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„Schmeckt und seht, dass der Herr gut ist. Freuen darf sich, wer auf ihn vertraut!“ (Psalm 34,9) ♥

Gestern war ein grandios guter Abend! Zwei Mädels aus meiner Jugend haben mich besucht und wir haben gemeinsam Pancakes nach dem Rezept von mamaabba.de gemacht – ich bin total begeistert. Nicht nur super lecker, sondern auch super fluffig! Wie konnte ich als Naschkatze in den letzten 24 Jahren nur ohne leben!?

Dafür freue ich mich nun aber umso mehr, denn so konnte ich diese süße Mahlzeit noch einmal viel bewusster wahrnehmen und darüber staunen, wie genial Gott uns und die Welt geschaffen hat, dass wir so etwas leckeres kochen dürfen.

Wer sagt dem Teig, dass er fluffig zu sein hat? Wer bindet die Moleküle der Zutaten aneinander, so dass sie beim Anbraten in der Pfanne eine feste Konsistenz erhalten? Wer hat Menschen die Fähigkeit gegeben, zu kochen? Natürlich Gott!

Im Psalm 39,4 lesen wir den Vers: „Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist“, der auf unser persönliches Erleben von Gottes Gnade und Güte hinweist. Aber die Anfänge des Schmeckens und Erlebens Gottes können wir bei Adam und Eva im Garten Eden beobachten (1. Mo 2). Der Garten war erfüllt mit wohlschmeckenden Früchten – schon vor dem Sündenfall. Stellt sich die Frage, warum? Weil sogar die Schöpfung ein Spiegel seiner Herrlichkeit sein sollte. Weil die Schöpfung Gott Ehre bringen soll. Und so wie sie es damals tat, kann sie es heute auch noch tun, wenn wir bewusst sehen, wie Gott uns gesegnet hat.

Hast du heute schon geschmeckt und erlebt, wie gut Gott ist? Vielleicht beim Frühstück oder beim Mittagessen mit Kollegen? Und vor allem: Hast du Gott dafür gedankt? Wenn nein, dann lass uns doch gemeinsam damit beginnen. Selbst wenn es ein prägnanter Ausruf ist: „Wow, Gott, danke, dass du mir solch leckeres Essen geschenkt hast!“

Einen schönen Start ins Wochenende wünsche ich euch! Ich werde jetzt fröhlich die restlichen Pancakes von gestern mit Nutella verspeisen. ♥

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Jesus spricht: »Der Geist des Herrn […] hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. […] Ich verkünde ihnen ein Jahr, in dem der Herr seine Gnade zeigt.« (Lukas 4,18–19)

Gnade – man kann sie weder schmecken, riechen, hören, noch fühlen oder sehen – aber man kann sie erleben. Und das durfte ich im vergangenen halben Jahr auf krasse Art und Weise. (Manchmal nutzt Gott sehr große Zaunpfähle, mit denen er uns zuwinkt …)

Ich möchte euch heute eine kurze Retrospektive meiner letzten Monate geben, die auf unterschiedlichste Art und Weise die vielen Facetten von Gnade zeigt: Angefangen bei der großen Liebe, über die schmerzhafte Trennung, den persönlichen dunkelsten Stunden meines Lebens, privaten Problemen und Zwist, der Entscheidung, auszuziehen und einen Neuanfang zu wagen, etlicher schlaflose Nächte dank Angst & Zweifel bis hin zum heutigen Tag – meinem Geburtstag –, den ich morgens reich beschenkt und wohl versorgt in meinen eigenen vier Wänden starten durfte.

Das ist alles Gnade. Oder besser gesagt: Es gibt nichts, das nicht aus Gottes Gnade kommt. Dass ich mich verlieben durfte, war Gnade – und die Trennung ebenso, auch wenn ich mir das nicht gern eingestehe. Dass ich persönliche Täler erleben musste, war Gnade – und der Neuanfang, der danach folgte, ebenso. Dass ich nun alleine lebe und neuen Herausforderungen entgegen treten darf, ist Gnade – ebenso wie die Tatsache, dass Gott mich hier in dieser neuen Situation gut versorgt und sichtbar segnet.

Falls du derzeit zweifelst, liebe Schwester in Christus: Eine Freundin aus meiner Gemeinde hat mir dieser Tage einen guten Satz gesagt: „Es bleibt nicht so.“ Das heißt, weder die guten, noch die schlechten Zeiten. Alles hat ein Ende, außer die Gnade und Liebe Gottes. Erinnere dich daran, dass jede Lebensphase nur zeitlich begrenzt ist und noch so viel mehr auf dich wartet. Und denk daran: Wenn Gott am Wirken ist, kann in einem halben Jahr schon alles anders aussehen. Du siehst es in meinem Leben.

„Aber der Herr war freundlich und gnädig! Er hat mich erfüllt mit Glauben und mit der Liebe von Christus Jesus.“ – 1. Timotheus 1,14

Am Wochenende durfte ich mal wieder auf einer Hochzeit sein. „Mal wieder“, weil eine weitere Hochzeit irgendwie schon fast Routine für mich ist. Mittlerweile gehöre ich wohl zu der Altersgruppe, die entweder noch studieren und in der Welt herumreisen oder schon heiraten, Kinder kriegen und Häuser bauen. (Komisches Alter!)

So schön diese Hochzeit auch war, muss ich allerdings ehrlich zugeben, dass sie einen bitteren Beigeschmack für mich hatte. Ich habe mit meinen Gefühlen gekämpft, habe versucht, mich mitzufreuen und nicht traurig zu sein. Gehört sich ja so, oder? Doch am Ende des Tages – und vor allem nach Liedern wie „Wir beten für Segen“ (orig. „Blessings“) – war ich nicht nur einige Tränen leichter sondern auch einige Erkenntnisse reicher.

Diese Hochzeit habe ich wesentlich intensiver erlebt als früher, weil es früher eben nur „mal wieder“ eine Hochzeit war. Eine von vielen, bei der zwei Menschen den Bund der Ehe schließen. Heute verstehe ich die Tragweite hinter diesem Versprechen so viel mehr und weiß zu schätzen, welch ein Privileg es ist, wenn zwei Menschen sich trauen, Ja zu sagen – nicht nur einer von beiden, sondern beide mit ganzem Herzen und vollkommen entschieden für den anderen. Entschieden, den anderen zu lieben wie Gott uns liebt.

Den Menschen heiraten zu dürfen, den man liebt, ist Gnade. Gnade, die Gott uns schenkt. Ohne Gott in diesen Beziehungen würden sie einfach zerrinnen wie der Sand einer Sanduhr. Verliebtsein ist keine Garantie für eine Ehe voll Liebe. Aber Gott ist es. Eine Beziehung endet dann nicht mehr, weil der Partner einen nicht mehr glücklich macht oder die Beziehung zu anstrengend für einen wird, sondern wenn der Tod einen scheidet. Das Ziel lautet dann: den Partner mehr lieben als sich selbst, weil es Gott ehrt. Und für diese neue, alte Sichtweise bin ich unglaublich dankbar.

„Denn Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Deshalb ehrt Gott mit eurem Leib!“ – 1. Korinther 6,20

Als ich heute Morgen im Gottesdienst saß, fiel mein Blick während der Predigt auf meinen Handrücken. „Bezahlt“ stand dort in halbverwaschener Schrift. „Bezahlt“ – es war ein Relikt der gestrigen Abendveranstaltung, bei der ich im Gegenzug für das gezahlte Eintrittsgeld diesen kleinen Stempelabdruck erhielt. „Bezahlt“ – es ist eine Erinnerung daran, dass Jesus meine Sünden bezahlt hat. Sünden aus vergangenen Zeiten, die mich in den vergangenen Tagen immer wieder niederdrücken. Sünden, mit denen ich selbst Menschen verletzt, ihnen das Herz gebrochen oder sie vergiftet habe. Der Teufel will mir das Gefühl geben, dass ich noch immer bezahlen muss, dass mir meine Schuld nicht vergeben ist, dass ich leiden und reuen muss. Doch Gott sagt in Micha 7,19: „Er wird sich wieder über uns erbarmen, alle unsere Sünden zertreten und alle unsere Verfehlungen ins tiefe Meer werfen!“ sowie in Hebräer 8,12: „Und ich werde ihr Unrecht vergeben und nie wieder an ihre Sünden denken.“

Ich habe Gnade in den Augen des Herrn gefunden, also darf ich vorwärtsgehen. Voller Freude und Hoffnung. Weil Gott mir verziehen hat. Und darüber weine ich vor Dankbarkeit.