Beiträge

„Du musst knien, bevor du stehen kannst.“

Manchmal vergesse ich, was es eigentlich bedeutet, Christ zu sein. Während ich einerseits sage, mein ganzes Leben Gott weihen zu wollen, falle ich doch andererseits immer wieder in ein zielloses Treiben voller Unabhängigkeitsgefühlen und Hochmut. Doch der kommt ja bekanntlich vor dem Fall.

In den letzten Tagen durfte ich wieder neu erfahren, was es tatsächlich heißt, einen sicheren Stand zu haben – das bedeutet nämlich nicht, sich selbst irgendetwas aufzubauen oder sich einen guten Ruf zu erarbeiten, sondern ist viel mehr das Ergebnis der starken Hand Gottes, die einen führt und aufrichtet.

Ich bin sehr dankbar, dass Gott mit mir in den vergangenen Monaten durch eine harte Schule gegangen ist, die zum Ergebnis hatte, dass ich mich nun viel näher bei ihm wissen darf und den heiligen Geist wieder stärker wahrnehme. So stark, dass ich selbst gespürt habe, dass ich wieder Gefahr laufe, einen Höhenflug zu machen.

Darum habe ich am Wochenende ein (durchaus gewagtes) Gebet gesprochen habe:

„Herr, brich mich.“

Zugegeben: Wer meine Instagram Story von Dienstagabend gesehen hat, wird mitbekommen haben, welche Konsequenzen dieses Gebet hatte und dass ich derzeit wieder stark am Kämpfen bin.

Doch ich möchte euch ermutigen: Es ist gut, vor Gott klein zu werden und sich immer wieder in Demut unter seine starke Hand zu beugen, auch wenn Mut und Kampfgeist dazugehören, in Erprobungen standhaft zu bleiben.

Aber wenn ich eines im vergangenen halben Jahr gelernt habe, dann, wie ich meine Siege mit Gott erringen kann. Denn:

  1. Mit Gott muss ich niemals alleine kämpfen.
  2. Meine Stärke kommt von Gott – selbst wenn es meine Kraft übersteigt.
  3. Selbst in tiefster Dunkelheit sieht Gott mich in meinen Kämpfen – er ist mein Licht.
  4. Seine Gnade ist größer als meine Fehler.
  5. Um aufrecht zu stehen, muss ich vor dem König niederknien.

Und damit wünsche ich euch Gottes Stärke in euren Herzen! ♥ Be blessed!

Eure Daniela ♥

„God’s work done in God’s way will never lack God’s supply.” – Hudson Taylor

Ich habe lange Zeit nach Beweisen von Gottes Führung gesucht, mich danach gesehnt, dass Gott Wunder geschehen lässt und ich coole, staunenerregende Erlebnisse haben werde. Aber nichts ist passiert – weil ich selbst zwar nach allem gestrebt, aber nicht alles gegeben habe. Ich habe Gott nicht mein Herz geschenkt, ihm nicht voll und ganz vertraut und nicht nach Heiligung in wirklich jedem Lebensbereich gestrebt. Mein Fokus lag auf meinen Leistungen.

Aber im vergangenen Jahr durfte ich durch die PfiJuKo, meine zerbrochene Beziehung und meine große Schuld ggü. meiner Familie etwas Wichtiges lernen: Ich durfte mich vor Gott demütigen, ganz klein werden, um danach wieder erbaut und geheilt zu werden, um zu wachsen, meine Stärke in Gott zu wissen und auch all meine Hoffnung auf ihn zu setzen. Und um das zu tun, wozu Gott mich beruft: Menschen zu ermutigen.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ – Matthäus 6,33

Und das Krasse ist: Gott segnet ein ihm hingegebenes Herz. Gott ist so voller Gnade und sein Blick so voller Liebe für uns, dass er uns unsere Schuld vergibt. Noch viel mehr: Er versorgt uns mit allem, was wir zum Leben und zum Dienst für ihn benötigen. Und das, obgleich ich unglaublich viele Fehler mache, gestern wie auch heute Menschen verletze und stolz bin – doch bin ich mir dessen heute bewusster denn je. Und dass ich durch & für Gott leben darf.

Und, Leute, mein heutiges Zeugnis ist verrückt! 🙌 Gott hat mir durch eine wundervolle, liebe Freundin ein neues Handy geschenkt. Eines, mit dem ich effizienter arbeiten kann und das mir vieles erleichtert. Ich freue mich so sehr über diese Gnade! Das glaubt ihr nicht! ❤️ Und das Handy darf mich nun ab sofort im Alltag und im Dienst begleiten. Danke, Herr! Denn:

„An nichts was ich tue, habe oder kann, kam ich je durch eigene Leistung dran.“ – Jana Highholder

#dankbar #neueshandy #gnade #geschenkgottes #beschenkt

„It’s time to stop running now. You don’t have to have it figured out. All you need to do is turn around and the Father will come running.“ (Casting Crowns – Even When You’re Running)

Manchmal renne ich. Nicht so eindrucksvoll wie Forrest Gump, mehr so wie eine Horde aufgescheuchter Hühner. Ich verrenne mich – wild drauf los, ohne klares Ziel, nur in Bewegung, ohne Rast. Und vor allem renne ich unmerklich vor Gott davon. Selbst Dinge, die ich scheinbar für ihn tue, tue ich dann letzten Endes nur für mich selbst, um sie einfach abhaken zu können. Meine To-do-Liste ist zu lang, mein Kopf zu voll und mein Herz zu „Jesus-leer“.

Je mehr ich mich in Aufgaben verrenne, desto schneller vernachlässige ich die Stille Zeit mit meinem Herrn Jesus. Und darunter leidet auch merklich mein Gemütszustand: ein Gefühl des Erschöpftseins, der Überforderung und der Frustration macht sich in mir breit. Ich renne und erreiche dennoch kein Ziel.

Doch in einem Impuls meines aktuellen Bibelleseplans, den ich mit einer lieben Freundin lese, wurde gestern 1. Petrus 5,6 zitiert:

„Demütigt euch deshalb unter Gottes mächtige Hand, dann wird er euch auch zur richtigen Zeit erhöhen.“

Das hat mir die Augen dafür geöffnet, dass ich genau das Gegenteil tue – denn Betriebsamkeit ist nicht immer wahrer Gottesdienst. Ich habe mich nicht unter Gottes Hand gedemütigt, sondern unter meinen Perfektionismus. Traurig.

Doch nach den Tagen des Rennens darf ich nun anhalten, mich umdrehen und zu Gott zurücklaufen. Er steht bereit und wartet auf meine Rückkehr unter seine sichere Hand, ja, er rennt sogar auf mich zu, um mir seine Gnade und Liebe zu schenken: „So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er war noch weit entfernt, als der Vater ihn kommen sah. Das bewegte sein Herz, er lief seinem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ (Lukas 15,20) ♥ Was für ein Gott ist unser Jesus!

Foto: Irina Epp

„Aber der Herr war freundlich und gnädig! Er hat mich erfüllt mit Glauben und mit der Liebe von Christus Jesus.“ – 1. Timotheus 1,14

Am Wochenende durfte ich mal wieder auf einer Hochzeit sein. „Mal wieder“, weil eine weitere Hochzeit irgendwie schon fast Routine für mich ist. Mittlerweile gehöre ich wohl zu der Altersgruppe, die entweder noch studieren und in der Welt herumreisen oder schon heiraten, Kinder kriegen und Häuser bauen. (Komisches Alter!)

So schön diese Hochzeit auch war, muss ich allerdings ehrlich zugeben, dass sie einen bitteren Beigeschmack für mich hatte. Ich habe mit meinen Gefühlen gekämpft, habe versucht, mich mitzufreuen und nicht traurig zu sein. Gehört sich ja so, oder? Doch am Ende des Tages – und vor allem nach Liedern wie „Wir beten für Segen“ (orig. „Blessings“) – war ich nicht nur einige Tränen leichter sondern auch einige Erkenntnisse reicher.

Diese Hochzeit habe ich wesentlich intensiver erlebt als früher, weil es früher eben nur „mal wieder“ eine Hochzeit war. Eine von vielen, bei der zwei Menschen den Bund der Ehe schließen. Heute verstehe ich die Tragweite hinter diesem Versprechen so viel mehr und weiß zu schätzen, welch ein Privileg es ist, wenn zwei Menschen sich trauen, Ja zu sagen – nicht nur einer von beiden, sondern beide mit ganzem Herzen und vollkommen entschieden für den anderen. Entschieden, den anderen zu lieben wie Gott uns liebt.

Den Menschen heiraten zu dürfen, den man liebt, ist Gnade. Gnade, die Gott uns schenkt. Ohne Gott in diesen Beziehungen würden sie einfach zerrinnen wie der Sand einer Sanduhr. Verliebtsein ist keine Garantie für eine Ehe voll Liebe. Aber Gott ist es. Eine Beziehung endet dann nicht mehr, weil der Partner einen nicht mehr glücklich macht oder die Beziehung zu anstrengend für einen wird, sondern wenn der Tod einen scheidet. Das Ziel lautet dann: den Partner mehr lieben als sich selbst, weil es Gott ehrt. Und für diese neue, alte Sichtweise bin ich unglaublich dankbar.

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat.

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch ist dieser Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. ♥

Hier geht’s zum Artikel.

Ihr glaubt gar nicht, wie sehr mich Weihnachten dieses Jahr zum Weinen bringt. Ich war in meinem Leben vermutlich seltenst so nah am Wasser gebaut wie zurzeit – man könnte meinen, die Tränen fließen von selbst.

Aber ich darf den Herrn dafür preisen, dass es keine Tränen der Verzweiflung, Trauer und des Schmerzes mehr sind, sondern der Freude, Dankbarkeit und Rührung über seine große Güte und Gnade. Er hat mich in den vergangenen Wochen so sehr mit Liebe umwickelt, dass ich seine Nähe in meinem Leben nun stärker denn je spüre.

Wie könnte ich da noch etwas anderes tun als Gott zu loben? Wie könnte ich da noch schweigen, wenn Gott mich so reich beschenkt? Er hat mir – nein, uns allen! – seinen Sohn geschenkt. Eingepackt in Fleisch und Blut ist Jesus Christus, Gott höchstpersönlich, auf die Erde gekommen. Er hat ihn quasi wie ein Weihnachtsgeschenk darin verpackt. Und das dürfen wir auch heute wieder feiern: Dass das schönste und teuerste Geschenk vor 2000 Jahren in Bethlehem für dich und mich geboren wurde. Dass er als Mensch auf die Welt kam, lebte, starb und über den Tod siegte, um uns Leben zu geben.

Halleluja, gelobt sei Gott in der Höhe!

Und damit wünsche ich euch friedvolle & gesegnete Weihnachtsfeiertage! Danke für eure unentwegte Ermutigung in den vergangenen Wochen – das war ein Teil der Liebe, mit der Gott mich umwickelt und in seinen Armen sanft gewogen hat. Ich danke euch von Herzen.

Eure Daniela ♥

Bereue niemals, die falsche Person richtig geliebt zu haben.

Manchmal beschleicht mich dieses doofe Gefühl, dass ich meine Zeit vergeudet habe. Dass all die Liebe, die ich gegeben oder versucht habe, zu geben, nichts weiter als Schall und Rauch war. Ich habe meine Liebe verschenkt – doch letzten Endes hat es nichts gebracht. Es war umsonst.

Doch ist das wahr? Kann das wirklich alles umsonst gewesen sein? Kann man Liebe – uneigennützige, selbstlose und wahrhafte Liebe, die aus Gott kommt – vergeuden? Fall’ nicht auf den Teufel und seine Lügen herein: Deine Liebe war nicht sinnlos, deine Zeit ist nicht vergeudet. Bereue bitte nicht, jemanden wahrhaft geliebt zu haben, der es nicht verdient hat, der dich verletzt und nicht geschätzt hat. Denn sobald du das tust, wirst du hart und verbitterst. Unsere Liebe kommt aus Gott und unser Auftrag als Christen in dieser Welt ist es, zu lieben. Und unser Vorbild ist Christus. Er hat die extremste Form von Liebe gezeigt. Er ist gestorben für diejenigen, die ihn verraten, verurteilt und im Stich gelassen haben. Er hat geliebt bis in den Tod. Für diese Menschen; damit sie, wenn sie Buße tun, umkehren und ewiges Leben erhalten können.

Also liebe! Verschenke deine Liebe und bereue nicht. Denn es gibt keine „richtigen“ Personen. Wir sind alle Sünder, die einander verletzen, betrügen und belügen. Keiner von uns hätte Liebe verdient. Doch Gott liebt. Und weil er uns zuerst geliebt hat, dürfen wir lieben wie er geliebt hat. Wollen wir gemeinsam dafür beten, dass wir so lieben können wie Jesus? Ohne Bitterkeit, ohne Hintergedanken, nur für unseren Gott?

(Natürlich sollen wir dabei nicht naiv sein und müssen unser Herz behüten – aber das ist ein anderes Thema.)

Und auf einmal ist es wieder da – dieses Gefühl der Leere. „Hallo, Kopf? Hatten wir das nicht schon?“ Leugnen zwecklos. Ich stehe wieder vorm Loch und fühle mich von meinen eigenen Gefühlen an den Abgrund gedrängt. Immer wieder schießen Erinnerungen in meinen Kopf und die Wunden beginnen wieder wie Feuer zu brennen.

„Halt stop, Kopf – wir haben uns doch für die Freude entschieden!“
Ja, so ist das leider mit den Entscheidungen und den Gefühlen. Selbst wenn man sich für die Freude entschieden hat, ist diese Entscheidung stark umfochten und man muss für sie kämpfen. Der Teufel weiß schließlich, wie er uns angreifen und schwächen kann. Darum wird es immer wieder Momente geben, in denen man weint und trauert.

Ich habe neulich passend dazu eine interessante Definition von Trauer gelesen:

„Trauer, das habe ich gelernt, ist in Wirklichkeit Liebe. Es ist all die Liebe, die du geben willst, aber nicht geben kannst. All diese unverbrauchte Liebe sammelt sich als Tränen in deinen Augenwinkeln, Klumpen in deinem Hals und in diesem leeren Teil deiner Brust. Trauer ist Liebe, die nirgendwo anders hingehen kann.“

Wenn wir nicht mehr wissen, wohin mit all unseren Gefühlen, unserem gebrochenen Herzen und all dem Schmerz, sollten wir zu dem einzig Mächtigen fliehen, der uns helfen kann: Gott. Lasst uns im Gebet zu Gott fliehen, ihm unser Herz ausschütten und ihn bitten, uns stark zu machen. Dann wird er dich mit seiner Liebe erfüllen. Wenn wir bitten, werden wir erhört werden.

Folge mir auf Instagram, um mehr Impulse zu lesen.

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.« (Matthäus 11,28)

In den vergangenen Tagen habe ich auf meinem privaten Instagram-Profil @danielainori an der #himmelimalltagchallenge von @segenregen teilgenommen. Es waren interessante Themen dabei, die mich selbst zum Nachdenken gebracht haben. Einen Gedanken davon möchte ich euch heute weitergeben. (Auch auf meinem anderen Profil zu lesen.)

Weihnachten artet bei mir jährlich zur „Hustlemania“ aus – ein wildes Treiben und Arbeiten bis ins Exzessive, um sich mit möglichst vielen Menschen mal wieder zu treffen, um coole Geschenke zu gestalten, um vorm Urlaub möglichst produktiv zu sein und um als ein Licht für die Welt zu leuchten.

Aber halt stop: Fehlt da nicht was? Mhh, vielleicht Ruhe & Besinnlichkeit, Fräulein Hustle? Die Adventszeit, die ich eigentlich sehr liebe, wird mir immer schnell zum Verhängnis meiner eigenen schlechten Eigenschaften. Ich kann nicht „Nein“ sagen, ich kann mir keine Ruhe gönnen bis etwas scheinbar perfekt oder erledigt ist, lasse dafür aber alle anderen Dinge wochenlang links liegen – Beziehungen zu Freunden und Familie, wichtige To dos und vor allem: Jesus. Er ist doch der Grund für Weihnachten. Warum also nicht mal abends in Ruhe hinsetzen und die Weihnachtsgeschichte lesen?

Ich will in den nächsten Wochen jedenfalls ein paar Gänge zurückfahren. Ich würde am liebsten 5000 Menschen eine Karte schreiben und viele coole Geschenke machen, aber die Wahrheit ist: Das kann ich nicht. In einem Jahr gibt’s coole Geschenke und ganz viele Karten für Freunde & Co., im nächsten nur Gutscheine und eine Handvoll Karten. Aber das ist okay. Und das muss ich akzeptieren lernen, um mich wieder auf die wichtigen Dinge konzentrieren zu können.

Folge mir auf Instagram, um mehr Impulse zu lesen.

Frühling, ein Sonntagnachmittag, draußen scheint bei 18°C die Sonne auf die grünen Wiesen, und ein wenig fröhliche Musik. Eigentlich die perfekte Grundlage, um fröhlich zu sein und das Leben zu feiern. So richtige Freude habe ich allerdings nicht empfunden. So wie oftmals in letzter Zeit. Und so wie im heutigen Gottesdienst. Eigentlich hätte der eine Motivationsbombe für die kommende Woche sein können: Das Thema lautete Freude und wir haben dazu aus Philipper 4,4–8 gelesen. Doch statt dass ich mich über diesen Zuspruch und Aufruf von Paulus freue, wird mir etwas ganz anderes bewusst.

Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes

Den entsprechenden Bibelvers dürften wir alle kennen:

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ – Galater 5,22

Warum macht mich das also nicht froh? Ist es nicht eigentlich eine Entlastung für uns als Menschen, dass unsere Freude nicht von unseren Umständen abhängt, sondern von Gott und aus uns, die wir den Heiligen Geist in uns haben, kommt? Ja – ich müsste mich eigentlich darüber freuen. Doch mit dieser Erinnerung geht eine weitere wichtige Erkenntnis einher.

Wir dämpfen den Heiligen Geist durch Sünde

Verschiedene Bibelstellen rufen uns immer wieder dazu auf, den Heiligen Geist nicht zu dämpfen oder gar zu betrüben (bspw. „Den Geist dämpft nicht!“ – 1.Thessalonicher 5,19). In der Theorie eine einfache Aufforderung, in der Praxis allerdings schwer greifbar. Wie dämpft man den Heiligen Geist? Ganz einfach: durch Sünde. In Epheser 4 führt Paulus unterschiedlichste Sünden und schlechte Dinge an, die im Resultat darin enden, dass sie den Heiligen Geist betrüben und traurig machen. Wir betrüben den Geist, wenn wir wie die Menschen leben, die Gott nicht kennen, lügen, böse sind, stehlen, schimpfen, zornig und unversöhnlich sind, und wenn wir sexuell unmoralisch sind. Den Geist zu betrüben bedeutet, sündhaft zu handeln, egal ob nur im Denken oder im Denken und Handeln.* Wir widersetzen uns Gott und berauben uns dabei willentlich selbst des Wirkens des Heiligen Geistes.
*nachzulesen bei gotquestions.org

Sünde raubt Freude

Wenn der Heilige Geist durch Sünde und Schuld nicht mehr in uns wirken kann, ist es auch nicht mehr möglich, dass die Früchte des Heiligen Geistes in uns wachsen. Wenn die Früchte nicht mehr in uns wachsen, können wir auch keine tiefe Freude, wie nur Gott sie schenken kann, mehr empfinden – stattdessen ist unsere Freude abhängig von unseren Umständen. Und wenn die schlecht sind – so wie bei mir in den letzten Wochen –, dann sind wir freudlos.
Was ist das Leben bitte ohne Freude? Was ist ein Christ ohne Freude? Die Worte „Christ“ und „freudlos“ müssen sich eigentlich einander ausschließen! Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben, um unsere Schuld zu begleichen und uns ewiges Leben in Frieden und unendlicher Freude zu ermöglichen. Wir haben die genialste Perspektive auf Leben überhaupt – die Perspektive Ewigkeit, die nur so vor Hoffnung und Freude strotzen sollte. Es macht mich traurig, wenn ich Christen sehe, die sich in ihrem Glaubensleben rumquälen und aussehen wie Trauerklöße. Doch in den letzten Wochen war ich teilweise kein Deut besser. Welch ein Zeugnis soll das für Nicht-Christen sein? Leben mit Jesus ist nicht tutti-frutti, nein. Aber Leben mit Jesus ist das beste, was mir passieren konnte. Und ich will dieses Leben für keine Sünde und keine weltliche, kurzweilige Freude der Welt aufs Spiel setzen. Also rangeklotzt, Ärmel hochgekrempelt und dem Satan den Kampf angesagt. Nicht mit mir – not today, satan.

Als Abschlussvers möchte ich euch noch einen Vers mitgeben, mit dem wir kampfbereit in die neue Woche starten können. Lasst uns nicht vergessen, dass die wahre Freude nur von Gott kommt. Nicht von der Welt.

„Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes.“ – Epheser 4,30a

Eure Daniela