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„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15,34)

Kennst du das, wenn dich Zweifel wie eine mächtige Welle überrollen? Kennst du das Gefühl der Ohnmacht, wenn dich negative Gedanken in die Knie zwingen? Kannst du dann noch glauben, dass Gott für dich ist und dich nicht verlassen hat, ohne zynisch zu denken: „Und so ein Gott lässt Leid zu!?“ Wir fragen uns manchmal mitten im Leid: „Wo bist du, Herr!?“ – Dann antwortet er: „Genau neben dir.“ Denn in der Bibel steht geschrieben: „Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ (Josua 1,9) Er ist da, immer. Selbst inmitten des Sturmes, scheinbar begraben von Wellen. Ich muss nur meine Hand nach ihm ausstrecken. Ich muss mich ausstrecken nach ihm, von dem allein Hilfe zu erwarten ist, und aufhören, den Lügen zu glauben, die mich runterziehen. Ich will auf Licht hoffen inmitten der Dunkelheit. Denn Jesus, du bist „mein Anker, mein Leuchtturm, mein Ewigkeitsserum“. (Zitat: Alex Denkovic)

PS: Uns verlässt Gott nie, doch Jesus hat er verlassen, als er am Kreuz hing. Er musste dieses Leid ertragen, um uns von aller Schuld befreien und ewiges Leben mit Gott schenken zu können. Er war von Gott verlassen – wie muss er sich gefühlt haben? #thinkaboutit

„Du bist hier du gehst nicht fort, ich brauche dich. Ich ruf zu dir und bin gewiss, du hörst mich. Für unsere Wunden, die Enttäuschung, all den Schmutz, schrie er zu Gott, dem Tode nah und rief: ‚Warum hast du mich verlassen?‘“ (Koenige & Priester)

„Denn du allein, du bist gut. Gibst mir Mut jeden Tag. Was ich hab, kommt von dir, schenkst mir Freude jetzt und hier. Ja, ich dank dir, Herr, ich liebe dich so sehr. Will dich preisen immer mehr, immer mehr!“ – Thomas Klein

Mein Geist wird gerade von sehr viel Hoffnung genährt – von dem lebendigen Wort Gottes in mir, dem heiligen Geist, und der Zuversicht, dass Gott gut ist – alle Zeit. Er lässt mich nicht zuschanden werden (Römer 5,5). Und wow, mir geht’s derzeit den Umständen entsprechend echt ziemlich gut. Lobpreislieder tun ihr Übriges, um den Teufel aus meinen Gedanken zu vertreiben. Denn wenn wir Gott loben, wird der Teufel schweigen: „Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen schaffst du dir Lob, ein Bollwerk, das deine Gegner beschämt und alle Feinde zum Schweigen bringt.“ (Psalm 8,3) Und letzten Endes ist es deine Entscheidung, die dich trägt, ob du Gott glaubst oder nicht: „Do you believe that you can walk on water?“ Nutze deinen freien Willen und gib alles Gott ab. Er hat’s doch eh schon in der Hand.

„I hope you’re somewhere praying. I hope your soul is changing.“ – Kesha

Diese Phrase. Aus diesem Lied. Einfach nur stark. Sie gibt momentan so ziemlich 1:1 meine Gedanken wieder. Doch während ich das so tippe, dämmert es mir, dass ich selbst eigentlich umso mehr beten sollte. Warum zum Kuckuck bete ich nicht!? Weil ich ein ebenso unwillig beugsamer Mensch bin – im Gebet auf die Knie zu fallen, demütig zu werden und für seine „Feinde“ zu beten, ja, das ist nicht immer so easy. Doch Gott will genau das. Dass wir beten, um selbst von Rachegedanken befreit zu werden. So wie wir es in Römer 12,19 lesen können: „Liebe Freunde, rächt euch niemals selbst, sondern überlasst die Rache dem Zorn Gottes. Denn es steht geschrieben: »Ich allein will Rache nehmen; ich will das Unrecht vergelten«, spricht der Herr.“ Also will ich es Gott überlassen – es soll nicht mehr meine Sorge sein.

»God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.« (Psalm 46:4a)

Manchmal erscheinen einem all die schönen, nettgemeinten Worte, die einen aufmuntern sollen, wie zynische Bemerkungen. „Alles Gute dir“, „Ich denke an dich“, „Das wird schon wieder“ – man kommt sich ein wenig veräppelt vor, denn so richtig helfen kann einem niemand. Niemand – außer Gott allein. Und ganz ehrlich: Ich wünschte, es würde schneller gehen. Ich wünschte, es würde nicht immer wieder hochkommen, meine hoffnungsvollen Launen zerstören und so elendig weh tun. Doch wie eine Freundin mir sagte: „Give yourself time.“ Alles hat seine Zeit. Und das ist gerade meine Zeit des Weinens, meine Zeit des gebrochenen Herzens. Doch es wird wieder eine andere Zeit kommen. Eine Zeit des Lachens, der Freude und des Tanzens.

Ein Lied, mit dem ich meine Laune in den vergangenen Wochen immer wieder ein wenig aufbessern konnte, ist „Rivers of Joy“ von den No Angels. (Ja genau, die 2000er-Popstars-Girlgroup – ich war der Superfan schlechthin.) Der Songtext schenkt Hoffnung und Freude und gibt noch dazu einen Teil biblischer Wahrheit wieder:

„There are times when I just wanna lay down on the ground. And never rise again no matter what’s been found. But then I realise I have to carry on. And I try to move along to the rivers full of joy. In the rivers of joy, hallelujah, joy – I believe. In the rivers of joy, hallelujah, joy – I will find. In the rivers of joy, hallelujah, joy – all the happiness.“

Ja, und bis es soweit ist, dass ich wieder lachen und mich wahrhaft freuen kann, werde ich dafür beten, dass ich niemals den Blick auf den einzig wahren Freudeschenker verliere: Gott.

»Vergebt euch gegenseitig, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.« (Epheser 4,32b)

Menschen machen Fehler. Viele Fehler. Manche sind kleiner, andere hingegen größer und schwerwiegender. Doch kein Fehler ist so groß, dass er nicht vergeben werden kann. Wenn ein Mensch wahrhaft reut und um Vergebung bittet, vergibt Gott und lässt Gnade vor Recht ergehen. Und den gleichen Anspruch hat Gott an uns. Wir sind Menschen und wir machen nun einmal viele Fehler, mit denen wir uns gegenseitig enttäuschen und verletzen. Dennoch – oder gerade deshalb – sollten wir uns vergeben wie Christus uns vergeben hat. Damit wir Frieden in unseren Herzen haben, Freude in unserem Leben und keine Bitterkeit in unseren Beziehungen. Denn das Gift aller Liebe ist Verbitterung. Mich reuen viele meiner Fehler, ja. Und ich flehe um Vergebung. Aber ich weiß, Gott hat mir schon längst vergeben – und das ist meine Hoffnung. Vergebung ist möglich durch Gott.

„Wir sind auch stolz in den Bedrückungen, denen wir ausgesetzt sind, denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen; und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung.“ – Römer 5,3-4

Was ist mein Hauptjob in Leid? Meine Probleme selbst lösen und aus dem Leid fliehen? Nein – denn das kann ich auch gar nicht. Mein Hauptjob ist, Gott die Ehre zu geben. Ich darf stolz darauf sein, dass ich leiden darf, denn so merke ich, dass Gott mich liebt und erziehen will. Aber vor allem merke ich, dass ich in Leid Geduld lerne – ich lerne, nur Gott zu vertrauen und auf seine Hilfe zu warten. Ich lerne, meine Hoffnung ganz auf ihn zu setzen. Leid ist eine Bewährungsprobe – wer standhält, der geht am Ende gestärkt in der Hoffnung auf Gott hervor.

Derzeit scheint sich die schlimmste Phase meines Leids dem Ende zuzuneigen (Gott sei Dank!). Ich hatte in den vergangenen Tagen seltenere und kürzere Tiefs und allmählich zeigt sich auch ein Licht am Ende des Tunnels. Doch trotz all der Euphorie darf ich nicht wieder versuchen, alles alleine zu schaffen. Ich muss fest und nah am Herrn bleiben, um gewappnet zu sein vor erneuten Leiden und Bedrängnissen. Deshalb möchte ich mir jetzt angewöhnen, jeden Tag symbolisch die Waffenrüstung Gottes anzuziehen: den Gürtel der Wahrheit, das Schild der Glaubens, den Helm des Heils, den Brustpanzer der Gerechtigkeit, das Schwert des Wortes Gottes und die Schuhe mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. So kann man den Kampf schließlich nur gewinnen.

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“ (Skillet – Stars)

Als ich dieses Bild gesehen habe, musste ich ein wenig schmunzeln. Ungefähr so fühl’ ich mich derzeit. Wie ein schlapper Sack, der sich hängen lässt, aber dennoch von irgendetwas hochgehalten wird. Und dieses Etwas ist Gott. Der, der die Sterne an ihrem Platz hält, hält auch mein Herz. Gott ruft mich bei meinem Namen und ich darf mich zu ihm hinwenden – schreiend, flehend, kämpfend, bittend, weinend. Er hält mich. Er kann tobende Stürme beruhigen, also kann er auch meinem Herzen Ruhe schenken. Er kann mir eine Perspektive schenken, die voll Freude und Dankbarkeit ist. Dankbar, dass ich da nicht alleine durch muss, dass ich eine Gemeinde habe, Freunde im Herrn, gute Arbeitskollegen, eine Aufgabe im Leben, einen Sinn im Leid.

Danke, Jesus!

»God, keep my head above water. Don’t let me drown, it gets harder. I’ll meet you there at the altar as I fall down to my knees.« – Avril Lavigne

Wow, was für ein genialer Song! Als ich ihn vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört habe, war ich direkt begeistert. Aber er war eher ein schönes Lied für nebenbei, kein Herzenssong. Nachdem ich nun in der vergangenen Woche selbst am eigenen Leibe erfahren musste, wie es sich anfühlt, wenn man denkt, man ertrinke bald unter einer Flut an negativen Gefühlen, ist er mir extrem wichtig geworden. „God, keep my head above water!“ Das ist nicht nur ein Gebet, ein Flehen, eine Aufforderung an Gott, einzuschreiten und zu helfen. Das ist ein Zugeständnis der Allmacht Gottes und ein Lobpreis. Es sagt: Herr, du allein bist mächtig genug, meinen Kopf über Wasser zu halten. So sehr ich selbst strample, ich würde doch ertrinken. Du allein hältst mein Leben in deiner Hand.

Krass, oder? Ich will es nicht vergessen und als Lobpreis auf meinen Lippen tragen. Auch im Leid – oder gerade im Leid. Amen!

PS: Auf meinem Blog unter »Wallpaper & Medien« findet ihr übrigens ab sofort ein paar neue Wallpaper für eure liebsten technischen Geräte. ♥

»Oh, the overwhelming, never-ending, reckless love of God. Oh, it chases me down, fights ’til I’m found, leaves the ninety-nine.« (Cory Asbury – Reckless Love)

Ich habe gestern wieder neu über dieses Lied nachdenken müssen. Obwohl ich es schon tausende Male gehört habe, hat Gott mir einen ganz neuen Aspekt seiner Gnade dadurch gezeigt. Was ist, wenn Gottes Liebe so „reckless“ (also überwältigend und auf seine Art und Weise rücksichtslos) ist, dass er mein Leid zulässt, um andere dadurch zu trösten?

In 2. Korinther 1,4-5 lesen wir folgendes: „In allen Schwierigkeiten tröstet [Gott] uns, damit wir andere trösten können. Wenn andere Menschen in Schwierigkeiten geraten, können wir ihnen den gleichen Trost spenden, wie Gott ihn uns geschenkt hat. Ihr dürft darauf vertrauen: Je mehr wir für Christus leiden, desto mehr lässt uns Gott durch Christus Trost zuteil werden.“ Und das gilt nicht nur für Christen! Stellt euch mal vor, Gott lässt euer Leid zu, um Nicht-Christen seinen Trost durch euch zukommen zu lassen. Oder noch krasser: Nicht-Christen lernen durch euren Trost Gott kennen! Wie genial ist das denn!? Ganz ehrlich: Ich will mich in den nächsten Tagen nicht mehr über mein Leid beschweren. Klar, es ist schrecklich und eine grausame Situation. Aber hey, wenn eine Menschenseele bei Gott Trost findet, was kann es dann besseres in diesem Moment geben? – Nichts. Deswegen heißt es jetzt, Zähne zusammenbeißen, auf Gott vertrauen und ausharren. Achja, und natürlich Trost spenden. Also raus in die Welt und Liebe spenden. ♥️

»Denn der Herr weist die zurecht, die er liebt, und er straft jeden, den er als seinen Sohn annimmt. Wenn ihr Schweres ertragen müsst, dann erkennt darin die Zurechtweisung Gottes; denkt daran, dass Gott euch als seine Kinder behandelt.« (Hebräer 12,6–7a)

Ich merke, wie Gott in den letzten Tagen an mir und meinem Herzen arbeitet. Wie der Herr mich erziehen will. Und allmählich findet die Gewissheit in mir Platz, dass es gut ist. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet und schlechte Triebe wegnimmt, damit aus seinen geliebten Pflanzen wieder Gutes erwachse. Aber nicht nur schlechte Triebe nimmt Gott uns ab, auch die Triebe, die schon gut waren, damit sie noch besser würden. Ich muss lernen, loszulassen und alles Gott abzugeben. Oder wie der christliche Kinderliedersänger Thomas Klein sagt: „Hier ist mein Herz, mach es ganz rein. Nur Du allein sollst drinnen sein. Nimm alles weg, was Dich stört, weil Dir, Jesus, mein Herz gehört.“ Herr, mein Herz gehört dir. Ich will lernen loszulassen und dir zu vertrauen. Alles dient mir zum Guten und du hast gute Pläne für mich. Danke, Jesus, dein Name sei gelobt!