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Was auf dem Bild so easy und nach mal eben „weggebetet“ aussieht, so wie man einen Käfer von sich streift, ist in der Realität eher wie ein Haschen nach einer Mücke, die einen nervt und mit ihren Stichen verletzt: Bitterkeit. Und das einzige Mittel, das uns davon befreien kann, ist Vergebung.

In der dritten Session der PfiJuKo „When freedom hits you“ ging es um eben dieses Thema – wie wir durch Vergebung Freiheit erlangen können. Ich bin morgens recht unbeteiligt in den Gottesdienst gestartet. Im vergangenen halben Jahr musste ich mich zur Genüge damit auseinandersetzen – zum einen durch die Trennung von meinem Ex-Freund, die sich unglaublich schmerzhaft und wie ein dunkles Tal anfühlte, aber auch durch meine eigenen Fehler gegenüber geliebten Menschen, von welchen ich selbst Vergebung erfahren durfte. Ich dachte also: „Okay, safe zone. In dieser Session wirst du ja nichts Neues lernen.“ Doch schon während der Predigt bahnte sich eine Erkenntnis nach der nächsten an.

Ich war stolz und aufgeblasen geworden. Die Mücke, die mich ärgerte, war die Bitterkeit, die sich in meine Freundschaften geschlichen hatte. Und das schlimmste war: Ich hatte es ignoriert.

Ich habe erkannt, das mein Ego verletzt war durch fehlende Anerkennung (siehe Impuls zu Session #1). So schrieb ich nach der Predigt (wie hunderte weitere Jugendliche) einen Zettel, auf dem ich konkret nannte, was ich vergeben und an Gott abgeben werde. Diese Gedanken in Worte zu fassen, hat mir unglaublich geholfen, in meiner Entscheidung auch noch nach der PfiJuKo fest zu bleiben. Bitterkeit loslassen, Stolz vernichten, für die Freundschaften beten, Frieden suchen.

Und ich habe mich danach vor allem so befreit und gestärkt gefühlt, weil Vergebung weniger ein Eingeständnis von Schwäche als ein Zugeständnis von Gnade ist. Gnade, die von Jesus kommt, der die Mücke der Bitterkeit vernichtet und all die schweren Lasten, welche nun nicht mehr auf meinen Schultern lagen, mit ans Kreuz genommen hat. Und Gnade, die uns frei macht.

 

„In dir bist du schlimmer als du jemals geglaubt hast – in Christus bist du geliebter als du jemals gehofft hast.”⠀

Ich glaube, die Liebe Gottes ist manchmal schwer zu erfassen – vor allem im Alltag scheint sie schwer greifbar zu sein. Wie zeigt sich diese Liebe?

Ich glaube zudem, dass wir, bevor wir die Liebe sehen können, unseren Blick für etwas anderes schärfen müssen: Wie schlimm wir selbst sind. Das mag amüsant oder aber dramatisch klingen, aber ich meine es ernst. Lasst uns einmal unsere rosaroten Brillen abziehen und einen Selbstcheck machen.

Was ich an mir entdecke? Entgegen der populären Meinung unserer Gesellschaft stelle ich fest: Ich bin nicht gut mit meinen Ecken und Kanten. Ich bin ein Mensch voller Fehler und Sünden. Und je genauer ich hinschaue, desto mehr merke ich, wie schlimm ich bin.

Solange ich noch auf andere schaue, habe ich das Gefühl, gut zu sein. Besonders engagiert, besonders fröhlich, besonders hilfsbereit. Doch in Wahrheit ist das nichts als menschenverachtende Egomanie und selbstgerechter Stolz, der aus mir spricht.

Meine Hoffnung ist aber, dass ich so schlimm und doch gleichzeitig von dem einzig guten Gott geliebt bin. Er schenkt mir Hoffnung, weil ich mir seine Liebe nicht verdienen kann. Eben weil es ein Geschenk ist – ein ewiges Geschenk.

Und über diese Liebe, die sich am Kreuz durch Jesu Tod zeigt, jubelt mein Herz voll Freude. ❤️

„Aber Gott hat seine Liebe zu uns dadurch bewiesen, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.“ (Römer‬ ‭5,8‬)

„Die Gnade unseres Herrn hat mich förmlich überschüttet. Er hat mir einen Glauben und eine Liebe geschenkt, wie nur Jesus Christus sie geben kann. Ja, diese Botschaft ist absolut zuverlässig und verdient unser volles Vertrauen: »Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu retten.« Ich war der schlimmste von ihnen.“ (1. Timotheus‬ ‭1,14-15‬)

Nur Gott kann dich mit der Anerkennung erfüllen, die du in Menschen und deinem Status suchst.

Die PfiJuKo ist nun ca. eine Woche her und ich beginne, die Predigten zu reflektieren und richtig zu verinnerlichen. Deshalb möchte ich euch in den nächsten Tagen mit in meine Gedanken nehmen und einen Recap der Themen machen, die mich auf der Konferenz bewegt haben. Angefangen mit der ersten Predigt „When the blind spot kills you”.

Und ich stelle fest: Ich SUCHE Anerkennung. Nicht nur durch Likes in den sozialen Medien. Meine Suche, ja quasi Abhängigkeit, geht noch viel tiefer. Ich suche Anerkennung als Christin, bei Männern, in meiner Familie, als Freundin, im Job und als Frau. Doch so sehr ich auch nach Anerkennung suche, desto mehr stelle ich fest, dass ich diese Anerkennung niemals erhalten werde oder sie mich nicht erfüllen kann.

Als Christin sehne ich mich nach Anerkennung meines Dienstes, bei einem Mann möchte ich manchmal lieber Annahme & Geborgenheit erfahren als von Gott, in meiner Familie und meinem Freundeskreis stoße ich Menschen immer wieder vor den Kopf, im Job verfehle ich obgleich ich nach Erfolg strebe und als Frau bin ich meistens meilenweit von der Sprüche-31-Frau entfernt.

Und das deprimiert mich. Es deprimiert mich nicht nur, es bringt mich beinahe zur Verzweiflung, weil ich einfach nur Annahme erfahren will, aber doch Ablehnung erlebe. Das schmerzt.

Doch der Schmerz in meinem Herzen zeigt mir letztendlich nur eine Wunde, die Gott heilen kann und muss. Mein leeres und ausgebranntes Herz, das sich nach Annahme & Anerkennung sehnt.

Bei Gott kann ich das erfahren. Ich darf zu Jesus kommen mit all dem Schmerz und der Suche nach menschlicher Anerkennung und von ihm völlige Annahme erfahren. Er liebt mich wie ich bin. Mich – seine wunderbar gemachte Tochter. Von allen Sünden reingewaschen. Just White quasi. Und das lässt mein Herz jubeln. ❤️

In welchen Bereichen jagst du nach Anerkennung? Schreib mir gerne. Wir können gemeinsam beten.

„God’s work done in God’s way will never lack God’s supply.” – Hudson Taylor

Ich habe lange Zeit nach Beweisen von Gottes Führung gesucht, mich danach gesehnt, dass Gott Wunder geschehen lässt und ich coole, staunenerregende Erlebnisse haben werde. Aber nichts ist passiert – weil ich selbst zwar nach allem gestrebt, aber nicht alles gegeben habe. Ich habe Gott nicht mein Herz geschenkt, ihm nicht voll und ganz vertraut und nicht nach Heiligung in wirklich jedem Lebensbereich gestrebt. Mein Fokus lag auf meinen Leistungen.

Aber im vergangenen Jahr durfte ich durch die PfiJuKo, meine zerbrochene Beziehung und meine große Schuld ggü. meiner Familie etwas Wichtiges lernen: Ich durfte mich vor Gott demütigen, ganz klein werden, um danach wieder erbaut und geheilt zu werden, um zu wachsen, meine Stärke in Gott zu wissen und auch all meine Hoffnung auf ihn zu setzen. Und um das zu tun, wozu Gott mich beruft: Menschen zu ermutigen.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ – Matthäus 6,33

Und das Krasse ist: Gott segnet ein ihm hingegebenes Herz. Gott ist so voller Gnade und sein Blick so voller Liebe für uns, dass er uns unsere Schuld vergibt. Noch viel mehr: Er versorgt uns mit allem, was wir zum Leben und zum Dienst für ihn benötigen. Und das, obgleich ich unglaublich viele Fehler mache, gestern wie auch heute Menschen verletze und stolz bin – doch bin ich mir dessen heute bewusster denn je. Und dass ich durch & für Gott leben darf.

Und, Leute, mein heutiges Zeugnis ist verrückt! 🙌 Gott hat mir durch eine wundervolle, liebe Freundin ein neues Handy geschenkt. Eines, mit dem ich effizienter arbeiten kann und das mir vieles erleichtert. Ich freue mich so sehr über diese Gnade! Das glaubt ihr nicht! ❤️ Und das Handy darf mich nun ab sofort im Alltag und im Dienst begleiten. Danke, Herr! Denn:

„An nichts was ich tue, habe oder kann, kam ich je durch eigene Leistung dran.“ – Jana Highholder

#dankbar #neueshandy #gnade #geschenkgottes #beschenkt

In der gestrigen Jugendstunde meiner Gemeinde haben wir uns mit dem Thema „Mensch Gottes“ beschäftigt. Was zeichnet einen solchen Menschen aus? Woran erkennt man ihn? Und vor allem: Welche Eigenschaften sollten wir uns zu eigen machen, um ein solcher Mensch zu werden?

Wir haben passend dazu den Text aus 1. Tim 6,11–16 gelesen und die wichtigsten Merkmale herausgefiltert. Diese sind:

  • Flucht vor Sünde, Unzucht, Habgier, Götzendienst und
  • Streben nach Gerichtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit, Sanftmut.

Und diese beiden wichtigen Aufgaben machen den Kern unseres „guten Kampfes des Glaubens“ aus, der dazu dient, uns nach dem ewigen Leben in der Liebe Christi auszustrecken, um unseren Auftrag auf der Welt zu erfüllen: Menschen und Gott zu lieben wie uns selbst.

Deshalb darf ich heute voller Freude von der Gnade erzählen, dass Gott mich aussendet, um ihn und Menschen lieben zu lernen und mich damit gleichzeitig so reich beschenkt. Ich bin einfach nur aus dem Häuschen und voller Vorfreude und Dankbarkeit! Am 5. Mai darf ich aus Gnade zur STEPS-Konferenz nach Dillenburg fahre und am 8.–10. Juni zur PfiJuKo. Ich hätte es nicht für möglich gehalten (ihr wisst ja, der Umzug hat mich finanziell sehr in Gottes Abhängigkeit gebracht), aber Gott ist über alle Maßen gütig und beschenkt und versorgt mich reichlich mit allem, was ich brauche! (Dazu kommt in den nächsten Tagen noch ein weiteres Zeugnis.)

Jedenfalls ist nach diesen beiden Konferenzen dann auch schon fast mein Sommerurlaub. Und in dieser Zeit hoffe ich, dass ich zur „Jesus for all nations“-Freizeit fahren und viele wertvolle Menschen u.a. von Instagram treffen kann. Im letzten Jahr bin ich quer durch Deutschland gefahren und das möchte ich, wenn Gott mein Auto segnet (es macht manchmal komische Geräusche), dieses Jahr wieder tun! Also: Wer hat Freude an einem Insta-Treffen? ♥

#autofürgott #loveyourneighbour #dienst #aufgabe #passion #car #auto #roadtrip #unterwegs #fürgott #dankbar

„Denn so sehr hat Gott DICH geliebt, dass er seinen einzigen Sohn Jesus gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ (nach Johannes 3,16)

Irgendwie wirkt Ostern immer wie das kleinere Fest neben Weihnachten – es gibt weniger oder gar keine Geschenke, die Kirchen sind nicht so voll besetzt wie im Dezember und den meisten Menschen fällt erst kurz vorher ein, dass ja wieder Ostern kommt. Ich muss leider auch gestehen, dass Ostern oft viel weniger präsent in meinen Gedanken ist als Weihnachten, obgleich es genauso viel (wenn nicht sogar mehr!) Bedeutung hat. Machen wir uns einmal bewusst, was an Ostern geschah:

In Joh 17,5 sagt Jesus:

„Und nun, Vater, verherrliche mich mit der Herrlichkeit, die wir schon teilten, ehe die Welt erschaffen wurde.“

Das heißt, bevor er an Weihnachten geboren wurde und als Mensch auf die Erde kam, war er bei Gott – und zwar nicht nur als Handlanger, sondern als jemand, der genauso herrlich und heilig ist wie Gott selbst. Weil er selbst Gott ist. Er hatte alle Priviligien und alle Macht, die man sich nur vorstellen kann, doch gab sie für uns Menschen auf. Gott sandte ihn, weil er uns so sehr liebt, auf die Welt. In den Morast der Welt, voller Hass, Neid und Selbstsucht.

Ich glaube, man kann sich das schwer vorstellen, aber wer bereit ist, alles aufzugeben und dazu den Freitod aus Liebe für alle Gläubigen zu wählen, kann keinen höheren Beweis der Liebe erbringen.

Deshalb seid heute ermutigt, euch persönlich auf diese Liebe zu verlassen und an Gott zu glauben, wenn er sagt, dass er für euch starb. Hier, in Deutschland, und Heute, im Jahr 2019. Seine Zusage gilt auch noch jetzt. Komm zu Gott!

PS: Und was ich mir dieses Jahr bewusst machen will – Jesus ist auch für meine Nächsten, meine Nachbarn, meine Geschwister gestorben. Ich komme aus Heinebach, einem Dörfchen in Hessen, in dem auch noch nicht jeder Gott kennt – aber das kann und will Gott ändern. Und ich will dabei sein! ☺️

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Kennst du das Gefühl, so tief verletzt zu werden, dass du meinst, es zerreiße dir das Herz in deiner Brust? Wurdest du schon einmal so sehr von einem Menschen enttäuscht, dass du am Boden zerstört warst? Hast du in der Vergangenheit Leid und Verletzungen erfahren, die dich immer noch schmerzen und fessseln? Dann werden wir wohl beide leider den gleichen Schmerz kennen – und vor allem werden wir den gleichen Kampf kämpfen, um zu vergeben.

Ich habe in den vergangenen Wochen gemerkt, dass die Vergebung, nach der ich mich sehnte, unecht und an äußere Bedingungen geknüpft war: daran, ob um meine Vergebung gebeten, für mein Leid gebüßt und mein Leid wiedergutgemacht wurde. Doch ich durfte lernen, dass die wahre Vergebung aus Gnade geschieht – ohne Gegen- oder Vorleistung.

„Vergeben ist nicht fair, es ist Gnade.“ (Tobias Teichen, ICF München)

Deshalb möchte ich dir und mir selbst heute aufzeigen, wie wichtig Vergebung ist und wie wir einen Lebensstil praktizieren können, der von Vergebung geprägt ist. Also komm mit und beginne deine Reise, Vergebung zu lernen – Schritt für Schritt. Und zwar nicht um unseres Gegenüber Willen, sondern in erster Linie, um Gott zu gefallen und unsere Seelen zu befreien.

» Hier gelangt ihr zum Artikel. «

Jesus spricht: »Der Geist des Herrn […] hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. […] Ich verkünde ihnen ein Jahr, in dem der Herr seine Gnade zeigt.« (Lukas 4,18–19)

Gnade – man kann sie weder schmecken, riechen, hören, noch fühlen oder sehen – aber man kann sie erleben. Und das durfte ich im vergangenen halben Jahr auf krasse Art und Weise. (Manchmal nutzt Gott sehr große Zaunpfähle, mit denen er uns zuwinkt …)

Ich möchte euch heute eine kurze Retrospektive meiner letzten Monate geben, die auf unterschiedlichste Art und Weise die vielen Facetten von Gnade zeigt: Angefangen bei der großen Liebe, über die schmerzhafte Trennung, den persönlichen dunkelsten Stunden meines Lebens, privaten Problemen und Zwist, der Entscheidung, auszuziehen und einen Neuanfang zu wagen, etlicher schlaflose Nächte dank Angst & Zweifel bis hin zum heutigen Tag – meinem Geburtstag –, den ich morgens reich beschenkt und wohl versorgt in meinen eigenen vier Wänden starten durfte.

Das ist alles Gnade. Oder besser gesagt: Es gibt nichts, das nicht aus Gottes Gnade kommt. Dass ich mich verlieben durfte, war Gnade – und die Trennung ebenso, auch wenn ich mir das nicht gern eingestehe. Dass ich persönliche Täler erleben musste, war Gnade – und der Neuanfang, der danach folgte, ebenso. Dass ich nun alleine lebe und neuen Herausforderungen entgegen treten darf, ist Gnade – ebenso wie die Tatsache, dass Gott mich hier in dieser neuen Situation gut versorgt und sichtbar segnet.

Falls du derzeit zweifelst, liebe Schwester in Christus: Eine Freundin aus meiner Gemeinde hat mir dieser Tage einen guten Satz gesagt: „Es bleibt nicht so.“ Das heißt, weder die guten, noch die schlechten Zeiten. Alles hat ein Ende, außer die Gnade und Liebe Gottes. Erinnere dich daran, dass jede Lebensphase nur zeitlich begrenzt ist und noch so viel mehr auf dich wartet. Und denk daran: Wenn Gott am Wirken ist, kann in einem halben Jahr schon alles anders aussehen. Du siehst es in meinem Leben.

„Vergeben, nachgeben, abgeben – aber nie aufgeben!“ (Peter Hahne)

Mein Kopf gleicht in den letzten Tagen wieder mal einem Schlachtfeld. Der Ort, wo der Teufel einen am besten angreifen kann, weil man sich kaum schützen kann. Nachts, wenn sich nicht nur das Gefühl der Einsamkeit anschleicht, sondern auch der Sinnlosigkeit und der nagenden Zweifel.

Ehrlich gesagt habe ich derzeit keine Lust mehr – weder zu schreiben, zu gestalten, zu arbeiten, zu reden, noch zu beten und Bibel zu lesen. Dass ich es dennoch tue, verdanke ich wohl dem kleinen Restfunken Gottesfurcht in mir. Aber eigentlich ist mir eher nach Jammern zumute, nach Aufgeben und alles hinwerfen, weil ich Gott einerseits zwar traue, aber doch andererseits glaube, ich könnte es besser wissen.

Und das nervt mich selbst unheimlich, denn seit der Trennung gleicht meine Seele einem Blatt im Wind – kaum freue ich mich über eine gute Phase, in der ich meine, den Schmerz überwunden zu haben, kommt das nächste Tal. Und dann merke ich: Die Wunden sind immer noch da.

Doch so traurig und schmerzhaft das alles ist, desto mehr zeigt es mir meine eigene Bedürftigkeit des Kreuzes und der Vergebung und Kraft Jesu. Denn ohne ihn würde ich tatsächlich aufgeben. Doch weil er in meinem Herzen arbeitet, darf ich diese Lebenssituation als Aufgabe sehen statt aufzugeben.

Deswegen möchte ich mir neu bewusst machen, was in Philipper 3,13–14 steht:

„Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

Ich will den Schmerz an Gott abgeben, ich will seinem Wirken nachgeben und ich will demjenigen vergeben, der mich verletzt hat, auch wenn meine Gefühle mir etwas anderes sagen.

Und ganz ehrlich: Ich will an meinem Geburtstag in paar Tagen nicht weinen, wenn Gott mich doch zeitgleich so sehr segnet und beschenkt. Ich darf dankbar sein, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte, weil mein Leben in Gottes Hand sicher ist.

Und da ist er mal wieder: der Valentinstag. Früher hat mich dieser Tag nicht die Bohne interessiert – ich hab’ mich höchstens über den drölftausendsten Newsletter mit Sonderangeboten geärgert. Aber sonst war es ein Tag wie jeder andere auch.

Heute sieht die Sache leider ganz anders aus. Das vermeintliche Selbstbewusstsein ist tiefer Unsicherheit und Verletzlichkeit gewichen. Als meine Beziehung im letzten Herbst in die Brüche ging, zerbrach nicht nur ein Teil meines Herzens, sondern auch mein Vertrauen – ich begann Gott und die Liebe anzuzweifeln und vor allem mich selbst. Mein Herz hatte sehr tiefe Wunden. Und gerade jetzt, wo ich alleine lebe, merke ich, wie tief die Wunden noch immer sind. Abends, alleine in meiner Wohnung, alleine mit dem Schlachtfeld meiner Gedanken.

Doch in all dem Schmerz darf ich eines lernen: Ich bin von Gott geliebt – bedingungslos, gewagt und überwältigend. Er ist vertrauenswürdig, wenn ich es nicht bin. Er hält mich, wenn ich mich nicht mehr selbst halten kann. Er spricht Worte des Lebens zu mir, wenn mir der Tod näher als das Leben ist. Er versorgt mich, wenn meine Mittel nicht genug sind.

Daher will ich euch heute Ermutigung weitergeben aus einem Artikel, den ich mit meiner lieben Freundin Christine M. in 2018 geschrieben habe. (Zum Weiterlesen hier klicken.) Und ich muss euch sagen: Ich predige mir diese Worte selbst. Ich halte mir selbst den Spiegel vor und darf sehen, in welche Löcher ich mich immer wieder hinein stürzen lasse, indem ich auf die Lügen des Teufels höre oder mich mit anderen vergleiche.

Fühlt euch gedrückt und geherzt, ihr lieben Single-Mädels und -Frauen da draußen. Wir überstehen diesen Tag gemeinsam mit Gott – er lässt uns nicht allein ♥ Er hat einen guten Plan. Selbst wenn dein Herz es nicht fühlt und dich täuscht, dein Geist weiß es.