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Christliches Spektrum – Part 2

Heute soll’s um meine zweite Frage aus dem letzten Post gehen: SOLLTE man Christen einteilen? In liberal und konservativ? In die Art und Weise, wie sie die Bibel auslegen (historisch-kritisch oder fundamental)? Manche Christen meinen schließlich, dass wir nicht versuchen sollten, „Spreu und Weizen miteinander zu vereinen“.

Doch dem möchte ich höflich, aber bestimmt widersprechen:

  1. Es ist NICHT unsere Aufgabe, andere zu richten oder aufgrund der Schublade, in die wir sie stecken, zu verurteilen. Das ist Gottes Aufgabe, denn nur er allein (!) weiß, wer Spreu und Weizen ist. Er sieht das Herz eines Menschen und nicht nur das, was vor Augen ist.
  2. Gott sagt uns in der Bibel nirgendwo, welche Bibelauslegung die richtige ist.

Dazu ein Beispiel:

Ich habe meinem Freund mal die sehr spitzfindige Frage gestellt, wo in der Bibel denn stehen würde, dass wir die Bibeltexte historisch-kritisch lesen sollen. Er hat darauf geantwortet: „Nirgendwo. Ebenso wenig, wie in der Bibel steht, dass wir alle Texte wörtlich nehmen sollen.“

Das ist der Punkt.

Was wir von der Bibel wissen, ist, dass sie Gottes Wort ist, dass sie vom Heiligen Geist inspiriert ist und dass sie auf Jesus hinweist. Aber uns wird nicht gesagt, wie wir sie auslegen sollen. Alle unsere Methoden (!) sind menschlich und können fehlerbehaftet sein – sowohl die fundamentale als auch die historisch-kritische Auslegung.

Unser Ziel sollte es sein, die Bibel so verstehen zu wollen, wie Gott sie gemeint hat. Und wenn wir dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, ist das kein Grund, anderen den Glauben abzusprechen.

Mein Rat an euch:

Prüft alles – behaltet das Gute. Jeder von uns könnte mit seiner Auslegung falsch liegen (!). Darum sollten wir demütig bleiben und respektvoll mit anderen Meinungen umgehen – auch bzw. vor allem, wenn wir sie nicht teilen.

PS: Das gilt nicht für Irrlehren, die das Heil betreffen.

Seid lieb. ❤️
Eure Daniela

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Es gibt zwei Fragen, die mich derzeit besonders beschäftigen:

  1. KANN man Christen in liberal und konservativ einteilen?
  2. SOLLTE man Christen in liberal und konservativ einteilen?

Mit der zweiten Frage werde ich mich im kommenden Post näher beschäftigen. Im heutigen Beitrag soll der Fokus auf der ersten Frage und den damit einhergehenden Problemen liegen. Denn davon gibt’s nicht wenige.

Kann man Christen einteilen? Das ist die Kernfrage. Kann man einen Menschen in eine Kategorie oder ein bestimmtes Schema einordnen?

Ich denke, wir sind alle so rational denkend, dass wir spätestens jetzt merken: Uh, da läuft was falsch, wenn man das versucht.

Denn wie zum Beispiel auch in der Psychologie gibt es natürlich theoretische Modelle und Charaktertypen, die man einem Mensch zuschreiben kann, aber er wird nie ein 100%iges Abbild dessen sein. Wir sind vielfältig – schon in unserem Sein. Unser komplexes Wesen lässt sich nicht auf Kategorien oder Schemata reduzieren.

Deswegen können wir andere Menschen nicht einfach in liberal/konservativ, Spreu/Weizen, gut/böse einordnen. Das können wir nicht und das ist auch nicht unsere Aufgabe.

Was wir tun können: Das komplexe Wesen des Menschen vor uns besser kennen und verstehen lernen. ♥

Überraschen dich die Umfrage-Ergebnisse genauso sehr wie mich?

Das christliche Spektrum ist so viel facettenreicher als ich dachte. :)

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Ich habe zwar das Gefühl, dass ich mich in meinen letzten Posts stetig wiederhole, aber wie Paulus es so schön sagt:

„Ich werde nicht müde, euch dies zu schreiben, denn es wird euch nur noch mehr stärken.“ (Phil 3,1b)

Mein Ziel mit diesen Posts ist es, unsere Blicke weiter, unsere Herzen weicher und uns selbst gnädiger mit anderen und ihren Meinungen zu machen – vor allem, wenn es um nicht nicht-heilsrelevante Themen geht.

Das schließt konservative, moderne, fundamentale, liberale, gesetzliche und charismatische Christen mit ein. Das schließt jeden Christ mit ein. Denn ich glaube, solange sich manche Christen für die „geistliche Elite“ halten, die allein die wahre Erkenntnis haben, wird es keine Einheit in Christus geben.

Wir sind ALLE dazu in der Bibel aufgefordert, ein Leib zu sein und Frieden zu stiften.

Wie kannst du zur Einheit beitragen? Wo bist du vielleicht noch zu hartherzig?

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Ich bin anders. Du bist anders. Wir sind alle anders. Aber im Grunde macht uns das nicht verschieden, sondern gleich. Denn Diversität bedeutet auch Einheit.

Schauen wir in die Bibel, finden wir dort eines der stärksten Symbole für Einheit – unseren Körper. 👫 Paulus schreibt in seinem 1. Brief an die Korinther:

„Auch der Körper besteht aus vielen verschiedenen Teilen, nicht nur aus einem. […] Tatsache jedoch ist, dass Gott, entsprechend seinem Plan, jedem einzelnen Teil eine besondere Aufgabe innerhalb des Ganzen zugewiesen hat. Was wäre das für ein seltsamer Körper, wenn er nur aus einem einzigen Körperteil bestehen würde! Aber so ist es ja nicht. Es gibt einerseits viele verschiedene Teile und andererseits nur einen Körper.“
(1. Kor 12,14+18–20 | frei nach NGÜ & NL)

Wenn Gott uns den Leib Christi nennt, dann meint er damit nicht nur die evangelikalen Freikirchler oder die traditionellen Landeskirchler. Er meint uns alle – jeden, der nach seinem Willen lebt und der Jesus mit ganzem Herzen nachfolgt. ♥

Meine Vision:

Diese Infografik ist für euch zur Information gedacht – sie zeigt Unterscheide und Gemeinsamkeiten, ebenso wie Tendenzen, Fallstricke oder auch positive Aspekte auf. Aber sie wird nie das Herz eines Menschen aufdecken und bestimmen können, wer ein Christ ist und wer nicht. ♥

Darum möchte ich dich heute vor allem ermutigen, für Einheit unter Christen zu beten. Jetzt und in Zukunft, wenn die Zeiten kommen, die uns in der Offenbarung verheißen werden. Lasst uns zusammenhalten. Und lasst uns an unserer Liebe zueinander erkennbar sein! ♥

PS: Ausführlichere Infos zum Thema sowie meine Quellen findest du in meinem gleichnamigen Blogartikel hier:

 

Zum Blogartikel

 

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Quelle für aktuelle Mitgliederzahlen in Kirchen: Statista.