wie sie selbst vor Gott steht. Also, treibt und lenkt Gebet die Gemeinde oder ist das Gebet nur für besondere Anlässe (als Ersatzreifen) bestimmt?

4. Die Gemeinde will Menschen mit dem Evangelium erreichen

So schön eine Gemeinde mit liebevollen Geschwistern im Herrn sein mag, so gefährlich kann es auch sein, wenn man nur unter sich ist, immer egozentrischer wird und gar nicht mehr auf die außerhalb schaut. Was wäre, wenn solche Menschen, die außerhalb der Gemeinde stehen, gerade jetzt nach Gott suchen, aber noch einen entscheidenden Stupser brauchen? Wenn sie eine Gemeinde brauchen, die ihnen hilft und sie anleitet, sie aber keine finden können? Evangelisation – also die Verkündigung des Evangeliums unter Nicht-Christen – ist heute genauso wichtig wie damals zu Zeiten der Apostel. Jesu’ Gebot gilt uns ebenso wie seinen Jüngern: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Mt 28,19) Was warten wir noch? Lasst uns mit unseren Gemeinde das Evangelium verkünden!

5. Die Leiter und Ältesten der Gemeinde sind vorbildlich

Menschen brauchen praktische Vorbilder. Vor allem wir Christen sind darauf angewiesen, dass uns nicht nur aus der Bibel gepredigt, sondern auch aus ihr vorgelebt wird. Diese „lebendige“ Vorbildfunktion sollte in jeder Gemeinde die Aufgabe von Gemeindeleitern und -ältesten sein. Doch worauf sollte man bei diesen Vorbildern achten?

Die Bibel gibt uns eine Antwort darauf: „Doch ein Leiter muss ein Mann ohne Tadel sein, der seiner Frau treu ist. Er muss sich besonnen und verantwortungsbewusst verhalten, darf keinen Anstoß erregen, muss gastfreundlich und zum Lehren befähigt sein. Er soll kein Trinker und gewalttätiger Mensch sein, sondern ein freundlicher und rücksichtsvoller Mann. Er darf auch nicht am Geld hängen. Er muss sich in vorbildlicher Weise um seine Familie kümmern, sodass seine Kinder ihn achten und ihm gehorchen.“ (1. Tim 3,2-4)

Natürlich, kein Mensch ist perfekt und kann zu 100 % den biblischen Maßstab erfüllen. Allerdings sollten in der Gemeindeleitung Menschen dienen, denen du vertrauen kannst und von denen du behaupten kannst, dass sie auf Grundlage der Bibel vorbildlich leben.

6. Die Bibel ist der Maßstab des Lebens

Wann wird aus dem lebendigen Glauben an Jesus Christus eine Religion, die nur nach Vorschrift lebt und liebt? Wenn die Bibel nur Gegenstand der Gottesdienste für die Gemeindemitglieder ist, aber nicht zu ihrem praktischem Leben dazu gehört. Gott hat uns sein Wort gegeben, damit wir täglich daraus lesen können – um ihn besser kennen zu lernen und zu ehren, und um im Glauben und der Liebe zu wachsen. Gott möchte keine Sklaven oder Zombies, die ihm wie in Trance zuhören, aber doch nichts verstehen. Er will aufrichtige, lebendige Nachfolger, die seinem Wort nacheifern – weil seine Worte Leben bedeuten. Eine gute, gottgefällige Gemeinde wird dir Gottes Wort als Grundlage für deine Beziehung zu Jesus Christus vermitteln und besonderen Wert darauf legen, dass es nicht nur „tote Theorie“ bleibt.

7. Die Gemeinschaft & enge Beziehungen untereinander sind wichtig

Was gibt es traurigeres als eine große Gemeinde aus gläubigen Brüdern und Schwestern, die aber allesamt untereinander kaum kennen und nicht am Leben des anderes teilhaben? Also ich stelle mir das wie ein großes Trauerspiel vor – meine Gemeinde ist doch der Dreh- und Angelpunkt meines geistlichen Lebens und dann habe ich kaum Gemeinschaft mit meinen Geschwistern, geschweige denn richtige freundschaftliche Beziehungen zu ihnen? Eine gute Gemeinde zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur das geistliche Leben der einzelnen Gläubigen fördert, sondern auch Raum bietet zur gemeinsamen Entwicklung im Glauben und der Bildung von Beziehungen untereinander. So vielfältig wir Menschen sind, so vielfältig kann das auch aussehen: von Smallgroups und Hauskreisen, über Jugendtreffs und Jungschargruppen, bis hin zu Gebetsgruppen und Spieleabenden oder Gemeindefesten.

In der Bibel lesen wir von dem Vorbild, das uns gegeben ist: „Alle Gläubiggewordenen aber bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. […] Tag für Tag waren sie einmütig im Tempel zusammen, trafen sich in ihren Häusern zum Brechen des Brotes und zu gemeinsamen Mahlzeiten. Alles geschah mit jubelnder Freude und redlichem Herzen.“ (Apostelgeschichte 2,44.46) Wenn deine Gemeinde bisher noch nicht viel in die Beziehungen der Gemeindemitglieder untereinander investiert – eventuell ist jemand wie du gefragt, der mal einen Spieleabend organisiert oder ein paar Leute zum Kaffee trinken einlädt? ☺️

8. Ich kann mich oder meine Gaben und Fähigkeiten einbringen

Und da wären auch schon direkt beim nächsten Thema – die Begabungen einbringen, die Gott dir geschenkt hat. Es gibt wohl kaum etwas erfüllenderes, als dich mit deiner Kraft in die Gemeinde investieren zu können und einen Dienst für den Herrn zu leisten. Doch hier haben wir zwei Knackpunkte: Zum einen solltest du gewillt sein, dich in deine Gemeinde einzubringen (ganz gleich, welchen Dienst du übernehmen kannst), um damit den Menschen zu dienen, die Bedürfnisse haben.

Zum anderen sollte dir die Gemeinde auch Möglichkeiten geben, dich einzubringen und (im Idealfall) deine Begabungen gezielt in einem Bereich einzusetzen, der Bedarf hat und dir auch noch Freude bereitet. Bereiche, in denen man sich investieren kann, sind: Kinder- und Jugendarbeit, Predigtdienst, Seelsorge, Musik, Technik, PR, Putzen/Aufräumen, et cetera. Denke daran: In einer Gemeinde sind wir ein Leib – du bist nicht zur eigenen Unterhaltung da, sondern um dem Herrn und deinen Nächsten zu dienen.

Falls du noch mehr zum Thema Begabungen wissen möchtest, kannst du in meinem Artikel „Geistesgaben“ einiges über die praktische Anwendung erfahren. Schau doch mal rein ☺️

9. Die Gemeinde würde mich notfalls ausschließen

Hui, heikles Thema. Ich habe das Gefühl, dass „Gemeindezucht“ eine heutzutage immer seltener zur Anwendung kommende Praxis wird, weil schon allein das Wort irgendwie negativ belastet ist. Ich bin keine Verschwörungstheoretikerin oder dergleichen, dennoch muss ich zugeben, dass es sich sicherlich auch zum Teil durch den Wertewandel unserer heutigen Gesellschaft so entwickelt hat. Toleranz ist das Modewort schlechthin. Doch Toleranz führt nicht (immer) zum Ziel. Eine Gemeinde kann sich nur dann vor Irrlehren und schlechten Einflüssen schützen, wenn sie Gottes Wort befolgt und Christen, die falsche Wege gehen, ausschließt.

Jesus höchstpersönlich hat die Gemeindezucht eingeführt: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Wenn er nicht auf dich hört, dann nimm einen oder zwei andere mit und geht noch einmal zu ihm, damit alles von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird. Wenn er auch dann nicht hören will, bring die Angelegenheit vor die Gemeinde. Wenn er nicht einmal auf die Gemeinde hört, dann behandelt ihn wie einen Gottlosen oder Betrüger.“ (Matthäus 18,15-17) Auch die Frage nach dem Warum beantwortet der Herr Jesus: „Ich versichere euch: Alles, was ihr hier auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein und was ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.“ (Matthäus 18,18)

Die Gemeindezucht soll nicht zum willkürlichen Instrument ausgereizt werden, wenn einem bestimmte Meinungen nicht passen. Die Gemeindezucht soll retten: Den betroffenen Gläubigen, in der Hoffnung, dass er durch die liebevolle Zucht die Wahrheit erkennt und zurück kommt. Und die Gemeinde, damit sie nicht vom Glauben abfällt oder versucht wird. Auf dass wir in Ewigkeit zusammen sein werden.


So, mit diesem letzten Punkt möchte ich den heutigen Artikel erst einmal beenden. Ursprünglich wollte ich nun mit den Don’ts fortfahren, aber das hätte vermutlich diesen Artikel gesprengt (es sind jetzt schon beinahe 2000 Wörter, hui). Daher wird das auf einen zweiten Artikel vertagt. Ich hoffe, euch hat der Artikel bis hier her gefallen und ich konnte euch inspirieren und zum Denken anregen. Lasst mir doch Feedback da – ich würde mich sehr freuen!

Viele Erkenntnis über das biblische Bild einer Gemeinde Gottes durfte ich auf dem Youthweb-Treffen 2016  (#YWT16) sowie durch das Buch „Mehr als ein Sonntagsflirt“ von Joshua Harris gewinnen.


Be blessed,
eure Daniela

Ich glaube, es gibt wenige Themen, die mich so sehr interessieren und zugleich faszinieren wie die Kirchengeschichte. Wenn man sich die vielen Kirchen und Gemeinden in Deutschland einmal genauer anschaut, fällt einem erst auf, was für eine Vielfalt an Glaubensgemeinschaften im Christentum tatsächlich existieren. Da fragt man sich doch, wie das Christentum in Deutschland überhaupt entstanden ist und welche Konfessionen es gibt? Das spannendste an den vielen Glaubensgemeinschaften und Konfessionen ist doch die Tatsache, dass wir uns alle und auf den einen Gott und Vater berufen, an seinen Sohn Jesus Christus glauben und aus der gleichen Bibel lesen.* Dennoch unterscheiden wir uns untereinander teilweise gefühlt wie Tag und Nacht.

*Ich definiere einen Christen als einen Menschen, der sich seiner Sündhaftigkeit bewusst ist und Buße getan hat, der sein Leben Jesus übergeben hat und an Jesu Namen glaubt, und der das Wort der Bibel schätzt und zur Ehre Gottes leben will.

 

Kampf der Konfessionen?

In den Sozialen Medien wird diese Ansicht – dass wir uns alle wie schwarz und weiß unterscheiden – zumindest gerne gefördert ? Teilweise wird sogar mit sehr harten Bandagen dafür gekämpft, dass man bloß nicht mit Konfession XYZ in einen Topf geworfen wird – böse Sünder sind doch die anderen, die nicht die eigene Meinung teilen. Was ich persönlich von diesem „Kampf der Konfessionen“ halte, konntet ihr bereits in meinem letzten Artikel lesen. Ich möchte dennoch noch ein paar letzte Worte dazu verlieren (und euch in den heutigen Artikel einleiten): „Wo Information fehlt, entstehen Gerüchte.“ Dieses Zitat steht auf der Website meiner Gemeinde und erklärt ein Phänomen, dass so menschlich wie tückenreich ist. Wenn uns etwas unbekannt oder fremd ist, bilden wir uns teilweise ein eigenes Bild über bestimmte Sachen, die nicht der Realität entsprechen. Und leider geben wir diese eigenen Bilder zu gerne weiter. Tratsch, Verleumdung und Verachtung sind die Folgen.

 

Kennst du dich aus?

Manche Menschen würde ich gerne einmal persönlich fragen, ob sie sich überhaupt mit den Lehren anderer Konfessionen auseinander gesetzt und einmal persönlich mit Angehörigen und Mitgliedern der jeweiligen Konfession gesprochen haben, um darüber urteilen zu können. Weil – ganz ehrlich – wie will man sonst etwaige Denkweisen und Beweggründe überlegt beurteilen können? Will man sein Wissen auf Gerüchten aufbauen?
Ich für meinen Teil kann nicht behaupten, mit allen Konfessionen ausgiebig in Kontakt gewesen zu sein. Ich weiß wenig über Katholiken, noch weniger über Kopten, Orthodoxe und Methodisten. Mit anderen Konfessionen und Denominationen [christliche Kirchengemeinschaften, insbesondere in Freikirchen] habe ich mich hingegen schon ausgiebiger beschäftigt. Ich kann Protestanten recht gut einschätzen, ebenso wie Freikirchler und Evangelikale (etwa Mennoniten, Pfingstler, Charismatiker und Adventisten), sowie andere spezielle Gruppierungen wie Zeugen Jehovas und Mormonen. Ich würde nicht sagen, dass ich alle gleich gut kenne und jede Denkweise nachvollziehen kann, doch ich habe verstanden, in welchen Punkten die Lehren und Glaubensüberzeugungen übereinstimmen und worin wir uns unterscheiden. Und vor allem: Ich habe erkannt, woran ich selbst glaube und warum ich – auf Grundlage der Bibel – so glaube.

Das ist der schönste positive Nebeneffekt der ganzen Recherchen gewesen – ich bin fester im Wort geworden. Ist das nicht cool? Das wünsche ich jedem! Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Konfessionen und Denominationen erkennen, fester im Wort werden und dadurch offener zu werden. Yeah!

 

Wie ist’n das nun mit dem Christentum in Deutschland?

Dass Deutschland ein christliches Land ist, dürfte für niemanden ein Geheimnis sein. Die christlichen Wurzeln durchziehen das ganze Land – viele Dinge, die prägend für die deutsche Kultur und den deutschen Rechtsstaat sind, wurzeln im Christentum und der christlichen Überzeugung. Der christliche Glaube durchdringt das Land sogar so stark, dass fast 60 % aller deutschen Bürger Mitglieder einer christlichen Kirche oder Gemeinschaft sind. Ob die nun alle tatsächlich an Gott glauben und ihr Heil in Jesus haben, oder einfach nur der Tradition halber Kirchenmitglieder sind, weiß man nicht. Dennoch zeigt die Zahl, dass der Großteil der Bevölkerung christlich geprägt ist. Gott sei Dank! Schaut man sich andere Länder der Welt an, die nicht christlich geprägt sind, wird einem bewusst, welch ein Segen es ist, in Deutschland geboren worden zu sein und hier leben zu dürfen.

Was erachtest du als Christ an Deutschland für besonders wertvoll, für das du heute danken kannst?  ☺️

 

Bedenkliche Entwicklungen?

Dennoch muss man aus christlich-biblischer Perspektive leider feststellen, dass sich auch in Deutschland Trends entwickeln, die offenbaren, wie weit wir uns teilweise von unserem christlichem Fundament (der Bibel) entfernen. Christliche Werte werden dabei umgemünzt oder gar über Bord geworfen. Besonders stark zu sehen ist diese Entwicklung in aktuellen Diskussionen wie etwa Gender, Bildungspolitik (sexuelle Früherziehung), Rolle von Mann und Frau (radikaler Feminismus), Egoismus & Ellenbogengesellschaft, sowie Familienpolitik (Homo-Ehe, Abtreibung & Co.). Was mich persönlich auch immer wieder traurig macht und erschreckt, ist, dass viele Christen bei diesen Entwicklungen einfach mitziehen oder sogar maßgeblich als Unterstützer fungieren. Und das liegt nicht zuletzt an ihrer Glaubensauffassung.

Ich denke, an dieser Stelle kommen wir allmählich zu einem prekären Punkt. Christ ist nämlich nicht gleich Christ. Wir können uns nicht nur innerhalb des Christentum durch unsere Konfessionen unterscheiden. Selbst wenn wir beide die gleiche Konfession haben, muss das nicht bedeuten, dass wir die gleiche Glaubensauffassung teilen. Woran das liegt? Möchte ich euch gerne erklären.

 

Evangelikal, liberal, traditionell

In Deutschland gibt es nicht nur unterschiedliche Konfessionen, sondern auch viele verschiedene Glaubensauffassungen und Ansichten zu bestimmten Glaubensfragen – auch bekannt als die sogenannten Glaubensströmungen, die heutzutage eine größere Rolle denn je spielen, da sie unabhängig von der Konfession in jeder christlichen Kirche und Gemeinschaft auftreten können. Unter einer Glaubensströmung fasst man beispielsweise Themen wie das persönliche Verhältnis zum Glauben und das individuelle Bibelverständnis zusammen. Unterteilt werden die Glaubensströmungen in drei Hauptgruppen: die Evangelikalen, die Liberalen und die Traditionellen.

 

Evangelikale

  • Bibel: Glauben an die Bibel als das irrtumsfreie Wort Gottes und sehen sie als Maßstab ihres Glaubens
  • Jesus Christus: Sehen in Jesus den Sohn Gottes, ihren persönlichen Erlöser und den verheißenen Messias
  • Glaubenspraxis: Pflegen eine persönliche Beziehung zum Herrn und leben ihren Glauben praktisch aus

 

Liberale

  • Bibel: Glauben, dass die Bibel nicht 100 % Gottes Wort ist, Fehler aufweist und kritisch betrachtet werden muss
  • Jesus Christus:  Jesus ist ein moralisches Vorbild, seine Worte und Taten werden dennoch kritisch betrachtet
  • Glaubenspraxis: Soziales und gesellschaftliches Engagement sowie gute Taten stehen im Vordergrund

 

Traditionelle

  • Bibel: Die Bibel wird nicht offen kritisiert, ist aber von geringerer Bedeutung als die Kirche und ihre Lehre
  • Jesus Christus: Jesus wird als selbstverständliches Glaubensgut betrachtet, ein moralisches Vorbild, steht aber dennoch im Hintergrund (Kirche im Vordergrund)
  • Glaubenspraxis: Liturgie, Rituale und Lehre der Kirche stehen im Vordergrund

Was denkst du, zu welcher Gruppe du am ehesten gehörst?

 

Und die Konfessionen?

Um euch einen einfachen Überblick über die wichtigsten und prozentual größten Konfessionen in Deutschland zu geben, habe ich für euch eine Infografik erarbeitet, die euch in fünf einfachen Punkten Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzeigt und zusammenfasst, was ich in diesem Artikel zum Thema „Christentum in Deutschland“ geschrieben habe.

Die Infografik steht zum kostenlosen Download bereit und darf unter Beachtung der Lizenz (CC BY-NC-ND 2.0 DE) gerne genutzt und geteilt werden!

Hier downloaden ♥

PS: Ich bin übrigens evangelikale Christin und gehe in eine frei-evangelische Gemeinde, die sich zu den Freikirchen zählt. Falls ihr dazu mehr wissen wollt, könnt ihr gerne in meinem Nähkästchengeplauder darüber nachlesen.

Mit den liebsten Grüßen,
eure Daniela ☺️

„Ich bin müde, Boss…“ Das ist nicht nur irgendein Satz, den ein Angesteller zu seinem Chef sagt. Dieser kleine Satz ist der Anfang eines oft in den Sozialen Medien geteilten Filmzitates aus The Green Mile. Ich habe den Film selbst niemals gesehen, aber dieses Zitat hat mich irgendwie berührt:

„Ich bin müde, Boss. […] Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind.”  – John Coffey, The Green Mile

Vielleicht fragst du dich, was dieses Zitat mit dem Thema zu tun haben soll. Ich möchte es kurz erklären: Dieses Zitat drückt das aus, was ich in unserer Gesellschaft beobachte – und zwar unter Christen. Christen, die hässlich zueinander sind, weil sie unterschiedlichen Konfessionen angehören. Eventuell habe ich eine andere Definition von „hässlich zueinander sein“ als du, also versuche ich es mal mit anderen Worten: verachten, für wertlos halten, gering schätzen, herabsehen, missachten, nicht ernst nehmen, ablehnen, verpönen. Das alles sind Worte, hinter denen Verhaltensweisen stecken, die man in jeder Konfession beobachten kann. Denn statt sich auf unser gemeinsames Fundament, Jesus Christus, zu berufen, spalten wir uns wegen verschiedener Glaubenslehren voneinander ab.
Das Thema macht mich nicht nur traurig, es nervt mich sogar unheimlich. Weil man – unabhängig von der Konfession – sehr schnell auf Unverständnis und Vorurteile stößt. „Die Charismatiker sind gefährlich, davon sollte man sich fernhalten“, „Den Katholiken sind Traditionen wichtiger als eine lebendige Beziehung zu Gott“, „Die Mennoniten sind viel zu verkniffen und gesetzlich“ oder „Die Protestanten sind viel zu liberal und kennen die Bibel gar nicht“ sind da nur einige Beispiele an Aussagen, die ich schon gehört habe. Doch was mich daran am meisten nervt: Die wenigsten Personen, die so etwas sagen, haben sich auch nur ein Fünkchen mit der Gegenseite beschäftigt oder sind gar bereit, sich mit anderen Sichtweise auseinander zu setzen. Oftmals weil gedacht wird, man habe eh Recht. Aber das denkt die Gegenseite eventuell auch. Also – was nun?
*Anmerkung: Im nachfolgenden Artikel geht es nicht um Gleichmacherei. Bitte lest den Artikel zu Ende, um richtig urteilen zu können. Danke!

Warum spalten wir uns?

Ich habe mich sehr lange gefragt, ob das eine notwendige Maßnahme ist, um die Gläubigen vor offensichtlichen Missständen und falschen Lehren zu schützen, oder ob dahinter vielleicht doch mehr steckt. Ein falscher Stolz, das fehlende Verständnis füreinander, die Angst vor anderen oder neuen Arten zu denken sowie vertraute Traditionen aufgeben zu müssen, und die Treue zur eigenen Konfession bzw. Tradition. Was mir aber als Hauptgründe unserer Spaltungen erscheint, ist die Verwechslung von Einheit mit Uniformität sowie die eigene Sündhaftigkeit und Fehlbarkeit.

Die wahren Gründe der Spaltung

Warum gibt es sonst Spaltung? Die vielen unterschiedlichen Konfessionen und Glaubensgemeinschaften sind ein Zeichen für die Unvollkommenheit des Menschen. Gott und die Bibel sind in den meisten Punkten eindeutig zu verstehen, doch es gibt auch Stellen, die unser Verständnis übersteigen und deshalb unterschiedlich interpretiert werden. Diese unterschiedlichen Interpretationen haben zu den Spaltungen unter Christen und schlussendlich zu den verschiedenen Konfessionen und Denominationen [christliche Kirchengemeinschaften, insbesondere in Freikirchen] geführt. Doch jede einzelne von ihnen macht etwas falsch. Keine ist unfehlbar und perfekt. Keine Konfession hat das „einzig wahre“ Bibelverständnis. Das liegt an unserer sündigen Natur.

Die bessere Variante

Doch statt mit Zwist und Hass sollten wir mit Liebe aufeinander reagieren. Aber das verstehen viele nicht. Obwohl wir damit ein einfaches Gebot des Herrn Jesus ignorieren:

„Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“ – Johannes 17,20-23

Ich möchte niemandem unterstellen, dieses Gebot vorsätzlich nicht zu befolgen. Ich möchte viel mehr dafür sensibilisieren, wie wichtig dieses Gebot ist. Schon seinen Jüngern hat Jesus gesagt: „Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Johannes 13,35) Dass das nicht leicht ist, weil jeder Mensch verschieden ist, anders tickt und unterschiedlich handelt, ist klar. Und es ist erst recht nicht leicht, wenn es gar ganze Gemeinschaften oder Konfessionen betrifft. Aber was wir (ja, auch ich) oft vergessen, ist, dass Einheit nicht gleich Uniformität ist. Uniformität bedeutet Gleichförmigkeit und Monotonie. Kurz: Gleichmacherei. Das soll definitiv nicht der Fall sein.
Einheit hingegen bedeutet, trotz Verschiedenheiten in Liebe miteinander umzugehen und gemeinsam in Frieden vor den Herrn treten zu können. Wir müssen nicht gut heißen, was andere Konfessionen und Gläubige tun – es wäre sogar fatal, täten wir das. Wir sind sogar dazu aufgerufen alles zu prüfen, das heißt sowohl in anderen als auch in unserer eigenen Konfession: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ (1.Thessalonicher 5,21) Wir sollen kritisieren, ermahnen und Fehler aufzeigen. Doch darüber hinaus unser Ziel nicht vergessen: „Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen in Christus Jesus darzustellen.“ (Kolosser 1,28)

Unser Fundament

Ein Christ definiert sich nicht über seine Konfession, Denomination oder Gemeinde. Ein Christ definiert sich über Jesus Christus, seine Beziehung zu ihm und sein persönliches Gebet. Was Christen vereinen sollte, ist ihre tiefe Liebe zu ihrem Schöpfer und Erlöser. Egal, wie falsch oder richtig uns manche Konfessionen erscheinen – die Pfingstler zu high, die Katholiken zu lau, die Baptisten zu gesetzlich. Das sind 08/15-Vorurteile. Denn Sünden und Fehler sind nicht konfessionsabhängig. Die einzige Abhängigkeit ist unsere Abhängigkeit von Jesus und seiner göttlichen Gnade. Und das ist unser Fundament, auf das wir uns besinnen müssen.

Unsere Hoffnung

Die MEHR2017 hat in mir und vielen anderen auch einen Hoffnungsschimmer ausgelöst. Die Gesellschaft wandelt sich, nicht zuletzt durch unsere Generation (die Generation Y, über die ich schon einmal geschrieben habe). Wir denken heutzutage anders über die Dinge als noch unsere Eltern und Großeltern. Wir sehen nicht die Probleme, sondern die Lösungen. Und vor allem gründen wir uns auf eine neue Weise wieder auf Christus. Deutschland ist derzeit dabei, einen Um- und Aufbruch zu erleben – nicht nur Erweckung, sondern auch Reformation. Wie damals zu Zeiten Luthers, nur anders. Das freut mich so sehr und lässt mich vor Freude jubeln! ???

Der Auftrag der Kirche

„Kirche, die rettet“ – so lautete das Motto des Churchdays im Rahmen der Jesus Saves Conference 2017 in Kirchheim. Es hat mir aufs Neue gezeigt, was der eigentliche Auftrag der Kirche ist: Kein Konkurrenzkampf um Mitglieder, sondern einzig und allein die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen zählt. Die Kirchen dienen uns als Orte der Gemeinschaft, Ermutigung und Ermahnung. Aber das wahre Ziel ist die Verkündigung des Evangeliums. Und das funktioniert eben nun einmal am besten – wenn nicht sogar nur –, wenn wir als Christen vereint sind. Schließlich sind wir ein Leib. Lasst uns eine ganze Bewegung, ein Movement werden, das Gott liebt und verherrlicht. Egal, welche Konfession wir haben, wir sind eine Christenheit mit einem Gott und Erlöser – Jesus Christus. Und das müssen wir der Welt zeigen. ☺️ AMEN!

 

PS: Bald folgt ein Artikel zu den unterschiedlichen Konfessionen und Denominationen.

PPS: Bitte keine Aufschreie bzgl. Irrlehren und Sekten. Es geht hierbei einfach um die normalen Konfessionen, die sich in nicht-heilsentscheidenden Punkten von anderen Lehren unterscheiden. Danke.

 

Liebste Grüße,
eure Daniela ♥

Da hätten wir es mal wieder: das Jahresende. 2016 bereitet sich auf sein letztes Stündlein vor, während 2017 schon in den Startlöchern steht. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns, das die eine oder andere bleibende Erinnerung hinterlässt. Schaut man sich die meistdiskutiertesten Themen auf Twitter, Facebook & Co. an, hat man eine gute Zusammenfassung des vergangenen Jahres: Abschiede von zahlreichen Musikern, Schauspielern und Prominenten, die gestorben sind. Ein neuer, kontrovers-diskutierter amerikanischer Präsident (und seine nicht weniger kontrovers-diskutierte Wahlkampfgegnerin Hilary Clinton). Die Flüchtlingskrise und der Bürgerkrieg in Syrien. Und nicht zu vergessen: das Brexit-Votum, die Europameisterschaft in Frankreich und die olympischen Sommerspiele in Brasilien, Pokémon Go (zum Glück ist der Hype vorbei) sowie die zahlreichen Attentate, Anschläge und Übergriffe (wir gedenken noch immer der Opfer ?).

Zwischen Vorfreude und Skepsis

Viele mögen sich jetzt denken: „Halleluja, es kann nur besser werden nach so einem Jahr!“ Doch andere sehen dem kommenden Jahr eher skeptisch entgegen und werfen schon mal vorsorglich die Hände über den Kopf. Zu welcher Sorte Mensch du auch immer gehören magst, ich kann beide Seiten verstehen (auch wenn ich mich selbst eher zu den Menschen der Sorte A – ewig-optimistisch und vielleicht ein wenig naiv – zählen würde).

Sorglos

Jesus ruft uns im Matthäus-Evangelium dazu auf, auf die Vögel zu sehen: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?“ (Mt 6,6) und Petrus erinnert uns an eine wichtige Zusage Gottes: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petr 5,7). Wir haben allen Grund, uns auf ein besseres Jahr 2017 zu freuen, denn wir wissen, unser Herr ist an unserer Seite und sorgt für uns. Wir brauchen nichts zu fürchten, denn „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“ (Röm 8,31).

Besonnen

Doch auch wenn wir Christen nicht in Furcht und Sorge leben sollen, dürfen wir nicht vergessen, besonnen zu sein und im Bewusstsein der letzten Tage zu leben: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim 1,7) und „Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden“ (2. Tim 3,1). Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von Leid, Furcht und Schrecken. Die Menschen übertrumpfen sich scheinbar gegenseitig in Grausamkeit und Egoismus, und wohin man auch blickt, sieht man die Spuren der Verwüstung, die Spuren der Kriege gegeneinander. Das hat uns der Herr schon prophezeit.

Hoffend

Als Christen haben wir aber eine große Hoffnung, denn wir erwarten die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus: „Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit.“ (Mt 25,31) Mit dieser Hoffnung im Herzen wissen wir, alles irdische ist nicht von langer Dauer und die wahre Freude steht uns noch bevor. Halleluja!

Zukunft

Was auch immer geschehen ist, ist nun mal geschehen, wir können die Vergangenheit nicht mehr ändern. Die Zukunft jedoch können wir durchaus beeinflussen – durch unser Verhalten als Christen in dieser Welt. Wir sind Salz und Licht der Welt, wir sollen an der Liebe zueinander erkennbar sein, wir sollen Freude in uns tragen und wir sollen dem Herrn Ehre bereiten. Das sind unsere Aufgaben und darauf sollten wir im kommenden Jahr unseren Fokus legen. Wie das praktisch aussieht? Ganz einfach! Ich verrate euch, welche Vorsätze ich mir für 2017 vorgenommen habe (oder was ich mir alljährlich vornehme ?).

Gute Vorsätze

1. Sich öfters Ruhe gönnen

Unsere heutige Generation hat ein grundlegendes Problem: Wir gönnen uns keine Ruhe. Wir sind 24/7 auf Achse, immer unterwegs, verplant bis in 2018, und sehr anfällig für Burn Out (woran das wohl liegen mag?). Wie wäre es, wenn wir beginnen würden, ab und zu den Sabbat zu halten? Wir stehen zwar nicht mehr unter dem Gesetz, ihn halten zu müssen, allerdings sehen wir in der Bibel eine Vielzahl an Beispielen, dass der Sabbat gehalten wurde. Vor allem sehen aber wir, warum Gott ihn eingeführt hat oder wozu er gedient hat: um uns Ruhe zu geben: „Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte“, 1. Mo 2,3. Warum nicht einfach mal ab und zu einen Gang zurück schalten und den Sonntag ganz für den Herrn genießen? ☺️

2. Sich körperlich fit halten

Yep, 08/15-Vorsatz, ich weiß. Aber eventuell kann ich euch ein wenig motivieren, indem wir uns eine ganz neue Perspektive auf das obligatorische „mehr Sport machen“ geben lassen. Bestimmt kennt ihr folgende Verse aus 1.Korinther 6,19-20: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!“ Im Kontext geht es in dieser Bibelstelle um Unzucht, aber im weiteren Sinne betrachtet, trifft Paulus hier eine allgemeingültige Aussage: Unser Körper ist Gottes Tempel, weil er ihn uns wohnt. Ist das nicht schon Grund genug, dafür zu sorgen, dass „ein gesunder Geist auch in einem gesundem Körper wohnt“? Falls nicht, lest einmal 1.Korinther 9,24-27 – ich glaube, Paulus war nicht sport-abgeneigt ?

3. Bibelverse auswendig lernen

Staunst du auch immer über Leute, die zu jeder Diskussion einen passenden Bibelvers parat haben und ihn aus dem Effeff aufsagen können? Ich defintiv! Mein Gedächtnis gleicht dem eines Goldfisches und auswendig lernen ist eine meiner Hassdisziplinen – schon zu Schulzeiten war das so. Allerdings ist es ein hohes, geistliches Gut, wenn du Bibelverse auswenig kennst. Denn in den meisten Fällen hast du sie dann auch tatsächlich verinnerlicht. ☺️ Eine kleine Hilfe beim Auswendiglernen dürfte die App „Remember me“ (Android) sein. Auf verschiedene Arten und Weisen kannst du dort dein Gedächtnis trainieren und persönlich gewählte Verse auswendig lernen. Klare Empfehlung!

4. Den roten Faden der Bibel kennen

E100 ist ein Programm, mit dem du die 100 wichtigsten Stellen der Bibel entdecken und so den roten Faden der Bibel erkennen kannst. Passend dazu gibt es nicht nur den Bibelleseplan, sondern auch ein Impuls-Buch, indem die Stellen erläutert werden. So erhältst du in kurzer Zeit einen hervorragenden Überblick über die Bibel.

5. Freude an geistlichen & irdischen Dingen finden

Warum meinen viele Christen, dass es besonders geistlich sei, wenn man den Genuss und die Freude an irdischen Dingen schlecht redet? Vielleicht fühlt ihr euch nicht angesprochen, aber als ich das Buch „Voll Jesus – Null Druck. Glauben ohne schlechtes Gewissen“ las, wurde ich regelrecht überführt. In jedem von uns steckt irgendwie ein „Superchrist“, der sich durch besonders viel Mitarbeit in der Gemeinde, eine besonders gute Stille Zeit, ein besonders umfangreiches Bibelwissen oder andere geistliche Dinge zu beweisen versucht. Doch sobald jemand erzählt, wie er ausgiebig seine Freizeit genießt, diese und jene Serie schaut, so manche Musik hört und dennoch eine gute Beziehung zum Herrn hat, wird er kritisch beäugt.
Falls euch das noch nicht passiert ist – chapeau, Glück gehabt. Mir passiert es allerdings allzu oft. Und ich bin sogar meistens diejenige, die kritisch guckt. Warum fällt es uns Christen so schwer, die Welt, die Gott gut erschaffen hat, zu genießen? Ihr dürft euch in 2017 auf eine neue Artikel-Serie zu diesem Thema freuen! Seid gespannt ?

5. Bewusst beten & Stille mit Gott suchen

Ob man es nun offen zugibt oder nicht – beten fällt uns schwer. Und Bibel lesen ebenso. Wobei das doch eigentlich unsere liebsten Disziplinen als Christen sein sollten, oder? Eventuell hilft es dir, zu wissen, dass du vielleicht noch nicht den richtigen Zugang zu Gott gefunden hast. Jeder Christ wurde vom Herrn individuell mit Gaben und Vorlieben ausgestattet, und ebenso individuell kann unsere Stille Zeit sein. Nichts da mit stillem Kämmerlein. Wie wäre es mit einem Gebetsspaziergang durch den Wald oder einem Bibelstudium bei Worship-Songs? Thaddäus Schindler hat diese und weitere Zugänge zu Gott vor kurzem auf STAY ON FIRE vorgestellt (365steps in einem ihrer letzten Magazine übrigens auch!) – lies’ doch mal rein! Vielleicht ist es dein Durchbruch zu einer bewussten und erfüllten Beziehung zu Gott.

6. Den eigenen Horizont erweitern

Egal, was für ein Typ Mensch du bist – ich finde es unheimlich wichtig, den eigenen Horizont immer wieder zu erweitern und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Ganz praktisch können das beispielsweise Projekte wie „eine neue Kultur kennen lernen“, „eine neue Sprache lernen“, „neue Bücher lesen / Filme schauen“ oder „andere Gemeinde und Kirchen entdecken“ sein. Wo auch immer du deine Präferenzen hast, du kannst im kommenden Jahr dort ansetzen und an deiner Sicht auf die Welt und deinem geistlichen Horizont arbeiten. Unheimlich interessant!

Mit Freude ins neue Jahr

Damit wir unsere neu entfachte Freude & Motivation für das kommende Jahr nicht so schnell wieder verlieren wie unsere Motivation für die guten Vorsätze (seien wir mal ehrlich – lange halten die ja nie ?), gibt es für den Start ins neue Jahr einen neuen Wallpaper zur Jahreslosung 2017 für all eure liebsten technischen Geräte. Von Laptop über Macbook bis hin zu Smartphone und Tablet. Viel Freude euch damit! ? Schreibt mir doch, wenn ihr die Wallpaper verwendet – ich würde mich mega freuen!

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Hesekiel 36,26

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Liebe Grüße & einen guten Start ins neue Jahr,
eure Daniela ♥

Mensch, ahntest du, was Weihnachten tatsächlich bedeutet?

Mensch. Damit meine ich dich. Hast du jemals darüber nachgedacht, was so wichtig an Weihnachten ist? Jaja, alle Jahre wieder. Das wirtschaftliche Highlight des Jahres. Produzenten, Einzelhandel und Dienstleister freuen sich jedes Jahr aufs Neue auf das Hoch des Jahres, das die Absätze steigen lässt. Der Mensch im Kaufrausch. Du im Kaufrausch. Aber nicht nur wirtschaftlich, sondern auch stressmäßig ist es das Highlight des Jahres. Es gibt dieses zu tun, jenen Termin noch zu vereinbaren, solche Deadlines einzuhalten, manche Dinge zu organisieren. Planungen, To-dos und Abgabefristen übertünchen die so besinnliche Adventszeit.

 

Minnimomento. Besinnlich?

Worauf besinnt man sich denn? Wahrscheinlich auf Weihnachten. Und das, was es tatsächlich bedeutet. Und zwar nicht Kaufrausch und Termindruck, sondern Ankunft. Das ist nämlich die eigentliche Bedeutung von Advent – ein Wort aus dem Lateinischen: „adventus“, um genau zu sein „adventus domini“. Die Ankunft des Herrn. Darauf wollen wir uns alle Jahre wieder besinnen, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, als Mensch auf die Erde kam – als der versprochene Heiland und Retter aller Menschen.

 

Retten? Wovor?

Vor uns selbst. Unserer eigenen Schuld, den Sünden, die wir mit uns tragen, den großen und kleinen Fehlern unseres Lebens, der Ungerechtigkeit, die wir verursacht haben. Aber auch vor Gottes Strafe. Seiner Allmacht und seinem Allwissen, durch die er um all unsere Fehler und Sünden weiß, und für die er uns gerecht strafen müsste. Müsste, aber nicht macht. Denn Jesus Christus kam. Er lebte das Leben eines vollkommenen Menschen – an unserer statt – und starb an unserer Stelle, um die gerechte Strafe für unsere Sünden zu erhalten. Und nicht nur das. Er stand nach drei Tagen wieder von den Toten auf, er lebt, in alle Ewigkeit. Durch sein Erlösungswerk können wir auch ewig leben. Er will uns vergeben, wenn wir ihn um Vergebung bitten. Wir müssen nur an ihn glauben und unsere Schuld anerkennen. Er liebt uns, aber ist gerecht. Wir können der Strafe nur durch Jesus Christus entkommen. Aber mit ihm sind wir für alle Zeit von aller Schuld befreit.

 

Das ist der wahre Grund für unser Weihnachtsfest.

Wir erwarten den Herrn, seine Ankunft als Mensch auf der Erde. Heute wie auch vor 2000 Jahren. Denn mit der Geburt Jesu Christi begann das Finale Gottes herrlichen Planes, seines Erlösungswerkes, seiner Rettung. Wir feiern die Geburt unseres Retters. Wir feiern voller Freude den wichtigsten Geburtstag der Welt – den Geburtstag Jesu Christi.

 

Feierst du mit?

Wozu feierst du Weihnachten? Und welche Gedanken begleiten dich während der Adventszeit? Die lange To-do-Liste an der Arbeit, die Organisation der Familienweihnachtsfeier, das Rezept für die Weihnachtsgans oder die Planungen der Weihnachtsgeschenke drölfmillionen Verwandter und Freunde?
Ich möchte mich nicht mehr von Terminen und Aufgaben hetzen lassen – vor allem nicht, wenn Weihnachten kaum mehr eine Woche entfernt ist. Ich möchte mich auf meinen Erretter besinnen, auf den Geburtstag der Freude und wie herrlich und wundervoll unser Gott ist. Gefühlt ist meine To-do-Liste kurz vor Weihnachten immer besonders lang, aber ganz ehrlich: Was hat man davon, wenn man fertig ist? Nur noch weitere To-dos. Was hast du davon, wenn du Weihnachten genießt und dir die Zeit nimmst, zur Besinnung zu kommen? Frieden, Liebe, eventuell sogar dein Seelenheil. Wer weiß.

 

Wie man sich besinnen kann.

Ich möchte dich einladen, die restlichen Tage der Advents- und Weihnachtszeit mit mir zu verbringen. Nicht physisch. Aber im Geiste, sozusagen. Falls dir Ideen fehlen, wie du mehr Besinnlichkeit in deinen Alltag bringen kannst, habe ich hier einige Ideen gesammelt.

  • Gebet – klingt simpel, ist es auch. Setze dich einfach hin und danke Gott für die alljährliche Weihnachtszeit und bitte ihn, dir bewusst zu machen, warum Weihnachten gefeiert wird. Danke ihm für sein großes Erlösungswerk, den Retter, den er vor über 2000 Jahren gesandt hat, und der uns auch noch heute retten will. Bitte ihn um Vergebung deiner Schuld. Bitte für eine Erneuerung deiner Gedanken, damit dein Fokus in der Weihnachtszeit richtig gesetzt ist.
  • Bible Art Journaling – Wer meinen „Nähkästchengeplauder“-Artikel gelesen hat, dürfte mittlerweile wissen, dass ich einen Faible dafür habe. In kaum einer anderen Art und Weise macht mir Bibel lesen so viel Freude wie mit dem Journaln. Du liest nicht nur plump die Texte, du setzt sie auch gleich kreativ um. Das schult deinen Blick für das Wort Gottes, fördert dein Gedächtnis und deine Kreativität und ermöglicht dir einen ganz neuen Zugang zur Bibel.
  • Weihnachts-Bibellesepläne – zur Weihnachtszeit muss man einfach die Weihnachtsgeschichte lesen. Das ist zumindest bei mir so. Ein kleines Ritual vor den Festtagen, damit man auch tatsächlich verinnerlicht, was an Weihnachten geschah, wie groß Gottes Gnade ist, und worauf man sich freut. Falls du noch nach guten Leseplänen suchst, kann ich die YouVersion-Bibelapp empfehlen, in der sehr gute, thematisch passende Lesepläne kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
  • Termine canceln – alle Jahre wieder. Vor Weihnachten häufen sich scheinbar die Termine, seien es nun Weihnachtsfeiern, Treffen mit Freunden, Weihnachtsgeschenke-Shopping oder andere wichtige Planungstreffen. Wenn es dir ebenso ergeht, lass dir eines gesagt sein – I know that feeling, bro. Die effektivste Möglichkeit, da etwas Entspannung rein zu bringen ist allerdings leichter gesagt als getan, aber dennoch nicht unmöglich. Canceln, einfach jeden Termin, der nicht Prio 1 hat oder zur Weihnachtsbesinnung beiträgt.
  • Aufgaben prüfen oder delegieren – ein ähnliches Spiel wie mit den Terminen. Alles, was nicht Prio 1 hat oder delegiert bzw. in den Verantwortungsbereich anderer übergeben werden kann, wird nicht gemacht. Zumindest nicht vor Weihnachten. Aufgeschoben ist zwar nicht aufgehoben, aber hey, man schiebt immerhin das ganze Jahr lang irgendwelche Aufgaben auf. Vor Weihnachten macht das tatsächlich mal Sinn. Zwischen den Jahren ist schließlich noch genug Zeit.
  • Weihnachtsmusik hören – und zwar ganz laut (yep, so mag ich das). Du stimmst dich richtig auf diese Zeit ein, wenn du passende Weihnachtslieder hörst. Die einen haben eine tiefe Message (wie etwa „Mary, did you know?“ – Pentatonix, „O come, o come, Emmanuel“ – Francesca Battistelli), andere hingegen fördern einfach nur die Weihnachtsvorfreude („Joy to the world“ – Chris Tomlin, „Have you heard“ – Chris Lass, „Wonderful Dream“ – Melanie Thornton). Und natürlich gibt es noch die klassischen Weihnachtslieder: „O, du Fröhliche“, „Stille Nacht“ oder „Stern über Bethlehem“. Was auch immer du gerne hörst – hör’ es. Es wird dich ermutigen und dein Herz mit Freude füllen ☺️
  • Gemeinschaft mit anderen Christen – vor Weihnachten solltest du großen Wert darauf legen, regelmäßig eine Gemeinde oder die Versammlung deiner Kirche zu besuchen. Die Gemeinschaft mit anderen Christen tut einem immer gut und die Botschaften der Predigten ermutigen oder ermahnen einen, um für die Ankunft des Herrn bereit zu sein.
  • Und du? Was machst du um mehr Besinnlichkeit in deine Adventszeit zu bringen?

 

Wenn die ein oder andere Idee dabei war, lass doch von dir hören und schreibe mir einen kurzen Kommentar oder einfach per Mail an hallo@ewiglichtkind.de. Aber auch über Facebook und Instagram bin ich immer zu erreichen.

 

Ich wünsche dir ganz persönlich eine gesegnete und besinnliche Adventszeit, auf dass du Weihnachten in der Gegenwart unseren Herrn Jesus Christus genießen kannst! Halleluja ☺️

Liebste Grüße, deine Daniela ♥

Was denken Männer tatsächlich über Frauen? Wie sehen sie biblisches Frausein? Was würden sie christlichen Frauen gerne einmal ins Gesicht sagen?

Das sind nur ein paar der Fragen, denen ich in den vergangenen Wochen auf den Grund gegangen bin. Geholfen haben mir dabei einige befreundete männliche Christen, die mit mir darüber gesprochen und ehrlich geantwortet haben. (An dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch!) Analog zu meinem „6 Dinge, die ich männlichen Christen gerne einmal sagen würde“-Artikel kommt also heute die Fortsetzung – nur dass dieses Mal wir Frauen aufmerksam aufpassen können. Denn einige der folgenden Themen sind selbst mir zuvor nie so bewusst aufgefallen. Da muss ich zugeben, da ist noch Verbesserungspotenzial. Also liebe Frauen, lasst uns gemeinsam entdecken, was Männer über uns denken, und lernen, wie wir biblisches Frausein besser leben können. Let’s go!

*Anmerkung: Zu einigen Punkten habe ich nachträglich Anmerkungen angefügt. Entschuldigt bitte, wenn manche Punkte zuvor nicht klar formuliert waren. Ich achte künftig darauf, mich unmissverständlich auszudrücken. Danke für alle Hinweise!

1. Frauen, die sich freizügig zeigen.

„Freizügigkeit? Ach, das betrifft mich nicht. Den Punkt kann ich überspringen.“ Das dachte ich auch, bevor man mich darauf hingewiesen hat. Auch wenn du dich – wie auch ich – nicht als freizügig gekleidet beschreiben würdest, so müssen wir doch aufmerksam sein. Die Freizügigkeit, von der ich spreche hat nichts mit Mini-Rock und 90er-Jahre-Bauchfrei zu tun. Ich spreche viel mehr von der Art Freizügigkeit, die sich über die Jahre in unseren Kleidungsstil integriert hat. Tops, die zu viel vom Dekolleté preisgeben, leicht transparente Unter- und Oberteile, unter denen sich die Unterwäsche abzeichnet, Röcke, die irgendwie nicht zu kurz aber auch nicht lang genug sind. Das sind nur einige Beispiele für die Probleme, um die es geht.

Wir stehen jeden Tag wieder vor der Entscheidung, wie wir uns gottgefällig kleiden können. Ein gottgefälliger Kleidungsstil ist auch von der Liebe zu unseren Nächsten geprägt – und das sind beim Thema Freizügkeit vor allem die Männer. Wir denken oft nicht daran, welche Auswirkungen unser Kleidungsstil haben kann und unterschätzen zudem unser eigenes Aussehen.

Ich war mir dessen selbst nicht bewusst, doch Männern fällt es sehr schwer, ihren Blick nicht auf eine schöne Frau zu richten. Dennoch kämpfen sie jeden Tag den gleichen Kampf wie wir – gegen das Fleisch und für ein gottgefälliges Leben. Gott wusste um dieses Ringen und so hat Paulus in 1. Tim 2,9-10 geschrieben: „Die Frauen sollen unauffällig und schlicht gekleidet zum Gottesdienst kommen. Sie sollen sich weder durch besondere Frisuren noch durch Goldschmuck, Perlen oder auffällige Kleider hervortun.“ Es ist ein wichtiger Auftrag, den Gott uns gibt. Wir sollen für unsere Nächsten, die Männer, kein Grund der Versuchung sein. Viel mehr sollen wir unsere Leben mit ihnen heiligen – und das können wir eben auch durch unsere Kleidung tun. Bedenkt das, wenn ihr beim nächsten Mal vor eurem Kleiderschrank steht ☺️ (Für alle Interessierten: Auf GirlDefined.com findet ihr das E-Book „Project Modesty“ zum Thema sittsame Kleidung unter Berücksichtigung der heutigen Mode und der biblischen sowie männlichen Sicht auf unseren Kleidungsstil.)

*Anmerkung: Die Elberfelder Bibel übersetzt 1. Tim 2,9 wie folgt: „Ebenso, dass auch die Frauen sich in anständiger Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung.“ Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht. Würde euch eventuell ein Artikel über Kleidung interessieren? Ich persönlich fänd’ das sehr cool ☺️

2. Frauen, die geführt werden wollen – wenn der Mann nach ihrem Willen führt.

Wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wär’ – dann wäre das sicherlich ein Lob- und kein Kritikpunkt. Dann wäre es so, wie ich es in meinem „6 Dinge“-Artikel geschildert habe, und dass wir Frauen uns nach Männern sehnen, die uns richtig führen und Hirten sind.  Doch die traurige Wahrheit sieht leider anders aus: Selbst wenn wir uns nach Führung sehnen, wollen wir doch unseren eigenen Kopf durchsetzen. Wir wollen geführt werden, aber nur wenn wir den Weg bestimmen können. Für Männer klingt das in etwa so: „Ich vertraue dir und überlasse alles deiner weisen Führung! … Aber nein, so will ich das auch nun wieder nicht. Du musst anders führen.“ Ich glaube, das grundlegende Problem dahinter wurzelt zum einen im modernen Feminismus und fehlendem Respekt („Wir Frauen können doch alles, wozu brauchen wir da noch Führung?“) und zum anderen in fehlendem Vertrauen – ein Gut, dass sich selbst Gott heutzutage scheinbar erkämpfen muss. „Ist Gott wirklich gut? Will er wirklich nur das Beste für mich? Woher will ich wissen, dass mir seine Entscheidung und seine Führung keine Unannehmlichkeiten bereitet?“ Gottes Kinder folgen ihm solange widerstandslos, wie es nach ihrer Nase geht oder es in ihrer Komfortzone liegt. Ist das nicht paradox? Wir sollen keine Kompromisse schließen, um unseren Willen durchzusetzen. Gott weiß, was gut für uns ist – und so wissen das auch in der Regel die Männer, die uns führen. Wenn wir uns nach solchen Männern sehnen, müssen wir uns auch wirklich führen lassen. #shoutoutandiemänner #danke

*Anmerkung: Dieser Punkt ist – wenn missverstanden – gefundenes Fressen für Feministinnen. (Ich habe vor einigen Wochen schon einen Artikel dazu geschrieben, ihr könnt ihn euch bei Gelegenheit gerne einmal durchlesen.) Ich wollte durch diesen Punkt nicht den Eindruck vermitteln, dass wir Frauen nach der Pfeife der Männer zu tanzen haben und ihrer Willkür ausgesetzt sind. Es geht im angesprochenen Problem um biblische Führung. Das Prinzip wird in Eph 5,24-25 deutlich: „Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.“  Das bedeutet, dass wir Männern, die uns in Liebe führen, vertrauen und die Führung überlassen sollen. Jedoch nicht ohne unserern Kopf zu benutzen. Wir müssen prüfen, ob uns die Männer in Weisheit und im Herrn führen – so wie wir auch vor Christus als eigenständige Wesen mit freiem Willen stehen, so stehen wir auch vor Männern.

3. Frauen mit „platonischen“ Freundschaften (oder: die Friendzone)

Das Schicksal, welches früher oder später so beinahe jeden Mann einmal ereilt – die Friendzone. Man(n) fühlt sich zu einer Frau hingezogen, aber die Frau ignoriert es völlig und stößt den Mann in die Friendzone. Für Frauen in der Praxis meist kein großes Problem, wollen sie doch manchmal einfach nur eine platonische Freundschaft, bedeutet es für Männer durchaus mehr. Es verletzt sie, wenn die Frau sie abweist, aber dennoch weitermacht wie bisher – man „genießt das schöne Ambiente einer Freundschaft“ ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Das zeigt weder Respekt gegenüber dem Mann, noch handelt man damit im Sinne der Nächstenliebe. „Ich will eine platonische Freundschaft, ich hab kein Interesse an ihm, ich möchte nichts kompliziertes, ich möchte diese Freundschaft und das Zusammensein genießen.“ Kommt dir das bekannt vor? Auch wenn es manchmal schmerzt, sei ehrlich zu dir selbst. Nutze andere Männer nicht aus. Sonst sind wir bald nicht mehr weit davon entfernt, unsere männliche Bekannten zu Opfern unseres Fleisches zu machen.

*Anmerkung: Diesen Punkt möchte ich noch einmal kurz erklären, da viele Rückfragen kamen. Zuerst: „Was ist eine Friendzone genau?“ Wikipedia sagt dazu: „Friendzone beschreibt eine rein platonische Beziehung zwischen zwei Personen, in der sich eine Person eine romantische oder sexuelle Beziehung wünscht, die andere aber nicht. Der Status der Friendzone gilt als nicht wünschenswert und hat eine negative Konnotation [Bedeutung].“

Des Weiteren: „Muss ich als Frau einem Mann nun einen Korb geben?“ Ohje, nein – das meinte ich nicht. ? Aber man sollte Männern nicht noch mehr Hoffnungen machen, denn das passiert manchmal schneller als uns lieb ist. (So eine Situation anzusprechen finde ich selbst immer sehr unangenehm und würde ich auch nie tun, da ich zu viel Angst hätte.)

Zu guter letzt: „Darf ich platonische Freundschaften führen?“ Ja! (Ich sollte aus diesem Thema eventuell einen seperaten Artikel machen, um die Fragen ausreichend beantworten zu können. Aber so viel sei gesagt, es spricht nichts gegen platonische Freundschaften zu unseren Brüdern im Glauben, wenn sie in ehrbarer Weise vor dem Herrn geschehen.)

4. Frauen, die keine Entscheidungen treffen können

Wer kennt das nicht, die täglichen Entscheidungen, die wir zuweilen durch schweres Grübeln treffen müssen. Kleid oder Hose? Auto oder Fahrrad? Film oder Buch? Doch das sind nur unsere kleinsten Probleme. Wesentlich schwieriger wird es, wenn es um unsere Zukunft und vor allem um Männer geht. Da ist es natürlich von Vorteil, ein Entscheidungsdefizit zu haben (#ironieoff). Will ich nun was von ihm oder nicht? Möchte ich Kontakt zu ihm oder nicht? Ist er der Mann meines Lebens oder nicht?

Ich glaube, es gibt wenige frauentypische Verhaltensweise, die Männer so sehr nerven. „Kannst du dich auch mal entscheiden, was du willst?“ – Nein, kann ich nicht. Das ist manchmal einfach so, da hat man als Frau Chaos im Kopf. Doch ich denke, dass wir es uns manchmal komplizierter machen als es ist, und Entscheidungen schneller und eindeutiger treffen können. Und vor allem: Dass wir zu unseren Entscheidungen stehen können und nicht wie „Blätter im Wind“ sind. Gott hat uns mit einem freien Willen ausgestattet – um frei entscheiden zu können. Also sollten wir ihn auch nutzen. Den Männern zu liebe.

5. Frauen, die Anspielungen machen

Das machen wir Frauen gerne – jeden Satz auf die Goldwaage legen und interpretieren bis zum Umfallen. Und wir erwarten, dass Männer das auch machen. Die Realität ist aber: Sie tun es nicht. Nein, sie verstehen es nicht einmal, wenn wir Sätze oder Wörter besonders betonen oder eine extra auffällige Anspielung machen. Männer brauchen einen Wink mit dem Zaunpfahl. Wir müssen einfach klar zeigen, was wir meinen oder wollen – Klartext reden. Das heißt, nicht nur Entscheidungen zu treffen und zu erwarten, dass die Männern das anhand unserer Körpersprache deuten können. Wir müssen auch mit den Männern eindeutig und unmissverständlich kommunizieren. Das macht vieles ein wenig unkomplizierter.

6. Frauen, die von anderen Männern schwärmen

Die kennt jede Frau oder hat fast jede Frau in ihrem Freundeskreis – die Schwärmerin. Eine, die sich für Männer begeistern kann. Entweder für ihr gutes Aussehen, ihr Charisma, die guten Leitungsfähigkeiten oder andere tolle Eigenschaften. Nur diskret geht sie damit nicht um. Wenn ein Mann sie beeindruckt, schwärmt sie ohne Genier von ihm. Doch selbst wenn das in ehrbarer Weise geschieht und in Liebe zum Nächsten, so fühlen sich andere Männer doch manchmal sehr vor den Kopf gestoßen. Eventuell würden sie selbst gern so gut leiten und predigen können, oder selbst gern das gute Aussehen haben? Aus Rücksicht auf unsere Brüder im Glauben sollten wir darauf achten, solche Schwärmereien nur unter Mädels zu besprechen. Nicht wahr?

7. Frauen, die biblisches Frausein leben

Last but not least kommt ein Lob – ein sehr großes sogar. Denn, meine lieben Schwestern, wusstet ihr, was Männer an uns besonders wertschätzen? Wenn wir biblisches Frausein leben und unsere Herzen für Jesus Christus brennen. Wenn man uns die Leidenschaft für Gott ansieht, und uns nicht davor scheuen, offen auf andere zuzugehen und vom Heiland zu erzählen. Wenn wir füreinander (auch für Männer!) beten. Wenn wir anderen Trost spenden, ermutigen aber auch ermahnen. Männer schätzen unsere Sicht auf Gott, die so anders, aber unheimlich wertvoll ist. Sie lieben lange Gespräche mit uns und freuen sich über unsere oft bedingungslose Hilfsbereitschaft. Und welcher Mann kommt nicht selbst ins Staunen und Preisen, wenn er eine Frau trifft, die Sprüche 31 verkörpert und biblisches Frausein tatsächlich lebt? Keiner ;) (Tipp des Tages: Sprüche 31 auswendig lernen!)

So, das war es erst einmal wieder von mir. Hat euch einer der Punkte überrascht? Schreibt es mir doch!

Liebste Grüße,
eure Daniela

Wisst ihr eigentlich, wer hinter den Artikeln dieses Blogs steckt und euch regelmäßig ihre Gedanken mitteilt? Falls nicht, darf ich euch heute dazu einladen, mich ein bisschen besser kennen zu lernen. (Schließlich schreibe ich niemals komplett objektiv und bin auch von den unterschiedlichsten Einflüssen geprägt – und ihr sollt mich ein wenig einschätzen und prüfen können.) Für den heutigen Artikel habe ich mir daher mal etwas anderes einfallen lassen. Ich nenne es ganz kreativ „Nähkästchengeplauder“ – also ein Artikel über mich –, weil ich einige Fragen zu mir selbst beantworten möchte, die nicht unbedingt alltäglich sind. Also, kein langes Geplauder um den heißen Brei mehr – let’s go!

Was bedeutet dein Name?

Mein Name („Daniela“) ist die weibliche Form des biblischen Namens Daniel und leitet sich aus dem aramäischen דניאל (dt. „Gott sei mein Richter“) ab. Cool, ne? ☺

Wie hast du zu Jesus gefunden?

Puh, lange Geschichte. Ich glaube, mein gesamtes Leben war ein Weg zu Gott. Letztendlich zu Jesus gefunden habe ich jedoch Anfang 2011 nach sechs Jahren, in denen ich in der Schule gemobbt und ausgegrenzt wurde. Damals (zu dem Zeitpunkt war ich 15 Jahre alt) wusste ich noch nichts mit dem Glauben anzufangen und fühlte mich von allen verlassen – Schule war wie ein Spießrutenlauf für mich. Doch Gott hielt seine Hand die ganze Zeit schützend über mir. Er sandte erst Freunde, die mir zeigten, wie wertvoll das Leben ist, und half mir dann zu erkennen, welch großer Sünder ich bin. So kam ich am 18. März 2011 zum Glauben an Jesus Christus und bekehrte mich. Ich bin heute noch unglaublich dankbar, dass ich wie durch Zufall in der Schule heutige Freunde aus meiner Gemeinde kennenlernen durfte und dass meine heutige beste Freundin damals von Gott geleitet wurde und mir auf Facebook schrieb. (Facebook ist die ultimative Evangelisationsplattform!) Danke an euch, wenn ihr das lest, und Halleluja dem Herrn in der Höhe. Amen!

Morgen-, Tag- oder Nachtmensch?

Frei nach Laing: „Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach.“ Ich bin ein absoluter Nachtmensch, da kann ich am besten und konzentriertesten arbeiten, weil ich meine Ruhe und die meisten kreativen Ideen habe. Morgens schlafe ich lieber. ☺

Ungewöhnliche Hobbies?

Bible Art Journaling (ja, ich male in meine Bibel – mit Acrylfarbe, Pinsel & Co.) und Animes (nein, keine amerikanischen Comics, sondern japanische Serien, die auch nicht immer kindlich oder mörderisch brutal sind – viele sind ziemlich deep und vermitteln gute Werte).

Bauch- oder Kopfmensch?

Kopf – ganz eindeutig. Bevor ich Entscheidungen treffe, muss ich sie erst totdenken. Spontan läuft nicht. Was hat welches Verhalten in welchem Kontext mit welchen Personen oder Dingen für Folgen? Vor- und Nachteile? Gottgefällig oder nicht? Leicht oder schwer? Wo sind meine Freunde!? (In 9 von 10 Fällen hole ich mir Rat, um Entscheidungen zu treffen.)

Jünger oder Apostel?

Sowohl als auch würde ich sagen. Als Jünger bin ich in der Schule Jesu, folge ihm und lerne von ihm. Als Apostel nehme ich meine Aufgabe als Christ wahr und trage das heilbringende Evangelium in die Welt hinaus.

Konfession bzw. christliche Prägung?

Ursprünglich habe ich der evangelischen Kirche angehört und bin dort „groß geworden“. Mittlerweile gehe ich aber in eine freie christliche Gemeinde und bezeichne mich selbst als evangelikal (einer Art des protestantischen Fundamentalismus). Evangelikalismus ist keine eigene Konfession, sondern viel mehr eine grundlegende Einstellung und Auffassung vom Glauben an Gott, Jesus Christus. Evangelikale Christen sehen eine persönliche Beziehung zum Herrn als das Fundament ihres Glaubens und berufen sich auf die Bibel (zumeist) als irrtumsfreie Instanz. Umgangssprachlich nennt man Evangelikale auch bibeltreue Christen (wobei das meines Erachtens nur eine Wischi-Waschi-Bezeichnung ist).

Für mich bedeutet „evangelikal“, dass ich nicht nur einfach als Kind getauft und irgendwann konfirmiert wurde. Als evangelikale Christin habe ich mich bewusst für Gott entschieden, und strebe nach Heiligung in meinem Leben auf Grundlage der Bibel – in gutem Wissen, dass Gott mein Vater und bester Freund, aber zugleich auch mein Richter ist.

Warum heißt dein Blog „ewiglichtkind“?

Eine sehr interessante Geschichte. Ich habe ziemlich lange nach einem passenden Namen für meinen Blog gesucht – angefangen im Februar 2016 (online gegangen ist mein Blog im Juli 2016!). Zu Beginn wollte ich ihn einfach nach mir benennen. Als Portfolio-Blog einer Kreativen wär’ das sicherlich nicht schlecht gewesen, doch als christlichen Blog hätte man ihn nur sehr schwer erkannt. Somit ging die Sisyphos-Arbeit los. Was will ich vermitteln? Was ist mir wichtig? Wie stelle ich einen christlichen Bezug her? Dieser gesamte Prozess hat gut einen Monat (oder noch länger!?) gedauert. Von lateinischen und spanischen über französische und japanische bis hin zu deutschen Namen. Von Frauen und Schwestern bis hin zu Kindern. Von Königen und Priestern über Löwen bis hin zum Licht. Von allmächtig bis ewig. Sehr viele Überlegungen später (typisch Kopfmensch) hatte ich einen Blognamen gefunden, der ausdrückt, was mich und den Blog ausmacht, aber auch Gott beschreibt. »ewiglichtkind« ist ein Neologismus – es spielt zum einen auf Gott als den ewiglichen König, Herrscher und Vater an, der seine Kinder in Liebe ins Licht führt. Zum anderen zeigt der Name, dass ich ein eben solches Kind bin, geheiligt und ins Licht geführt durch Gott, gerettet durch das Kreuz (das sich übrigens im „t“ versteckt ?). Passend dazu ist auch das Logo in mehreren Wochen Arbeit entstanden. (Wie sagt man so schön: „Gut Ding will Weile haben“?) Das entzündende Licht des Feuers Jesu, die große Liebe Gottes und das große Geschenk des Kreuzestodes Jesu, um uns ewiges Leben zu schenken.
Naja, das soll es dazu gewesen sein. #deepthoughts ? Was haltet ihr von meinem Blognamen und dem Logo? Hättet ihr den Sinn dahinter erkannt?

Wofür gibst du am meisten Geld aus?

Essen. Mh, oder vielleicht mein Auto? In Anbetracht der Spritkosten, der Versicherungsbeiträge und der Steuer wahrscheinlich doch mein Auto. Aber das meiste unnütze Geld gebe ich für Essen aus. Würde ich nicht so oft verschlafen oder zu faul zum Vorkochen sein, könnte ich mir den ein oder anderen überteuerten Snack bestimmt sparen. (Wie gesagt – Nachtmensch, morgens ist nicht meine Zeit.)

Wofür verwendest du viel Zeit?

Puh! Definitiv für mein Handy (Whatsapp, Facebook, Instagram & Co. lassen grüßen), aber auch für meinen Laptop (dort bin ich meist recht produktiv, doch manchmal sind 30 Tabs im Firefox geöffnet und ich trödel ein wenig rum). Dazu kommen noch Maniküre (wenn Frau sich mal die Nägel macht, kann das Stunden dauern) und Rumsitzen (ob an der Arbeit, im Auto, Zuhause, in der Gemeinde oder sonstwo – ich sitze echt oft – sehr ungesund).

Künstler oder Bands, die du empfehlen kannst?

Gar keine leichte Frage. Ich höre so gut wie jede Musikrichtung querbeet und habe dort auch natürlich bevorzugte Künstler, Komponisten und Bands. Grundsätzlich höre ich aber am liebsten Musik von folgenden Künstlern:

  • Hiroyuki Sawano – ein großartiger japanischer Komponist! Von ihm stammen unter anderem die Soundtracks zu Attack on Titan, Guilty Crown, Aldnoah.Zero und Owari no Seraph. Meine Lieblingstracks: „βios (MK+nZk Version)“ aus Guilty Crown und „aLIEz“ aus Aldnoah.Zero.
  • Group 1 Crew – mit dieser Band bin ich im Glauben „groß geworden“. Absolute Empfehlung, wer HipHop und Pop mag. Meine Lieblingstracks: „Heaven“ und „The Keys to the Kingdom“.
  • Kingdom Hearts – okay, Kingdom Hearts ist kein Künstler oder dergleichen, sondern ein Videogame. Aber der Soundtrack ist genial und stammt aus der Feder von Yōko Shimomura (ausgenommen der Opening-Songs von Hikaru Utada). Zu dieser Musik kann man mega produktiv arbeiten! Meine Lieblingstracks: „Simple & Clean (PlanitB Remix)“ und „Sinister Sundown“.
  • Hillsong Young & Free – jugendlich-frische, christliche Pop-Musik vom Feinsten! Wer nach tanzbarer, christlicher Musik sucht, ist hier genau richtig. Meine Lieblingstracks: „Wake“ und „Pursue“.

 

In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Ich bin ein eher unkomplizierter Typ. Daher besteht mein liebstes Outfit aus Jeans, ärmelloser Bluse, Cardigan und bequemen Schuhen (Stiefeletten oder Sneakers). Röcke und Kleider trage ich selten, weil sie meines Erachtens unkomfortabel sind und ich zu normalen Anlässen keinen praktischen Nutzen darin finde. (Im Sommer und an festlichen Veranstaltungen ist das natürlich etwas anderes.) Oder wie seht ihr das, liebe Frauen? ? #grundsatzdiskussion

Wo fühlst du dich geborgen?

Daheim bei meiner Familie, bei Freunden, am Arbeitsplatz und in meiner Gemeinde. Prinzipiell dort, wo liebe Menschen sind, oder wo ich auch die Stille genießen kann.

Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?

Ziemlich viele! Vor allem Menschen, die diszipliniert sind. Aber auch diejenigen, die einen unglaublich starken Charakter und ein großes Vertrauen in Gott haben. Ihr seid eine mega Ermutigung für mich! (Stellvertretend darf sich meine Jugend gegrüßt fühlen, ihr seid ein wahrer Segen für mich.)

Einige meiner Fragen sind der deutschen Ausgabe der „Flow“ entnommen.

Liebste Grüße,
eure Daniela

 

Zuletzt aktualisiert: 20.10.2016