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Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Mein Herz fühlte sich ramponiert, getreten und zerstochen an. Es lag am Boden, umringt von zerbrochenen Hoffnungen, Träumen und Erwartungen. Ich habe wahrhaft geliebt und war später wahrhaft enttäuscht. Ich habe mein Herz geöffnet und wurde doch mit Ablehnung gefüllt. Mein Herz fühlte sich leer an, weil ihm etwas geliebtes genommen wurde. Und noch heute schmerzt es zeitweise unvorstellbar.

Plot Twist

Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Und er war treu. Er hat mich nicht im Stich gelassen, sondern hat seine Zusagen erfüllt. Mein Schmerz nimmt ab – ganz langsam und ganz vorsichtig. All die Splitter und Überreste von Hoffnungen und Träumen werden allmählich, Stück für Stück, wieder aufgesammelt und zusammengefügt. Ich weiß, dass dort und an meinem Herzen mal viel tiefere Risse und Löcher waren, doch sie werden kleiner. Und dafür darf ich Gott danken – ihm allein gebührt mein Lob. Er hat mich in den vergangenen Monaten in die Arme genommen und durch die dunklen Täler getragen. Er hat das getan, was nur er tun kann: Er hat mich gerettet – vor mir selbst, vor den Lügen Satans und vor der Dunkelheit, die mich drohte zu verschlingen.

Ziel des Artikels

Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat. Er hat meine Augen für seine Versprechen geöffnet, hat mir die Kraft und den Glauben geschenkt, daran festzuhalten und war so gnädig und gütig, sie vor meinen Augen und vor anderen sichtbar zu erfüllen. Ich darf sehen, wie Gott in meinem Leben eingreift. Und das, obgleich es völlig unverdient ist, weil ich selbst Menschen verletzt und ihnen das Herz gebrochen habe.

Für euch mit gebrochenen Herzen

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch schreibe ich heute diesen Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. Selbst in den Tälern unseres Lebens. Also notiert euch gerne die nachfolgenden Bibelverse, um euch immer wieder daran zu erinnern.

 

1. Gott heilt dein verwundetes Herz.

„Give yourself time“ hat mir eine Freundin zu Beginn meiner „heartbroken journey“ geraten. Ich habe mir selbst Zeit gegeben – vor allem aber habe ich Gott Zeit gegeben, mein gebrochenes Herz in seine Hände zu nehmen und zu heilen. Die Wunden, die tiefen Löcher und all die Kratzer zu verarzten – sie mit Liebe und Gnade zu füllen, in einer Art und Weise wie nur er es könnte. Denn um ehrlich zu sein: Zeit alleine heilt keine Wunden. Zeit ist ein Faktor der Heilung, aber nicht die Ursache. Gott ist der Heiler, das sagt er selbst über sich in seinem Wort:

„Denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2.Mose 15,26b)

Gottes Wort sagt, er wird unsere Herzen heilen. Nicht nur einen Teil, sondern komplett, so dass es nicht mehr schmerzt.

„Er heilt die, deren Herzen gebrochen sind, und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“ (Psalm 147,3)

Doch Gott kann unsere Herzen nur heilen, wenn wir auch unsere Herzen komplett darreichen, wenn wir nicht an unserem Schmerz festhalten wollen. Skillet singen darüber in ihrem Lied „Stars“:

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“

Es kommt auf dich und deinen ersten Schritt an. Vertraust du Gott dein Herz an?

 

2. Gott hat einen guten Plan.

Der Bibelvers, der einem vermutlich am meisten zu den Ohren heraus kommt und den man auch manches Mal gar nicht so gerne hören mag, wenn es sich nicht nach einem „guten Plan“ anfühlt:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gute Pläne? Aber mitten im Leid? Ja, manchmal sehr schwer zu glauben. Doch ich darf euch versichern: Gott ist gut – jederzeit. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.

Ein Beispiel: Unser Leben ist wie eine bestickte Decke auf der Rückseite – es sieht völlig wirr und falsch aus, aber aus der Vogelperspektive ist es wunderschön und ergibt einen Sinn. Und diese Vogelperspektive – die Perspektive Gottes – können wir im Laufe der Zeit gewinnen, wenn wir versuchen, Dinge mit Gottes Augen zu sehen. Weg von uns, hin zu Jesus.

 

3. Gott ist mit dir.

Wie in meinem letzten Blogartikel schon geschrieben, hat mich in den vergangenen Wochen ganz besonders der Song „With me now“ von HillaryJane ermutigt. Er gibt in solch einer eindrücklichen Art und Weise wieder, was Gott uns in seinem Wort verspricht: Dass er immer bei uns ist, in jedem Moment.

„Ich werde euch nicht allein und verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch!“ (Johannes 14,18)

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20b)

Auch in den Tiefen deines Lebens ist er mit dir. Er geht mit – ist live dabei –, wenn du durch dunkle Täler gehst. Er weicht nicht von deiner Seite. Das durfte ich selbst erleben. Meine Gefühle haben mich trügen wollen – so verletzt mein Herz war, sehnsüchtig und sich nach Liebe und Aufmerksam verzehrend –, doch Gott steht darüber. Er ist beständig mit mir gegangen, auch wenn ich unbeständig war. Und er ist auch mit dir. Emmanual – Gott mit uns – ist bei dir.

 

4. Gott sieht deine Tränen und trocknet sie.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft und wie heftig ich in den letzten Monaten geweint habe. Nicht nur mein Herz war zerbrochen, sondern auch mein Geist war zerschlagen. All das Leid und der Schmerz hatten mich in meinen Grundfesten erschüttert. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet, wurden auch meine schlechten und guten Zweige beschnitten. Unter Tränen. Tränen der schmerzlichen Selbsterkenntnis, Tränen der Trauer und Verletzung, Tränen der Dankbarkeit über Gottes Gnade. Doch ich weiß, dass die Tränen nicht sinnlos vergossen wurden oder ins Nichts verschwinden.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“ (Psalm 34,19)

„Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4)

„Du zählst alle meine Klagen. Sammle alle meine Tränen in einem Gefäß. Du hast doch jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ (Psalm 56,9)

Gott kennt meine Tränen und trocknet sie ab – mit dem besten und ultimativsten Tempo-Taschentuch, dass es geben könnte: mit seiner liebenden Güte.

 

5. Jesus kennt deinen Schmerz und fühlt mit dir.

Das besondere an Weihnachten für mich in diesem Jahr war, dass ich die Weihnachtsbotschaft, und warum Gott als Mensch auf die Welt kommen musste, noch einmal viel eindringlicher verstanden habe. Gott musste Mensch werden, um für unsere Schuld zu bezahlen. Denn nur er als Gott und sündloser Mensch war dazu in der Lage. (Rechnungen kann man schließlich auch nicht mit Monopoly-Geld bezahlen. Mehr dazu in diesem Video von HillaryJane.) Deswegen ist er auch das beste Weihnachtsgeschenk; nicht in Geschenkpapier gehüllt, sondern in Fleisch und Blut. Damit er leiden kann wie wir. Und das sagt auch einer meiner Lieblingsbibelverse.

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15)

Und auch in den Evangelien sehen wir immer wieder, dass Jesus schwache Momente hatte, dass er litt und fühlte wie wir – ohne zu sündigen. Und das macht ihn als Gott einzigartig und absolut vertrauenswürdig: Er kennt deinen Schmerz wie kein anderer.

„Jesus weinte.“ (Johannes 11,35)

 

6. Gott schenkt wahrhafte Freude.

Will ich mich daran erinnern, woher meine Freude kommt, höre ich mir „Rivers of joy“ von den No Angels an. Vermutlich war das nie der Sinn und Zweck des Liedes, aber immer wenn ich es höre, muss ich an die wahre Quelle der Freude denken: Gott. Und vor allem, wenn ich mir bewusst mache, dass wahrhafte Freude einzig und allein von Gott abhängig ist und nicht von meinen Umständen, kann ich meinen Blick wieder hoffnungsvoll gen Himmel heben, loben und danken, tanzend vor Freude herumwirbeln und mich über die Gnade freuen, die ich als Kind Gottes habe. Um mich herum kann alles trostlos scheinen – und ich werde doch Freude haben können. Was für eine starke Zusage!

„God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.“ (Psalm 46:4a) *die englische Übersetzung trifft es besser auf den Punkt

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt. Und wo du bist, hört die Freude nie auf. Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“ (Psalm 16,11)

„Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,12)

 

7. Du wirst wieder lieben können.

Frauen haben einen gewissen „natürlichen“ Hang zur Dramatik, da wir im Allgemeinen emotionaler sind. Daher neigen wir auch manches Mal dazu, Dramaqueens zu sein: „Nie wieder werde ich jemanden so sehr lieben können wie ihn“, sagt es sich dann so schön, während man im Selbstmitleid versinkt. Aber das ist kompletter Quatsch – eine Lüge, die der Teufel uns einreden will. Wir sind Kinder Gottes – das heißt, dass wir aus Gottes Kraft und seiner Quelle der Liebe schöpfen, weil wir seinen Heiligen Geist in uns tragen.

„Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1. Korinther 13,8a)

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)

„Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. […] Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Johannes 4,7+19)

 


So, ihr Lieben, das war’s mit dem Artikel. Ich hoffe und bete sehr, dass ich euch durch Gottes Wort ermutigen konnte. Wenn ihr Gebet oder jemanden zum Reden braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Entweder per E-Mail an hallo@ewiglichtkind.de, per Instagram oder per Facebook. Andersherum freue ich mich selbstverständlich sehr über eure Gebete für mich. ♥

Falls ihr noch mehr Ermutigung braucht, lest euch gerne meinen vergangenen Impulse über Leid und Liebeskummer durch oder ladet euch die kostenlosen Wallpaper zur Ermutigung herunter.

Gott mit euch!
Eure Daniela ♥

„Es musste so geschehen …“

Aussagen wie diese bringen mich ein wenig auf die Palme. Ganz ehrlich: Muss Leid geschehen? Warum sollte Gott Leid zulassen? Die Theodizee-Frage – eine sich wohl nicht zu Erdenzeiten klärende Frage.

Eines ist klar: Gottes Wille und seine Gnade stehen selbst über allem Leid dieser Welt und sein Plan wird dennoch zur Vollendung gebracht werden. Manchmal ist eben auch Leid ein entscheidender Faktor, warum wir unserem Ziel näher kommen – näher zu Jesus. Das will und darf ich gar nicht leugnen. Aber: Es musste nicht so geschehen. Es muss kein Leid geben, keinen Herzbruch, keinen Schmerz. Denn das ist nicht das, was Gott sich für uns vorgestellt hat.

Was haben wir für ein Gottesbild? Ein Gott, der uns quälen will? Gott hat sich für uns gewünscht, dass wir einander vollkommen annehmen können – wie Adam und Eva vor dem Sündenfall. Liebe wie Gott sie vorlebt. DAS ist der Wunsch Gottes. Aber weil wir Sünder sind, ist es so geschehen. Uns wird das Herz gebrochen, weil wir in einer gefallenen Welt leben und NICHT, weil Gott es so geschehen lassen musste und wollte.

Wie gesagt: Gott kann uns auch durch Leid segnen oder er lässt uns stärker daraus hervorgehen. Aber der Herzbruch als solcher ist nicht das, was sich Gott für seine geliebten Kinder wünscht. Wir sollten aufpassen mit dem, was wir sagen.

Bereue niemals, die falsche Person richtig geliebt zu haben.

Manchmal beschleicht mich dieses doofe Gefühl, dass ich meine Zeit vergeudet habe. Dass all die Liebe, die ich gegeben oder versucht habe, zu geben, nichts weiter als Schall und Rauch war. Ich habe meine Liebe verschenkt – doch letzten Endes hat es nichts gebracht. Es war umsonst.

Doch ist das wahr? Kann das wirklich alles umsonst gewesen sein? Kann man Liebe – uneigennützige, selbstlose und wahrhafte Liebe, die aus Gott kommt – vergeuden? Fall’ nicht auf den Teufel und seine Lügen herein: Deine Liebe war nicht sinnlos, deine Zeit ist nicht vergeudet. Bereue bitte nicht, jemanden wahrhaft geliebt zu haben, der es nicht verdient hat, der dich verletzt und nicht geschätzt hat. Denn sobald du das tust, wirst du hart und verbitterst. Unsere Liebe kommt aus Gott und unser Auftrag als Christen in dieser Welt ist es, zu lieben. Und unser Vorbild ist Christus. Er hat die extremste Form von Liebe gezeigt. Er ist gestorben für diejenigen, die ihn verraten, verurteilt und im Stich gelassen haben. Er hat geliebt bis in den Tod. Für diese Menschen; damit sie, wenn sie Buße tun, umkehren und ewiges Leben erhalten können.

Also liebe! Verschenke deine Liebe und bereue nicht. Denn es gibt keine „richtigen“ Personen. Wir sind alle Sünder, die einander verletzen, betrügen und belügen. Keiner von uns hätte Liebe verdient. Doch Gott liebt. Und weil er uns zuerst geliebt hat, dürfen wir lieben wie er geliebt hat. Wollen wir gemeinsam dafür beten, dass wir so lieben können wie Jesus? Ohne Bitterkeit, ohne Hintergedanken, nur für unseren Gott?

(Natürlich sollen wir dabei nicht naiv sein und müssen unser Herz behüten – aber das ist ein anderes Thema.)

Ein schönes Zitat, das ich dieser Tage bei waitingforyourboaz.com gelesen habe:

„Dear Woman, sometimes you’ll just be too much woman. Too smart, too beautiful, too strong. Too much of something that makes a man feel like less of a man, which will make you feel like you have to be less of a woman. The biggest mistake you can make is removing jewels from your crown to make it easier for a man to carry. When this happens, I need you to understand you do not need a smaller crown – you need a man with bigger hands.”
(Dear Woman by Michael Reid)

Glaube nicht den Lügen Satans, wenn er dir einreden will, dass du nicht genug bist oder dass irgendwas bei dir falsch läuft. Wir machen uns selbst gerne kleiner als wir sind und verpassen damit die großen Segnungen, die Gott uns schenken will. Deshalb ist es manchmal gut, wenn eine Beziehung in die Brüche geht, weil Gott uns davor beschützen will, uns unter Wert zu verkaufen. Wir sind Töchter des höchsten Königs und sind gekrönt durch Jesus Christus – kein Mann darf dir diesen Wert nehmen. Bevor wir uns klein machen, damit der Mann neben uns größer wirkt, sollten wir uns lieber freuen, dass Gott uns eine neue Chance gibt, jemanden zu finden, der uns zu der Krone noch ein Zepter dazu schenkt. Auf dem Weg, Christus ähnlicher zu werden. Als Königskinder. Daher lass dir sagen: Vergiss nie deinen Wert, liebe Königstochter. ♥

„Drei sind mir zu wundersam, und vier verstehe ich nicht: des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf dem Felsen, des Schiffes Weg mitten im Meer und des Mannes Weg zu einer Frau.“ – Sprüche 30,18-19

No more words needed – mein Herz jubelt. ♥

Yippieh-yeah! Heute ist mein Lieblingstag. Ich schreibe diesen Artikel zwar gerade vor und weiß gar nicht, wie der Mittwoch werden wird, und dennoch bin ich mir sicher: Mittwoch (also heute) wird mein Lieblingstag. Natürlich auch, weil ich Geburtstag habe. (Wer freut sich nicht über die alljährliche Erinnerung, dass man wieder ein Jahr älter geworden ist?) Vor allem aber, weil Gott mir diesen und jeden anderen Tag in meinem Leben geschenkt hat. ♥
Und in meinem bisher schon 23 Jahre alten Leben durfte ich unzählige Erfahrungen sammeln, tolle Menschen kennenlernen und die ein oder andere gute & schlechte Situation durchleben. Letzten Endes durfte ich dadurch aber unheimlich viel lernen. Welche 23 Dinge das mitunter waren, die in 23 Jahren lernen durfte, möchte ich euch heute erzählen. Ich freue mich auf euer Feedback und ob ihr manche Dinge ähnlich seht. Be blessed & have a great day! ♥

„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Lasst uns jubeln und fröhlich sein.“ – Psalm 118,24

 

1. Gute Kollegen sind Gold wert

Seitdem ich vor ca. 3,5 Jahren ins Berufsleben gestartet bin und mitunter zwei Betriebe und einige Menschen und Kollegen kennen lernen durfte, kann ich wirklich von Gnade sprechen: Gott hat mich nicht einfach nur mit Kollegen gesegnet – ich durfte an meinen Arbeitsplätzen Freundschaften schließen. Freunde, die einen aufmuntern, mit denen man lachen und sich ärgern kann. Freunde, mit denen man die meiste Zeit des Tages verbringt (und das auch noch gerne). Diese Menschen sind Kollegen, die die Bezeichnung „Freullegen“ (Neologismus aus „Freund“ und „Kollege“) redlich verdient haben und Gold wert sind. ♥

2. „Nein“ sagen ist nicht so einfach wie man denkt

Eine der Disziplinen, die ich wohl am wenigsten beherrsche ist, „Nein“ zu sagen. Wenn man mich lange genug nervt und auf mich einredet, kann man mich wohl zu allem überreden – denn ich kann keine Bitten abschlagen und schon gar nicht „Nein“ sagen. Paradebeispiel: Ich wollte neulich mein Gratis-Abo bei DIE ZEIT kündigen, weil ich keine aktive Zeitungsleserin bin. Die Frau vom Leserservice hat mir am Telefon aber so lange Argumente präsentiert, bis ich letzten Endes doch ein Jahresabo abgeschlossen habe. Zum Glück gibt es das Widerrufsrecht und zum Glück darf ich immer wieder lernen, dass ich öfters mal „Nein“ sagen sollte …

3. Musik und Frühstück können Balsam für die Seele sein

Es gibt in meinem Leben wohl kaum eine andere „materielle“ Motivationsbombe, die so wirksam und beruhigend für Leib und Seele ist, wie ein herrliches Frühstück inkl. Nutella, Marmelade, Brötchen und Ei sowie ein guter Schwung an Gute-Laune-Musik. Am liebsten höre ich dabei Sommersongs (da tanzt die Motivation förmlich schon am Strand) oder Power-Lobpreis wie „Brave“ von Moriah Peters oder die Kinderlieder von Thomas Klein, mit denen man Gott feiern kann.

4. Autofahrten eignen sich perfekt zum Beten

Die mitunter schönsten Gebete habe ich in meinem Auto gebetet. Als ich noch täglich 70 km einfache Strecke gependelt bin und gut 75 % des Weges Autobahn war, habe ich des Öfteren einfach mal die Musik ausgemacht und gebetet – für einen guten Tag, dass ich für meine Kollegen ein Segen sein kann, dass ich mit Kritik und Schwierigkeiten gut umgehen kann und vor allem, dass der Herr mir als Sünder Kraft und Weisheit schenkt, um im Alltag zu bestehen.

5. Zuhause ist der Ort, wo ich am meisten versage

Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht. Aber du kannst noch so ein „perfektes“ Image haben oder noch so liebenswürdig zu deinen Freunden und Kollegen sein – zuhause kommt dennoch der ganze Dreck an Boshaftigkeit zum Vorschein. Das macht mich immer wieder unheimlich traurig und frustriert mich, weil ich gerade daheim ein Vorbild und Zeugnis für Gott sein möchte als einzige Christin im Haushalt. Aber dennoch scheitere ich immer wieder. Doch Gott lehrt mich dadurch vor allem eines: Ich kann noch so „gut“ sein, wahrhaftig gut bin ich nur durch ihn, weil ich ein Sünder bin wie jeder andere auch.

6. Freude ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung & Gabe

Was mich an manchen Menschen (vorzugsweise Deutsche oder „Luxusproblem-Sucher“) am meisten nervt, ist die „Mimimi“-Mentalität. Schlechtes Wetter hier, schlechte Politik da, schlechte Finanzen dort, schlechte Laune überall. Statt euch darüber zu beklagen, wie schlecht es euch geht, solltet ihr anfangen, euch zu freuen. Freude ist nämlich entgegen aller Erwartungen kein Gefühl. Freude ist eine Entscheidung und eine Gabe, die Gott uns durch den Heiligen Geist schenkt: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22) Wahre Freude beginnt in dem Moment, in dem du entscheidest, dass deine Gefühle dich nicht mehr kontrollieren, und dass du trotz aller widrigen Umstände dennoch fröhlich sein kannst.

7. Ich darf mutig sein

Heutzutage kann es einem schon gut und gerne mal Angst und Bange werden, wenn wir uns politische Entwicklungen, Umweltkatastrophen oder auch die Menschheit im Allgemeinen, und wie wir miteinander umgehen, ansehen. Was wird die Zukunft bei solchen Entwicklung bloß mit sich bringen? Selbst wenn wir die genaue Antwort nicht kennen, so dürfen wir dennoch sicher sein: Gott ist mit uns. Er sagt zu uns: „Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33) Also lass uns Mut fassen und auf Gott vertrauen! ? (Mehr dazu kannst du übrigens in diesem Blogartikel lesen: „Seid stark und habt Mut“.)

8. Schokolade geht immer

Und Schokokuchen erst recht! Ich weiß gar nicht, wie oft mir Schokolade schon meinen Tag sprichwörtlich versüßt hat – da ist der Stresspegel immer direkt ein wenig ein gesunken. Und wenn es dann auch noch aus der gemeinschaftlichen Büro-Schublade kam und man die Schokolade teilen konnte, war das umso schöner ❤

9. Wir sollten viel öfter danken statt zu klagen

Dieser Punkt ähnelt sehr Punkt No. 6, aber unterscheidet sich in der Praxis noch ein wenig. Wir sollten nicht nur beginnen, weniger „Mimimi“ zu machen, sondern zudem auch noch dankbarer werden. Eine freudvolle Grundeinstellungen kommt nicht nur von außerhalb und durch ein paar Meckersprüche weniger – wenn du eine dankbare Herzenshaltung hast und anfängst für die kleinen Dinge im Leben zu danken, wird das Leben so viel leichter und du bereicherst dich selbst mit unheimlich viel Freude.

10. Gott tut auch noch heute Wunder

Viele Menschen glauben, dass Gott heutzutage keine Wunder mehr tut. Dass das alles nur zu Jesu Zeiten passiert ist und dass heutzutage nichts mehr spannendes los ist. Doch da täuschen wir uns selbst. Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, wie Gott an Menschen arbeitet und sie von innen heraus verändert (das größte Wunder überhaupt!). Du kannst hören, wie Gott Menschen heilt von Krankheit und Leid. Und du wirst staunen über Gottes Größe, die er uns immer wieder bspw. durch die Schöpfung zeigt.

11. Du musst nicht vergessen, aber du sollst vergeben

Vor allem bei älteren Menschen habe ich schon sehr oft erfahren müssen, wie verbittert sie sind und welch tiefen Groll gegen bestimmte Personen sie hegen, weil sie ihnen nie vergeben haben. Die Verbitterung ging sogar so weit, dass jegliche Gespräche, Unternehmungen oder andere Erlebnisse zum Spießrutenlauf wurden. Ein falsches Wort und die gesamte Verbitterung kam zum Vorschein und tilgte jede gute Laune. Was ich dabei gelernt habe: Du sollst nicht nur vergeben, weil Gott es dir sagt. Du sollst vergeben, weil Gott dabei an dein Bestes denkt und weiß, dass du sonst verbitterst und deines Lebtages nicht mehr froh wirst. Ich musste in meinem Leben rund sechs Jahre Mobbing über mich ergehen lassen, weil ich mich damals nicht dagegen wehren konnte. Aber ich habe diesen Leuten verziehen. Ich mag sie heute – als Erwachsene und reife Personen – sogar teils gerne. Und ich weiß: Hätte ich ihnen nicht vergeben, würde mich der Groll zerfressen und vermutlich würde ich auch Gott anklagen, warum ich das damals erleben musste.

12. Vorurteile können potenzielle Freundschaften zerstören

In diesem Punkt muss ich sagen: Schuldig in allen Punkten. Wie viele Freundschaften ich niemals geführt hätte, wenn ich mich von meinen Vorurteilen hätte leiten lassen. Unvorstellbar! Aber irgendwann während meiner Abizeit, nachdem ich die Jahre des Mobbings hinter mir gelassen und Gott lieben gelernt habe, beschloss ich: Keine Vorurteile mehr. Klar, erste Eindrücke hinterlassen Menschen bei mir immer noch. Aber sie fallen nicht mehr ins Gewicht – die Person kann einfach einen schlechten Tag gehabt haben. Oder wenn sie immer so drauf ist, hat sie vielleicht ganz andere Probleme. Wer bin ich, dass ich mir anmaße, darüber zu urteilen? Merkt euch: Euch entgehen wertvolle Freundschaften, wenn ihr vorschnell urteilt.

13. Bereite anderen Freude, du wirst erfahren, dass Freude freut.

Je mehr wir uns in unsere Nächsten investieren und sie lieben – ihnen tiefe Freude bereiten –, desto mehr wird Gottes Liebe in uns überfließen und uns Freude schenken. Denke daran immer, wenn du Dienste oder Aufgaben für andere erledigst. Wenn der andere sich darüber freut, ist das ein mega Gewinn. Für dich und das ewige Himmelreich. Sei ein Zeugnis und schenke Freude!

14. Nachhaltig leben ist kein Trend, sondern eine Verantwortung.

Also wenn ich eines in 3,5 Jahren als Angestellte bei einem Lebensmittelhändler, der für seinen Fokus auf Bio und Nachhaltigkeit bekannt ist, gelernt habe, dann eines: Nachhaltig leben ist kein Trend, sondern eine Verantwortung. Es gibt zwar einige Trend-Mitläufer und Wut-Ökos, die lauter sind als tatsächlich dahinter steht, aber für viele Menschen sind die Themen Bio, ökologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit ein Herzensanliegen. Und vor allem durfte ich erkennen, dass es nicht nur eine aktuelle Problematik ist, sondern dass Gott uns schon mit der Schöpfung von Adam und Eva die Verantwortung für die Erde übertragen hat. Welche eine Ehre und Bürde zugleich. Nachhaltig mit der Welt umzugehen, heißt nicht, dass man nicht daran glaubt, dass der Herr alles neu machen wird. Nachhaltig zu handeln heißt, dass man dankbar für Gottes Schöpfung ist und nicht egoistisch damit umgeht.

15. Kaum ein Geschenk ist so wertvoll wie Zeit

Und zwar sowohl Zeit, die du anderen schenkst, als auch Zeit, die dir geschenkt wird. Materielle Dinge kann dir jeder mit etwas mehr oder weniger Taschengeld schenken – seine Zeit zu verschenken bedeutet, dass jemand dich als Person wertschätzt. Dass du ihm so viel wert bist, dass er Zeit mit dir verbringen möchte. Ich verfehle in diesem Punkt leider selbst sehr oft und verschwende meine Zeit mit unnötigen Dingen wie Instagram & Co. oder verbringe einfach wesentlich öfter Zeit mit Freunden als mit meiner Familie, obwohl ich gerade vor meiner Familie auch ein Zeugnis sein möchte. Gott geht es übrigens genauso – er findet es super, wenn wir uns mit Wort & Tat für ihn einsetzen oder auch spenden. Aber am meisten liebt er es, wenn wir Zeit mit ihm verbringen: die Bibel lesen und im persönlichen Gebet mit ihm sprechen. Lass mich dir eine Frage stellen: Wann hast du das letzte Mal richtig intensiv Stille Zeit gemacht?

16. Du musst dein Feuer immer wieder neu entfachen

Wir haben bei uns daheim einen alten Kachelofen, wie es ihn früher einmal gab (oder wie er heute ganz retro wieder verwendet wird). Dort Feuer anzuzünden ist immer herrlich – das Haus wird kuschelig warm. Allerdings passiert es mir nicht selten, dass wenn ich darauf hingewiesen wurde, Holz nachzulegen, um das Feuer am Brennen zu halten, ich es einfach komplett vergesse. Ich merke es erst dann, wenn es kälter geworden ist. Bei uns Christen ist es genauso: Wenn man etwas liebt, brennt man dafür. Doch jedes Feuer braucht auch Holz, das es am Brennen hält. So müssen wir darauf achten, dass wir unser Feuer immer wieder neu entfachen und mit gutem Input füttern: Gottes Wort. (Besonders gut eignen sich dazu im Alltag übrigens Seiten wie stayonfire oder ohnelimitgeliebt.)

17. Ich bin begabt und darf dieses Potenzial leben

Ich habe neulich bei jemandem aus meiner Gemeinde einen richtig guten Status gelesen:

Der Rabbi Susya sagte kurz vor seinem Tode: „Wenn ich in den Himmel komme, werden sie mich nicht fragen: »Warum warst du nicht Moses?« Sondern sie werden mich fragen: »Warum warst du nicht Susya? Warum wurdest du nicht, was nur du werden konntest?“

In diesem kurzen Zitat steckt so viel von der Wahrheit drin, die manche Menschen nicht verstehen können: Zum einen musst du niemand anderem nachmachen, um irgendein Lebensziel zu erreichen, und zum anderen sollst du beginnen, nach deinen Gaben zu streben und dein Potenzial zu entfalten, um dein Lebensziel zu erreichen.
Jemand hat mir mal gesagt, dass es manchmal besser sei, wenn Menschen ihre Gaben niemals entdecken oder ausleben. Diese Aussage habe ich bis heute nicht verstanden. Gott hat uns so reich beschenkt und uns reichlich begabt! Die Gaben dienen uns, anderen Mitgliedern der Gemeinde Jesu und vor allem zu Ehre Gottes. Wir sollen sie daher auch für Gott einsetzen und uns nicht aus der Verantwortung stehlen, die Gott uns gegeben hat.

18. Du bist, was deine Freunde sind

Wenn Freunde den Glauben an Jesus Christus und noch dazu die gleichen Werte und Meinungen teilen, kann die Verbindung sogar noch stärker und inniger sein als zu manchen Verwandten. Und das ist wunderbar, denn Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen dürfen. Sie sind ohne den verzerrten „Kleines Geschwisterchen“-Blick aufgewachsen und haben dich neutral kennen gelernt. Sie nehmen dich ernst und können dir vor allem wie kein anderer widerspiegeln, was du gut machst und was so gar nicht: Sie zeigen dir nicht nur Fehler auf, sondern helfen dir, zu wachsen und zu der besten Version deiner Selbst zu werden. Deshalb umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun, die dich fördern, und die dir helfen, deinen Fokus auf Gott zu behalten.

19. Ich bin Sünder und brauche Vergebung

Mit nicht einmal 16 Jahren durfte ich erkennen, dass ich ein Sünder bin. Nicht so ein Durchschnitts-Sünder, der ab und an etwas schlechtes sagt oder denkt, aber ja doch irgendwie ein Plätzchen im Himmel ergattert, weil die Landeskirche das sagt. Nein, ich bin so ein Sünder, der es nicht einmal im entferntesten verdienen würde, in den Himmel zu kommen, weil die Sünde sich durch mein gesamtes Leben zieht. Der einzige Weg in den Himmel ist Jesus Christus und seine Vergebung. Als ich mich mit 16 Jahren für ein Leben mit Gott entschieden und alle meine Schuld vor Jesus bekannt habe, hat er mir seine allein rettende Gnade geschenkt.

20. Ich muss kein „Superchrist“ sein

Was mich einerseits immer wieder zum Lächeln bringt, aber zum anderen auch tierisch nervt, sind „Superchristen“. Christen, die so aktiv sind, dass sie bei drei Gemeindediensten, vier Straßeneinsätzen monatlich und einem jährlichen Missionseinsatz im Nahen Osten noch total unterfordert sind und anderen im gleichen Zuge symbolisieren, dass sie keine wahren Nachfolger seien, wenn sie nicht mindestens genauso aktiv sind. In meinen sieben Jahren als Christ durfte ich anfangen zu lernen (bin noch lange nicht fertig mit diesem Prozess!), dass man auch ohne schlechtes Gewissen glauben darf. Ich muss kein Superchrist sein, um vor Jesus bestehen zu können. Allein durch Jesu Gnade kann ich durch und für ihn leben. Also keep calm!

21. Jesus schenkt mir neues, ewiges Leben

Eine der besten Messages, die ich lernen durfte! Egal, wie schlecht ich mir selbst vorkomme oder wie nichtig dieses Leben erscheint: Ich weiß, dass Gott alles neu machen wird. Auch mich. Und ich darf diesen Neubeginn mit Gott feiern, denn er schenkt mir neues, ewiges Leben.

22. Gemeinde ist ein Privileg

Ich habe im vergangenen Jahr zwei Artikel zum Thema „Dos & Dont’s einer guten Gemeinde“ verfasst, in denen auch darauf eingegangen bin, was Gemeinde so wertvoll macht. Lange Zeit habe ich Gemeinde selbst kaum wertgeschätzt und dachte mir: „Naja, so unbedingt brauchst du ja keine Gemeinde.“ Doch das war ein Trugschluss. Eine Gemeinde ist dein geistliches Zuhause, in der du Ermutigung aber auch Ermahnung für deinen rechten Lebensweg findest. Und du hast einen Zufluchtsort in jeder Lebenslage – sowohl bei geistigen und weltlichen Anfechtungen als auch in Freud und Leid. Das hat sich Gott gut für uns Menschen ausgedacht.

23. Das Leben muss gefeiert werden – denn es ist ein Geschenk Gottes.

Ebenfalls ein Thema, zu dem ich schon einmal in ähnlicher Weise einen Artikel geschrieben habe: „Wie viel ist mein Leben noch wert?“ Und soll ich dir was sagen? Es ist unglaublich viel wert! So viel, dass Gott seinen Sohn geopfert hat und ihn am Kreuz für unsere Schuld hat sterben lassen. Deswegen glaube niemals, dass dein Leben es nicht wert sei, gefeiert zu werden. Dein Leben ist ein Beweis für Gottes Gnade und Liebe zu uns Menschen. Sei fröhlich und jubel, denn Gott hat dir dein Leben geschenkt!

Be blessed! ♥
Eure Daniela

Butter bei die Fische – ganz gleich, ob du Frau oder Mann, 21 oder 36 Jahre alt, noch am Studieren oder schon fest im Berufsleben bist: Wenn du diesen Artikel interessiert liest, wirst du wohl eines mit mir gemeinsam haben: Du bist Single. Ein Umstand, der gerade rund um Valentinstag zur Dauerbelastung werden kann. Zugebombt mit Pärchen-Anzeigen, Special Offers für Verliebte und jede Menge „Ach wie rosarot ist die Welt mit dir“-Werbung verfällt man schon mal in die alljährliche Valentinstagsdepression. Doch muss das wirklich alle Jahre wieder so sein?

 

Allein allein?

Wir haben keinen Partner. An sich ist das einfach ein ganz normaler Lebensumstand. Aber irgendwie kümmern sich je älter man wird (!) auf einmal unheimlich viele Menschen um einen. Sie wollen dich aufheitern, fragen nach deinem Liebesleben und ob Mr. oder Mrs. Right nicht schon in Aussicht sei. Manche laufen richtig zur Hochform auf, so sehr wollen sie dich verkuppeln, um deinem Liebesleben auf die Sprünge zu helfen, weil du ja sonst etwas verpassen würdest. Eigentlich meinen es die meisten einfach nur gut. Doch unterschwellig rührt immer dieser eine hämmernde Vorwurf mit: Was stimmt mit dir nicht, dass du noch keinen Partner hast? Das ist wie ein Faustschlag ins Gesicht. Nicht nur, dass man dann tatsächlich an sich selbst zweifelt – man zweifelt vor allem daran, ob Gott einem das Liebesglück absichtlich vorenthält.

 

Warum bist du Single?

Und ganz ehrlich – weder du noch ich oder irgendein anderer Mensch darf sich anmaßen, darüber zu urteilen, warum du Single bist. Denn: Warum das so ist, weiß nur Gott allein. Ich habe in der Vergangenheit leider selbst zu oft den Fehler gemacht, Menschen nach ihrem Lebensstand zu beurteilen. „Hoffentlich wird er bald noch eine Frau finden – der Arme muss ja echt frustiert sein!“, „Alle um sie herum heiraten, wie schrecklich für sie!“ oder „Sein Leben dreht sich nur um die Arbeit – er braucht dringend eine Frau!“ sind tatsächlich Sätze, die ich so oder ähnlich gedacht habe. Und ich muss dafür vor Gott und den Menschen um Vergebung bitten. Ich ärgere mich über mich selbst (jetzt, nachdem ich mich mit dem Thema biblisch auseinandergesetzt habe), dass ich so beschränkt gedacht habe.

 

Dein Lebensziel

Denn mein und dein höchstes Ziel im Leben ist es nicht, einen Partner zu finden, Familie zu gründen und bis ans Ende unserer Tage glücklich zu werden. Unser höchstes Ziel ist es, Gott zu ehren. Denn auch wenn es eine weitverbreitete Meinung ist, dass die Single-Zeit quasi zur Vorbereitung für die Ehe dient, könnte es kein größerer Trugschluss sein. Deine Single-Zeit ist keine Wartezeit oder gar ein Zwischenzustand, in dem du weder Fisch noch Fleisch bist. In deiner Zeit als lediger Mann oder ledige Frau hast du eine wichtige Aufgabe: Du sollst Gott dienen.

 

Singles – Menschen zweiter Klasse?

Es kommt in unserer Gesellschaft aber auch in christlichen Kreisen immer wieder vor, dass die Ehe wesentlich höher geachtet wird als ein Leben als Single. Nicht zuletzt sagt sogar die Bibel, dass Gott uns als Mann und Frau schuf und es nicht gut sei, wenn der Mensch allein ist (1. Mose 1,27+2,18). Kein Wunder also, dass Singles schnell als Menschen zweiter Klasse gesehen werden – es sei schlichtweg nicht gut. Doch das ist falsch.
Dran Next schreibt dazu in einem Artikel zum Thema Single-Shaming: „Was bei all diesen Erklärungsversuchen unterschwellig mitschwingt, ist die Annahme, man habe sein Liebesglück selbst in der Hand. Als müsse man nur hart genug an der eigenen Fehlerhaftigkeit arbeiten, um die eigene Unvollständigkeit in einer gelingenden Beziehung zu überwinden.“ Und das ist leider für viele Realität. Ihnen wurde so oft das Gefühl gegeben, dass etwas nicht mit Ihnen stimme, dass sie glauben, sie hätten ihr Liebesglück selbst in der Hand und könnten etwas an ihrem Beziehungsstatus ändern, wenn sie sich anpassen. Doch die Wahrheit ist: Ich habe es nicht selbst in der Hand. Gott lenkt alles nach seinem Willen. Und Gott hat gute Gedanken über dich! Lies dazu die folgenden beiden Verse:

„Ich preise dich, dass ich so wunderbar und staunenswert erschaffen bin. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar.“– Psalm 139,14

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ – Jeremia 29,11

 

Das Geschenk, Single zu sein

„Jesus erwiderte: Das ist etwas, was nicht alle fassen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist. Manche sind nämlich von Geburt an unfähig zur Ehe, andere sind es durch einen späteren Eingriff geworden, und wieder andere verzichten von sich aus auf die Ehe, weil sie ganz für das Reich da sein wollen, in dem der Himmel regiert. Wer es fassen kann, der fasse es!“ – Matthäus 19,11-12

Mit Sicherheit hast du an dieser Stelle ein Zitat von Paulus erwartet – ist ja schließlich ein Klassiker unter den Bibelversen zu diesem Thema. Doch dass selbst Jesus etwas dazu in dieser Ausdrücklichkeit sagt, dürfte wohl überraschend sein. Ich zumindest habe diesen Vers bislang immer überlesen, obwohl er so krass ist! Und der Vers aus 1. Korinther 7,7 (jetzt kommt der gute Paulus ins Spiel) verstärkt das nur:

„Denn ich wollte, alle Menschen wären wie ich; aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.“ – 1. Korinther 7,7

Wow. Wir als Singles sollten wirklich damit beginnen, das Single-Dasein als Geschenk schätzen zu lernen. Unsere Aufgabe ist es, mit diesem Geschenk verantwortungsvoll umzugehen, und Gott als Ledige mit ganzem Herzen zu dienen – egal, ob im Bürojob beim Akten klauben, im Krankenhaus beim Pflegen der Kranken, in der Schule oder der Uni beim Lernen und Witzeln oder in der Mission beim Evangelisieren.

 

Wie du das Ziel verfehlst

Das traurige ist, dass viele Singles sich in Selbstmitleid suhlen – vor allem an Valentinstag – und sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich einen Partner zu haben. Doch damit verfehlst du das Ziel, das Gott für dein Leben hat, vollkommen. Sich auf Biegen und Brechen einen Partner zu wünschen, ist reiner Egoismus – denn die Gabe des Single-Seins und die Zeit, die Gott dir damit schenkt, sollst du für ihn und zur Freude deiner Nächsten einsetzen. Wenn du dir einen anderen Zustand herbeiwünschst, zeigst du Gott nur, dass du undankbar bist und ihm nicht vertraust. Du siehst Gott als Feind, obwohl er dir anvertraut, ganz besonders für ihn zu leben.

 

Die Zeit als Single gut nutzen

In einer Beziehung oder Ehe hast du nur geteilte Aufmerksamkeit. Im Single-Dasein hingegen sind wir unabgelenkt. Wir können uns vollkommen auf Gott konzentrieren und unseren Fokus allein auf Gott richten. Wir lernen, unsere Bedürfnis komplett bei Gott zu stillen und nicht bei Menschen. Und wir können auf ganz besondere Art und Weise dienen. Timothy Keller schreibt in seinem Buch „Ehe“ dazu folgendes:

„Wir sollten weder zu begeistert sein, wenn wir verheiratet sind, noch zu enttäuscht, wenn wir es nicht sind, weil Christus der einzige Partner ist, der uns wirklich Erfüllung geben kann, und Gottes Familie die einzige Familie ist, die unsere Sehnsüchte wirklich stillt.“ – Timothy Keller

Deine Single-Zeit ist dazu da, dich auf Gott zu konzentrieren – und nicht, um dich zu fragen, wann du denn heiraten wirst. Du verfehlst als Single nicht dein Lebensziel oder gar den Willen Gottes für dein Leben – auch wenn viele Christen das behaupten. Aber egal, ob du Single und einfach insgesamt konzentrierter oder in einer Beziehung/Ehe bist und mit deinem Partner gemeinsam dienst: Unser Auftrag bleibt bestehen – wir sollen für Gott leben und das Evangelium verkünden.

 

Der Wunsch Gottes an Frauen (und Männer)

„Eure Schönheit soll von innen kommen! Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist euer unvergänglicher Schmuck. Das ist es, was Gott als wirklich kostbar ansieht.“ – 1. Petrus 3,4

Versuche in der Zeit des Single-Seins an deiner inneren Schönheit zu arbeiten. Was für ein unbeschreibliches Gefühl muss es sein, wenn dir jemand sagt, dass du eine geniale innere Schönheit besitzt! Innere Schönheit und eine damit verbundene Ausstrahlung wurzeln aber immer in der Gottesfurcht: Lebe also dein Leben für Gott, diene ihm, habe das Verlangen danach, dass Gott an dir – egal wie hart es sein mag – arbeitet. Versuche anderen ein Vorbild zu sein – in dem, was du tust und wie du es tust. Habe den Wunsch, Gott immer ähnlicher zu werden, indem du deine Beziehung zu Jesus vetiefst. Pflege Beziehungen zu Christen und Nicht-Christen, sei ein Zeugnis, erkunde die Welt, lese gute Bücher, pflege deinen Körper (er ist Gottes Tempel!) und deinen Geist. Verträum’ dein Leben nicht: Lebe stattdessen im Hier und Jetzt, setze dir Ziele, bringe dich in deiner Gemeinde ein, lerne neue Dinge (wie Kochen, Nähen, Japanisch ? oder Gitarre spielen). Wenn du authentisch für Gott lebst und zufrieden in Gott bist, werden das auch die Menschen um dich herum bemerken – sowohl Frauen als auch Männer. Gott wird dich dafür reich segnen – spätestens im Himmel, wenn du den ewigen Lohn erhältst.

Weitere gute Inhalte zu diesem Thema findest du hier: stayonfire.de, jesus.ch, Hoffungsträger, erf.de, dran-next.com, truelovedates.com, girldefined.com, josiablog.de.

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Christine M., die mir mit ihren wertvollen Gedanken unglaublich bei diesem Artikel geholfen. Sei gesegnet, Schwester! ♥

Eure Daniela ♥
»Von ferne her ist mir der HERR erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.« – Jeremia 31,3

Nachdem ich im letzten Artikel meiner Themenreihe Project Modesty erklären durfte, dass wir uns zur Ehre Gottes kleiden und die Sache demnach nicht einfach mit einem plumpen „Rock & Zopf-Gebot“ oder einer Sacktuch-Revolution getan ist, möchte ich heute zu Teil 2 übergehen: Statt fünf Gründen, warum wir Gott mit unserer Kleidung ehren, zeige ich euch heute sechs Merkmale, wie wir uns gottgefällig kleiden können und Gott mit unserer Kleidung ehren. Dabei möchte ich auf einige Fragen eingehen, die den Mädels aus meiner Gemeinde und mir an unserem gemeinsamen „Project Modesty“-Workshop-Wochenende Ende Juli durch den Kopf gegangen sind. Was darf ich tragen? Welche Kleidung ehrt Gott? Gibt es „unkeusche” bzw. verbotene Kleidungsstücke? Wonach wähle ich meine Kleidungsstücke aus? Ist gottgefällige Kleidung kultur-/ortsabhängig?
Um euch dies und noch mehr ein wenig anschaulicher zu erklären, habe ich unsere Gedanken nicht nur schriftlich zusammengefasst – die Mädels und ich haben in einer coolen Fotoaktion unsere liebsten Outfits und Stylehacks fotografisch und auf Video festgehalten, damit ihr zu einem gottgefälligen Kleidungsstil ermutigt und ganz nebenbei hoffentlich von den Outfits inspiriert werdet.*  Yay! (Spoiler: Die Fotos wird es erst im nächsten Artikel geben, I’m sorry!)

*Oder wie es ein christlicher Autor mal in einem seiner Bücher ausgedrückt hat: Zur Ehre des Herrn und zur Freude der Heiligen. ☺️

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns nicht kleiden sollen

Um nicht eine klassische Bruchlandung in diesem Thema zu erleiden, müssen wir „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ von Anfang an betrachten – denn schon das alte Testament hatte einiges über Kleidung zu sagen. Damit die Vielzahl an Versen nicht den Rahmen sprengen, beschränke ich mich auf zwei Beispiele, die verdeutlichen, wie wir uns nicht kleiden sollen.

Negativ-Merkmal 1: Zur Schau stellen der Kleidung

Einige Exegeten und Bibelausleger zitieren gerne die nachfolgende Verse aus Jesaja, um aufzuzeigen, dass Frauen keinen Schmuck und keine schicke Kleidung oder Frisuren tragen sollten. Das halte ich aber für falsch – denn wenn man die Verse im Kontext betrachtet und die Einleitung aufmerksam liest, wird deutlich: Es geht nicht um die Kleidung an sich. Es geht um die innere Haltung der Frauen. Sie trugen ihre Kleidung, um sich zu präsentieren und sich damit hervorzutun – sie setzen alles daran, um aufzufallen und Blicke auf sich zu ziehen. (Nachfolgende Hervorhebungen durch mich.)

„Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions stolz geworden sind und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; weil sie trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fußspangen klirren, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der HERR wird ihre Scham entblößen. An jenem Tag wird der Herr die Zierde der Fußspangen, der Stirnbänder und Halbmonde wegnehmen, die Ohrgehänge, die Armspangen, die Schleier, die Kopfbünde, die Schrittfesseln und die Gürtel, die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und die Nasenringe, die Festkleider und die Mäntel, die Überwürfe und die Täschchen; die Handspiegel und die Hemden, die Hüte und die Schleier. Und es wird geschehen: Statt des Wohlgeruchs gibt es Moder, statt des Gürtels einen Strick, statt der gekräuselten Haare eine Glatze, statt des Prunkgewandes einen Kittel aus Sacktuch und ein Brandmal statt der Schönheit. Deine Männer werden durch das Schwert fallen und deine Helden im Krieg.“ (Jesaja 3,16-25)

 

Negativ-Merkmal 2: Nur Äußerlichkeiten zählen

Wie in den nachfolgenden Versen deutlich wird, hat der Herr das Volk überreich mit Schmuck und Kleidung beschenkt – und er tat es mit Sicherheit gerne. Doch statt das Geschenk mit Ehre anzunehmen und zu würdigen, missbrauchten sie es. Sie ließen sich von den Äußerlichkeiten und ihrem Ansehen, ja durch ihre eigene Schönheit und Ruhm, zum Götzendienst verführen.

„So warst du mit Gold und Silber geschmückt, trugst Kleider aus feinstem Leinen, Seide und bunt gewebten Stoffen. Du hattest Gebäck aus feinem Mehl mit Honig und Öl. Und du warst überaus schön, tauglich zu einer Königin. Der Ruf deiner Schönheit, die durch meinen Schmuck vollkommen wurde, ging durch alle Welt’, spricht Jahwe, der Herr. ‘Aber du hast auf deine Schönheit vertraut, hast deinen Ruhm missbraucht und dich zur Hure gemacht. Jeden, der vorüberkam, locktest du mit deinen Reizen, jedem botest du dich an. Auf den Höhen, wo man Götzen verehrt, hast du deine bunten Kleider ausgebreitet und hurtest herum, wie es niemals vorgekommen ist und auch nie wieder geschehen wird.“ (Hesekiel 16,13-16)

 

»Modesty« in der Bibel – Wie wir uns kleiden sollten

Kommen wir nun zum schönen Teil: Den vier Merkmalen, um Gott mit unserer Kleidung zu ehren. Die Bibel hält wie gesagt so einige Verse zum Thema „Modesty“ und „gottgefällige Kleidung“ in Petto. Aber der Einfachheit halber beschränke ich mich auf ein paar wenige Schlüsselverse.

Positiv-Merkmal 1: Gute Werke und Schamhaftigkeit

Es ist egal, wie schön deine Kleidung ist – das, was Gott ehrt, ist deine innere Haltung. Wenn du Menschen liebst und gute Werke an ihnen und Gott tust, wenn du dich durch Schamgefühl und Zurückhaltung auszeichnest, dann ehrst du den Herrn.

„Ebenso will ich, dass die Frauen sich anständig kleiden und sich mit Schamgefühl und Zurückhaltung schmücken. Sie sollen nicht durch aufwendige Frisuren, Gold, Perlen oder teure Kleider auffallen, sondern durch gute Werke. Das ist der Schmuck von Frauen, die Ehrfurcht vor Gott haben.“ (1.Timotheus 2,9-10)

 

Positiv-Merkmal 2: Ein freundliches und stilles Herz

Ähnlich wie der Bibelvers aus 1.Timotheus – dennoch bringt uns der folgende Vers weitere Erkenntnisse. Nicht nur durch gute Werke, die jeder Mensch im besten Falle sehen kann, sondern auch durch ein freundliches und stilles Herz, das nur Gott sieht, ehren wir den Herrn. Außerdem zeigt sich ähnliches wie wir es im Alten Testament gelesen haben. Wir sollen nicht durch unsere Kleidung auffallen wollen, es ist unser Inneres, das uns schön machen soll. ☺️

„Ihr sollt nicht durch äußerlichen Schmuck wirken wollen, durch aufwendige Frisuren, durch Gold oder prächtige Kleider. Gott schätzt besonders den Schmuck, den man nicht sieht, der aber von unvergänglicher Schönheit ist: ein freundliches und stilles Herz. Das ist die Schönheit, mit der die heiligen Frauen sich früher geschmückt haben. Sie haben ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und sich ihren Männern untergeordnet.“ (1.Petrus 3,3-5)

 

Positiv-Merkmal 3: Kein Anstoß und Ärgernis für andere

Ich habe es bereits in meinem Artikel „Was Männer über Frauen denken“ aus dem vergangenen Jahr klargestellt, möchte es an dieser Stelle aber gerne noch einmal wiederholen: Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht.

„Hören wir doch auf, uns gegenseitig zu verurteilen! Achten wir vielmehr darauf, dass wir unserem Bruder [Anm.: oder unserer Schwester] kein Hindernis in den Weg legen und ihn zu Fall bringen!“ (Römer 14,13)

 

Positiv-Merkmal 4: Bewusst und im Glauben gekleidet

Das ist denke ich ein ausschlaggebender Punkt, der gerne gedanklich „hinten runter“ fällt. Ich kann mich schön kleiden um meiner Selbst willen, um mich zu präsentieren und zu profilieren. Aber ich kann mich auch schön kleiden, weil ich mich darüber freue, dass ich wunderbar gemacht bin, dass Gott Kleidung für mich gemacht hat, und dass Gott meine Kleidung mag und sie ihm gefällt. Wenn du dich nicht aus dem Glauben kleidest, es für den Herrn zu tun, wird deine Kleidung für dich zum Problem – doch das will Gott nicht. Er will uns Freiheit schenken, also vertraue darauf, dass dir der Heilige Geist offenbaren wird, was du tragen darfst und was nicht.

„Wer aber beim Essen ein schlechtes Gewissen hat, ist schon verurteilt, denn er handelt nicht aus der Überzeugung des Glaubens. Und alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.“ (Römer 14,23)

 

Unser Fazit

Wie ihr eventuell festgestellt habt, habe ich die meisten Fragen der Einleitung nicht detailliert beantwortet. Unter anderem aus dem einfachen Grund, dass ein Kleidungsstück an sich meistens nicht Schwarz oder Weiß sein kann (naja, ausgenommen Mini-Röcke und anderes). Die Wurzel für einen gottgefälligen Kleidungsstil liegt in unserem Herzen – und das ist immer Schwarz oder Weiß. Entweder wir dienen uns selbst, dem Teufel und der Sünde mit der Kleidung oder wir dienen und verherrlichen Gott. Ganz easy. Für alles andere gibt die Bibel Prinzipien vor, die zu jeder Zeit und an jedem Ort gelten: Wir sollen schamhaft sein, wir sollen uns nicht selbst entblößen, wir sollen kein Anstoß für andere sein, und und und … damit schließt man automatisch einige Kleidungsstücke aus. Über andere Kleidungsstücke wiederum darf man sich dank der heutigen – etwas Retro-anmutenden – Mode freuen. Lange Röcke, weite Shirts, kaschierende Schnitte. Und um genau diese Kleidungsstücke soll es im nächsten Artikel gehen. Also klickt kommende Woche wieder rein! ♥️

Eure Daniela feat. Debby, Luisa, Lena, Jenni, Jenny, Julia und Lea ♥

Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, einen Artikel zum Thema Modesty einzuleiten, ohne dabei zu klingen, als ob man die nächste Generation der „Rock & Zopf-Träger“ beschwören oder das Sacktuch als modisches Accessoire etablieren möchte? Genau vor diesem Problem stand ich in den vergangenen Tagen, an denen ich an diesem Artewikel geschrieben habe. Die Einleitung entscheidet über Weiterlesen oder Wegklicken – und eventuell sogar über Verlust und Gewinn von Erkenntnis. Daher möchte ich in dieser Pre-Einleitung schon einmal die wichtigsten Punkte festhalten: Es soll nicht um Röcke & Zöpfe gehen. Wir müssen uns auch kein Sacktuch überwerfen. Und vor allem: Es geht einzig und allein um Gott. Darum lohnt es sich für dich, diesen Artikel zu lesen. Enjoy! ♥

Warum mir das »Project Modesty« wichtig ist

Den Anstoß zum Nachdenken über das Thema „Modesty“ (engl. für „Schamhaftigkeit, Sittsamheit“) gaben mir vor einigen Monaten zwei junge amerikanische Bloggerinnen. Ich bin durch Zufall auf ihren christlichen Blog GirlDefined gestoßen und wurde in einem Artikel auf das Thema „Modesty“ aufmerksam gemacht. Mir hat der Begriff anfangs kaum etwas gesagt – also beschloss ich, zu recherchieren und dem Thema weiter auf den Grund zu gehen. Gefunden habe ich ein unermesslich großes Repertoire an christlichen Artikeln, Büchern und Videos über das Thema, das in meinem bisherigen Leben kaum eine Rolle spielte. Klar, ich wusste, wie ich mich als Christin zu kleiden hatte – aber wirklich bewusst Gedanken gemacht hatte ich mir nie über dieses Thema. Bis zu jener Zeit. Ich las ihre Artikel aufmerksam durch, verfolgte ihre Videos und dachte über mich, meine Kleidung und meine Motivation nach.

Mit der Zeit wurde mir das Thema so wichtig, dass ich den Wunsch hatte, andere junge Frauen und Christinnen ebenso zu ermutigen, nach einem gottgefälligen Kleidungsstil zu streben. Aber auch selbst in die Bibel zu schauen, um den eigenen Kleidungsstil, bestimmte Kleidungsstücke und -gewohnheiten daran zu prüfen, war mir ein Anliegen. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir den Herrn in unserer Kleidung verherrlichen und ein Licht in der Welt sind. ☺ Somit war die Idee geboren und das »Project Modesty«* konnte beginnen.

*Anmerkung: »Project Modesty« nennt sich auch das ursprünglich von GirlDefined gegründete Projekt, um die biblische Idee von gottgefälliger Kleidung bekannt zu machen. Ich greife diesen Namen auf, weil meine Idee auf ihrem Blog beruht und starke Inspiration darin fand. Außerdem klingt es auf Deutsch wenig ästhetisch (etwa: „Projekt Schamhaftigkeit“).

Gemeinsam zur Ehre Gottes kleiden

Nachdem nun also die Idee geboren war, machte ich mir Gedanken zur Umsetzung: Wie kann man es schaffen, dieses Thema so zu veranschaulichen, dass sowohl die biblische Wahrheit als auch die praktische Anwendung deutlich wird? Ich darf von Gnade sprechen, dass ich liebe Mädels in meiner Gemeinde habe, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. (Ein fettes SHOUTOUT an euch, ihr Lieben! ♥ DANKE!) Wir haben am letzten Juli-Wochenende gemeinsam mit anderen Mädels in unserer Gemeinde übernachtet und den nächsten Tag zusammen verbracht. Nach einem leckeren Frühstück haben wir Lieder gesungen (unter anderem „Kommt, stimmt doch mit uns ein“ – I love it!) und uns im Anschluss in das Thema Modesty geschwungen, welches wir gemeinsam erarbeitet haben. Ich staune über Gottes Gnade! Wir hatten eine super Gemeinschaft und mega ermutigenden Austausch.
Am nachfolgenden Sonntag haben wir uns dann nach dem Gottesdienst getroffen, um gemeinsam Fotos und Videos für den praktischen Teil aufzunehmen. Die Ergebnisse dieses Tages könnt ihr im kommenden Artikel sehen – ihr dürft gespannt sein!

In diesem Artikel soll es aber um die Ergebnisse des Samstags gehen: Die fünf Gründe, warum wir uns zur Ehre Gottes kleiden. Um euch nicht länger mit dem Vorgeplänkel aufzuhalten, würde ich sagen, stürzen wir uns endlich ins Thema. Let’s go!

Grund 1: Weil unsere Kleidung ein Sinnbild für das Evangelium ist

Der erste Grund ist wohl das K.O.-Argument – ganz sicher. Während ich mich immer intensiver mit diesem Thema beschäftigte, kam ich nicht mehr aus dem Staunen heraus, als ich durch einen Blogartikel von GirlDefined erkannte, dass wir unsere Kleidung wegen der Sünde Adams und Evas tragen. Unsere Kleidung ist ein Sinnbild für das Evangelium – denn die Sünde machte Blutvergießen notwendig.

Ohne Sünde würden wir keine Kleidung benötigen:

„Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.“ (1.Mose 2,25)

Gott erfand Kleidung als wir in Sünde fielen. Unsere Kleidung spiegelt also die Not für einen Retter wider, weil mit der Sünde auch die Scham kam, da wir nicht mehr sündlos waren:

„Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. […] Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ (1.Mose 3,7+21)

Gott tötete für Adam & Eva ein Tier und vergoss sein Blut als Zeichen, dass sie Vergebung brauchten – die Feigenblätter reichten nicht aus:

„[…] und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebr 9,22)

 

Grund 2: Weil Gott unseren Körpern Wert gibt

Ich glaube, der zweite Grund dürfte ziemlich offensichtlich sein. Kaum eine Frau kennt nicht den berühmten Psalm 139 oder hat ihn gar am Garderoben-Spiegel hängen. Doch so floskelhaft es klingen mag: Gott schenkt dir und deinem Körper Wert, er hat dich wunderbar gemacht. Deshalb solltest du deinen Körper bedecken.
Wir sind wunderbar gemacht:

„Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!“ (Psalm 139,14)

„Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Epheser 2,10)

Dein Körper ist nicht dazu gedacht, von jedem „konsumiert“ zu werden:

„Deine Quelle sei gesegnet, und freue dich an der Frau deiner Jugend! Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, ihr Busen soll dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein!“ (Sprüche 5,18-19)

Unsere Körper sind die Tempel Gottes. Wir sind teuer erkauft durch das Blut Christi – somit gehören wir nicht uns selbst. Doch Vorsicht: Was bringt ein schönes Äußeres (also eine schöne Außenseite des Tempels), wenn das Innere unschön ist? Ganz nach dem Motto: „außen hui, innen pfui“. Darum sollten wir bestrebt sein, nicht nur von Außen sondern auch von Innen schön zu sein, und uns mit der richtigen Motivation zur Ehre Gottes zu kleiden.

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!“ (1.Korinther 6,19-20)

 

Grund 3: Weil es ein Gottesdienst ist und Gott verherrlicht

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir in einer bzw. mehreren Jugendstunden meiner Gemeinde darüber gesprochen haben, worauf unser Handeln hindeuten sollte. Wir haben dazu damals eine Pyramide aufgemalt und unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Das wichtigste war aber, dass „Ehre Gottes“ ganz oben steht. Wir sollen Gott in unserem Leben – in allem, was wir tun – verherrlichen. Das ist wahrer Gottesdienst und wahre Liebe dem Herrn gegenüber.

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ (Römer 12,1)

„Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ (Kolosser 3,17)

„Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“ (1.Korinther 10,31)

 

Grund 4: Weil wir kein Anstoß für andere sein sollen

Kommen wir nun zu einem höchst interessanten und diskutierfreudigem Punkt: Wir sollen mit unserer Kleidung kein Anstoß für andere sein. Wenn du sofort an deine Brüder im Herrn denkst – Chapeau! – allerdings sind die Männer nur ein Teil der „anderen“. Das Wort umfasst nicht nur Männer, sondern einen jeden, der dein Nächster ist: und somit auch Frauen. Bevor ich zu sehr auf die praktische Anwendung eingehe, inwiefern wir für wen ein Anstoß sein können (da gibt es allerlei Wege – leider), möchte ich diese Frage auf den nächsten Artikel vertrösten. Wichtig ist lediglich, zu wissen, dass es Gottes Wille ist, für andere kein Anstoß, kein Grund zum Fallen, Sündigen oder Ärgern zu sein.

„Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!“ (Römer 14,13)

 

Grund 5: Weil wir uns nicht selbst entblößen sollen

Diesen Punkt kann man als Ergänzung oder Erweiterung der Gründe 1 & 2 sehen. Dennoch möchte ich ihn nicht übergehen. Denn in der Bibel lesen wir ganz klar und sehr oft darüber, dass es eine Strafe oder Demütigung war, nackt bzw. teilweise unbekleidet zu sein. Alttestamentliche Priester durften sogar nicht einmal mit unbekleideten Beinen vor den Herrn treten, weil es eine Schande war.

„Und du sollst deinem Bruder Aaron heilige Kleider anfertigen zur Ehre und zur Zierde. […] Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um das Fleisch der Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen. Und Aaron und seine Söhne sollen sie tragen, wenn sie in die Stiftshütte hineingehen oder wenn sie dem Altar nahen, zum Dienst am Heiligtum, damit sie keine Schuld auf sich laden und nicht sterben müssen.“ (2.Mose 28,2.42-43a)

Blöße und Nacktheit als Strafe:

„Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Dankbarkeit dafür, dass alles in Fülle da war, musst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat.“ (5.Mose 28,47-48)

 

Project Modesty – ein Wallpaper zur Erinnerung

Als kleines Special für diesen Artikel erhaltet ihr ein paar schöne, zum Thema gestaltete Wallpaper für all eure liebsten technischen Geräte. ? Ich hoffe, dass sie euch erfreuen und das Thema somit in Erinnerung bleibt und ihr weiterhin ermutigt werdet, Gott mit eurer Kleidung zu ehren. Have fun! ♥

Download

9:16 für iPhone & Smartphone
3:4 für iPad & Tablet
16:9 für Macbook & Desktop

Die Wallpaper könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Bitte beachtet dabei, dass es sich hierbei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt und dieses nicht zum Weiterverkauf bestimmt ist.

Eure Daniela ♥

Was denken Männer tatsächlich über Frauen? Wie sehen sie biblisches Frausein? Was würden sie christlichen Frauen gerne einmal ins Gesicht sagen?

Das sind nur ein paar der Fragen, denen ich in den vergangenen Wochen auf den Grund gegangen bin. Geholfen haben mir dabei einige befreundete männliche Christen, die mit mir darüber gesprochen und ehrlich geantwortet haben. (An dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch!) Analog zu meinem „6 Dinge, die ich männlichen Christen gerne einmal sagen würde“-Artikel kommt also heute die Fortsetzung – nur dass dieses Mal wir Frauen aufmerksam aufpassen können. Denn einige der folgenden Themen sind selbst mir zuvor nie so bewusst aufgefallen. Da muss ich zugeben, da ist noch Verbesserungspotenzial. Also liebe Frauen, lasst uns gemeinsam entdecken, was Männer über uns denken, und lernen, wie wir biblisches Frausein besser leben können. Let’s go!

*Anmerkung: Zu einigen Punkten habe ich nachträglich Anmerkungen angefügt. Entschuldigt bitte, wenn manche Punkte zuvor nicht klar formuliert waren. Ich achte künftig darauf, mich unmissverständlich auszudrücken. Danke für alle Hinweise!

1. Frauen, die sich freizügig zeigen.

„Freizügigkeit? Ach, das betrifft mich nicht. Den Punkt kann ich überspringen.“ Das dachte ich auch, bevor man mich darauf hingewiesen hat. Auch wenn du dich – wie auch ich – nicht als freizügig gekleidet beschreiben würdest, so müssen wir doch aufmerksam sein. Die Freizügigkeit, von der ich spreche hat nichts mit Mini-Rock und 90er-Jahre-Bauchfrei zu tun. Ich spreche viel mehr von der Art Freizügigkeit, die sich über die Jahre in unseren Kleidungsstil integriert hat. Tops, die zu viel vom Dekolleté preisgeben, leicht transparente Unter- und Oberteile, unter denen sich die Unterwäsche abzeichnet, Röcke, die irgendwie nicht zu kurz aber auch nicht lang genug sind. Das sind nur einige Beispiele für die Probleme, um die es geht.

Wir stehen jeden Tag wieder vor der Entscheidung, wie wir uns gottgefällig kleiden können. Ein gottgefälliger Kleidungsstil ist auch von der Liebe zu unseren Nächsten geprägt – und das sind beim Thema Freizügkeit vor allem die Männer. Wir denken oft nicht daran, welche Auswirkungen unser Kleidungsstil haben kann und unterschätzen zudem unser eigenes Aussehen.

Ich war mir dessen selbst nicht bewusst, doch Männern fällt es sehr schwer, ihren Blick nicht auf eine schöne Frau zu richten. Dennoch kämpfen sie jeden Tag den gleichen Kampf wie wir – gegen das Fleisch und für ein gottgefälliges Leben. Gott wusste um dieses Ringen und so hat Paulus in 1. Tim 2,9-10 geschrieben: „Die Frauen sollen unauffällig und schlicht gekleidet zum Gottesdienst kommen. Sie sollen sich weder durch besondere Frisuren noch durch Goldschmuck, Perlen oder auffällige Kleider hervortun.“ Es ist ein wichtiger Auftrag, den Gott uns gibt. Wir sollen für unsere Nächsten, die Männer, kein Grund der Versuchung sein. Viel mehr sollen wir unsere Leben mit ihnen heiligen – und das können wir eben auch durch unsere Kleidung tun. Bedenkt das, wenn ihr beim nächsten Mal vor eurem Kleiderschrank steht ☺️ (Für alle Interessierten: Auf GirlDefined.com findet ihr das E-Book „Project Modesty“ zum Thema sittsame Kleidung unter Berücksichtigung der heutigen Mode und der biblischen sowie männlichen Sicht auf unseren Kleidungsstil.)

*Anmerkung: Die Elberfelder Bibel übersetzt 1. Tim 2,9 wie folgt: „Ebenso, dass auch die Frauen sich in anständiger Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung.“ Es geht hier nicht darum, dass man sich einen Kartoffelsack überstülpen soll oder dass man sich nicht modisch kleiden darf. Es geht schlicht und einfach darum, dass unsere Kleidung nicht von Gott ablenken soll. Heißt: Nicht freizügig und nicht angeberisch. Für mich bedeutet das, dass ich keine weitausgeschnittenen Tops anziehe, damit mir Männer nicht ins Dekolleté schauen können, und dass ich nicht wie ein Laufstegmodel rumrenne, damit kein Neid aufgrund der Kleidung entsteht. Würde euch eventuell ein Artikel über Kleidung interessieren? Ich persönlich fänd’ das sehr cool ☺️

2. Frauen, die geführt werden wollen – wenn der Mann nach ihrem Willen führt.

Wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wär’ – dann wäre das sicherlich ein Lob- und kein Kritikpunkt. Dann wäre es so, wie ich es in meinem „6 Dinge“-Artikel geschildert habe, und dass wir Frauen uns nach Männern sehnen, die uns richtig führen und Hirten sind.  Doch die traurige Wahrheit sieht leider anders aus: Selbst wenn wir uns nach Führung sehnen, wollen wir doch unseren eigenen Kopf durchsetzen. Wir wollen geführt werden, aber nur wenn wir den Weg bestimmen können. Für Männer klingt das in etwa so: „Ich vertraue dir und überlasse alles deiner weisen Führung! … Aber nein, so will ich das auch nun wieder nicht. Du musst anders führen.“ Ich glaube, das grundlegende Problem dahinter wurzelt zum einen im modernen Feminismus und fehlendem Respekt („Wir Frauen können doch alles, wozu brauchen wir da noch Führung?“) und zum anderen in fehlendem Vertrauen – ein Gut, dass sich selbst Gott heutzutage scheinbar erkämpfen muss. „Ist Gott wirklich gut? Will er wirklich nur das Beste für mich? Woher will ich wissen, dass mir seine Entscheidung und seine Führung keine Unannehmlichkeiten bereitet?“ Gottes Kinder folgen ihm solange widerstandslos, wie es nach ihrer Nase geht oder es in ihrer Komfortzone liegt. Ist das nicht paradox? Wir sollen keine Kompromisse schließen, um unseren Willen durchzusetzen. Gott weiß, was gut für uns ist – und so wissen das auch in der Regel die Männer, die uns führen. Wenn wir uns nach solchen Männern sehnen, müssen wir uns auch wirklich führen lassen. #shoutoutandiemänner #danke

*Anmerkung: Dieser Punkt ist – wenn missverstanden – gefundenes Fressen für Feministinnen. (Ich habe vor einigen Wochen schon einen Artikel dazu geschrieben, ihr könnt ihn euch bei Gelegenheit gerne einmal durchlesen.) Ich wollte durch diesen Punkt nicht den Eindruck vermitteln, dass wir Frauen nach der Pfeife der Männer zu tanzen haben und ihrer Willkür ausgesetzt sind. Es geht im angesprochenen Problem um biblische Führung. Das Prinzip wird in Eph 5,24-25 deutlich: „Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.“  Das bedeutet, dass wir Männern, die uns in Liebe führen, vertrauen und die Führung überlassen sollen. Jedoch nicht ohne unserern Kopf zu benutzen. Wir müssen prüfen, ob uns die Männer in Weisheit und im Herrn führen – so wie wir auch vor Christus als eigenständige Wesen mit freiem Willen stehen, so stehen wir auch vor Männern.

3. Frauen mit „platonischen“ Freundschaften (oder: die Friendzone)

Das Schicksal, welches früher oder später so beinahe jeden Mann einmal ereilt – die Friendzone. Man(n) fühlt sich zu einer Frau hingezogen, aber die Frau ignoriert es völlig und stößt den Mann in die Friendzone. Für Frauen in der Praxis meist kein großes Problem, wollen sie doch manchmal einfach nur eine platonische Freundschaft, bedeutet es für Männer durchaus mehr. Es verletzt sie, wenn die Frau sie abweist, aber dennoch weitermacht wie bisher – man „genießt das schöne Ambiente einer Freundschaft“ ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer. Das zeigt weder Respekt gegenüber dem Mann, noch handelt man damit im Sinne der Nächstenliebe. „Ich will eine platonische Freundschaft, ich hab kein Interesse an ihm, ich möchte nichts kompliziertes, ich möchte diese Freundschaft und das Zusammensein genießen.“ Kommt dir das bekannt vor? Auch wenn es manchmal schmerzt, sei ehrlich zu dir selbst. Nutze andere Männer nicht aus. Sonst sind wir bald nicht mehr weit davon entfernt, unsere männliche Bekannten zu Opfern unseres Fleisches zu machen.

*Anmerkung: Diesen Punkt möchte ich noch einmal kurz erklären, da viele Rückfragen kamen. Zuerst: „Was ist eine Friendzone genau?“ Wikipedia sagt dazu: „Friendzone beschreibt eine rein platonische Beziehung zwischen zwei Personen, in der sich eine Person eine romantische oder sexuelle Beziehung wünscht, die andere aber nicht. Der Status der Friendzone gilt als nicht wünschenswert und hat eine negative Konnotation [Bedeutung].“

Des Weiteren: „Muss ich als Frau einem Mann nun einen Korb geben?“ Ohje, nein – das meinte ich nicht. ? Aber man sollte Männern nicht noch mehr Hoffnungen machen, denn das passiert manchmal schneller als uns lieb ist. (So eine Situation anzusprechen finde ich selbst immer sehr unangenehm und würde ich auch nie tun, da ich zu viel Angst hätte.)

Zu guter letzt: „Darf ich platonische Freundschaften führen?“ Ja! (Ich sollte aus diesem Thema eventuell einen seperaten Artikel machen, um die Fragen ausreichend beantworten zu können. Aber so viel sei gesagt, es spricht nichts gegen platonische Freundschaften zu unseren Brüdern im Glauben, wenn sie in ehrbarer Weise vor dem Herrn geschehen.)

4. Frauen, die keine Entscheidungen treffen können

Wer kennt das nicht, die täglichen Entscheidungen, die wir zuweilen durch schweres Grübeln treffen müssen. Kleid oder Hose? Auto oder Fahrrad? Film oder Buch? Doch das sind nur unsere kleinsten Probleme. Wesentlich schwieriger wird es, wenn es um unsere Zukunft und vor allem um Männer geht. Da ist es natürlich von Vorteil, ein Entscheidungsdefizit zu haben (#ironieoff). Will ich nun was von ihm oder nicht? Möchte ich Kontakt zu ihm oder nicht? Ist er der Mann meines Lebens oder nicht?

Ich glaube, es gibt wenige frauentypische Verhaltensweise, die Männer so sehr nerven. „Kannst du dich auch mal entscheiden, was du willst?“ – Nein, kann ich nicht. Das ist manchmal einfach so, da hat man als Frau Chaos im Kopf. Doch ich denke, dass wir es uns manchmal komplizierter machen als es ist, und Entscheidungen schneller und eindeutiger treffen können. Und vor allem: Dass wir zu unseren Entscheidungen stehen können und nicht wie „Blätter im Wind“ sind. Gott hat uns mit einem freien Willen ausgestattet – um frei entscheiden zu können. Also sollten wir ihn auch nutzen. Den Männern zu liebe.

5. Frauen, die Anspielungen machen

Das machen wir Frauen gerne – jeden Satz auf die Goldwaage legen und interpretieren bis zum Umfallen. Und wir erwarten, dass Männer das auch machen. Die Realität ist aber: Sie tun es nicht. Nein, sie verstehen es nicht einmal, wenn wir Sätze oder Wörter besonders betonen oder eine extra auffällige Anspielung machen. Männer brauchen einen Wink mit dem Zaunpfahl. Wir müssen einfach klar zeigen, was wir meinen oder wollen – Klartext reden. Das heißt, nicht nur Entscheidungen zu treffen und zu erwarten, dass die Männern das anhand unserer Körpersprache deuten können. Wir müssen auch mit den Männern eindeutig und unmissverständlich kommunizieren. Das macht vieles ein wenig unkomplizierter.

6. Frauen, die von anderen Männern schwärmen

Die kennt jede Frau oder hat fast jede Frau in ihrem Freundeskreis – die Schwärmerin. Eine, die sich für Männer begeistern kann. Entweder für ihr gutes Aussehen, ihr Charisma, die guten Leitungsfähigkeiten oder andere tolle Eigenschaften. Nur diskret geht sie damit nicht um. Wenn ein Mann sie beeindruckt, schwärmt sie ohne Genier von ihm. Doch selbst wenn das in ehrbarer Weise geschieht und in Liebe zum Nächsten, so fühlen sich andere Männer doch manchmal sehr vor den Kopf gestoßen. Eventuell würden sie selbst gern so gut leiten und predigen können, oder selbst gern das gute Aussehen haben? Aus Rücksicht auf unsere Brüder im Glauben sollten wir darauf achten, solche Schwärmereien nur unter Mädels zu besprechen. Nicht wahr?

7. Frauen, die biblisches Frausein leben

Last but not least kommt ein Lob – ein sehr großes sogar. Denn, meine lieben Schwestern, wusstet ihr, was Männer an uns besonders wertschätzen? Wenn wir biblisches Frausein leben und unsere Herzen für Jesus Christus brennen. Wenn man uns die Leidenschaft für Gott ansieht, und uns nicht davor scheuen, offen auf andere zuzugehen und vom Heiland zu erzählen. Wenn wir füreinander (auch für Männer!) beten. Wenn wir anderen Trost spenden, ermutigen aber auch ermahnen. Männer schätzen unsere Sicht auf Gott, die so anders, aber unheimlich wertvoll ist. Sie lieben lange Gespräche mit uns und freuen sich über unsere oft bedingungslose Hilfsbereitschaft. Und welcher Mann kommt nicht selbst ins Staunen und Preisen, wenn er eine Frau trifft, die Sprüche 31 verkörpert und biblisches Frausein tatsächlich lebt? Keiner ;) (Tipp des Tages: Sprüche 31 auswendig lernen!)

So, das war es erst einmal wieder von mir. Hat euch einer der Punkte überrascht? Schreibt es mir doch!

Liebste Grüße,
eure Daniela