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„Ich tätowier’ mir deinen Namen übers Herz. Mit Ankern, damit jeder weiß, wo meins hingehört. ’Nen Leuchtturm daneben. Egal wie neblig, es leitet mich. Schwalben an den Hals, dass jeder sieht wie frei wir sind. […] Doch wir glauben an ein Licht, das niemals erlischt.“ ♥ (Casper – XOXO)

In der vierten Session der PfiJuKo durften wir eine unglaublich gute Predigt von Matthias „Kuno“ Kuhn hören. Das Thema lautete: „When passion gets you.“ Oder wie ich es nennen würde: Wenn Leidenschaft auf Freiheit trifft.

Durch die Predigt ist mir einiges noch viel klarer geworden: Gott liebt uns und sendet uns seinen Sohn, damit wir gerettet werden. Er erkennt uns als seine Kinder, rein gewaschen von aller Sünde, an. Er schenkt uns ewiges Leben. Er gibt uns ein neues Herz. Er rüstet uns mit Gaben aus und sendet uns, damit wir von ihm erzählen.

Und gerade das verbindet Leidenschaft mit Freiheit – frei von aller Sünde, frei von Furcht, frei von Stolz, stattet Gott uns mit einem neuen, leidenschaftlich brennenden Herzen aus und sendet uns.

Warum ich bei der Predigt an das Lied von Casper denken musste? Weil Kuno ein wunderbares Beispiel aus 2. Mose 28,29 angeführt hat:

„Auf diese Weise soll Aaron jedes Mal, wenn er ins Heiligtum geht, die Namen der Stämme Israels auf seinem Herzen tragen. Dann werde ich mich den Israeliten freundlich zuwenden.“

Die Frage ist: Welche Namen hast du „über dein Herz tatöwiert“? Für welche Menschen empfindest du Not? Was ist dein Herzensanliegen?

Sei mutig und werde aktiv. Frage dich: Was passiert mit Menschen um dich herum, die Jesus noch nicht kennen? Suche, was verloren ist! Gehe dahin, wo Menschen sind. Ganz gleich, ob in die Kinderarbeit, zu Jugendlichen, ins Internet oder in deine Stadt.

Und vergiss nicht: Dein Anker ist Jesus – er gibt deinem Leben ein Fundament und schenkt dir Kraft. Er ist dein Leuchtturm, der dir immer wieder Orientierung schenkt. Und du bist durch ihn wie ein Vogel im Wind – frei und durch den Heiligen Geist befähigt.

„Er hat euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen, damit ihr verkündigt, wie unübertrefflich er ist.“ (1.Petrus 2,9b)

Scheue nicht die Dunkelheit der Menschen – bring’ ihnen das Licht, das niemals erlischt.

 

Nur Gott kann dich mit der Anerkennung erfüllen, die du in Menschen und deinem Status suchst.

Die PfiJuKo ist nun ca. eine Woche her und ich beginne, die Predigten zu reflektieren und richtig zu verinnerlichen. Deshalb möchte ich euch in den nächsten Tagen mit in meine Gedanken nehmen und einen Recap der Themen machen, die mich auf der Konferenz bewegt haben. Angefangen mit der ersten Predigt „When the blind spot kills you”.

Und ich stelle fest: Ich SUCHE Anerkennung. Nicht nur durch Likes in den sozialen Medien. Meine Suche, ja quasi Abhängigkeit, geht noch viel tiefer. Ich suche Anerkennung als Christin, bei Männern, in meiner Familie, als Freundin, im Job und als Frau. Doch so sehr ich auch nach Anerkennung suche, desto mehr stelle ich fest, dass ich diese Anerkennung niemals erhalten werde oder sie mich nicht erfüllen kann.

Als Christin sehne ich mich nach Anerkennung meines Dienstes, bei einem Mann möchte ich manchmal lieber Annahme & Geborgenheit erfahren als von Gott, in meiner Familie und meinem Freundeskreis stoße ich Menschen immer wieder vor den Kopf, im Job verfehle ich obgleich ich nach Erfolg strebe und als Frau bin ich meistens meilenweit von der Sprüche-31-Frau entfernt.

Und das deprimiert mich. Es deprimiert mich nicht nur, es bringt mich beinahe zur Verzweiflung, weil ich einfach nur Annahme erfahren will, aber doch Ablehnung erlebe. Das schmerzt.

Doch der Schmerz in meinem Herzen zeigt mir letztendlich nur eine Wunde, die Gott heilen kann und muss. Mein leeres und ausgebranntes Herz, das sich nach Annahme & Anerkennung sehnt.

Bei Gott kann ich das erfahren. Ich darf zu Jesus kommen mit all dem Schmerz und der Suche nach menschlicher Anerkennung und von ihm völlige Annahme erfahren. Er liebt mich wie ich bin. Mich – seine wunderbar gemachte Tochter. Von allen Sünden reingewaschen. Just White quasi. Und das lässt mein Herz jubeln. ❤️

In welchen Bereichen jagst du nach Anerkennung? Schreib mir gerne. Wir können gemeinsam beten.

„Menschenfurcht ist eine Falle, doch wer Jahwe vertraut, ist geborgen.“ – Sprüche 29,25

Gestern war ich gemeinsam mit Freunden zum ersten Mal auf der JuMiKo, der Jugend-Missions-Konferenz in Stuttgart. Dort durfte ich viele Eindrücke zum Thema Weltmission sammeln, sehr nette Gespräche führen (u.a. mit der lieben Lea, Maria und Karolina) und aufweckende Predigten hören.

Eine Predigt an diesem Tag hat mich aber besonders tief getroffen: Menschenfurcht – ein Thema, das mich momentan quasi „verfolgt“.

Ich musste in den vergangenen Tagen erkennen, wie menschenfürchtig ich tatsächlich handle. Sogar während meiner Beziehung habe ich vieles nur aus Menschenfurcht getan, was letztendlich aber zu tiefen Wunden geführt hat, weil ich in erster Linie Menschen und nicht Gott gefallen wollte. Und auch jetzt nach der Beziehung handle ich sehr menschenfürchtig: Ich würde die Trennung am liebsten so schnell wie möglich verarbeiten, weil ich nicht schwach erscheinen möchte.

Frank Döhler hat das in seiner Predigt gut auf den Punkt gebracht:

„Der, dem du gefallen willst, bestimmt, was du tust und wer du bist.“

Will ich Gott gefallen und ihn lieben, ist es egal, was Menschen denken. Selbst dann, wenn ich dumm dastehe. Gott zu glauben, heißt, bereit zu sein, sich demütigen zu lassen. Werden wir klein vor den Menschen, wird Gott uns erhöhen. Und letztendlich ist Menschenfurcht nicht unüberwindbar; sie wird zwar Teil unseres Lebens bleiben, aber wir können unabhängiger von ihr werden, denn: Freimut ist Menschenfurcht, die gebetet hat. Nehmt das mit in die neue Woche und seid ermutigt, euren Weg mit Jesus zu gehen, egal ob ihr dumm dasteht.

 

Auf youthweb.net habe ich in der vergangenen Woche mein Zeugnis geteilt: Wie mein Leben war, bevor ich Jesus kannte, wie ich ihn kennen lernen durfte und wie sich mein Leben seitdem verändert hat. Eine der größten Veränderungen, die Gott seitdem in meinem Leben gewirkt hat, und für die ich einfach nur Halleluja sagen und danken kann, ist, dass ich kaum noch Menschenfurcht habe. Zumindest nicht in der Form, mit der ich viele Jahre lang zu kämpfen hatte, weil ich aufgrund des Mobbings weder Selbstbewusstsein, noch Selbstvertrauen hatte. Heute habe ich zwar immer noch mit Menschenfurcht zu kämpfen, wenn es darum geht, Ansehen zu erlangen und gut dazustehen. Aber ich traue mich mittlerweile, für meine Überzeugungen und vor allem für meinen Jesus, den Erretter, einzustehen. Das hätte ich früher wohl niemals getan. Ich bin Gott unglaublich dankbar für die Freundschaften und die Gemeinde, die er mir geschenkt hat. Denn durch sie konnte ich die Menschenfurcht immer mehr bekämpfen und stattdessen in der Gottesfurcht wachsen. So wunderbar! Oder wie die Amerikaner jetzt sagen würden: „Can I get an amen!?“

Fotos: Nr. 1: Irina Epp, im schönen Schlosspark in Fulda // Nr. 2: Agape Fotografie bei der Konferenz Jesus for all nations in Bielefeld. (Man sieht, ich habe kaum noch Menschenfurcht …)