Beiträge

„Der Ort, an den Gott uns beruft, ist der Ort, an dem unsere tiefste Freude und der größte Hunger der Welt sich begegnen!“ – Frederick Buechner

(Teil 2.) Wie im letzten Post geschildert, hätte ich nicht im vergangenen halben Jahr solch ein Leid erlebt und mein gebrochenes Herz zu einem vertrauenswürdigen Gott bringen müssen, säße ich nun ganz sicher nicht voll versorgt in meiner ersten eigenen Wohnung, die ich mir logisch betrachtet niemals hätte leisten können. Doch Gott passt nicht in unsere Logiken, er will unser Vertrauen. Das durfte ich in den letzten Monaten stärker denn je lernen. Gott versorgt mich, das weiß ich. Auf ihn kann und darf ich mich verlassen mit allem, was ich habe.

Und genau darum habe ich neue Kraft geschöpft, meine Träume und Visionen wieder aufzugreifen. Nein, noch viel mehr: Ich habe das Vertrauen in einen mächtigen und liebevollen Gott, der mich versorgt und unendlich viel mehr tun kann, als ich es mir je erträumen könnte (Zitat aus dem Kalender von ohnelimitgeliebt). Deshalb habe ich den Mut und will Gottes Ruf gehorsam nachfolgen, um die Träume, die er mir aufs Herz gelegt hat, zu leben. Er hat mich – uns alle! – an einen Ort berufen, wo nur wir helfen können mit unserem einzigartigen Wesen und unseren Begabungen.

Selbst wenn euch das Leid, das ihr erleben musstet, wie eine schwere Last vorkommt und es euch noch immer fesselt, lasst euch sagen: Jesus will euch davon befreien. Gebt ihm den Schmerz ab, eure Wut und Trauer, eure Angst und Schuld. Er wird heilen und euch stärken. Euer Leid ist keine Endstation. Es ist der Kohlehaufen im Ofen der Dampflok, die davon zehren und volle Kraft voraus fahren kann, wenn ihr Feuer für Gott brennt.

Ihr könnt euer Leid und eure Geschichte zu eurem Zeugnis machen. Ihr könnt Menschen positiv beeinflussen, sie ermutigen und stärken. Ihr seid berufen! Worauf wartet ihr noch? (Weiter im nächsten Post.)

„Dennoch musste auch Jesus, der Sohn Gottes, durch sein Leiden Gehorsam lernen.“ (Hebräer 5,8)

Was haben Leiden und Vertrauen mit Berufung zu tun? Erst einmal scheinbar nicht viel, doch wie wir sogar bei Jesus sehen können, steckt einiges mehr hinter Leid. Denn den Gehorsam, den Mut und das Vertrauen, unsere Berufung zu leben, gewinnen wir in leidvollen Zeiten, in denen wir Gott näher kommen. Darum möchte ich euch in den folgenden Beiträgen davon erzählen, wie Gott an mir in den vergangenen Monaten gearbeitet hat, damit ihr ermutigt seid, euch nach Leid neu auszurichten, um eure eigene Identität und Berufung zu entdecken.

Angefangen hat eigentlich alles im Sommer vergangenen Jahres, als ich begonnen habe, zu träumen und Visionen zu entwickeln, wie ich mich für Gott einsetzen und von ihm gebrauchen lassen möchte. In diesem Zuge ist auch mein Online-Shop entstanden.

Direkt danach habe ich den Mann kennen und lieben gelernt, der mir später leider auch das Herz gebrochen hat. Was in dieser Zeit folgte, wisst ihr ja zur Genüge. Quälende Tage, tränenreiche Nächte, schier unendliche Schmerzen, Trauer, Wut und Verzweiflung. Ein Potpourri an Gefühlen.

Aber mitten drin war Gott. In jeder Sintflut der negativen Gefühle war er mein Anker, mein Land in Sicht, mein Steuermann. Er hat meine Tränen getrocknet, mir Trost zugesprochen, mir Freude und Frieden gegeben. Er hat jedes Klagen gehört und mir jedes Mal aufs Neue bewiesen, dass er vertrauenswürdig und ein liebender Gott ist. Von ihm kam und kommt meine Stärke. Dessen bin ich mir nun umso bewusster.

In Römer 5,3-4 steht folgendes:

„[…] Denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen; und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung.“

Erst durch dieses Leid – durch mein gebrochenes Herz – konnte ich Gott so nah wie noch nie kommen, gefestigter in der Hoffnung auf ihn werden und mein Gottvertrauen stärken wie nie zuvor. (Weiter im nächsten Post.)

Im Englischen gibt es ein schönes Zitat, das ich früher einmal in meinem Zimmer hängen hatte:

„To feel like a queen is as simple as believing you are one.“

Doch obwohl dieses Zitat zur Kategorie #confidenceboost gehören sollte, fühlte ich mich zeitweise davon unter Druck gesetzt. Ja klar, ich wusste, dass ich Gottes geliebte Tochter war, doch schien das auch nur tote Theorie zu sein. Denn ich habe mich gefragt: Was ist, wenn ich mich weder wie eine Königin fühle, noch daran glauben kann? Was ist, wenn ich mich viel mehr benutzt, missbraucht und wertlos fühle? Wenn andere mich wie eine Aussätzige oder eine billige Spielpuppe behandelt haben? Dann ist „glaub einfach, dass du eine Königin bist“ fast schon zynisch.

Aber wenn ich eines gelernt habe, dann, dass meine Gefühle oft der Ursprung der Lügen sind, die ich selbst glaube. Und noch öfter verwendet der Teufel meine Gefühle gegen mich selbst. Doch damit ist jetzt Schluss. Es ist Zeit, dass wir Frauen als die Königinnen leben, die Gott in uns sieht. Es ist Zeit, dass wir Gottes Wahrheiten mehr Glauben schenken als unseren Gefühlen oder den verletzenden Worten anderer Menschen. Es ist Zeit, aus dem Schmutz der Vergangenheit aufzustehen.

Auch wenn du verletzt bist, auch wenn du das Gefühl hast, beschmutzt zu sein und aller Kraft und Würde beraubt worden zu sein, lass dir sagen: Gehe aufrecht wie es sich für eine Königin gebührt und behandel dich vor allem selbst wie die Königin, die Gott in dir sieht. Sei es dir wert, dir Gutes zu tun und anderen Grenzen zu setzen, damit sie dir nichts Schlechtes tun können. Denn oftmals sind wir selbst diejenigen, die uns am wenigsten wie Königinnen behandeln.

Liebe Tochter Gottes, egal wie alt oder jung du bist – sieh dich aus Gottes Augen und lebe als Königin! Oder wie eine Freundin und ich manchmal gerne (scherzhaft) sagen:

„Gib mir die Krone!“

Nimm die Krone an, die Gott dir schenkt.

„Vergeben, nachgeben, abgeben – aber nie aufgeben!“ (Peter Hahne)

Mein Kopf gleicht in den letzten Tagen wieder mal einem Schlachtfeld. Der Ort, wo der Teufel einen am besten angreifen kann, weil man sich kaum schützen kann. Nachts, wenn sich nicht nur das Gefühl der Einsamkeit anschleicht, sondern auch der Sinnlosigkeit und der nagenden Zweifel.

Ehrlich gesagt habe ich derzeit keine Lust mehr – weder zu schreiben, zu gestalten, zu arbeiten, zu reden, noch zu beten und Bibel zu lesen. Dass ich es dennoch tue, verdanke ich wohl dem kleinen Restfunken Gottesfurcht in mir. Aber eigentlich ist mir eher nach Jammern zumute, nach Aufgeben und alles hinwerfen, weil ich Gott einerseits zwar traue, aber doch andererseits glaube, ich könnte es besser wissen.

Und das nervt mich selbst unheimlich, denn seit der Trennung gleicht meine Seele einem Blatt im Wind – kaum freue ich mich über eine gute Phase, in der ich meine, den Schmerz überwunden zu haben, kommt das nächste Tal. Und dann merke ich: Die Wunden sind immer noch da.

Doch so traurig und schmerzhaft das alles ist, desto mehr zeigt es mir meine eigene Bedürftigkeit des Kreuzes und der Vergebung und Kraft Jesu. Denn ohne ihn würde ich tatsächlich aufgeben. Doch weil er in meinem Herzen arbeitet, darf ich diese Lebenssituation als Aufgabe sehen statt aufzugeben.

Deswegen möchte ich mir neu bewusst machen, was in Philipper 3,13–14 steht:

„Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

Ich will den Schmerz an Gott abgeben, ich will seinem Wirken nachgeben und ich will demjenigen vergeben, der mich verletzt hat, auch wenn meine Gefühle mir etwas anderes sagen.

Und ganz ehrlich: Ich will an meinem Geburtstag in paar Tagen nicht weinen, wenn Gott mich doch zeitgleich so sehr segnet und beschenkt. Ich darf dankbar sein, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte, weil mein Leben in Gottes Hand sicher ist.

»Für den, der glaubt, ist alles möglich.« – »Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!« (Lukas 9,23–24)

Hilf mir, Herr! Hilf mir, meinen Ängsten entgegen zu treten. Hilf mir, weiter zu gehen, auch wenn Furcht mich zu überrollen droht wie die Wellen eines aufgewühlten Meeres. Herr, rette mich!

Denn eines weiß ich: Du bist mächtig. Du bist der Gott, für den nichts unmöglich ist. In deinem Wort heißt es doch nicht umsonst:

„Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist für Gott möglich.“ (Lukas 18,27)

Oder? Dir ist es möglich – du kannst mich tragen. Du allein kannst es. Was für mich unmöglich aussieht, das kannst du möglich machen. Deshalb gehe ich und folge dir. Weil du es mir bewiesen hast. Für dich ist kein Problem zu klein oder zu groß, du hast immer eine wundersame Lösung parat. Du kannst das weite, tosende Meer vor mir teilen. Du kannst meinen Schritt fest machen. Weil du es in deinem Wort versprichst. Ich glaube dir, Herr.

Darum befehle ich dir mein Leben an – halte es und trage mich! Teile das Meer! Treibe die Furcht in mir aus und fülle mich mit Liebe. Ich will dir folgen und mutig sein – auch wenn ich unsicher bin und mich fürchten könnte. Denn meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Gelobt sei sein Name!

Jesus Christus spricht: „Wenn ihr euch nach meinen Worten richtet, seid ihr wirklich meine Jünger. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,31-32)

Eine Freundin hat dieser Tage ungeahnt mitten in meine Situation und mein Herz hinein gesprochen. Gott hat sie gebraucht, um mir wohl einen der wichtigsten Gründe, warum wir vergeben sollten, aufzuzeigen: „Ich will jedem alles vergeben, weil es Gott ehrt.“ Was für eine starke Aussage und zugleich welch eine Demütigung für mich. Ich kämpfe die ganze Zeit mit dem Gedanken, warum ich vergeben sollte, was mir angetan wurde, weil es nicht fair ist – weil es mir nicht gerecht erscheint, wenn ich vergebe, aber andere dabei einfach so „davonkommen“. Doch merkt ihr meine verquere Denkweise? Es geht doch nicht um mich – es geht um Gott. Und wenn ich nicht vergebe und weiter Hass & Zorn in mich hineinfresse, ehre ich Gott damit ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Ich entferne mich von seinem Herzen.

Seitdem ich diese Erkenntnis hatte, bin ich (endlich!) auf dem Weg der Vergebung. Es ist eigentlich eine ganz simple Wahrheit gewesen, die wir auch in der Bibel finden können, doch ich habe sie erst in diesem Moment mit meinem Herzen realisiert:

„Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Epheser 4,32)

Jesus hat mir so viel vergeben – er hat mich frei gemacht von all meiner Schuld. Und er fordert uns auf, ebenfalls zu vergeben, weil es ihn ehrt, wenn seine Kinder seinem Vorbild folgen. Ganz einfache Sache in der Theorie. In der Praxis ist es leider nicht ganz so einfach – mir fiel es in den vergangenen Monaten unglaublich schwer, u.a. weil ich mein Herz vor dieser Wahrheit verschlossen habe. Ich wollte an meinem Zorn festhalten, ich wollte Rache. Ich habe nur auf meinen temporären Schmerz gesehen und nicht auf das große Ganze – Gottes Plan dahinter und die Hoffnung, dass Gott keine Fehler macht.

Doch nun nimmt mir Gott durch Erkennen und Annehmen (!) dieser Wahrheit Stück für Stück diese Last ab. Ich komme der Vergebung näher, spüre, dass der Schmerz nachlässt und dass Gott die bittere Wurzel meines Herzens allmählich zieht. Rückfälle wird es sicherlich noch ab und zu geben, aber Gott macht mich frei von dem, was ich die ganze Zeit versucht habe, krampfhaft festzuhalten. Welch ein Grund zur Freude! (Und das ist nur einer von vielen derzeit.) Things getting better. Gott sei die Ehre dafür! Danke, Jesus, dass du frei machst! ♥

Ich bin eine Heuchlerin. Während ich anderen sage, sie sollen ihre verbitterten Herzen behandeln und Gott hinreichen, damit er sie heilt, habe ich seit Monaten meine eigene Verbitterung verschleppt. Nun ist das passiert, wovor ich andere gewarnt habe: Unter dem Pflaster, das ich fein säuberlich darauf geklebt habe, beginnt der Eiter an die Oberfläche zu treten. Tiefe Bitterkeit meines Herzens.

Ich sehe Pärchen und es quält mich. Leute reden über ihre Heiratspläne und empfinde Neid. Ich denke an all die Wunden und ihre Ursachen und es bleibt nur Hass und Verzweiflung.

Kennt ihr solche Gedanken? „Warum bekommen andere das, was ich nicht haben darf?“ Aber halt stop: Denken wir nicht falsch? Ist es nicht viel mehr so, dass Gott uns diese Situation besonders zutraut, weil er sich in uns mächtig erweisen will? Manchmal denke ich zwar: „Tz, da könnte ich getrost drauf verzichten.“ Aber hey, ich wollte ja eigentlich nicht noch mehr Bitterkeit zulassen und dem Teufel Angriffsfläche bieten. Die hat er ohnehin schon.

Bitterkeit ist etwas, das ich in meinem Leben bisher noch nie erfahren musste. Weder nach sechs Jahren Mobbing, noch nach diversen anderen Enttäuschungen. Ich bin ein Mensch, der nicht nachträgt und schnell verzeiht. Dachte ich zumindest immer. Doch nun komme ich an meine Grenzen und ich merke, dass ich Gott brauche, um nicht in der Bitterkeit zu bleiben und mein eigenes Herz zu vergiften. Darum will ich mich selbst und euch heute ermutigen:

„Wie glücklich sind die, die begreifen, wie arm sie vor Gott sind, denn sie gehören dem Himmelreich an!“ (Matthäus 5,3)

Macht es besser als ich in den letzten Tagen und Wochen – flüchtet euch im Gebet zu Gott, der euch stark macht.

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat.

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch ist dieser Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. ♥

Hier geht’s zum Artikel.

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Mein Herz fühlte sich ramponiert, getreten und zerstochen an. Es lag am Boden, umringt von zerbrochenen Hoffnungen, Träumen und Erwartungen. Ich habe wahrhaft geliebt und war später wahrhaft enttäuscht. Ich habe mein Herz geöffnet und wurde doch mit Ablehnung gefüllt. Mein Herz fühlte sich leer an, weil ihm etwas geliebtes genommen wurde. Und noch heute schmerzt es zeitweise unvorstellbar.

Plot Twist

Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Und er war treu. Er hat mich nicht im Stich gelassen, sondern hat seine Zusagen erfüllt. Mein Schmerz nimmt ab – ganz langsam und ganz vorsichtig. All die Splitter und Überreste von Hoffnungen und Träumen werden allmählich, Stück für Stück, wieder aufgesammelt und zusammengefügt. Ich weiß, dass dort und an meinem Herzen mal viel tiefere Risse und Löcher waren, doch sie werden kleiner. Und dafür darf ich Gott danken – ihm allein gebührt mein Lob. Er hat mich in den vergangenen Monaten in die Arme genommen und durch die dunklen Täler getragen. Er hat das getan, was nur er tun kann: Er hat mich gerettet – vor mir selbst, vor den Lügen Satans und vor der Dunkelheit, die mich drohte zu verschlingen.

Ziel des Artikels

Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat. Er hat meine Augen für seine Versprechen geöffnet, hat mir die Kraft und den Glauben geschenkt, daran festzuhalten und war so gnädig und gütig, sie vor meinen Augen und vor anderen sichtbar zu erfüllen. Ich darf sehen, wie Gott in meinem Leben eingreift. Und das, obgleich es völlig unverdient ist, weil ich selbst Menschen verletzt und ihnen das Herz gebrochen habe.

Für euch mit gebrochenen Herzen

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch schreibe ich heute diesen Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. Selbst in den Tälern unseres Lebens. Also notiert euch gerne die nachfolgenden Bibelverse, um euch immer wieder daran zu erinnern.

 

1. Gott heilt dein verwundetes Herz.

„Give yourself time“ hat mir eine Freundin zu Beginn meiner „heartbroken journey“ geraten. Ich habe mir selbst Zeit gegeben – vor allem aber habe ich Gott Zeit gegeben, mein gebrochenes Herz in seine Hände zu nehmen und zu heilen. Die Wunden, die tiefen Löcher und all die Kratzer zu verarzten – sie mit Liebe und Gnade zu füllen, in einer Art und Weise wie nur er es könnte. Denn um ehrlich zu sein: Zeit alleine heilt keine Wunden. Zeit ist ein Faktor der Heilung, aber nicht die Ursache. Gott ist der Heiler, das sagt er selbst über sich in seinem Wort:

„Denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2.Mose 15,26b)

Gottes Wort sagt, er wird unsere Herzen heilen. Nicht nur einen Teil, sondern komplett, so dass es nicht mehr schmerzt.

„Er heilt die, deren Herzen gebrochen sind, und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“ (Psalm 147,3)

Doch Gott kann unsere Herzen nur heilen, wenn wir auch unsere Herzen komplett darreichen, wenn wir nicht an unserem Schmerz festhalten wollen. Skillet singen darüber in ihrem Lied „Stars“:

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“

Es kommt auf dich und deinen ersten Schritt an. Vertraust du Gott dein Herz an?

 

2. Gott hat einen guten Plan.

Der Bibelvers, der einem vermutlich am meisten zu den Ohren heraus kommt und den man auch manches Mal gar nicht so gerne hören mag, wenn es sich nicht nach einem „guten Plan“ anfühlt:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gute Pläne? Aber mitten im Leid? Ja, manchmal sehr schwer zu glauben. Doch ich darf euch versichern: Gott ist gut – jederzeit. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.

Ein Beispiel: Unser Leben ist wie eine bestickte Decke auf der Rückseite – es sieht völlig wirr und falsch aus, aber aus der Vogelperspektive ist es wunderschön und ergibt einen Sinn. Und diese Vogelperspektive – die Perspektive Gottes – können wir im Laufe der Zeit gewinnen, wenn wir versuchen, Dinge mit Gottes Augen zu sehen. Weg von uns, hin zu Jesus.

 

3. Gott ist mit dir.

Wie in meinem letzten Blogartikel schon geschrieben, hat mich in den vergangenen Wochen ganz besonders der Song „With me now“ von HillaryJane ermutigt. Er gibt in solch einer eindrücklichen Art und Weise wieder, was Gott uns in seinem Wort verspricht: Dass er immer bei uns ist, in jedem Moment.

„Ich werde euch nicht allein und verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch!“ (Johannes 14,18)

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20b)

Auch in den Tiefen deines Lebens ist er mit dir. Er geht mit – ist live dabei –, wenn du durch dunkle Täler gehst. Er weicht nicht von deiner Seite. Das durfte ich selbst erleben. Meine Gefühle haben mich trügen wollen – so verletzt mein Herz war, sehnsüchtig und sich nach Liebe und Aufmerksam verzehrend –, doch Gott steht darüber. Er ist beständig mit mir gegangen, auch wenn ich unbeständig war. Und er ist auch mit dir. Emmanual – Gott mit uns – ist bei dir.

 

4. Gott sieht deine Tränen und trocknet sie.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft und wie heftig ich in den letzten Monaten geweint habe. Nicht nur mein Herz war zerbrochen, sondern auch mein Geist war zerschlagen. All das Leid und der Schmerz hatten mich in meinen Grundfesten erschüttert. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet, wurden auch meine schlechten und guten Zweige beschnitten. Unter Tränen. Tränen der schmerzlichen Selbsterkenntnis, Tränen der Trauer und Verletzung, Tränen der Dankbarkeit über Gottes Gnade. Doch ich weiß, dass die Tränen nicht sinnlos vergossen wurden oder ins Nichts verschwinden.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“ (Psalm 34,19)

„Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4)

„Du zählst alle meine Klagen. Sammle alle meine Tränen in einem Gefäß. Du hast doch jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ (Psalm 56,9)

Gott kennt meine Tränen und trocknet sie ab – mit dem besten und ultimativsten Tempo-Taschentuch, dass es geben könnte: mit seiner liebenden Güte.

 

5. Jesus kennt deinen Schmerz und fühlt mit dir.

Das besondere an Weihnachten für mich in diesem Jahr war, dass ich die Weihnachtsbotschaft, und warum Gott als Mensch auf die Welt kommen musste, noch einmal viel eindringlicher verstanden habe. Gott musste Mensch werden, um für unsere Schuld zu bezahlen. Denn nur er als Gott und sündloser Mensch war dazu in der Lage. (Rechnungen kann man schließlich auch nicht mit Monopoly-Geld bezahlen. Mehr dazu in diesem Video von HillaryJane.) Deswegen ist er auch das beste Weihnachtsgeschenk; nicht in Geschenkpapier gehüllt, sondern in Fleisch und Blut. Damit er leiden kann wie wir. Und das sagt auch einer meiner Lieblingsbibelverse.

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15)

Und auch in den Evangelien sehen wir immer wieder, dass Jesus schwache Momente hatte, dass er litt und fühlte wie wir – ohne zu sündigen. Und das macht ihn als Gott einzigartig und absolut vertrauenswürdig: Er kennt deinen Schmerz wie kein anderer.

„Jesus weinte.“ (Johannes 11,35)

 

6. Gott schenkt wahrhafte Freude.

Will ich mich daran erinnern, woher meine Freude kommt, höre ich mir „Rivers of joy“ von den No Angels an. Vermutlich war das nie der Sinn und Zweck des Liedes, aber immer wenn ich es höre, muss ich an die wahre Quelle der Freude denken: Gott. Und vor allem, wenn ich mir bewusst mache, dass wahrhafte Freude einzig und allein von Gott abhängig ist und nicht von meinen Umständen, kann ich meinen Blick wieder hoffnungsvoll gen Himmel heben, loben und danken, tanzend vor Freude herumwirbeln und mich über die Gnade freuen, die ich als Kind Gottes habe. Um mich herum kann alles trostlos scheinen – und ich werde doch Freude haben können. Was für eine starke Zusage!

„God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.“ (Psalm 46:4a) *die englische Übersetzung trifft es besser auf den Punkt

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt. Und wo du bist, hört die Freude nie auf. Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“ (Psalm 16,11)

„Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,12)

 

7. Du wirst wieder lieben können.

Frauen haben einen gewissen „natürlichen“ Hang zur Dramatik, da wir im Allgemeinen emotionaler sind. Daher neigen wir auch manches Mal dazu, Dramaqueens zu sein: „Nie wieder werde ich jemanden so sehr lieben können wie ihn“, sagt es sich dann so schön, während man im Selbstmitleid versinkt. Aber das ist kompletter Quatsch – eine Lüge, die der Teufel uns einreden will. Wir sind Kinder Gottes – das heißt, dass wir aus Gottes Kraft und seiner Quelle der Liebe schöpfen, weil wir seinen Heiligen Geist in uns tragen.

„Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1. Korinther 13,8a)

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)

„Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. […] Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Johannes 4,7+19)

 


So, ihr Lieben, das war’s mit dem Artikel. Ich hoffe und bete sehr, dass ich euch durch Gottes Wort ermutigen konnte. Wenn ihr Gebet oder jemanden zum Reden braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Entweder per E-Mail an hallo@ewiglichtkind.de, per Instagram oder per Facebook. Andersherum freue ich mich selbstverständlich sehr über eure Gebete für mich. ♥

Falls ihr noch mehr Ermutigung braucht, lest euch gerne meinen vergangenen Impulse über Leid und Liebeskummer durch oder ladet euch die kostenlosen Wallpaper zur Ermutigung herunter.

Gott mit euch!
Eure Daniela ♥

„Es musste so geschehen …“

Aussagen wie diese bringen mich ein wenig auf die Palme. Ganz ehrlich: Muss Leid geschehen? Warum sollte Gott Leid zulassen? Die Theodizee-Frage – eine sich wohl nicht zu Erdenzeiten klärende Frage.

Eines ist klar: Gottes Wille und seine Gnade stehen selbst über allem Leid dieser Welt und sein Plan wird dennoch zur Vollendung gebracht werden. Manchmal ist eben auch Leid ein entscheidender Faktor, warum wir unserem Ziel näher kommen – näher zu Jesus. Das will und darf ich gar nicht leugnen. Aber: Es musste nicht so geschehen. Es muss kein Leid geben, keinen Herzbruch, keinen Schmerz. Denn das ist nicht das, was Gott sich für uns vorgestellt hat.

Was haben wir für ein Gottesbild? Ein Gott, der uns quälen will? Gott hat sich für uns gewünscht, dass wir einander vollkommen annehmen können – wie Adam und Eva vor dem Sündenfall. Liebe wie Gott sie vorlebt. DAS ist der Wunsch Gottes. Aber weil wir Sünder sind, ist es so geschehen. Uns wird das Herz gebrochen, weil wir in einer gefallenen Welt leben und NICHT, weil Gott es so geschehen lassen musste und wollte.

Wie gesagt: Gott kann uns auch durch Leid segnen oder er lässt uns stärker daraus hervorgehen. Aber der Herzbruch als solcher ist nicht das, was sich Gott für seine geliebten Kinder wünscht. Wir sollten aufpassen mit dem, was wir sagen.