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„Du musst knien, bevor du stehen kannst.“

Manchmal vergesse ich, was es eigentlich bedeutet, Christ zu sein. Während ich einerseits sage, mein ganzes Leben Gott weihen zu wollen, falle ich doch andererseits immer wieder in ein zielloses Treiben voller Unabhängigkeitsgefühlen und Hochmut. Doch der kommt ja bekanntlich vor dem Fall.

In den letzten Tagen durfte ich wieder neu erfahren, was es tatsächlich heißt, einen sicheren Stand zu haben – das bedeutet nämlich nicht, sich selbst irgendetwas aufzubauen oder sich einen guten Ruf zu erarbeiten, sondern ist viel mehr das Ergebnis der starken Hand Gottes, die einen führt und aufrichtet.

Ich bin sehr dankbar, dass Gott mit mir in den vergangenen Monaten durch eine harte Schule gegangen ist, die zum Ergebnis hatte, dass ich mich nun viel näher bei ihm wissen darf und den heiligen Geist wieder stärker wahrnehme. So stark, dass ich selbst gespürt habe, dass ich wieder Gefahr laufe, einen Höhenflug zu machen.

Darum habe ich am Wochenende ein (durchaus gewagtes) Gebet gesprochen habe:

„Herr, brich mich.“

Zugegeben: Wer meine Instagram Story von Dienstagabend gesehen hat, wird mitbekommen haben, welche Konsequenzen dieses Gebet hatte und dass ich derzeit wieder stark am Kämpfen bin.

Doch ich möchte euch ermutigen: Es ist gut, vor Gott klein zu werden und sich immer wieder in Demut unter seine starke Hand zu beugen, auch wenn Mut und Kampfgeist dazugehören, in Erprobungen standhaft zu bleiben.

Aber wenn ich eines im vergangenen halben Jahr gelernt habe, dann, wie ich meine Siege mit Gott erringen kann. Denn:

  1. Mit Gott muss ich niemals alleine kämpfen.
  2. Meine Stärke kommt von Gott – selbst wenn es meine Kraft übersteigt.
  3. Selbst in tiefster Dunkelheit sieht Gott mich in meinen Kämpfen – er ist mein Licht.
  4. Seine Gnade ist größer als meine Fehler.
  5. Um aufrecht zu stehen, muss ich vor dem König niederknien.

Und damit wünsche ich euch Gottes Stärke in euren Herzen! ♥ Be blessed!

Eure Daniela ♥

„Gott macht aus Wunden Wunder.“ ♥

Oder wie es auf der #stepsk19 lautete: „Dein wunder Punkt kann Gottes Wunderpunkt werden.“ (Lukas Herbst)

Ich bin einfach nur dankbar. Dankbar und erfüllt mit Gnade – Gnade ist quasi derzeit mein Treibstoff. All mein Tun und Treiben ist derzeit so gesegnet, obgleich es völlig unverdient ist. Denn ich sündige, mache Fehler und verletze Menschen – ob ich will oder nicht. Und doch segnet Gott. Welch eine Liebe!

Es mag noch immer nicht richtig in meinen Kopf reingehen, aber ich sehe allmählich Gottes Plan hinter allem. Hinter all den Schmerzen des letzten halben Jahres, hinter den Tränen, den tiefen Abgründen, dem Verlassen-Fühlen und Aufgeben-Wollen, dem Sinn-Suchen und Gott-Finden.

Denn letztendlich darf ich erkennen: Es hat mich näher zu meinem Herrn und Gott gebracht. Und das ist theoretisch schon alles was zählt. Aber noch viel mehr darf ich erfahren, wie nah ich durch all die Tiefen Gottes Ziel mit mir gekommen bin. Geschliffen zu werden, ist ein oftmals schmerzhafter Prozess, aber so unbezahlbar wertvoll, wenn man am Ende vor dem Königsthron Gottes als Diamant stehen darf. Und bis dahin heißt es, Gott alles abzugeben und ihm zu vertrauen.

Ihm vertrauen, dass er unsere Herzen und Wunden heilt, dass er uns die richtige Medizin verabreicht und dass er, der Arzt aller Ärzte, Wunder vollbringen kann und will. Dass er uns gebrauchen will als ein Manifest seiner Gnade und Liebe.

Glaubst du das? Ich glaube es. Von ganzem Herzen.

Fotos: Lena Gresser auf der Konferenz von STEPS365 und CJ – Christliche Jugendpflege (DANKE für euren Dienst! ♥)

 

„Du nun erdulde die Widrigkeiten als ein guter Streiter Jesu Christi!“ – 2. Timotheus 2,3

Stürmische Zeiten – jeder kennt sie. Seit einem halben Jahr gerate ich gefühlt regelmäßig in Stürme und muss immer wieder dagegen ankämpfen, nicht wie ein Blatt im Wind umhergeworfen zu werden. Doch mir ist bewusst geworden, dass ein Leben für Gott nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Es gibt sowohl gute als auch schlechte Zeiten – Freude und Leid sind zwei Seiten einer Medaille. Jede Träne, jede Narbe, jede Ermutigung, ja all das prägt uns und macht uns als Menschen aus. Gott formt uns durch Widrigkeiten und Leid.

Wie wir solche Widrigkeiten als gute Streiter Gottes erdulden und überstehen können, zeigt Paulus uns im 2. Timotheusbrief mit drei Beispielen:

  1. Wir Christen sind wie Soldaten Gottes, die einen geistlichen Krieg führen. Wir müssen Leid und viele Entbehrungen auf uns nehmen und uns davor hüten, uns auf vergängliche Dinge zu fokussieren. Unser Fokus sollte auf Gott liegen, der unser Befehlshaber ist und uns in unsere Berufung führt. Selbstsucht, Bequemlichkeit oder Undiszipliniertheit haben keinen Platz mehr in unserem Leben.
  2. Zudem sind wir wie Sportler, die hart für ihren Erfolg trainieren und die nach den Vorschriften laufen müssen. Wir sollen uns von falschen Wegen fern halten, die einen schnelleren Erfolg versprechen.
  3. Außerdem sind wir wie Bauern, die zuerst arbeiten müssen, um dann die Frucht ihrer Arbeit erleben zu dürfen. Das erfordert nicht nur Geduld, sondern auch Ausdauer und Vertrauen auf die Zusagen Gottes.

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, wie wir in Stürmen des Lebens festbleiben können, könnt ihr den Artikel „7 Wege, in Stürmen verankert zu bleiben“ lesen.

„Darum erinnere ich dich an die Gabe Gottes, die du empfangen hast […]: Entfache sie neu in dir! Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Zaghaftigkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Selbstbeherrschung.“ (2. Tim 1,6–7)

Von Angst gelähmt, unsicher, orientierungslos, verzweifelt – so könnte man meine vergangene Woche beschreiben. Wenn auf einmal alles schief läuft und man realisiert, dass man immer und immer wieder versagt, obwohl man sich anstrengt, dann fühlt man sich, als pralle man auf einen harten, steinigen Boden.

In den Sozialen Medien lese ich selten von Christen, die über ihren Job schreiben. Nein, keine Führungskräfte – ganz normale aktenklaubende Angestellte. (Oder in meinem Fall: Kreative.) Denn manchmal ist Arbeiten schön, macht viel Freude und erfüllt einen, wenn man die von Gott gegeben Gaben ausüben kann. (Ein grandioses Geschenk!) Aber das heißt leider nicht, dass immer alles glatt läuft. Und genau das erfährt man selten – das Versagen, das Zweifeln am eigenen Können, die Sinnsuche im Beruf, wenn es mal hart ist. Denn wenn das, worauf man sich sonst verlassen hat – das Konstrukt aus lauter falscher Sicherheiten namens Können – zu wanken beginnt, überfällt uns Angst und wir vertrauen Gott nicht mehr.

Denn genau das will der Teufel: zerstören, verwirren und Misstrauen säen. Doch wir müssen lernen: Nur durch seine Gnade & Kraft können wir arbeiten. Wenn Angst und Unsicherheit uns befällt wie ein Räuber in der Nacht, müssen wir uns mit Gottes Wahrheiten wappnen und umso mehr auf ihn vertrauen – zu beten und in der Bibel zu lesen, sind in solchen Zeiten die stärksten Waffen. Denn Gott gibt uns keinen ängstlichen Geist (auch wenn unsere Gefühle uns etwas anderes vorgaukeln!), sondern durch ihn haben wir Kraft, Liebe und Selbstbeherrschung. Wir dürfen stark werden durch seine Gnade, Herr unserer Ängste werden und in seiner Kraft arbeiten und wirken.

Seid gesegnet! Wir kämpfen alle den gleichen Kampf :)

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Mein Herz fühlte sich ramponiert, getreten und zerstochen an. Es lag am Boden, umringt von zerbrochenen Hoffnungen, Träumen und Erwartungen. Ich habe wahrhaft geliebt und war später wahrhaft enttäuscht. Ich habe mein Herz geöffnet und wurde doch mit Ablehnung gefüllt. Mein Herz fühlte sich leer an, weil ihm etwas geliebtes genommen wurde. Und noch heute schmerzt es zeitweise unvorstellbar.

Plot Twist

Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Und er war treu. Er hat mich nicht im Stich gelassen, sondern hat seine Zusagen erfüllt. Mein Schmerz nimmt ab – ganz langsam und ganz vorsichtig. All die Splitter und Überreste von Hoffnungen und Träumen werden allmählich, Stück für Stück, wieder aufgesammelt und zusammengefügt. Ich weiß, dass dort und an meinem Herzen mal viel tiefere Risse und Löcher waren, doch sie werden kleiner. Und dafür darf ich Gott danken – ihm allein gebührt mein Lob. Er hat mich in den vergangenen Monaten in die Arme genommen und durch die dunklen Täler getragen. Er hat das getan, was nur er tun kann: Er hat mich gerettet – vor mir selbst, vor den Lügen Satans und vor der Dunkelheit, die mich drohte zu verschlingen.

Ziel des Artikels

Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat. Er hat meine Augen für seine Versprechen geöffnet, hat mir die Kraft und den Glauben geschenkt, daran festzuhalten und war so gnädig und gütig, sie vor meinen Augen und vor anderen sichtbar zu erfüllen. Ich darf sehen, wie Gott in meinem Leben eingreift. Und das, obgleich es völlig unverdient ist, weil ich selbst Menschen verletzt und ihnen das Herz gebrochen habe.

Für euch mit gebrochenen Herzen

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch schreibe ich heute diesen Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. Selbst in den Tälern unseres Lebens. Also notiert euch gerne die nachfolgenden Bibelverse, um euch immer wieder daran zu erinnern.

 

1. Gott heilt dein verwundetes Herz.

„Give yourself time“ hat mir eine Freundin zu Beginn meiner „heartbroken journey“ geraten. Ich habe mir selbst Zeit gegeben – vor allem aber habe ich Gott Zeit gegeben, mein gebrochenes Herz in seine Hände zu nehmen und zu heilen. Die Wunden, die tiefen Löcher und all die Kratzer zu verarzten – sie mit Liebe und Gnade zu füllen, in einer Art und Weise wie nur er es könnte. Denn um ehrlich zu sein: Zeit alleine heilt keine Wunden. Zeit ist ein Faktor der Heilung, aber nicht die Ursache. Gott ist der Heiler, das sagt er selbst über sich in seinem Wort:

„Denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2.Mose 15,26b)

Gottes Wort sagt, er wird unsere Herzen heilen. Nicht nur einen Teil, sondern komplett, so dass es nicht mehr schmerzt.

„Er heilt die, deren Herzen gebrochen sind, und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“ (Psalm 147,3)

Doch Gott kann unsere Herzen nur heilen, wenn wir auch unsere Herzen komplett darreichen, wenn wir nicht an unserem Schmerz festhalten wollen. Skillet singen darüber in ihrem Lied „Stars“:

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“

Es kommt auf dich und deinen ersten Schritt an. Vertraust du Gott dein Herz an?

 

2. Gott hat einen guten Plan.

Der Bibelvers, der einem vermutlich am meisten zu den Ohren heraus kommt und den man auch manches Mal gar nicht so gerne hören mag, wenn es sich nicht nach einem „guten Plan“ anfühlt:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gute Pläne? Aber mitten im Leid? Ja, manchmal sehr schwer zu glauben. Doch ich darf euch versichern: Gott ist gut – jederzeit. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.

Ein Beispiel: Unser Leben ist wie eine bestickte Decke auf der Rückseite – es sieht völlig wirr und falsch aus, aber aus der Vogelperspektive ist es wunderschön und ergibt einen Sinn. Und diese Vogelperspektive – die Perspektive Gottes – können wir im Laufe der Zeit gewinnen, wenn wir versuchen, Dinge mit Gottes Augen zu sehen. Weg von uns, hin zu Jesus.

 

3. Gott ist mit dir.

Wie in meinem letzten Blogartikel schon geschrieben, hat mich in den vergangenen Wochen ganz besonders der Song „With me now“ von HillaryJane ermutigt. Er gibt in solch einer eindrücklichen Art und Weise wieder, was Gott uns in seinem Wort verspricht: Dass er immer bei uns ist, in jedem Moment.

„Ich werde euch nicht allein und verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch!“ (Johannes 14,18)

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20b)

Auch in den Tiefen deines Lebens ist er mit dir. Er geht mit – ist live dabei –, wenn du durch dunkle Täler gehst. Er weicht nicht von deiner Seite. Das durfte ich selbst erleben. Meine Gefühle haben mich trügen wollen – so verletzt mein Herz war, sehnsüchtig und sich nach Liebe und Aufmerksam verzehrend –, doch Gott steht darüber. Er ist beständig mit mir gegangen, auch wenn ich unbeständig war. Und er ist auch mit dir. Emmanual – Gott mit uns – ist bei dir.

 

4. Gott sieht deine Tränen und trocknet sie.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft und wie heftig ich in den letzten Monaten geweint habe. Nicht nur mein Herz war zerbrochen, sondern auch mein Geist war zerschlagen. All das Leid und der Schmerz hatten mich in meinen Grundfesten erschüttert. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet, wurden auch meine schlechten und guten Zweige beschnitten. Unter Tränen. Tränen der schmerzlichen Selbsterkenntnis, Tränen der Trauer und Verletzung, Tränen der Dankbarkeit über Gottes Gnade. Doch ich weiß, dass die Tränen nicht sinnlos vergossen wurden oder ins Nichts verschwinden.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“ (Psalm 34,19)

„Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4)

„Du zählst alle meine Klagen. Sammle alle meine Tränen in einem Gefäß. Du hast doch jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ (Psalm 56,9)

Gott kennt meine Tränen und trocknet sie ab – mit dem besten und ultimativsten Tempo-Taschentuch, dass es geben könnte: mit seiner liebenden Güte.

 

5. Jesus kennt deinen Schmerz und fühlt mit dir.

Das besondere an Weihnachten für mich in diesem Jahr war, dass ich die Weihnachtsbotschaft, und warum Gott als Mensch auf die Welt kommen musste, noch einmal viel eindringlicher verstanden habe. Gott musste Mensch werden, um für unsere Schuld zu bezahlen. Denn nur er als Gott und sündloser Mensch war dazu in der Lage. (Rechnungen kann man schließlich auch nicht mit Monopoly-Geld bezahlen. Mehr dazu in diesem Video von HillaryJane.) Deswegen ist er auch das beste Weihnachtsgeschenk; nicht in Geschenkpapier gehüllt, sondern in Fleisch und Blut. Damit er leiden kann wie wir. Und das sagt auch einer meiner Lieblingsbibelverse.

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15)

Und auch in den Evangelien sehen wir immer wieder, dass Jesus schwache Momente hatte, dass er litt und fühlte wie wir – ohne zu sündigen. Und das macht ihn als Gott einzigartig und absolut vertrauenswürdig: Er kennt deinen Schmerz wie kein anderer.

„Jesus weinte.“ (Johannes 11,35)

 

6. Gott schenkt wahrhafte Freude.

Will ich mich daran erinnern, woher meine Freude kommt, höre ich mir „Rivers of joy“ von den No Angels an. Vermutlich war das nie der Sinn und Zweck des Liedes, aber immer wenn ich es höre, muss ich an die wahre Quelle der Freude denken: Gott. Und vor allem, wenn ich mir bewusst mache, dass wahrhafte Freude einzig und allein von Gott abhängig ist und nicht von meinen Umständen, kann ich meinen Blick wieder hoffnungsvoll gen Himmel heben, loben und danken, tanzend vor Freude herumwirbeln und mich über die Gnade freuen, die ich als Kind Gottes habe. Um mich herum kann alles trostlos scheinen – und ich werde doch Freude haben können. Was für eine starke Zusage!

„God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.“ (Psalm 46:4a) *die englische Übersetzung trifft es besser auf den Punkt

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt. Und wo du bist, hört die Freude nie auf. Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“ (Psalm 16,11)

„Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,12)

 

7. Du wirst wieder lieben können.

Frauen haben einen gewissen „natürlichen“ Hang zur Dramatik, da wir im Allgemeinen emotionaler sind. Daher neigen wir auch manches Mal dazu, Dramaqueens zu sein: „Nie wieder werde ich jemanden so sehr lieben können wie ihn“, sagt es sich dann so schön, während man im Selbstmitleid versinkt. Aber das ist kompletter Quatsch – eine Lüge, die der Teufel uns einreden will. Wir sind Kinder Gottes – das heißt, dass wir aus Gottes Kraft und seiner Quelle der Liebe schöpfen, weil wir seinen Heiligen Geist in uns tragen.

„Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1. Korinther 13,8a)

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)

„Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. […] Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Johannes 4,7+19)

 


So, ihr Lieben, das war’s mit dem Artikel. Ich hoffe und bete sehr, dass ich euch durch Gottes Wort ermutigen konnte. Wenn ihr Gebet oder jemanden zum Reden braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Entweder per E-Mail an hallo@ewiglichtkind.de, per Instagram oder per Facebook. Andersherum freue ich mich selbstverständlich sehr über eure Gebete für mich. ♥

Falls ihr noch mehr Ermutigung braucht, lest euch gerne meinen vergangenen Impulse über Leid und Liebeskummer durch oder ladet euch die kostenlosen Wallpaper zur Ermutigung herunter.

Gott mit euch!
Eure Daniela ♥

„Wir sind auch stolz in den Bedrückungen, denen wir ausgesetzt sind, denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen; und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung.“ – Römer 5,3-4

Was ist mein Hauptjob in Leid? Meine Probleme selbst lösen und aus dem Leid fliehen? Nein – denn das kann ich auch gar nicht. Mein Hauptjob ist, Gott die Ehre zu geben. Ich darf stolz darauf sein, dass ich leiden darf, denn so merke ich, dass Gott mich liebt und erziehen will. Aber vor allem merke ich, dass ich in Leid Geduld lerne – ich lerne, nur Gott zu vertrauen und auf seine Hilfe zu warten. Ich lerne, meine Hoffnung ganz auf ihn zu setzen. Leid ist eine Bewährungsprobe – wer standhält, der geht am Ende gestärkt in der Hoffnung auf Gott hervor.

Derzeit scheint sich die schlimmste Phase meines Leids dem Ende zuzuneigen (Gott sei Dank!). Ich hatte in den vergangenen Tagen seltenere und kürzere Tiefs und allmählich zeigt sich auch ein Licht am Ende des Tunnels. Doch trotz all der Euphorie darf ich nicht wieder versuchen, alles alleine zu schaffen. Ich muss fest und nah am Herrn bleiben, um gewappnet zu sein vor erneuten Leiden und Bedrängnissen. Deshalb möchte ich mir jetzt angewöhnen, jeden Tag symbolisch die Waffenrüstung Gottes anzuziehen: den Gürtel der Wahrheit, das Schild der Glaubens, den Helm des Heils, den Brustpanzer der Gerechtigkeit, das Schwert des Wortes Gottes und die Schuhe mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. So kann man den Kampf schließlich nur gewinnen.

»Father, God, let me see it for what it is. […] I’m willing to fight, willing to fight the elements.« (TobyMac – The Elements)

In meinem Kopf herrscht Krieg – mit meinen Gefühlen geht es in den vergangenen Tagen mal hoch und mal runter. Und wenn sie unten sind, ziehen sie mich ganz tief in die letzten Zentimeter eines nie enden wollenden Loches. Dort unten rufe ich und flehe Gott an, ich warte und harre. Doch die Zweifel überwiegen. In meinen Gedanken schwingt immer ein Satz mit: „And if not, he’s still good … really?“ Ist Gott wirklich gut? Eigentlich zweifel ich keine Sekunde daran. Eigentlich weiß ich, dass er vollkommen gut ist, weil er die Liebe in Person und allmächtig ist. Und dennoch – immer wieder steigen Zweifel empor und schnüren mir die Kehle zu bis nur noch ein Schluchzen herauskommt.

Solange bis Gott mich aus dem Loch raushebt und mich Gebete hochziehen. Dann stehe ich kampfbereit, mit fokusiertem Blick bereit, es mit dem Teufel und „den Elementen“ aufzunehmen. Wind, der mich wie ein Blatt hin- und herwirbeln lässt. Wasser, das mir den Boden unter den Füßen nimmt. Feuer, an dem ich mir die Hände verbrenne. Erde, die mich unter sich begräbt. In solchen Momenten, wenn Gott mich trägt, bin ich siegessicher und rappel mich auf.

Wie gestern Abend an der Kasse im EDEKA – wenn ich als Tochter des Höchsten, die so viel Grund zur Freude hat, freudlos und mit dem Gesichtsausdruck des Todes die Kassiererin niederstarre, was ist das bitte für ein Zeugnis!? Da freut sich nur der Teufel. Und das lasse ich nicht zu. „I got spirit, I got faith. I might bend, but I won’t break. I’ll fight the elements.“ Also sieh zu, dass du Land gewinnst, Teufel. Mein Herz nimmst du nicht mit deinen Lügen ein. Gott hat einen Grund, warum es passiert. Und der ist gut, auch wenn ich ihn nicht kenne.

»Lift up your head now, keep walkin’, soldier, keep movin’ on!«
TobyMac – Move (keep walkin’)

Darf man als Christ wütend sein? Ja, ich glaube schon. Zumindest dann, wenn es den richtigen trifft. Und das ist in meinem Falle momentan zu einem großen Teil der Teufel. Ich hasse ihn – ich verabscheue ihn. Er ist derjenige, der mich nach den höchsten Höhen immer wieder in die tiefsten Tiefen stürzt. Er liebt es, mein Leben zu verwirren und alles Gute, das von Gott kommt, zu zerstören. Vor allem aber hasst er den Herrn, und will, dass wir in unseren Herzen gegen Gott klagen und ihn verlassen. „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“ steht in Jeremia 17,9. Und dass unser Herz leicht zu trügen ist, weiß auch der Teufel – das nutzt er schamlos aus. Er will verhindern, dass wir Gott anbeten, er will uns zum Sündigen verleiten, er will unser Glück in der Gemeinschaft mit Gott zerstören und er will den Dienst für Jesus verhindern. Was man dann tun kann, wenn man das erkannt hat? Weitermachen – wie ein Soldat, der weiterläuft bis es Morgen wird. Kopf hoch und weiter. Immer weiter. Weine ruhig, fluche, sei wütend. Aber lauf weiter. Lauf!

„Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf.“ – Platon

Ich habe Mittwochabend mit meiner Mutter den Film „Wunder“ mit Julia Roberts gesehen – naja, mehr oder weniger, denn meine Mutti ist irgendwann eingeschlafen. Dafür war ich hellwach und beeindruckt von der Geschichte und vor allem von dem mutigen Hauptdarsteller: einem kleinen Jungen, dessen Gesicht durch einen Gendefekt deformiert ist und der sich nach jahrelangem Hausunterricht nun seinen Weg als normaler Schüler in der Öffentlichkeit ebnen muss. Und während er seinen Weg beschreitet und dabei sowohl mit seiner Familie als auch seinen Klassenkameraden immer wieder an Grenzen stößt, hinterfragt man sich selbst: Wie viel ist mir mein Ruf und mein eigenes Wohlergehen wert? Ich war nach dem Film froh und schockiert zugleich – er rüttelt einen wach und man lernt viel über Menschlichkeit, wie Gott sie sich gedacht hat. Füreinander einstehen, den anderen höher schätzen als sich selbst, gütig sein.

Eine Form von Güte ist beispielweise die Ermutigung – Proklamationen über dich und dein Leben aus Gottes Sicht. „Du bist schön!“ (abgewandelt von: „Du bist wunderbar gemacht“) ist da nur eine dieser Wahrheiten, die wir anderen immer wieder sagen dürfen, um sie zu ermutigen. Dieser Film ist jedenfalls eine klare Empfehlung für jedes Alter und rührt einen (Achtung, Mini-Spoiler – vor allem das oben genannte Zitat zum Schluss des Filmes) zu Tränen.

Und damit wünsche ich euch ein gesegnetes Wochenende! Ich bin in den kommenden Tagen wieder unterwegs auf dem Mitarbeitertreffen von youthweb.net am Bibelseminar Bonn.

Foto: Irina Epp, beim Stadtschloss in Fulda, Hessen

Stürmische Zeiten – jeder kennt sie. Auch ich gerate immer wieder in Stürme und muss solche Zeiten erleben. In der vergangenen Woche habe ich mich ein wenig mit der Frage auseinandergesetzt, warum das so ist. Warum immer wieder das gleiche durchleben? Die gleichen schweren Zeiten durchmachen? Immer wieder vor Schwiergkeiten gestellt werden? Warum Stürme im Leben einen Sinn haben und dass Gott uns nicht alleine lässt, habe ich euch in der vergangenen Woche berichtet. (Lest hier noch einmal 8 Gründe für Stürme im Leben nach.) Doch die für viele weitaus interessantere Frage ist, wie man solche Stürme gut übersteht und fest im Herrn verankert bleibt. Das möchte ich euch heute verraten.

 

7 Wege, in Stürmen verankert zu bleiben

Ungeachtet der verschiedenen Gründe und Arten von Stürmen (sei es nun eine Windböe oder ein Tornado), möchte ich heute ein paar Tipps an die Hand geben, wie man sich in Stürmen wieder erden und fest im Herrn verankern kann. Das sollte immer unser Fokus bleiben – kein Sturm kann je so schlimm sein wie das Leben ohne den Herrn und die Hoffnungs- und Sinnlosigkeit im Leben. Also, wem in der vergangenen Woche die praktische Anwendung gefehlt hat, darf sich jetzt freuen. Es werden einige umsetzbare Tipps dabei sein. Let’s go!

 

1. Beten

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass „Beten“ eine Zeit lang die Standardantwort in unserer Jugendstunde war und auch als solche abgestempelt wurde. Natürlich nur zum Spaß – als Christ weiß man natürlich, wie wichtig Gebet ist. Aber wir haben es damals bis zum Overkill als Antwort überreizt ohne bewusst darüber nachzudenken – zumindest habe ich oftmals einfach gedacht: „Ja, du musst beten“ ohne das tatsächliche Ausmaß realisiert zu haben. Gerade in stürmischen Zeiten heißt beten nicht nur, Gott mitzuteilen, dass man einen Sturm erlebt und doch bitte gerne wieder Ruhe hätte. Das Gebet geht noch weit darüber hinaus. Auch wenn Gott all unsere Sorgen kennt, hört er uns unglaublich gerne zu. Er möchte wissen, wie es es dir geht und es von dir hören. Du kannst alles zu ihm bringen und ihm all dein Leid und deine Not abgeben. Dazu fordert er uns sogar auf: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7) Doch der erste Schritt, bevor wir Sorgen abgeben, ist, uns der Sorgen und Stürme in unserem Leben bewusst zu werden, unsere Hilflosigkeit zu erkennen, und sich einzugestehen, dass man Gott braucht. Solange wir versuchen, alles selbst zu meistern, und nur obligatorisch beten: „Herr, nimm mir die Sorgen“, werden wir an unserem Ego scheitern. Wer sich voll und ganz auf den Herrn verlässt, wird den Frieden Gottes erfahren, „der allen Verstand übersteigt“ und „eure Herzen und eure Gedanken [bewahrt] in Christus Jesus“ (Philipper 4,7). Amen!

 

2. Bibel lesen

Okay, zugegeben, Punkt 1 und 2 sind typische Standardtipps. Aber sie müssen einfach als Erstes genannt werden, weil sie essenziell zum Leben für uns Christen sind. Wie wollen wir sonst Gott zu uns sprechen hören, wenn nicht durch Gebet und sein Wort, die Bibel? „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“ – so steht es in Jakobus 4,8 geschrieben. Wenn wir die Nähe Gottes suchen, wird er uns seine Gnade und Liebe nicht verwehren. In ihm können wir alles finden – Vater, Fürsprecher, Richter, Wegweiser. So schwer der Sturm auch wüten mag, kein Sturm vermag mächtiger zu sein als unser großer Gott. Er führt uns, weist uns gegebenenfalls zurecht, um sicher hindurch zu kommen, aber lässt uns nie los. Die Bibel ist neben dem Gebet der Schlüssel dafür. Sein Wille steht darin niedergeschrieben. Es hilft uns, weise zu sein und Frieden in ihm zu finden.

 

3. Zusagen Gottes kennen

Dieser Punkt könnte eigentlich auch 2.1. heißen, denn er hat unmittelbar mit Punkt 2 zu tun. Bibel lesen. Wir finden in der Bibel Unmengen an ermutigenden Versen und Zusagen Gottes an seine Kinder, weil er genau wusste, dass wir zu Erdzeiten in Anfechtungen geraten, Stürme erleben und Leid erfahren werden. Für mich persönlich sind solche Verse wie Balsam für Wunden – sie ermutigen mich, helfen mir, mich wieder aufzubauen, mich auf Gott zu fokussieren und vor allem nicht aufzugeben.

  • „Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt. Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist.“ (1. Joh 4,4)
    Johannes schreibt uns in seinem Brief eine wichtige Zusage, die Gott uns schon im Johanneseangelium mitgeteilt hat. Wir haben den Antichristen, die Welt, den Tod und den Satan überwunden, weil der, der in uns ist – Gottes Heiliger Geist – größer ist als alles andere. Dessen dürfen wir uns gewiss sein.
  • „Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott größer ist als unser Gewissen. Er kennt uns ganz genau.“ (1. Joh 3,20)
    Gerade in Stürmen geistlicher Natur, in denen wir vom Teufel angefochten werden, kommt es oftmals vor, dass der Teufel uns unsere Errettung abzusprechen versucht. Er will uns das Gefühl geben, wir hätten als Christen versagt und durch unsere Taten hätten wir keine Errettung verdient. Aber das ist eine Lüge! Zum einen, weil wir nicht aus der Werksgerechtigkeit leben („Für jede gute Tat erhältst du eine Belohnung“), sondern aus der reinen Gnade Gottes – wir können nichts zu unsere Errettung hinzu tun. Zum anderen ist es eine Lüge, weil Gott uns zusichert, dass er über unserem Gewissen und unseren Gefühlen steht. Egal was die uns einreden, niemand kann uns unsere Errettung absprechen, wenn wir uns auf der Nachfolge Jesu und auf dem Weg der Heiligung befinden.
  • „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt.“ (1. Kor 10,13)
    Wo auch immer wir versucht oder geprüft werden, Gott verheißt uns, dass es für jedes Problem auch eine Lösung geben wird. Weil er mit uns ist und seine Hand über alles hält, können wir bestehen und Schwierigkeiten ertragen. Außerdem wird uns mehrfach in der Bibel gesagt, dass keine menschliche Waffe uns je etwas anhaben kann, denn: „Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Röm 8,31)
  • „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offb 21,4)
    Und am Ende hilft immer der Fokus auf die Ewigkeit in Herrlichkeit, in der Gegenwart Gottes. Alles Leid wird vergessen und alle Tränen getrocknet sein. (Und der Teufel wird besiegt sein!) Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mich auf die Ewigkeit freue – ein Leben mit Gott wie im Paradies.

 

4. Waffenrüstung Gottes anlegen

Bis es soweit ist, und die Ewigkeit tatsächlich beginnt, müssen wir allerdings hier auf der Erde unseren Kampf fortsetzen. Wir wissen schließlich nicht, wann der Herr Jesus wiederkommen wird – das weiß nur der Vater allein. Doch wie bereitet man sich am besten auf einen solchen Kampf vor? Paulus schreibt es uns im Epheserbrief. Legen wir die Waffenrüstung Gottes an, sind wir geschützt und gefeiht vor geistlichen Angriffen jeder Art. Also: Suit up!

„Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.“ Epheser 6,11-16

(Hervorhebungen durch mich)

 

5. Gemeinschaft haben und sich jemandem anvertrauen

In schweren Zeiten tut es einem besonders gut, wenn man eine Schulter zum Anlehnen und Ausweinen hat. Darum weiß Gott, er hat uns als Menschen, die Beziehungen pflegen (und brauchen!) geschaffen. Wir sind Beziehungswesen. Wir brauchen auch einfach mal menschliche Nähe. Und was kann es da besseres geben als eine Mutter, die dich tröstet, eine Schwester, die dich ermutigt, oder Freunde, die dich zum Lachen bringen? Vor allem wenn man die gleiche Grundlage teilt und der Gemeinde des Herrn angehört, hat man Geschwister im Herrn gewonnen, die einem helfen können, immer wieder den Blick auf Gott auszurichten. Auch weisen Rat können wir uns einholen oder einfach nur die Zusicherung des Gebets. Die Gemeinde des Herrn ist unglaublich vielseitig, weil der Herr in ihr wohnt und wirkt, und durch sie zu uns spricht. In schweren Zeiten hilft Gemeinschaft, uns wieder aufzubauen.

 

6. Gaben nutzen

Ich glaube, dass Gott einem jeden Nachfolger Christi besondere Gaben geschenkt hat. Seien es nun eher unkonventionell die Kreativität, Dinge zu erschaffen, das Musizieren und Spielen von Instrumten sowie das Schreiben. Oder ganz klassisch die Gabe des Sprachengebets, der Prophetie und der Heilung. All diese Gaben haben gemeinsam, dass sie uns aus Gnade vom Herrn geschenkt wurden. Und dabei ist es nicht mal sonderlich von Bedeutung, ob es nun ein angeborenes Talent ist oder eine Fähigkeit/Fertigkeit, die wir später erhalten haben. Die Gaben dienen in erster Linie dazu, für die Gemeinde und zur Ehre des Herrn eingesetzt zu werden. In zweiter Linie (und nun wird es interessant) wird uns in der Bibel aber auch gesagt, dass „wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst“ (1. Kor 14,4). Wenn Gott dir also eine Begabung geschenkt hat, dient sie dir auch zur eigenen Ermutigung. Du kannst in Sprachen reden? Super, nutze diese Gabe, um zu beten. Du malst gerne – eventuell sogar in deine Bibel? Nutze deine Kreativität für deine Stille Zeit und lies’ Bibel. Du hast die Begabung zu lehren? Studier’ die Bibel und predige. Du schreibst gerne? Schreib’ ein Buch oder einen Blog.

Wie du siehst sind die Gaben so vielfältig und individuell zugleich. Der Herr kennt dich und hat dich auch reich durch Jesus Christus und seine Gnade beschenkt und begabt. Er hat uns auch verheißen, dass jedem eine Gabe zuteil wird – also darf niemand denken, er sei nicht talentiert oder begabt: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.“ (1. Petr 4,10) Gerade in Stürmen kann es ein unglaublicher Segen sein, sich einfach hinzusetzen und Zeit mit Gott zu verbringen, indem man seine Gaben nutzt. Sie bereiten einem tiefe Freude und erbauen ungemein. Nutze sie!

PS: Würde euch ein Post zum Thema Geistesgaben interessieren?

 

7. Vorbereitung

Wozu wir Menschen allzu gerne neigen, ist, in guten Zeiten, von Gott wegzudriften oder einfach nicht mehr intensiv nach seiner Nähe zu suchen. Doch genau dieses Nähe brauchen wir konstant in unserem Leben, um vor weiteren Stürmen gefasst zu sein. Das durfte ich auch erst am vergangenen Sonntag im Gottesdienst begreifen. Wir werden immer wieder Stürme erleben, das hat uns Gott verheißen (siehe vergangener Post über die 8 Gründe für Stürme). Aber wir müssen nicht immer wieder fallen. Wenn wir uns an Gottes starke Hand klammern, werden wir den Wind und die Wellen spüren, aber niemals davongetragen werden. Daher müssen wir beginnen, in der Erwartung zu leben, dass Stürme kommen; wir müssen uns vorbereiten und einen festen Stand im Herrn haben.

 

So, nach knapp 2000 Wörtern und einer gefühlten Ewigkeit ist dieser zweite Teil des Artikels zu „Stürmen im Leben“ endlich fertig. Es fiel mir nicht leicht, diesen Artikel zu schreiben, da ich selbst noch sehr leicht aus der Bahn zu werfen bin, wenn Stürme kommen. Ich bin da eher Typ „Kopf-in-Sand-stecken“: Entweder verkrieche ich mich in meinem Zimmer und versinke in meinem Problem oder ich versuche es solange zu ignorieren wie nur irgend möglich. So toll ich oben auch alles beschrieben habe, in der Realität ist es oft anders gewesen. Doch ich kann euch sagen, wenn ihr einmal festen Halt im Herrn gefunden und eine Gemeinde hinter euch habt, seid ihr schon auf dem richtigen Weg. Menschen sind keine Einzelkämpfer, wir sind auf den Herrn und auf Gemeinschaft angewiesen. Versucht bitte nicht, alles mit euch selbst abzumachen – das geht langfristig nicht gut. (Meine „Top-Tipps“ sind demnach vor allem Nr. 1, 2 und 5. Die restlichen Dinge entstehen früher oder später automatisch daraus.)
Zum Abschluss: Was sind eure Tipps, wenn ihr in Stürme geratet? Womit helft ihr eurer Seele, verankert zu bleiben?

 

Liebste Grüße,
eure Daniela