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Im Englischen gibt es ein schönes Zitat, das ich früher einmal in meinem Zimmer hängen hatte:

„To feel like a queen is as simple as believing you are one.“

Doch obwohl dieses Zitat zur Kategorie #confidenceboost gehören sollte, fühlte ich mich zeitweise davon unter Druck gesetzt. Ja klar, ich wusste, dass ich Gottes geliebte Tochter war, doch schien das auch nur tote Theorie zu sein. Denn ich habe mich gefragt: Was ist, wenn ich mich weder wie eine Königin fühle, noch daran glauben kann? Was ist, wenn ich mich viel mehr benutzt, missbraucht und wertlos fühle? Wenn andere mich wie eine Aussätzige oder eine billige Spielpuppe behandelt haben? Dann ist „glaub einfach, dass du eine Königin bist“ fast schon zynisch.

Aber wenn ich eines gelernt habe, dann, dass meine Gefühle oft der Ursprung der Lügen sind, die ich selbst glaube. Und noch öfter verwendet der Teufel meine Gefühle gegen mich selbst. Doch damit ist jetzt Schluss. Es ist Zeit, dass wir Frauen als die Königinnen leben, die Gott in uns sieht. Es ist Zeit, dass wir Gottes Wahrheiten mehr Glauben schenken als unseren Gefühlen oder den verletzenden Worten anderer Menschen. Es ist Zeit, aus dem Schmutz der Vergangenheit aufzustehen.

Auch wenn du verletzt bist, auch wenn du das Gefühl hast, beschmutzt zu sein und aller Kraft und Würde beraubt worden zu sein, lass dir sagen: Gehe aufrecht wie es sich für eine Königin gebührt und behandel dich vor allem selbst wie die Königin, die Gott in dir sieht. Sei es dir wert, dir Gutes zu tun und anderen Grenzen zu setzen, damit sie dir nichts Schlechtes tun können. Denn oftmals sind wir selbst diejenigen, die uns am wenigsten wie Königinnen behandeln.

Liebe Tochter Gottes, egal wie alt oder jung du bist – sieh dich aus Gottes Augen und lebe als Königin! Oder wie eine Freundin und ich manchmal gerne (scherzhaft) sagen:

„Gib mir die Krone!“

Nimm die Krone an, die Gott dir schenkt.

„It’s time to stop running now. You don’t have to have it figured out. All you need to do is turn around and the Father will come running.“ (Casting Crowns – Even When You’re Running)

Manchmal renne ich. Nicht so eindrucksvoll wie Forrest Gump, mehr so wie eine Horde aufgescheuchter Hühner. Ich verrenne mich – wild drauf los, ohne klares Ziel, nur in Bewegung, ohne Rast. Und vor allem renne ich unmerklich vor Gott davon. Selbst Dinge, die ich scheinbar für ihn tue, tue ich dann letzten Endes nur für mich selbst, um sie einfach abhaken zu können. Meine To-do-Liste ist zu lang, mein Kopf zu voll und mein Herz zu „Jesus-leer“.

Je mehr ich mich in Aufgaben verrenne, desto schneller vernachlässige ich die Stille Zeit mit meinem Herrn Jesus. Und darunter leidet auch merklich mein Gemütszustand: ein Gefühl des Erschöpftseins, der Überforderung und der Frustration macht sich in mir breit. Ich renne und erreiche dennoch kein Ziel.

Doch in einem Impuls meines aktuellen Bibelleseplans, den ich mit einer lieben Freundin lese, wurde gestern 1. Petrus 5,6 zitiert:

„Demütigt euch deshalb unter Gottes mächtige Hand, dann wird er euch auch zur richtigen Zeit erhöhen.“

Das hat mir die Augen dafür geöffnet, dass ich genau das Gegenteil tue – denn Betriebsamkeit ist nicht immer wahrer Gottesdienst. Ich habe mich nicht unter Gottes Hand gedemütigt, sondern unter meinen Perfektionismus. Traurig.

Doch nach den Tagen des Rennens darf ich nun anhalten, mich umdrehen und zu Gott zurücklaufen. Er steht bereit und wartet auf meine Rückkehr unter seine sichere Hand, ja, er rennt sogar auf mich zu, um mir seine Gnade und Liebe zu schenken: „So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er war noch weit entfernt, als der Vater ihn kommen sah. Das bewegte sein Herz, er lief seinem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ (Lukas 15,20) ♥ Was für ein Gott ist unser Jesus!

Foto: Irina Epp

„Vergeben, nachgeben, abgeben – aber nie aufgeben!“ (Peter Hahne)

Mein Kopf gleicht in den letzten Tagen wieder mal einem Schlachtfeld. Der Ort, wo der Teufel einen am besten angreifen kann, weil man sich kaum schützen kann. Nachts, wenn sich nicht nur das Gefühl der Einsamkeit anschleicht, sondern auch der Sinnlosigkeit und der nagenden Zweifel.

Ehrlich gesagt habe ich derzeit keine Lust mehr – weder zu schreiben, zu gestalten, zu arbeiten, zu reden, noch zu beten und Bibel zu lesen. Dass ich es dennoch tue, verdanke ich wohl dem kleinen Restfunken Gottesfurcht in mir. Aber eigentlich ist mir eher nach Jammern zumute, nach Aufgeben und alles hinwerfen, weil ich Gott einerseits zwar traue, aber doch andererseits glaube, ich könnte es besser wissen.

Und das nervt mich selbst unheimlich, denn seit der Trennung gleicht meine Seele einem Blatt im Wind – kaum freue ich mich über eine gute Phase, in der ich meine, den Schmerz überwunden zu haben, kommt das nächste Tal. Und dann merke ich: Die Wunden sind immer noch da.

Doch so traurig und schmerzhaft das alles ist, desto mehr zeigt es mir meine eigene Bedürftigkeit des Kreuzes und der Vergebung und Kraft Jesu. Denn ohne ihn würde ich tatsächlich aufgeben. Doch weil er in meinem Herzen arbeitet, darf ich diese Lebenssituation als Aufgabe sehen statt aufzugeben.

Deswegen möchte ich mir neu bewusst machen, was in Philipper 3,13–14 steht:

„Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

Ich will den Schmerz an Gott abgeben, ich will seinem Wirken nachgeben und ich will demjenigen vergeben, der mich verletzt hat, auch wenn meine Gefühle mir etwas anderes sagen.

Und ganz ehrlich: Ich will an meinem Geburtstag in paar Tagen nicht weinen, wenn Gott mich doch zeitgleich so sehr segnet und beschenkt. Ich darf dankbar sein, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte, weil mein Leben in Gottes Hand sicher ist.

Und da ist er mal wieder: der Valentinstag. Früher hat mich dieser Tag nicht die Bohne interessiert – ich hab’ mich höchstens über den drölftausendsten Newsletter mit Sonderangeboten geärgert. Aber sonst war es ein Tag wie jeder andere auch.

Heute sieht die Sache leider ganz anders aus. Das vermeintliche Selbstbewusstsein ist tiefer Unsicherheit und Verletzlichkeit gewichen. Als meine Beziehung im letzten Herbst in die Brüche ging, zerbrach nicht nur ein Teil meines Herzens, sondern auch mein Vertrauen – ich begann Gott und die Liebe anzuzweifeln und vor allem mich selbst. Mein Herz hatte sehr tiefe Wunden. Und gerade jetzt, wo ich alleine lebe, merke ich, wie tief die Wunden noch immer sind. Abends, alleine in meiner Wohnung, alleine mit dem Schlachtfeld meiner Gedanken.

Doch in all dem Schmerz darf ich eines lernen: Ich bin von Gott geliebt – bedingungslos, gewagt und überwältigend. Er ist vertrauenswürdig, wenn ich es nicht bin. Er hält mich, wenn ich mich nicht mehr selbst halten kann. Er spricht Worte des Lebens zu mir, wenn mir der Tod näher als das Leben ist. Er versorgt mich, wenn meine Mittel nicht genug sind.

Daher will ich euch heute Ermutigung weitergeben aus einem Artikel, den ich mit meiner lieben Freundin Christine M. in 2018 geschrieben habe. (Zum Weiterlesen hier klicken.) Und ich muss euch sagen: Ich predige mir diese Worte selbst. Ich halte mir selbst den Spiegel vor und darf sehen, in welche Löcher ich mich immer wieder hinein stürzen lasse, indem ich auf die Lügen des Teufels höre oder mich mit anderen vergleiche.

Fühlt euch gedrückt und geherzt, ihr lieben Single-Mädels und -Frauen da draußen. Wir überstehen diesen Tag gemeinsam mit Gott – er lässt uns nicht allein ♥ Er hat einen guten Plan. Selbst wenn dein Herz es nicht fühlt und dich täuscht, dein Geist weiß es.

Endlich gibt’s neue Wallpaper, yay! ♥

Vor ein paar Wochen durfte ich mir von der lieben Daniela (@colibri.arts) ein Bild wünschen, das für Neuanfang und Entwicklung steht – vor allem im Hinblick auf den Heilungsprozess meines gebrochenen Herzens und die neue Lebenssituation durch den Umzug. Das wunderbare Ergebnis könnt ihr nun in meiner Instagram-Story sehen und auf meinem Blog unter „Wallpaper & Medien“ downloaden. Ist der Schmetterling nicht wunderschön geworden? ♥

Zu meiner Freude hat sie mir das Original auch noch per Post zukommen lassen, so dass es bald an meiner weißen Wohnungswand einen Ehrenplatz erhält. Ich bin jedenfalls mega begeistert – ich danke dir, liebe Daniela, dass du deine Begabung für Gott einsetzt und für die Freude, die du uns damit bereitest!

Zur Bedeutung des Wallpapers: Es steht nicht explizit auf den Wallpapern, doch der aufmerksame Leser dürfte den Bibelvers wiedererkannt haben. Er ist aus Jesaja 43,18–19:

„Gedenkt nicht mehr an das Frühere und achtet nicht auf das Vergangene! Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde.“

Mal denke ich fröhlich und erheitert über diesen Vers nach, mal traurig und dennoch dankbar. Ja, es wird Wüstenzeiten geben. Ja, die Vergangenheit wird nicht einfach ungeschehen gemacht werden. Doch Gott lässt Neues daraus entstehen. Etwas wunderbares, das wie eine kleine Pflanze wächst.

Jessica Verfürth hat vor einigen Wochen folgendes Zitat gepostet, das hierzu gut passt:

„Aus dem Scheißhaufen unseres Lebens können wir mit Gott genialen Dünger machen.“

Wow, treffende Aussage, oder? Vor allem in Hinblick auf diesen Bibelvers.

Gott ist gerade dabei, etwas Neues zu wirken. In meinem und in deinem Leben. Wachse und vertraue auf Gott. Gib dir Zeit zur Entfaltung und dann sprieße, kleines Pflänzchen – ja, flieg, schöner Schmetterling!

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Tschüss Wohnungschaos – hallo Instagram, ICH BIN ZURÜCK!

Nach einigen Tagen Pause, um mich auf meinen Umzug, meine schöne, neue Wohnung und die „Chaosbeseitigungsmission“ zu konzentrieren, bin ich wieder zurück. Juhuu! Ich freue mich darauf, wieder schreiben zu können, euch von Gottes Güte zu erzählen und von meinen Gedanken während des Umzugs zu berichten. Außerdem habe ich viele neue Ideen und Neuigkeiten im Gepäck. Yes, yes, yes, das wird (so Gott will und ich lebe) richtig gut werden.

Und wie Gott nun einmal so ist, hat er meine Gedanken gestern Morgen im Gottesdienst lustigerweise nochmals bestärkt. In der Einleitung wurde u.a. Johannes 14,2–3 thematisiert:

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa gesagt: ‘Ich gehe jetzt hin, um den Platz für euch vorzubereiten’? Und wenn ich hingegangen bin und euch den Platz vorbereitet habe, werde ich wiederkommen und euch zu mir holen, damit auch ihr da seid, wo ich bin.“

Und genau über diesen Vers bzw. diesen Bibelabschnitt habe ich in den vergangenen Tagen nachgedacht! Ich finde es erstaunlich, wie Gott Gedanken lenkt und sich auf fast schon humorvolle Art und Weise in solchen Details unseres Lebens offenbart.

Jedenfalls durfte ich gestern Morgen eines begreifen: Wenn ich mich jetzt schon so sehr über meine irdische Wohnung freue, wird die Freude über die himmlischen Wohnungen bei Gott unermesslich groß und grandios sein! Ich feiere Gott für seine Güte, wie er mich versorgt und beschenkt, wie er sogar im Überfluss gibt und kleinste Details beachtet. Ich darf eine Wohnung haben, in der ich zukünftig nicht nur wohnen, sondern auch leben, lachen und lieben darf. Das ist so unfassbar genial!

Und sich nun vorzustellen, dass man direkt beim Herrn wohnt, wo es kein Leid mehr gibt – wow. In dieser Zuversicht will ich für Gott und das ewige Ziel leben.

Der entscheidende Punkt ist aber: Nur mit Gott kann ich für Gott leben. Und nur mit Gott kann ich meine Wohnung für Gott gebrauchen. Doch was das genau bedeutet, erfahrt ihr im nächsten Post.

„GOOD NEWS! Got that old made new, got that joy coming through, got me feeling alright.“ (Lukas 9,23–24)

So stark wie in den vergangenen Monaten habe ich Gott vermutlich noch nie in mein Leben eingreifen sehen – zumindest so offensichtlich. Nicht nur für mich, sondern auch für Außenstehende – ganz gleich, ob Familie, Freunde oder Gemeinde. Es ist einfach krass. Ich bin so beeindruckt und sprachlos, welch großen Gott wir haben, dass er sich sogar meiner kleinen und großen Sorgen annimmt. Dass er mich hält und immer wieder durchträgt.

Letzte Woche wurde ich noch beinahe von Wellen der Angst begraben und habe geweint, weil die Sorgen mich so nie niedergedrückt haben. Und jetzt? Jetzt jubel ich – ich tanze und singe vor Freude über meinen guten Gott und die gute Nachricht! Mandisa singt in ihrem gleichnamigen Lied:

„If you got it, share it. If you need it, receive it. Come on, tell everyone! That it’s all about good news. So much pain in the world, dark in the world – sure could use a little light in the world. So come on, tell me your good news!“

Ich will davon berichten, was Gott mir Gutes getan hat. Ich will Zeugin sein für meinen Gott, der mich beschützt und der Wunder in meinem Leben wirkt. Ich will es rausposaunen, um andere zu ermutigen. Nicht schweigen, sondern den Mund aufmachen.

„Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus.“ (Römer 1,16)

Der Herr ist gut. Das glaube ich, weil ich es selbst erlebe. Er tröstet und ermutigt mich. Er beschenkt mich reich – mit einer schönen Wohnung, mit Möbeln und Geräten, mit wunderbaren Menschen (meiner Familie und meinen Freunden), die mich unterstützen und mir helfen. Das passiert nicht aus Zufall – das passiert, weil Gott dahinter steht! Lass dich ermutigen: Gott wirkt. Hier und jetzt. Auch in deinem Leben. Lass es zu.

// Fortsetzung folgt nach dem Umzug am Wochenende. ☺️ PS: Ich würde mich sehr über eure Gebete freuen! Danke!

»Für den, der glaubt, ist alles möglich.« – »Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!« (Lukas 9,23–24)

Hilf mir, Herr! Hilf mir, meinen Ängsten entgegen zu treten. Hilf mir, weiter zu gehen, auch wenn Furcht mich zu überrollen droht wie die Wellen eines aufgewühlten Meeres. Herr, rette mich!

Denn eines weiß ich: Du bist mächtig. Du bist der Gott, für den nichts unmöglich ist. In deinem Wort heißt es doch nicht umsonst:

„Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist für Gott möglich.“ (Lukas 18,27)

Oder? Dir ist es möglich – du kannst mich tragen. Du allein kannst es. Was für mich unmöglich aussieht, das kannst du möglich machen. Deshalb gehe ich und folge dir. Weil du es mir bewiesen hast. Für dich ist kein Problem zu klein oder zu groß, du hast immer eine wundersame Lösung parat. Du kannst das weite, tosende Meer vor mir teilen. Du kannst meinen Schritt fest machen. Weil du es in deinem Wort versprichst. Ich glaube dir, Herr.

Darum befehle ich dir mein Leben an – halte es und trage mich! Teile das Meer! Treibe die Furcht in mir aus und fülle mich mit Liebe. Ich will dir folgen und mutig sein – auch wenn ich unsicher bin und mich fürchten könnte. Denn meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Gelobt sei sein Name!

„Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ (2. Kor 12,10b)

Das Bild im Hintergrund des heutigen Impulses irritiert im ersten Moment ein wenig – was hat ein Eimer Farbe mit „schwach sein“ zu tun? Im zweiten Moment – wenn man weiß, dass ich kurz vorm Umzug in meine erste Wohnung stehe – wird einem der Zusammenhang schon klarer. Zugegeben: Ich habe auch kurz überlegt, wie ich den Farbeimer in mein heutiges Zeugnis einbinden kann. Aber eventuell ist er auch einfach nur das: Ein Eimer Farbe, der sinnbildlich das zusammenfasst, was mich schwach macht.

Umziehen ist stressig – doch wenn das schon alles wäre, könnte ich ja locker sagen: „Hey, bald ist alles wieder vorbei.“ Leider ist dem nicht so. In den letzten Tagen haben sich die tiefsten Ängste meines Herzens offenbart. Die Angst, alleine und einsam zu sein, zu versagen und niemanden zu haben, der mir hilft. Und vor allem kam aus meinem Herzen eines hervor: Misstrauen. Deswegen war es in den vergangenen Tagen auch so still hier. Nicht nur der Stress als solcher, sondern vor allem mein Hadern mit Gott hat mich wieder an meine Grenzen gebracht.

Und es ärgert mich selbst so sehr, dass ich Gott misstraue, obgleich er mir so oft bewiesen hat, dass er vertrauenswürdig ist. Er schenkt mir eine super Wohnung und versorgt mich darüber hinaus mit Luxus wie beispielsweise der Hauskreisschulung von lily white, bei der ich vor 1,5 Wochen war, oder Dingen wie Möbeln, Haushaltsgegenständen oder Geld (habe ich gestern unerwarteterweise beim Aufräumen gefunden, haha). Jaa, Gott, du versorgst mich. Ich verstehe es!

„Zufällig“ hat die Predigt am Sonntagmorgen auch von eben diesem Thema gehandelt. Wenn ich schwach, dann bin ich stark. Das sagt Paulus. Und das dürfen sowohl du als auch ich ebenso sagen. Schwachheit ist der Ort, wo Gott seine Größe und Stärke demonstrieren kann. Unsere Schwachheit ist ihm zur Ehre. Also lasst uns ihm unsere Ängste und Kämpfe hingeben, damit er groß wird in unserem Leben. Amen!

„Aber der Herr war freundlich und gnädig! Er hat mich erfüllt mit Glauben und mit der Liebe von Christus Jesus.“ – 1. Timotheus 1,14

Am Wochenende durfte ich mal wieder auf einer Hochzeit sein. „Mal wieder“, weil eine weitere Hochzeit irgendwie schon fast Routine für mich ist. Mittlerweile gehöre ich wohl zu der Altersgruppe, die entweder noch studieren und in der Welt herumreisen oder schon heiraten, Kinder kriegen und Häuser bauen. (Komisches Alter!)

So schön diese Hochzeit auch war, muss ich allerdings ehrlich zugeben, dass sie einen bitteren Beigeschmack für mich hatte. Ich habe mit meinen Gefühlen gekämpft, habe versucht, mich mitzufreuen und nicht traurig zu sein. Gehört sich ja so, oder? Doch am Ende des Tages – und vor allem nach Liedern wie „Wir beten für Segen“ (orig. „Blessings“) – war ich nicht nur einige Tränen leichter sondern auch einige Erkenntnisse reicher.

Diese Hochzeit habe ich wesentlich intensiver erlebt als früher, weil es früher eben nur „mal wieder“ eine Hochzeit war. Eine von vielen, bei der zwei Menschen den Bund der Ehe schließen. Heute verstehe ich die Tragweite hinter diesem Versprechen so viel mehr und weiß zu schätzen, welch ein Privileg es ist, wenn zwei Menschen sich trauen, Ja zu sagen – nicht nur einer von beiden, sondern beide mit ganzem Herzen und vollkommen entschieden für den anderen. Entschieden, den anderen zu lieben wie Gott uns liebt.

Den Menschen heiraten zu dürfen, den man liebt, ist Gnade. Gnade, die Gott uns schenkt. Ohne Gott in diesen Beziehungen würden sie einfach zerrinnen wie der Sand einer Sanduhr. Verliebtsein ist keine Garantie für eine Ehe voll Liebe. Aber Gott ist es. Eine Beziehung endet dann nicht mehr, weil der Partner einen nicht mehr glücklich macht oder die Beziehung zu anstrengend für einen wird, sondern wenn der Tod einen scheidet. Das Ziel lautet dann: den Partner mehr lieben als sich selbst, weil es Gott ehrt. Und für diese neue, alte Sichtweise bin ich unglaublich dankbar.