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Jesus Christus spricht: „Wenn ihr euch nach meinen Worten richtet, seid ihr wirklich meine Jünger. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,31-32)

Eine Freundin hat dieser Tage ungeahnt mitten in meine Situation und mein Herz hinein gesprochen. Gott hat sie gebraucht, um mir wohl einen der wichtigsten Gründe, warum wir vergeben sollten, aufzuzeigen: „Ich will jedem alles vergeben, weil es Gott ehrt.“ Was für eine starke Aussage und zugleich welch eine Demütigung für mich. Ich kämpfe die ganze Zeit mit dem Gedanken, warum ich vergeben sollte, was mir angetan wurde, weil es nicht fair ist – weil es mir nicht gerecht erscheint, wenn ich vergebe, aber andere dabei einfach so „davonkommen“. Doch merkt ihr meine verquere Denkweise? Es geht doch nicht um mich – es geht um Gott. Und wenn ich nicht vergebe und weiter Hass & Zorn in mich hineinfresse, ehre ich Gott damit ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Ich entferne mich von seinem Herzen.

Seitdem ich diese Erkenntnis hatte, bin ich (endlich!) auf dem Weg der Vergebung. Es ist eigentlich eine ganz simple Wahrheit gewesen, die wir auch in der Bibel finden können, doch ich habe sie erst in diesem Moment mit meinem Herzen realisiert:

„Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Epheser 4,32)

Jesus hat mir so viel vergeben – er hat mich frei gemacht von all meiner Schuld. Und er fordert uns auf, ebenfalls zu vergeben, weil es ihn ehrt, wenn seine Kinder seinem Vorbild folgen. Ganz einfache Sache in der Theorie. In der Praxis ist es leider nicht ganz so einfach – mir fiel es in den vergangenen Monaten unglaublich schwer, u.a. weil ich mein Herz vor dieser Wahrheit verschlossen habe. Ich wollte an meinem Zorn festhalten, ich wollte Rache. Ich habe nur auf meinen temporären Schmerz gesehen und nicht auf das große Ganze – Gottes Plan dahinter und die Hoffnung, dass Gott keine Fehler macht.

Doch nun nimmt mir Gott durch Erkennen und Annehmen (!) dieser Wahrheit Stück für Stück diese Last ab. Ich komme der Vergebung näher, spüre, dass der Schmerz nachlässt und dass Gott die bittere Wurzel meines Herzens allmählich zieht. Rückfälle wird es sicherlich noch ab und zu geben, aber Gott macht mich frei von dem, was ich die ganze Zeit versucht habe, krampfhaft festzuhalten. Welch ein Grund zur Freude! (Und das ist nur einer von vielen derzeit.) Things getting better. Gott sei die Ehre dafür! Danke, Jesus, dass du frei machst! ♥

Ich bin eine Heuchlerin. Während ich anderen sage, sie sollen ihre verbitterten Herzen behandeln und Gott hinreichen, damit er sie heilt, habe ich seit Monaten meine eigene Verbitterung verschleppt. Nun ist das passiert, wovor ich andere gewarnt habe: Unter dem Pflaster, das ich fein säuberlich darauf geklebt habe, beginnt der Eiter an die Oberfläche zu treten. Tiefe Bitterkeit meines Herzens.

Ich sehe Pärchen und es quält mich. Leute reden über ihre Heiratspläne und empfinde Neid. Ich denke an all die Wunden und ihre Ursachen und es bleibt nur Hass und Verzweiflung.

Kennt ihr solche Gedanken? „Warum bekommen andere das, was ich nicht haben darf?“ Aber halt stop: Denken wir nicht falsch? Ist es nicht viel mehr so, dass Gott uns diese Situation besonders zutraut, weil er sich in uns mächtig erweisen will? Manchmal denke ich zwar: „Tz, da könnte ich getrost drauf verzichten.“ Aber hey, ich wollte ja eigentlich nicht noch mehr Bitterkeit zulassen und dem Teufel Angriffsfläche bieten. Die hat er ohnehin schon.

Bitterkeit ist etwas, das ich in meinem Leben bisher noch nie erfahren musste. Weder nach sechs Jahren Mobbing, noch nach diversen anderen Enttäuschungen. Ich bin ein Mensch, der nicht nachträgt und schnell verzeiht. Dachte ich zumindest immer. Doch nun komme ich an meine Grenzen und ich merke, dass ich Gott brauche, um nicht in der Bitterkeit zu bleiben und mein eigenes Herz zu vergiften. Darum will ich mich selbst und euch heute ermutigen:

„Wie glücklich sind die, die begreifen, wie arm sie vor Gott sind, denn sie gehören dem Himmelreich an!“ (Matthäus 5,3)

Macht es besser als ich in den letzten Tagen und Wochen – flüchtet euch im Gebet zu Gott, der euch stark macht.

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat.

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch ist dieser Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. ♥

Hier geht’s zum Artikel.

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Mein Herz fühlte sich ramponiert, getreten und zerstochen an. Es lag am Boden, umringt von zerbrochenen Hoffnungen, Träumen und Erwartungen. Ich habe wahrhaft geliebt und war später wahrhaft enttäuscht. Ich habe mein Herz geöffnet und wurde doch mit Ablehnung gefüllt. Mein Herz fühlte sich leer an, weil ihm etwas geliebtes genommen wurde. Und noch heute schmerzt es zeitweise unvorstellbar.

Plot Twist

Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Und er war treu. Er hat mich nicht im Stich gelassen, sondern hat seine Zusagen erfüllt. Mein Schmerz nimmt ab – ganz langsam und ganz vorsichtig. All die Splitter und Überreste von Hoffnungen und Träumen werden allmählich, Stück für Stück, wieder aufgesammelt und zusammengefügt. Ich weiß, dass dort und an meinem Herzen mal viel tiefere Risse und Löcher waren, doch sie werden kleiner. Und dafür darf ich Gott danken – ihm allein gebührt mein Lob. Er hat mich in den vergangenen Monaten in die Arme genommen und durch die dunklen Täler getragen. Er hat das getan, was nur er tun kann: Er hat mich gerettet – vor mir selbst, vor den Lügen Satans und vor der Dunkelheit, die mich drohte zu verschlingen.

Ziel des Artikels

Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat. Er hat meine Augen für seine Versprechen geöffnet, hat mir die Kraft und den Glauben geschenkt, daran festzuhalten und war so gnädig und gütig, sie vor meinen Augen und vor anderen sichtbar zu erfüllen. Ich darf sehen, wie Gott in meinem Leben eingreift. Und das, obgleich es völlig unverdient ist, weil ich selbst Menschen verletzt und ihnen das Herz gebrochen habe.

Für euch mit gebrochenen Herzen

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch schreibe ich heute diesen Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. Selbst in den Tälern unseres Lebens. Also notiert euch gerne die nachfolgenden Bibelverse, um euch immer wieder daran zu erinnern.

 

1. Gott heilt dein verwundetes Herz.

„Give yourself time“ hat mir eine Freundin zu Beginn meiner „heartbroken journey“ geraten. Ich habe mir selbst Zeit gegeben – vor allem aber habe ich Gott Zeit gegeben, mein gebrochenes Herz in seine Hände zu nehmen und zu heilen. Die Wunden, die tiefen Löcher und all die Kratzer zu verarzten – sie mit Liebe und Gnade zu füllen, in einer Art und Weise wie nur er es könnte. Denn um ehrlich zu sein: Zeit alleine heilt keine Wunden. Zeit ist ein Faktor der Heilung, aber nicht die Ursache. Gott ist der Heiler, das sagt er selbst über sich in seinem Wort:

„Denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2.Mose 15,26b)

Gottes Wort sagt, er wird unsere Herzen heilen. Nicht nur einen Teil, sondern komplett, so dass es nicht mehr schmerzt.

„Er heilt die, deren Herzen gebrochen sind, und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“ (Psalm 147,3)

Doch Gott kann unsere Herzen nur heilen, wenn wir auch unsere Herzen komplett darreichen, wenn wir nicht an unserem Schmerz festhalten wollen. Skillet singen darüber in ihrem Lied „Stars“:

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“

Es kommt auf dich und deinen ersten Schritt an. Vertraust du Gott dein Herz an?

 

2. Gott hat einen guten Plan.

Der Bibelvers, der einem vermutlich am meisten zu den Ohren heraus kommt und den man auch manches Mal gar nicht so gerne hören mag, wenn es sich nicht nach einem „guten Plan“ anfühlt:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gute Pläne? Aber mitten im Leid? Ja, manchmal sehr schwer zu glauben. Doch ich darf euch versichern: Gott ist gut – jederzeit. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.

Ein Beispiel: Unser Leben ist wie eine bestickte Decke auf der Rückseite – es sieht völlig wirr und falsch aus, aber aus der Vogelperspektive ist es wunderschön und ergibt einen Sinn. Und diese Vogelperspektive – die Perspektive Gottes – können wir im Laufe der Zeit gewinnen, wenn wir versuchen, Dinge mit Gottes Augen zu sehen. Weg von uns, hin zu Jesus.

 

3. Gott ist mit dir.

Wie in meinem letzten Blogartikel schon geschrieben, hat mich in den vergangenen Wochen ganz besonders der Song „With me now“ von HillaryJane ermutigt. Er gibt in solch einer eindrücklichen Art und Weise wieder, was Gott uns in seinem Wort verspricht: Dass er immer bei uns ist, in jedem Moment.

„Ich werde euch nicht allein und verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch!“ (Johannes 14,18)

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20b)

Auch in den Tiefen deines Lebens ist er mit dir. Er geht mit – ist live dabei –, wenn du durch dunkle Täler gehst. Er weicht nicht von deiner Seite. Das durfte ich selbst erleben. Meine Gefühle haben mich trügen wollen – so verletzt mein Herz war, sehnsüchtig und sich nach Liebe und Aufmerksam verzehrend –, doch Gott steht darüber. Er ist beständig mit mir gegangen, auch wenn ich unbeständig war. Und er ist auch mit dir. Emmanual – Gott mit uns – ist bei dir.

 

4. Gott sieht deine Tränen und trocknet sie.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft und wie heftig ich in den letzten Monaten geweint habe. Nicht nur mein Herz war zerbrochen, sondern auch mein Geist war zerschlagen. All das Leid und der Schmerz hatten mich in meinen Grundfesten erschüttert. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet, wurden auch meine schlechten und guten Zweige beschnitten. Unter Tränen. Tränen der schmerzlichen Selbsterkenntnis, Tränen der Trauer und Verletzung, Tränen der Dankbarkeit über Gottes Gnade. Doch ich weiß, dass die Tränen nicht sinnlos vergossen wurden oder ins Nichts verschwinden.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“ (Psalm 34,19)

„Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4)

„Du zählst alle meine Klagen. Sammle alle meine Tränen in einem Gefäß. Du hast doch jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ (Psalm 56,9)

Gott kennt meine Tränen und trocknet sie ab – mit dem besten und ultimativsten Tempo-Taschentuch, dass es geben könnte: mit seiner liebenden Güte.

 

5. Jesus kennt deinen Schmerz und fühlt mit dir.

Das besondere an Weihnachten für mich in diesem Jahr war, dass ich die Weihnachtsbotschaft, und warum Gott als Mensch auf die Welt kommen musste, noch einmal viel eindringlicher verstanden habe. Gott musste Mensch werden, um für unsere Schuld zu bezahlen. Denn nur er als Gott und sündloser Mensch war dazu in der Lage. (Rechnungen kann man schließlich auch nicht mit Monopoly-Geld bezahlen. Mehr dazu in diesem Video von HillaryJane.) Deswegen ist er auch das beste Weihnachtsgeschenk; nicht in Geschenkpapier gehüllt, sondern in Fleisch und Blut. Damit er leiden kann wie wir. Und das sagt auch einer meiner Lieblingsbibelverse.

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15)

Und auch in den Evangelien sehen wir immer wieder, dass Jesus schwache Momente hatte, dass er litt und fühlte wie wir – ohne zu sündigen. Und das macht ihn als Gott einzigartig und absolut vertrauenswürdig: Er kennt deinen Schmerz wie kein anderer.

„Jesus weinte.“ (Johannes 11,35)

 

6. Gott schenkt wahrhafte Freude.

Will ich mich daran erinnern, woher meine Freude kommt, höre ich mir „Rivers of joy“ von den No Angels an. Vermutlich war das nie der Sinn und Zweck des Liedes, aber immer wenn ich es höre, muss ich an die wahre Quelle der Freude denken: Gott. Und vor allem, wenn ich mir bewusst mache, dass wahrhafte Freude einzig und allein von Gott abhängig ist und nicht von meinen Umständen, kann ich meinen Blick wieder hoffnungsvoll gen Himmel heben, loben und danken, tanzend vor Freude herumwirbeln und mich über die Gnade freuen, die ich als Kind Gottes habe. Um mich herum kann alles trostlos scheinen – und ich werde doch Freude haben können. Was für eine starke Zusage!

„God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.“ (Psalm 46:4a) *die englische Übersetzung trifft es besser auf den Punkt

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt. Und wo du bist, hört die Freude nie auf. Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“ (Psalm 16,11)

„Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,12)

 

7. Du wirst wieder lieben können.

Frauen haben einen gewissen „natürlichen“ Hang zur Dramatik, da wir im Allgemeinen emotionaler sind. Daher neigen wir auch manches Mal dazu, Dramaqueens zu sein: „Nie wieder werde ich jemanden so sehr lieben können wie ihn“, sagt es sich dann so schön, während man im Selbstmitleid versinkt. Aber das ist kompletter Quatsch – eine Lüge, die der Teufel uns einreden will. Wir sind Kinder Gottes – das heißt, dass wir aus Gottes Kraft und seiner Quelle der Liebe schöpfen, weil wir seinen Heiligen Geist in uns tragen.

„Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1. Korinther 13,8a)

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)

„Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. […] Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Johannes 4,7+19)

 


So, ihr Lieben, das war’s mit dem Artikel. Ich hoffe und bete sehr, dass ich euch durch Gottes Wort ermutigen konnte. Wenn ihr Gebet oder jemanden zum Reden braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Entweder per E-Mail an hallo@ewiglichtkind.de, per Instagram oder per Facebook. Andersherum freue ich mich selbstverständlich sehr über eure Gebete für mich. ♥

Falls ihr noch mehr Ermutigung braucht, lest euch gerne meinen vergangenen Impulse über Leid und Liebeskummer durch oder ladet euch die kostenlosen Wallpaper zur Ermutigung herunter.

Gott mit euch!
Eure Daniela ♥

„Es musste so geschehen …“

Aussagen wie diese bringen mich ein wenig auf die Palme. Ganz ehrlich: Muss Leid geschehen? Warum sollte Gott Leid zulassen? Die Theodizee-Frage – eine sich wohl nicht zu Erdenzeiten klärende Frage.

Eines ist klar: Gottes Wille und seine Gnade stehen selbst über allem Leid dieser Welt und sein Plan wird dennoch zur Vollendung gebracht werden. Manchmal ist eben auch Leid ein entscheidender Faktor, warum wir unserem Ziel näher kommen – näher zu Jesus. Das will und darf ich gar nicht leugnen. Aber: Es musste nicht so geschehen. Es muss kein Leid geben, keinen Herzbruch, keinen Schmerz. Denn das ist nicht das, was Gott sich für uns vorgestellt hat.

Was haben wir für ein Gottesbild? Ein Gott, der uns quälen will? Gott hat sich für uns gewünscht, dass wir einander vollkommen annehmen können – wie Adam und Eva vor dem Sündenfall. Liebe wie Gott sie vorlebt. DAS ist der Wunsch Gottes. Aber weil wir Sünder sind, ist es so geschehen. Uns wird das Herz gebrochen, weil wir in einer gefallenen Welt leben und NICHT, weil Gott es so geschehen lassen musste und wollte.

Wie gesagt: Gott kann uns auch durch Leid segnen oder er lässt uns stärker daraus hervorgehen. Aber der Herzbruch als solcher ist nicht das, was sich Gott für seine geliebten Kinder wünscht. Wir sollten aufpassen mit dem, was wir sagen.

Bereue niemals, die falsche Person richtig geliebt zu haben.

Manchmal beschleicht mich dieses doofe Gefühl, dass ich meine Zeit vergeudet habe. Dass all die Liebe, die ich gegeben oder versucht habe, zu geben, nichts weiter als Schall und Rauch war. Ich habe meine Liebe verschenkt – doch letzten Endes hat es nichts gebracht. Es war umsonst.

Doch ist das wahr? Kann das wirklich alles umsonst gewesen sein? Kann man Liebe – uneigennützige, selbstlose und wahrhafte Liebe, die aus Gott kommt – vergeuden? Fall’ nicht auf den Teufel und seine Lügen herein: Deine Liebe war nicht sinnlos, deine Zeit ist nicht vergeudet. Bereue bitte nicht, jemanden wahrhaft geliebt zu haben, der es nicht verdient hat, der dich verletzt und nicht geschätzt hat. Denn sobald du das tust, wirst du hart und verbitterst. Unsere Liebe kommt aus Gott und unser Auftrag als Christen in dieser Welt ist es, zu lieben. Und unser Vorbild ist Christus. Er hat die extremste Form von Liebe gezeigt. Er ist gestorben für diejenigen, die ihn verraten, verurteilt und im Stich gelassen haben. Er hat geliebt bis in den Tod. Für diese Menschen; damit sie, wenn sie Buße tun, umkehren und ewiges Leben erhalten können.

Also liebe! Verschenke deine Liebe und bereue nicht. Denn es gibt keine „richtigen“ Personen. Wir sind alle Sünder, die einander verletzen, betrügen und belügen. Keiner von uns hätte Liebe verdient. Doch Gott liebt. Und weil er uns zuerst geliebt hat, dürfen wir lieben wie er geliebt hat. Wollen wir gemeinsam dafür beten, dass wir so lieben können wie Jesus? Ohne Bitterkeit, ohne Hintergedanken, nur für unseren Gott?

(Natürlich sollen wir dabei nicht naiv sein und müssen unser Herz behüten – aber das ist ein anderes Thema.)

Ihr Lieben, ich habe großartige Neuigkeiten! Mein Blog ist nach fast vier Wochen Offline-Dasein endlich wieder online! Einige hatten sich zwischenzeitlich schon gewundert und mich gefragt, was los sei. Leider ist mein Blog einem Hackerangriff zum Opfer gefallen – warum auch immer – und musste erst einmal wiederhergestellt werden.

Aber jetzt bin ich zurück mit einigen Neuerungen – wie z. B. dem Bereich „Impulse“, neuen Wallpapern („love came down“!) und einem neuen Artikel zum Auftakt der Serie #heartbrokenjourney. Ich nehme euch mit auf meine Reise, zu lieben, zu leiden und loszulassen. All diese Schmerzen der vergangenen Monate, mein gebrochenes Herz, die verloren geglaubte Hoffnung, und die wiedergewonnene Perspektive stecken samt einer großen Portion Jesus und viel Herzblut (im wahrsten Sinne des Wortes) in den Artikeln dieser Serie. Seid gespannt auf ehrliche Artikel mit ungeschminkten Wahrheiten und viel Ermutigung!

An dieser Stelle möchte ich mich aber erst einmal bedanken: Für eure ermutigenden Nachrichten, die Gebete, den offenen Austausch und eure Treue, mir trotz Leid und Lebensstürmen zu folgen. Ich DANKE euch!

Das Fotos ist übrigens bei meinem Arbeitgeber b3plus zu Anfang diesen Jahres entstanden, als ich meine Stelle als Grafikerin & Social Medianerin dort begonnen habe. Ein großer Segen! #werbungausüberzeugung

Ich habe die ganze Zeit überlegt, nach Worten gerungen und mir meinen Kopf darüber zerbrochen, wie ich diesen Artikel treffend beginnen könnte. Ich habe versucht, Worte zu finden für das, was ich in den letzten Monaten des Leids erfahren habe, als mein Herz gebrochen wurde, als ich mit Gott gekämpft und gerungen habe, und vor allem als mich Gottes Gnade gerettet hat. Letzten Endes möchte ich aber nun ein Lied für mich sprechen lassen – eines von vielen, die mich in dieser leidvollen und herausfordernden Zeit begleitet haben, die so voller Tränen und Verzweiflung, aber auch Dankbarkeit und Segnungen war.

„Sometimes it’s hard to see that You’re in control. Like all of a sudden I forget what I know. You made a promise that You’ll never change. No matter what goes wrong. You always overcome, Lord. You are faithful when I’m unable. I know You’re with me, even when my faith is on the ground. I know You’re with me, even when the world is fallin’ down. You’re with me now, You’re always close right by my side.“ (HillaryJane – With Me Now)

 

Gott ist mit mir

Gott hat mich in den vergangenen Monaten durch sein Wort, seine Zusagen, viele Lieder, Gebete und erbauende Gespräche immer wieder ermutigt, auf ihn zu schauen und nicht auf die Stürme um mich herum. Ich durfte mich weinend in seine rettenden Arme fliehen und wahren Trost erleben, als mein Herz geschmerzt hat, weil es zerbrochen ist. Als es sich so angefühlt hat wie die dunkelste Zeit in meinem Leben. Als es nicht mehr weiterschlagen wollte.

Diesen Schmerz werde ich wohl nie wieder vergessen und es wird sicherlich noch dauern bis die Wunden geheilt sind, doch ebenso wenig werde ich vergessen, wie Gott mich aufgefangen hat. Mitten in der Dunkelheit, im freien Fall, landete ich sanft in seinen Händen, die mich sicher geborgen haben. Er, der mir Leben schenkt und mich lebendig macht. Er, auf den immer Verlass ist, weil er der einzig wahre Retter ist. Und das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ich lernen durfte: Gott voll und ganz zu vertrauen und mich ganz auf ihn zu stürzen.

 

Beziehungen mit Gott leben

Was ich in in dieser Zeit noch lernen und erkennen durfte, möchte ich in den kommenden Wochen und Monaten mit euch teilen. Dieser Artikel heute dient als Auftakt zu einer Serie über gebrochene Herzen, Liebeskummer, Leid und Beziehungen. Ich möchte Zeugnis geben von einem großen Gott, der Großes in meinem Leben gewirkt hat und immer noch am Wirken ist. Um uns fest zu machen in der Hoffnung und Gott mit ganzem Herzen zu lieben und seine Gebote zu achten, möchte ich sowohl Ermutigung als auch Ermahnung weitergeben. Und ich möchte dafür sensibilisieren, wie wir mit Gott Beziehungen leben und wie bzw. warum wir unsere Herzen behüten müssen. Auch wenn ich selbst noch mitten im Prozess bin und Gott noch an mir arbeitet (und dieser Weg vermutlich noch länger dauern wird), macht Gott doch diesen Weg frei, um mich ans Ziel zu führen. #praisehimintheprocess

 

Love came down – Wallpaper

Und ich darf mich darüber freuen, im Prozess – auf dem Weg zum Ziel zu sein, weil Jesus vor 2000 Jahren unterwegs zu seinem Ziel war.

„Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich noch mehr: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz wie ein Verbrecher. Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm als Ehrentitel den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name.“ (Philipper 2,7-9)

Er kam auf die Erde, um Mensch zu werden, um am Kreuz zu sterben, um die Schuld der Menschheit auf sich zu nehmen und seinen Auftrag zu erfüllen – aus Liebe. Weil er die Liebe in Person ist. Liebe kam auf die Erde hinab. Überwältigende, nicht aufzuhaltende Liebe. Liebe, die uns Hoffnung schenkt. Und das ist mein Anker gewesen in den vergangenen Monaten und wird es auch immer bleiben. Jesus Christus, Gott höchstpersönlich, hält mich in seinen Händen. Er kam, starb und siegte für mich. Danke, Herr!

Als kleine Ermutigung für euren Alltag mit Christus gibt es heute mal wieder neue Wallpaper. Ladet sie gerne herunter! Die Wallpaper stehen euch zum kostenlosen Download für den persönlichen Gebrauch zur Verfügung.

Download

9:16 für iPhone & Smartphone
3:4 für iPad & Tablet
16:9 für Macbook & Desktop

Ich freue mich über eure Kommentare, Gebete und Nachrichten. Auch zu den kommenden Artikeln. ♥ Danke!

Eure Daniela ♥
Gott mit euch!

„Sometimes it’s hard to see that You’re in control. Like all of a sudden I forget what I know. You made a promise that You’ll never change, no matter what goes wrong. You always overcome, Lord. You are faithful when I’m unable.“ (HillaryJane – With Me Now)

„Father, you give and take away.“ (Tauren Wells – Hills & Valleys) Warum gibt Gott, um dann wieder zu nehmen? Warum lässt er zu, dass unsere Herzen gebrochen werden? Sieht er nicht den Schmerz?

Ich kann euch versichern: „Doch der Herr […] sieht alles.“ (Psalm 11,4a) Er sieht unseren Schmerz, er kann ihn sogar so gut wie kein anderer nachempfinden. „Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns – aber er blieb ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15) Einer meiner Lieblingsbibelverse. Wer, wenn nicht Jesus, kann mich verstehen? Er ist allmächtig und weiß um alles, er hat alles unter Kontrolle, auch wenn es nicht so scheint. Auch wenn ich nicht weiß, wozu Leid gut ist – Gott weiß es. Und auch wenn mein Herz schmerzt, Gott kann es heilen und meine Tränen trocknen. Und er wirkt in mir und überwindet mit mir – das sehe ich, wenn ich meine vergangenen Posts lese. Es ist ein Prozess und es wird ein Prozess bleiben, aber ich will dennoch danken. Noch nicht am Ziel, aber unterwegs. Danke, Herr! #praisehimintheprocess

„I will lift my eyes even in the pain above all the lies. I know You can make a way. I have seen giants fall, I have seen mountains move, I have seen waters part. Because of You. I remember, I remember, You have always been faithful to me. I remember, I remember, even when my own eyes could not see, You were there, always there.“ (Lauren Daigle – Remember)

Ich habe in der vergangenen Woche leider sehr stark merken dürfen, dass man sehr tief fällt, wenn man den Blick auf Jesus verliert. Statt auf ihn zu schauen, habe ich nur auf mich selbst und all den Schmerz geblickt. Also bin ich gefallen – immer tiefer, bis ich in einem dunklen Loch saß und die Dunkelheit mich scheinbar überwältigte. Überwältigt von den Lügen Satans. Doch irgendwann nach einigen tränenreichen Tagen verstand ich, dass ich mich über all die Lügen erheben kann: Und zwar, wenn ich auf zu Jesus schaue, demjenigen, der Riesen bezwingen, Berge bewegen und Meere teilen kann. Dann kann ich mich daran erinnern, wie treu Gott schon mein ganzes Leben lang war. Ganz gleich, ob ich gerade seine Nähe gespürt und gesehen habe oder nicht. Und ich weiß, dass er immer da ist und meine Tränen trocknet. Nicht um meinetwillen, sondern um seinetwillen. Weil er groß ist. Weil er Gott ist. Und deshalb kann ich ruhig werden – ich bin in bester Gesellschaft und unter dem Schutz des Höchsten. Danke, Jesus. ♥