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„Menschenfurcht ist eine Falle, doch wer Jahwe vertraut, ist geborgen.“ – Sprüche 29,25

Gestern war ich gemeinsam mit Freunden zum ersten Mal auf der JuMiKo, der Jugend-Missions-Konferenz in Stuttgart. Dort durfte ich viele Eindrücke zum Thema Weltmission sammeln, sehr nette Gespräche führen (u.a. mit der lieben Lea, Maria und Karolina) und aufweckende Predigten hören.

Eine Predigt an diesem Tag hat mich aber besonders tief getroffen: Menschenfurcht – ein Thema, das mich momentan quasi „verfolgt“.

Ich musste in den vergangenen Tagen erkennen, wie menschenfürchtig ich tatsächlich handle. Sogar während meiner Beziehung habe ich vieles nur aus Menschenfurcht getan, was letztendlich aber zu tiefen Wunden geführt hat, weil ich in erster Linie Menschen und nicht Gott gefallen wollte. Und auch jetzt nach der Beziehung handle ich sehr menschenfürchtig: Ich würde die Trennung am liebsten so schnell wie möglich verarbeiten, weil ich nicht schwach erscheinen möchte.

Frank Döhler hat das in seiner Predigt gut auf den Punkt gebracht:

„Der, dem du gefallen willst, bestimmt, was du tust und wer du bist.“

Will ich Gott gefallen und ihn lieben, ist es egal, was Menschen denken. Selbst dann, wenn ich dumm dastehe. Gott zu glauben, heißt, bereit zu sein, sich demütigen zu lassen. Werden wir klein vor den Menschen, wird Gott uns erhöhen. Und letztendlich ist Menschenfurcht nicht unüberwindbar; sie wird zwar Teil unseres Lebens bleiben, aber wir können unabhängiger von ihr werden, denn: Freimut ist Menschenfurcht, die gebetet hat. Nehmt das mit in die neue Woche und seid ermutigt, euren Weg mit Jesus zu gehen, egal ob ihr dumm dasteht.

 

Auf youthweb.net habe ich in der vergangenen Woche mein Zeugnis geteilt: Wie mein Leben war, bevor ich Jesus kannte, wie ich ihn kennen lernen durfte und wie sich mein Leben seitdem verändert hat. Eine der größten Veränderungen, die Gott seitdem in meinem Leben gewirkt hat, und für die ich einfach nur Halleluja sagen und danken kann, ist, dass ich kaum noch Menschenfurcht habe. Zumindest nicht in der Form, mit der ich viele Jahre lang zu kämpfen hatte, weil ich aufgrund des Mobbings weder Selbstbewusstsein, noch Selbstvertrauen hatte. Heute habe ich zwar immer noch mit Menschenfurcht zu kämpfen, wenn es darum geht, Ansehen zu erlangen und gut dazustehen. Aber ich traue mich mittlerweile, für meine Überzeugungen und vor allem für meinen Jesus, den Erretter, einzustehen. Das hätte ich früher wohl niemals getan. Ich bin Gott unglaublich dankbar für die Freundschaften und die Gemeinde, die er mir geschenkt hat. Denn durch sie konnte ich die Menschenfurcht immer mehr bekämpfen und stattdessen in der Gottesfurcht wachsen. So wunderbar! Oder wie die Amerikaner jetzt sagen würden: „Can I get an amen!?“

Fotos: Nr. 1: Irina Epp, im schönen Schlosspark in Fulda // Nr. 2: Agape Fotografie bei der Konferenz Jesus for all nations in Bielefeld. (Man sieht, ich habe kaum noch Menschenfurcht …)