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Freundschaften sind wie Blumen – je gepflegter und facettenreicher sie sind, desto schöner ist dein Blumenstrauß.

Ich habe manchmal das Gefühl, Gott spricht durch die Blume zu mir – wortwörtlich. Mal durch echte Blumen, mal auf ganz unscheinbare, verblümte Art und Weise. Aber ganz gleich, welche Methode Gott wählt: Die Message kommt an und der Erkenntnisdrop hat dann erstmal ordentlich gesessen.

Meine neuste Erkenntnis hat lustigerweise auch mit Blumen zu tun, wie das Bild eventuell schon vermuten lässt.

Aktuell bin ich wieder ziemlich häufig unterwegs und treffe Freunde, helfe bei Projekten, bin einfach live vor Ort und wenig online. Ich genieße das unglaublich und freue mich über jeden, den ich sehen kann. Am Wochenende war meine persönliche Highlight-Freundinnen-Zeit – so viele Menschen habe ich womöglich in der gesamten Corona-Hochphase nicht getroffen.

Zum Frühstück am Samstagmorgen hat mir eine liebe Freundin sogar Blumen mitgebracht, die nun nicht nur meinen Wohnzimmer-Tisch zieren, sondern auch ein täglicher Reminder von Gott für mich sind.

Der Blumenstrauß erinnert mich daran, dass …

  1. … Freundschaften wie Blumen sind – sie blühen auf, wenn ich sie pflege. Aber sie gehen ein, wenn ich sie vergesse. Und es gibt Gott sei Dank Freundschaften, die eher Typ Sukkulente oder Kaktus und recht robust sind, und Freundschaften, die nach täglicher Zuwendung lechzen. Ganz nach den individuellen Bedürfnissen.
  2. … wie Eisen Eisen schärft, ebenso ein Mensch einen anderen schärft (nach Sprüche 27,17). Ich darf an meinen Freundschaften wachsen, dazu lernen, mich verändern und Gottes Bild von mir näher kommen. (Ganz gleich, ob meine Freunde Christen sind oder nicht!)
  3. … ich das Ergebnis (Blumenstrauß) aus meinen Freundschaften (Blumen) bin. Darum wird mein Blumenstrauß umso schöner, je facettenreicher und gepflegter meine Blumen sind!

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Was auf dem Bild so easy und nach mal eben „weggebetet“ aussieht, so wie man einen Käfer von sich streift, ist in der Realität eher wie ein Haschen nach einer Mücke, die einen nervt und mit ihren Stichen verletzt: Bitterkeit. Und das einzige Mittel, das uns davon befreien kann, ist Vergebung.

In der dritten Session der PfiJuKo „When freedom hits you“ ging es um eben dieses Thema – wie wir durch Vergebung Freiheit erlangen können. Ich bin morgens recht unbeteiligt in den Gottesdienst gestartet. Im vergangenen halben Jahr musste ich mich zur Genüge damit auseinandersetzen – zum einen durch die Trennung von meinem Ex-Freund, die sich unglaublich schmerzhaft und wie ein dunkles Tal anfühlte, aber auch durch meine eigenen Fehler gegenüber geliebten Menschen, von welchen ich selbst Vergebung erfahren durfte. Ich dachte also: „Okay, safe zone. In dieser Session wirst du ja nichts Neues lernen.“ Doch schon während der Predigt bahnte sich eine Erkenntnis nach der nächsten an.

Ich war stolz und aufgeblasen geworden. Die Mücke, die mich ärgerte, war die Bitterkeit, die sich in meine Freundschaften geschlichen hatte. Und das schlimmste war: Ich hatte es ignoriert.

Ich habe erkannt, das mein Ego verletzt war durch fehlende Anerkennung (siehe Impuls zu Session #1). So schrieb ich nach der Predigt (wie hunderte weitere Jugendliche) einen Zettel, auf dem ich konkret nannte, was ich vergeben und an Gott abgeben werde. Diese Gedanken in Worte zu fassen, hat mir unglaublich geholfen, in meiner Entscheidung auch noch nach der PfiJuKo fest zu bleiben. Bitterkeit loslassen, Stolz vernichten, für die Freundschaften beten, Frieden suchen.

Und ich habe mich danach vor allem so befreit und gestärkt gefühlt, weil Vergebung weniger ein Eingeständnis von Schwäche als ein Zugeständnis von Gnade ist. Gnade, die von Jesus kommt, der die Mücke der Bitterkeit vernichtet und all die schweren Lasten, welche nun nicht mehr auf meinen Schultern lagen, mit ans Kreuz genommen hat. Und Gnade, die uns frei macht.