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„Wer nicht fragt, bleibt dumm.“

Diese Zeile wird wohl jeder aus dem Lied der Sesamstraße kennen. Aber leben wir das tatsächlich in unserer heutigen Gesellschaft und vor allem in unserer christlichen Bubble? Trauen wir uns, Fragen auszusprechen? Begegnen wir anderen in Liebe und Gnade, die Fragen und Zweifel haben? Schaffen wir eine offene und herzliche Zweifel- und Fragenkultur, ohne einander zu verurteilen?

Mich haben in den letzten Wochen und Monaten viele Fragen geplagt, die ich nicht gewagt habe, auszusprechen – aus Angst vor Verurteilung und Ablehnung. Aus Furcht davor, dass Menschen mir den Glauben absprechen und mich für meine Fragen kritisieren. (Versteht mich nicht falsch: Kritik und Ermahnung in Liebe sind gut, aber Verurteilung ist schlecht. Und das sehe leider sehr oft.)

Letzten Samstag habe ich mir ein Herz gefasst und meinen Angsthasen-Mut zusammen genommen, um Fragen zu stellen – schwierige, kritische, kontroverse Fragen. Offen und ehrlich. Und der Antwort-Tonus war überraschenderweise nicht: „Wie kann sie nur!? Ist sie abgefallen???“, sondern viel mehr Verständnis, Fürsorge und Liebe. Und dafür bin ich unheimlich dankbar.

Deswegen möchte ich euch heute ermutigen:

  1. Stellt Fragen! Laut und ehrlich! Fragt Gott, fragt eure Nächsten. Ringt um Wahrheit. Setzt euch mit anderen Meinungen auseinander.
  2. Stellt euren Stolz auf euer eigenes Bibel- und Gottesverständnis zurück und nehmt eure fragenden und verunsicherten Geschwister in Liebe an! ♥

Eure Daniela ♥

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Gott, ich habe so viele Fragen. So viele Fragen, auf die ich für mich derzeit keine klaren Antworten finden kann.

Weißt du, ich würde dich so gerne besser verstehen können, dein Wort besser begreifen können, deinen Willen besser erkennen können. Ich hätte so gerne Mäuschen gespielt, als du die Welt geschaffen hast, als du mit Israel Geschichte geschrieben hast, als du in menschlicher Gestalt mit Namen Jesus über diese Erde gewandelt bist. Ich hätte gerne den Autoren der Bibel über die Schulter geschaut, um zu erleben, wie dein heiliger Geist in ihnen wirkt und durch sie spricht und was sie in ihren individuellen Umständen bewegt und antreibt. Ich hätte gerne so viel miterlebt …

Doch auch wenn ich das nicht habe, weiß ich, dass dein Wort Wahrheit ist. Dass dein Wort Autorität hat. Dass dein Wort klar ist. Und dass ich durch dich, Jesus, irgendwann klar sehen kann.

Und, Gott, weißt du, was ich hoffe? Ich hoffe, dass wir Christen uns alle irgendwann nicht mehr über nicht-heilsrelevante Themen streiten. Dass wir irgendwann so sehr auf dich, Jesus, fokussiert sind, dass wir in Liebe alle zusammenhalten können – egal, was wir über B- und C-Fragen denken. Weil wir alle erlösungsbedürftig und fehlbar sind und weil du unser Retter bist. ❤️

Struggelst du auch mit diesen oder ähnlichen Fragen? Mit welchen Fragen kämpfst du derzeit? Und bist du zu einem Ergebnis gekommen?