Beiträge

Mein Herz schmerzt – seit beinahe drei Monaten. Der Schmerz war zwischenzeitlich so groß, das ich meinte, innerlich zerrissen zu werden. Mein Herz fühlte sich ramponiert, getreten und zerstochen an. Es lag am Boden, umringt von zerbrochenen Hoffnungen, Träumen und Erwartungen. Ich habe wahrhaft geliebt und war später wahrhaft enttäuscht. Ich habe mein Herz geöffnet und wurde doch mit Ablehnung gefüllt. Mein Herz fühlte sich leer an, weil ihm etwas geliebtes genommen wurde. Und noch heute schmerzt es zeitweise unvorstellbar.

Plot Twist

Doch in all den Wochen aus Leid und Schmerz durfte ich neue Hoffnung schöpfen, ich durfte meinen Blick heben inmitten der Zerbrochenheit und mein Herz dem Gott hinhalten, der auch die Sterne an ihrem Platz hält. Und er war treu. Er hat mich nicht im Stich gelassen, sondern hat seine Zusagen erfüllt. Mein Schmerz nimmt ab – ganz langsam und ganz vorsichtig. All die Splitter und Überreste von Hoffnungen und Träumen werden allmählich, Stück für Stück, wieder aufgesammelt und zusammengefügt. Ich weiß, dass dort und an meinem Herzen mal viel tiefere Risse und Löcher waren, doch sie werden kleiner. Und dafür darf ich Gott danken – ihm allein gebührt mein Lob. Er hat mich in den vergangenen Monaten in die Arme genommen und durch die dunklen Täler getragen. Er hat das getan, was nur er tun kann: Er hat mich gerettet – vor mir selbst, vor den Lügen Satans und vor der Dunkelheit, die mich drohte zu verschlingen.

Ziel des Artikels

Deshalb darf ich euch heute in diesem Artikel einen Teil dessen weitergeben, was Gott mir in den letzten Monaten gezeigt hat. Er hat meine Augen für seine Versprechen geöffnet, hat mir die Kraft und den Glauben geschenkt, daran festzuhalten und war so gnädig und gütig, sie vor meinen Augen und vor anderen sichtbar zu erfüllen. Ich darf sehen, wie Gott in meinem Leben eingreift. Und das, obgleich es völlig unverdient ist, weil ich selbst Menschen verletzt und ihnen das Herz gebrochen habe.

Für euch mit gebrochenen Herzen

Liebe Leser mit gebrochenen Herzen, für euch schreibe ich heute diesen Artikel: Um euch zu ermutigen, zu Gott zu flüchten und ihm zu vertrauen – weil es darum geht, mit Gott in jeder unserer Lebenslagen zu gehen, ihn zu verherrlichen und ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus zu sein. Selbst in den Tälern unseres Lebens. Also notiert euch gerne die nachfolgenden Bibelverse, um euch immer wieder daran zu erinnern.

 

1. Gott heilt dein verwundetes Herz.

„Give yourself time“ hat mir eine Freundin zu Beginn meiner „heartbroken journey“ geraten. Ich habe mir selbst Zeit gegeben – vor allem aber habe ich Gott Zeit gegeben, mein gebrochenes Herz in seine Hände zu nehmen und zu heilen. Die Wunden, die tiefen Löcher und all die Kratzer zu verarzten – sie mit Liebe und Gnade zu füllen, in einer Art und Weise wie nur er es könnte. Denn um ehrlich zu sein: Zeit alleine heilt keine Wunden. Zeit ist ein Faktor der Heilung, aber nicht die Ursache. Gott ist der Heiler, das sagt er selbst über sich in seinem Wort:

„Denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2.Mose 15,26b)

Gottes Wort sagt, er wird unsere Herzen heilen. Nicht nur einen Teil, sondern komplett, so dass es nicht mehr schmerzt.

„Er heilt die, deren Herzen gebrochen sind, und verbindet ihre schmerzenden Wunden.“ (Psalm 147,3)

Doch Gott kann unsere Herzen nur heilen, wenn wir auch unsere Herzen komplett darreichen, wenn wir nicht an unserem Schmerz festhalten wollen. Skillet singen darüber in ihrem Lied „Stars“:

„If You can hold the stars in place, You can hold my heart the same. Whenever I fall away, Whenever I start to break. So here I am, lifting up my heart to the one who holds the stars.“

Es kommt auf dich und deinen ersten Schritt an. Vertraust du Gott dein Herz an?

 

2. Gott hat einen guten Plan.

Der Bibelvers, der einem vermutlich am meisten zu den Ohren heraus kommt und den man auch manches Mal gar nicht so gerne hören mag, wenn es sich nicht nach einem „guten Plan“ anfühlt:

„Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Gute Pläne? Aber mitten im Leid? Ja, manchmal sehr schwer zu glauben. Doch ich darf euch versichern: Gott ist gut – jederzeit. Auch wenn wir das nicht immer sofort erkennen können.

Ein Beispiel: Unser Leben ist wie eine bestickte Decke auf der Rückseite – es sieht völlig wirr und falsch aus, aber aus der Vogelperspektive ist es wunderschön und ergibt einen Sinn. Und diese Vogelperspektive – die Perspektive Gottes – können wir im Laufe der Zeit gewinnen, wenn wir versuchen, Dinge mit Gottes Augen zu sehen. Weg von uns, hin zu Jesus.

 

3. Gott ist mit dir.

Wie in meinem letzten Blogartikel schon geschrieben, hat mich in den vergangenen Wochen ganz besonders der Song „With me now“ von HillaryJane ermutigt. Er gibt in solch einer eindrücklichen Art und Weise wieder, was Gott uns in seinem Wort verspricht: Dass er immer bei uns ist, in jedem Moment.

„Ich werde euch nicht allein und verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch!“ (Johannes 14,18)

„Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Matthäus 28,20b)

Auch in den Tiefen deines Lebens ist er mit dir. Er geht mit – ist live dabei –, wenn du durch dunkle Täler gehst. Er weicht nicht von deiner Seite. Das durfte ich selbst erleben. Meine Gefühle haben mich trügen wollen – so verletzt mein Herz war, sehnsüchtig und sich nach Liebe und Aufmerksam verzehrend –, doch Gott steht darüber. Er ist beständig mit mir gegangen, auch wenn ich unbeständig war. Und er ist auch mit dir. Emmanual – Gott mit uns – ist bei dir.

 

4. Gott sieht deine Tränen und trocknet sie.

Ihr glaubt gar nicht, wie oft und wie heftig ich in den letzten Monaten geweint habe. Nicht nur mein Herz war zerbrochen, sondern auch mein Geist war zerschlagen. All das Leid und der Schmerz hatten mich in meinen Grundfesten erschüttert. Wie ein Gärtner seine Rosen zurückschneidet, wurden auch meine schlechten und guten Zweige beschnitten. Unter Tränen. Tränen der schmerzlichen Selbsterkenntnis, Tränen der Trauer und Verletzung, Tränen der Dankbarkeit über Gottes Gnade. Doch ich weiß, dass die Tränen nicht sinnlos vergossen wurden oder ins Nichts verschwinden.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“ (Psalm 34,19)

„Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4)

„Du zählst alle meine Klagen. Sammle alle meine Tränen in einem Gefäß. Du hast doch jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ (Psalm 56,9)

Gott kennt meine Tränen und trocknet sie ab – mit dem besten und ultimativsten Tempo-Taschentuch, dass es geben könnte: mit seiner liebenden Güte.

 

5. Jesus kennt deinen Schmerz und fühlt mit dir.

Das besondere an Weihnachten für mich in diesem Jahr war, dass ich die Weihnachtsbotschaft, und warum Gott als Mensch auf die Welt kommen musste, noch einmal viel eindringlicher verstanden habe. Gott musste Mensch werden, um für unsere Schuld zu bezahlen. Denn nur er als Gott und sündloser Mensch war dazu in der Lage. (Rechnungen kann man schließlich auch nicht mit Monopoly-Geld bezahlen. Mehr dazu in diesem Video von HillaryJane.) Deswegen ist er auch das beste Weihnachtsgeschenk; nicht in Geschenkpapier gehüllt, sondern in Fleisch und Blut. Damit er leiden kann wie wir. Und das sagt auch einer meiner Lieblingsbibelverse.

„Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15)

Und auch in den Evangelien sehen wir immer wieder, dass Jesus schwache Momente hatte, dass er litt und fühlte wie wir – ohne zu sündigen. Und das macht ihn als Gott einzigartig und absolut vertrauenswürdig: Er kennt deinen Schmerz wie kein anderer.

„Jesus weinte.“ (Johannes 11,35)

 

6. Gott schenkt wahrhafte Freude.

Will ich mich daran erinnern, woher meine Freude kommt, höre ich mir „Rivers of joy“ von den No Angels an. Vermutlich war das nie der Sinn und Zweck des Liedes, aber immer wenn ich es höre, muss ich an die wahre Quelle der Freude denken: Gott. Und vor allem, wenn ich mir bewusst mache, dass wahrhafte Freude einzig und allein von Gott abhängig ist und nicht von meinen Umständen, kann ich meinen Blick wieder hoffnungsvoll gen Himmel heben, loben und danken, tanzend vor Freude herumwirbeln und mich über die Gnade freuen, die ich als Kind Gottes habe. Um mich herum kann alles trostlos scheinen – und ich werde doch Freude haben können. Was für eine starke Zusage!

„God’s blessings are like a river. They fill the city of God with joy.“ (Psalm 46:4a) *die englische Übersetzung trifft es besser auf den Punkt

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt. Und wo du bist, hört die Freude nie auf. Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“ (Psalm 16,11)

„Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,12)

 

7. Du wirst wieder lieben können.

Frauen haben einen gewissen „natürlichen“ Hang zur Dramatik, da wir im Allgemeinen emotionaler sind. Daher neigen wir auch manches Mal dazu, Dramaqueens zu sein: „Nie wieder werde ich jemanden so sehr lieben können wie ihn“, sagt es sich dann so schön, während man im Selbstmitleid versinkt. Aber das ist kompletter Quatsch – eine Lüge, die der Teufel uns einreden will. Wir sind Kinder Gottes – das heißt, dass wir aus Gottes Kraft und seiner Quelle der Liebe schöpfen, weil wir seinen Heiligen Geist in uns tragen.

„Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1. Korinther 13,8a)

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)

„Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. […] Doch wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1. Johannes 4,7+19)

 


So, ihr Lieben, das war’s mit dem Artikel. Ich hoffe und bete sehr, dass ich euch durch Gottes Wort ermutigen konnte. Wenn ihr Gebet oder jemanden zum Reden braucht, könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben. Entweder per E-Mail an hallo@ewiglichtkind.de, per Instagram oder per Facebook. Andersherum freue ich mich selbstverständlich sehr über eure Gebete für mich. ♥

Falls ihr noch mehr Ermutigung braucht, lest euch gerne meinen vergangenen Impulse über Leid und Liebeskummer durch oder ladet euch die kostenlosen Wallpaper zur Ermutigung herunter.

Gott mit euch!
Eure Daniela ♥

Ich habe die ganze Zeit überlegt, nach Worten gerungen und mir meinen Kopf darüber zerbrochen, wie ich diesen Artikel treffend beginnen könnte. Ich habe versucht, Worte zu finden für das, was ich in den letzten Monaten des Leids erfahren habe, als mein Herz gebrochen wurde, als ich mit Gott gekämpft und gerungen habe, und vor allem als mich Gottes Gnade gerettet hat. Letzten Endes möchte ich aber nun ein Lied für mich sprechen lassen – eines von vielen, die mich in dieser leidvollen und herausfordernden Zeit begleitet haben, die so voller Tränen und Verzweiflung, aber auch Dankbarkeit und Segnungen war.

„Sometimes it’s hard to see that You’re in control. Like all of a sudden I forget what I know. You made a promise that You’ll never change. No matter what goes wrong. You always overcome, Lord. You are faithful when I’m unable. I know You’re with me, even when my faith is on the ground. I know You’re with me, even when the world is fallin’ down. You’re with me now, You’re always close right by my side.“ (HillaryJane – With Me Now)

 

Gott ist mit mir

Gott hat mich in den vergangenen Monaten durch sein Wort, seine Zusagen, viele Lieder, Gebete und erbauende Gespräche immer wieder ermutigt, auf ihn zu schauen und nicht auf die Stürme um mich herum. Ich durfte mich weinend in seine rettenden Arme fliehen und wahren Trost erleben, als mein Herz geschmerzt hat, weil es zerbrochen ist. Als es sich so angefühlt hat wie die dunkelste Zeit in meinem Leben. Als es nicht mehr weiterschlagen wollte.

Diesen Schmerz werde ich wohl nie wieder vergessen und es wird sicherlich noch dauern bis die Wunden geheilt sind, doch ebenso wenig werde ich vergessen, wie Gott mich aufgefangen hat. Mitten in der Dunkelheit, im freien Fall, landete ich sanft in seinen Händen, die mich sicher geborgen haben. Er, der mir Leben schenkt und mich lebendig macht. Er, auf den immer Verlass ist, weil er der einzig wahre Retter ist. Und das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ich lernen durfte: Gott voll und ganz zu vertrauen und mich ganz auf ihn zu stürzen.

 

Beziehungen mit Gott leben

Was ich in in dieser Zeit noch lernen und erkennen durfte, möchte ich in den kommenden Wochen und Monaten mit euch teilen. Dieser Artikel heute dient als Auftakt zu einer Serie über gebrochene Herzen, Liebeskummer, Leid und Beziehungen. Ich möchte Zeugnis geben von einem großen Gott, der Großes in meinem Leben gewirkt hat und immer noch am Wirken ist. Um uns fest zu machen in der Hoffnung und Gott mit ganzem Herzen zu lieben und seine Gebote zu achten, möchte ich sowohl Ermutigung als auch Ermahnung weitergeben. Und ich möchte dafür sensibilisieren, wie wir mit Gott Beziehungen leben und wie bzw. warum wir unsere Herzen behüten müssen. Auch wenn ich selbst noch mitten im Prozess bin und Gott noch an mir arbeitet (und dieser Weg vermutlich noch länger dauern wird), macht Gott doch diesen Weg frei, um mich ans Ziel zu führen. #praisehimintheprocess

 

Love came down – Wallpaper

Und ich darf mich darüber freuen, im Prozess – auf dem Weg zum Ziel zu sein, weil Jesus vor 2000 Jahren unterwegs zu seinem Ziel war.

„Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich noch mehr: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz wie ein Verbrecher. Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm als Ehrentitel den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name.“ (Philipper 2,7-9)

Er kam auf die Erde, um Mensch zu werden, um am Kreuz zu sterben, um die Schuld der Menschheit auf sich zu nehmen und seinen Auftrag zu erfüllen – aus Liebe. Weil er die Liebe in Person ist. Liebe kam auf die Erde hinab. Überwältigende, nicht aufzuhaltende Liebe. Liebe, die uns Hoffnung schenkt. Und das ist mein Anker gewesen in den vergangenen Monaten und wird es auch immer bleiben. Jesus Christus, Gott höchstpersönlich, hält mich in seinen Händen. Er kam, starb und siegte für mich. Danke, Herr!

Als kleine Ermutigung für euren Alltag mit Christus gibt es heute mal wieder neue Wallpaper. Ladet sie gerne herunter! Die Wallpaper stehen euch zum kostenlosen Download für den persönlichen Gebrauch zur Verfügung.

Download

9:16 für iPhone & Smartphone
3:4 für iPad & Tablet
16:9 für Macbook & Desktop

Ich freue mich über eure Kommentare, Gebete und Nachrichten. Auch zu den kommenden Artikeln. ♥ Danke!

Eure Daniela ♥
Gott mit euch!

»Lift up your head now, keep walkin’, soldier, keep movin’ on!«
TobyMac – Move (keep walkin’)

Darf man als Christ wütend sein? Ja, ich glaube schon. Zumindest dann, wenn es den richtigen trifft. Und das ist in meinem Falle momentan zu einem großen Teil der Teufel. Ich hasse ihn – ich verabscheue ihn. Er ist derjenige, der mich nach den höchsten Höhen immer wieder in die tiefsten Tiefen stürzt. Er liebt es, mein Leben zu verwirren und alles Gute, das von Gott kommt, zu zerstören. Vor allem aber hasst er den Herrn, und will, dass wir in unseren Herzen gegen Gott klagen und ihn verlassen. „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“ steht in Jeremia 17,9. Und dass unser Herz leicht zu trügen ist, weiß auch der Teufel – das nutzt er schamlos aus. Er will verhindern, dass wir Gott anbeten, er will uns zum Sündigen verleiten, er will unser Glück in der Gemeinschaft mit Gott zerstören und er will den Dienst für Jesus verhindern. Was man dann tun kann, wenn man das erkannt hat? Weitermachen – wie ein Soldat, der weiterläuft bis es Morgen wird. Kopf hoch und weiter. Immer weiter. Weine ruhig, fluche, sei wütend. Aber lauf weiter. Lauf!

»All at once I came alive. This beating heart, these open eyes. The grave let go. The darkness should have known. You’re still rolling stones.« – Lauren Daigle

Die letzten Tage ist wieder so viel passiert, das ich weder begreifen noch in Worte fassen kann. Das einzige, das ich gewiss bezeugen kann, ist, dass Gott Wunder tut. Gott rollt auch heute noch Steine fort. Live. In meinem Leben. Und in deinem Leben! Lass dich von ihm führen und gebrauchen und du wirst die wunderbarsten Dinge sehen und staunen über den Gott, der Himmel und Erde gemacht hat. Danke, Herr, dass du so groß bist und über allem stehst. Dich will ich preisen. Halleluja!

Der Blick auf den Kalender bestätigt: Ein weiteres Jahr neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Ein Jahr – das sind 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden und 525600 Minuten. Unglaublich viel Zeit, wenn man genauer darüber nachdenkt. Zeit voller Freude und Leid, voller spannender Erlebnisse und voller Erinnerungen. In einem Jahr kann viel geschehen: Wir verändern uns, entwickeln uns weiter und beginnen etwas Neues, wir sammeln Erfahrungen, beweisen Mut und lernen dazu. Doch so viel Zeit auf der einen Seite vergangen zu sein scheint, so wenig Zeit ist uns auf der anderen Seite geblieben, um all das zu realisieren und bewusst zu erleben.

Lebst du schon?

Eine wichtige Frage, die mir in den vergangenen Tagen häufig in den sozialen Medien begegnete und mich zum Nachdenken gebracht hat, ist: Hast du im vergangenen Jahr deinem Leben einfach 365 weitere Tage hinzugefügt oder hast du diesen 365 Tagen Leben hinzugefügt? Und ich muss gestehen, an manchen Tagen zog mein Leben einfach so an mir vorbei – ich führte ein Leben auf der Überholspur. Immer unterwegs, immer im Stress, immer in Action – bereit, mich in Menschen und Projekte zu investieren, für die mein Herz brannte. Doch, was ich dabei vergaß, ist, dass ein Tag nun einmal nur 24 Stunden und ein ganzes Jahr nur 365 Tage hat. Ich lud mir so viel Verantwortung auf, wollte so vieles aus eigener Kraft schaffen und bewältigen – ich wollte eine „One Woman Army“ sein, die ihren eigenen Weg geht.

Wege ändern dich.

Doch ich darf voller Freude sagen, dass wir einen großen Gott haben, der sich nicht zu schade ist, ganz persönlich in mein und dein Leben einzugreifen. Er nimmt uns und unser Leben an die Hand, wenn uns alles zu entgleiten droht oder wir kurz vor einer Bruchlandung stehen. „Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte“ – Sprüche 16,9. Dieser Vers trifft den Nagel auf den Kopf. Ich kann meine Wege noch so akribisch planen, der Herr wird mit mir dennoch seine Wege gehen: Weil es die besseren Wege sind – weil es die Wege sind, die mich verändern und voranbringen. Im vergangenen Jahr durfte ich diese Erfahrung (Gott sei Dank!) sehr oft machen. Angefangen bei meinen Zukunftsplänen bezüglich meines Arbeitsplatzes und der Bibelschulzeit bis hin zu meinen Freunden, meiner Familie und der Liebe. Kein Bereich blieb verschont.

Selbsterkenntnis.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, was Gott im vergangenen Jahr in meinem Leben gewirkt hat – und vor allem wie er mich verändert hat und es auch 2018 weiterhin tun wird. Ich durfte 2017 sehr viel über mich dazu lernen: Für welche Dinge mein Herz brennt, wo meine Begabungen liegen, die der Herr mir geschenkt hat, und wie ich Licht sein kann. Aber ich habe leider ebenso erkennen müssen, welche Sünden ich mit mir herum trage: Menschenfurcht, Habgier, Selbstsucht, Egoismus, schlechte Begierden, Misstrauen. „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“ heißt es in einem Sprichwort so schön. Und damit beginnt es tatsächlich – erst wenn wir uns unsere Sünden eingestehen und sie vor Gott bekennen, können wir Kraft schöpfen, um dagegen anzukämpfen.

Seid stark und habt Mut!

Die letzten Monate des Jahres 2017 waren vor allem vom Thema Mut geprägt. Ich musste mich nicht nur an meinem Arbeitsplatz projektbedingt damit auseinandersetzen. Auch in meinem geistigen Leben war das Thema durch Predigten und viele Gespräche omnipräsent. Für mich ist Mut zu einem Synonym für Gottvertrauen geworden. „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ sagt Kant – ich bin noch viel mutiger, denn ich vertraue auf Gottes Weisheit und darauf, dass Gott es gut machen wird.
Ich darf einfach ins kalte Wasser springen, wenn der Herr mit mir geht, und darf darauf vertrauen, dass er mich in seinen warmen, liebevollen Händen halt. Ich darf sicher sein, dass wenn der Teufel mich mal wieder anfechtet, ich jederzeit den Herrn um Hilfe bitten kann, und er mich vor ihm rettet. „Not today, Satan!“ ist ein starker Satz, den ich in den vergangenen Monaten gelernt habe. Nein, nicht heute, Satan – nicht heute, nicht morgen, nie wieder. Der Tod ist besiegt, die Sünde bekämpft, und der Sieg gegen den Teufel errungen. Danke, Herr! Halleluja! ??

BRAVE – Gratis-Wallpaper für 2018

Ich gehöre zu den Menschen, die sich alle Jahre wieder neue Vorsätze fassen und versuchen, das Jahr mit „positive vibes“ und Elan zu starten. Seit nun mehr drei Jahren (2018 ist das dritte Jahr) fasse ich meine Vorsätze immer unter einem bestimmten Jahresmotto zusammen – oder wie es auch gerne genannt wird: das Wort des Jahres. 2016 war mein Wort „Zielstrebigkeit“, das Jahresmotto-Lied dazu war „Determinate“ von Lemonade Mouth (please don’t judge me – Disney-Band). 2017 sollte unter dem Motto „Liebe“ stehen. Und 2018 ist mein Wort des Jahres „Mut“ mit passendem Soundtrack von Moriah Peters: „Brave“.

Seitdem ich das Lied im Juni entdeckt habe, ist es nicht mehr wegzudenken aus meiner Playlist. Immer, wenn es mir schlecht geht, ich den Mut verliere, der Teufel mich anfechtet oder andere Umstände meinen Mut und mein Gottvertrauen ins Schwanken bringen wollen, höre ich mir dieses Lied an und bin gefestigter. Es erinnert mich an die Worte, die Gott zu uns sagt: „Seid stark und habt Mut, die ihr Jahwe vertraut!“ (Psalm 31,25) oder „Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“ (Josua 1,9). Wie groß ist unser Gott! ♥

»None go with me, Still I’ll follow. Through the joy, And through the sorrow.
Cross before me, World behind me. There’s no turning back.
I’ll fight like a soldier, rise like a warrior, won’t stop till the final day.
I want to be stronger, gonna be bolder, look up and I see the way.
You make me brave!« – Moriah Peters

Und passend zu diesem mutmachenden Song und den beiden Bibelversen gibt es wieder einen neuen Wallpaper für euch. So könnt ihr ermutigt ins neue Jahr 2018 starten. Lasst mir doch ein Feedback da – ich freue mich! ♥

Wallpaper-Download

9:16 für iPhone/Smartphone
3:4 für iPad/Tablet
16:9 für Macbook/Desktop

Einen gesegneten Start ins neue Jahr,
eure Daniela

„Please don’t stop the music!“ Und das aus gutem Grund. Musik ist eine wunderbare Erfindung unseres Schöpfers. Sie entspannt, fokussiert, ermutigt, motiviert, bereichert den Alltag, tröstet und pusht. Ihre vielfältigen Sounds erfreuen uns, ihre einzigartigen Texte bringen uns zum Staunen. Der Klang lässt uns mitfiebern und den Inhalt spüren. Musik hat eine umheimliche Macht und großen Einfluss auf uns. Sie beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gedanken und unser Handeln. Beobachtet einmal genau euer Umfeld – wann und wie nehmt ihr Musik wahr? Beim Auto fahren, an der Arbeit, beim Einkaufen im Supermarkt nebenan, während des Essens oder auch im Bad, während ihr euch fertig macht. Musik umgibt uns beinahe überall und sie tritt in den unterschiedlichsten Stilen und Formen auf – coole Rhythms zum Tanzen, Lieder zum Mitträllern oder slow beats zum Entspannen.

Doch in der Menge und dem unüberschaubaren Angebot an Musik verliert man schnell die Orientierung. Besonders als Christ ist es heutzutage eine Herausforderung, zwischen guter, erbaulicher und schlechter Musik zu unterscheiden. Was macht gute Musik aus? Gibt es „schlechte“ Musik? Welche Musik ist gottgefällig? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, möchte ich euch heute vier Tipps an die Hand geben, mit denen ihr Musik und euren Umgang damit prüfen könnt. Let’s go!

Anmerkung im Voraus: Gerade beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die meines Erachtens selten gewinnbringend sein – daher möchte ich auf diese nicht explizit eingehen. Der Fokus des Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen. Gottes Wort ist allgenügsam und „alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2.Timotheus 3,16). Zur Veranschaulichung und besseren Verständlichkeit versuche ich, praktische Beispiele einzubinden, die u.a. meinem persönlichen Musikgeschmack entsprechen. Da sich dieser von eurem unterscheiden kann, bitte ich auf dieser Grundlage keine Diskussionen zu starten. Diskussionen inhaltlicher Art sind hingegen immer gern gesehen, sofern höflich miteinander umgegangen wird. Danke für euer Verständnis! ? #schönliebsein

1. Ist die Musik christlich oder weltlich?

Die Frage aller Fragen. Denn viele Menschen gehen die Beurteilung von Musik grundsätzlich falsch an, da sie davon ausgehen, jedes Lied bzw. Musikstück nach den gleichen Kriterien beurteilen zu können. Aber das ist meines Erachtens unlogisch. Wir beurteilen einen Fisch schließlich auch nicht danach, wie gut er fliegen kann, oder? Zuallererst sollte man sich darüber im Klaren sein, was man (aus geistlicher Sicht) beurteilt. Ist die Musik christlich, nicht-christlich, weltlich oder satanisch? Lasst es mich kurz erklären.

christlich

Als christliche Musik werden im allgemeinen Sprachgebrauch Lieder bezeichnet, die das Ziel haben, Gott zu verherrlichen. Darüber hinaus können solche Musikstücke dazu dienen, Christen zu ermutigen, zu belehren und zu trösten. Da „christliche Musik“ ein relativ weitgefasster Begriff ist, und sich der Grad an geistlichem Inhalt sowie die Art der Musik und der Aufmachung der Texte sehr unterscheiden kann, unterteile ich christliche Musik nochmals in drei Kategorien. Angelehnt an 1. Korinther 3,2 unterscheide ich hierbei geistliche Milch bzw. Weißbrot, feste Nahrung bzw. Schwarzbrot und eine Zwischenkategorie, das geistliche Bauernbrot.

„Milch habe ich euch gegeben, keine feste Nahrung, weil ihr die noch nicht vertragen konntet.“
1. Korinther 3,2a

Schwarzbrot

Hachja, das herrliche geistliche Schwarzbrot. So wie man sich christliche Musik vorstellt – tiefsinnige Texte, teilweise wörtliche Bibelzitate, lehrende Funktion, geistliche Wahrheiten. Mit christlicher „Schwarzbrot-Musik“ geht auch meist eine andächtige, traditionell langsame Darbietung mit einfachem instrumentalen Einsatz einher. Sie können sowohl einfache als auch schwerfällige, dramatische Melodien haben. Von Relevanz für diese Kategorie ist hauptsächlich der Inhalt, die instrumentale Komposition rückt dabei in den Hintergrund.

 

Weißbrot

Das konträre Pendant zum geistlichen Schwarzbrot. Weißbrot-Musik (geistliche Milch) zeichnet sich dadurch aus, dass die Melodien sehr eingängig und die Texte simpel gehalten und einfach zu verstehen sind. Inhaltlich nicht sehr anspruchsvoll werden hier geistliche Wahrheiten kompakt dargestellt. Typische Vertreter sind Pop-Bands wie Hillsong – bei ihnen ist die instrumentale Komposition von etwas höherer Relevanz als der Inhalt. Kinderlieder-Artisten sind teilweise ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen – instrumentale Komposition und Inhalt sind zwar von gleicher Relevanz, der Inhalt ist aber aufgrund der Zielgruppe wesentlich einfacher gehalten und somit geistliche Milch.

 

Bauernbrot

Bauernbrot – eigentlich meine liebste Kategorien unter den christlichen Liedern. Das Bauernbrot kombiniert die tiefsinnigen Texte mit biblischen Lehren der einen Kategorie mit den eingängigen Melodien und der Einfachheit der anderen. Die Musik kann im einen Moment zum Denken anregen und ins Gebet führen, aber genauso gut zum Abdancen und laut mitträllern dienen. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

nicht-christlich

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, die Begriffe „nicht-christlich“ und „weltlich“ zu differenzieren. Das vorrangige Ziel nicht-christlicher Musik ist nicht die Verherrlichung Gottes. Dennoch kann die Musik christliche Werte transportieren oder bestimmte Themen behandeln und gute Absichten fördern. Sie verherrlicht keine Sünden, sondern schildert Gegebenheiten, erzählt (alltägliche) Geschichten, versucht ggf. aufzurütteln. Inhalt und instrumentale Komposition sind von gleicher Relevanz.

 

weltlich

Die Musik fokussiert sich auf banale, alltägliche Themen; der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Je nach Zweck und Interpret konzentriert sich die Musik auf physiologische, soziale und sexuelle Bedürfnisse oder das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Oft ist der Inhalt von geringerer Relevanz, viel mehr steht die instrumentale Komposition im Vordergrund.

 

satanisch/spiritistisch

Im Fokus satanischer bzw. spiritistischer Musik steht der Teufel bzw. die Anbetung Satans oder andere spirituelle, dämonische Gewalten. In einigen Fällen wird der Bezug zu Satan nur indirekt hergestellt oder der Teufel ins Lächerliche gezogen. Parodien über Gott werden auch oft inbegriffen. Beispiele hierfür sind „Lucifer“ von XOV oder die Red Hot Chili Peppers. Oftmals wird hier auch Beyoncé dazu gezählt, da sie von sich selbst behaupte, auf der Bühne von einem Dämon ergriffen zu werden. (Falls nicht eh schon selbstverständlich: Von dieser Musik-Kategorie ist als Christ abzuraten.)

2. Welchen Zweck erfüllt die Musik?

So, kommen wir nun zum nächsten spannenden Punkt. Welchen Sinn und Zweck erfüllt Musik? Unter Berücksichtigung unserer eben gewonnenen Erkenntnisse, dass Musik je nach Art unterschiedliche Hauptziele hat, können wir an diese Frage mit einem viel klareren Blick rangehen. Ich möchte der Frage auf den Grund gehen, worin Musik ihre Daseinsberichtigung hat. Habt ihr euch beispielsweise schon einmal bewusst gefragt, ob Gott Musik ausschließlich zur Anbetung und Belehrung erschaffen hat oder ob es auch in seinem Willen ist, wenn wir sie zur Ermutigung und zum Trost nutzen?

Schauen wir uns mal König David, einen der bekanntesten Musiker und Poeten aus Bibel, näher an. Er nutzte Musik hauptsächlich zur Anbetung und Verherrlichung Gottes, wie man es in den Psalmen lesen kann (Psalm 4:1, 6:1, 54:1, etc.). Es gibt jedoch Fälle, da setzte David die Musik für andere Zwecke ein. Und zwar genauer gesagt für die Beruhigung des Königs Saulus, während dieser von bösen Geistern geplagt wurde (1. Samuel 16,14-23). Darüber hinaus benutzten bspw. Israeliten Musikinstrumente zu unterschiedlichen Zwecken wie der Warnung vor Gefahren (Nehemia 4,20). In Epheser 5,19 lesen wir folgende Anweisung des Apostels Paulus: „Ermutigt einander mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn.“

An diesen aufgeführten Beispielen sehen wir, dass wenn auch die Hauptaufgabe der Musik in der Anbetung Gottes besteht, die Bibel auch andere Verwendungen für Musik erlaubt: Ermutigung, Lobgesänge, Trost, Lobpreis, Freudengesänge, Beruhigung, Ausdruck menschlicher Emotionen.

3. Welchem Genre/Stil gehört die Musik an?

An dieser Stelle wiederhole ich gerne noch einmal, was ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe. Beim Thema Musik kommt es oft zu geschmäcklerischen Diskussionen, die selten gewinnbringend sein. Der Fokus meines Artikels soll auf der Bibel und Gottes Prinzipien liegen und nicht auf der subjektiven Frage, was sich für einen selbst gut anhört oder wovon man kulturell geprägt ist.

Wie steht die Bibel zu unterschiedlichen Genres und Musikstilen? Und was wird über den Einsatz von Musikinstrumenten geschrieben? Interessanterweise lesen wir in der Bibel, dass kein Genre oder Musikstil geschweige denn irgendein Instrument verurteilt wird. Ganz im Gegenteil – wir lesen des öfteren von diversen Instrumenten wie Saiten- und Blasinstrumenten: „Die Sänger gehen voran, danach die Saitenspieler, inmitten der Jungfrauen, die die Handpauken schlagen.“ – Psalm 68,26; „Und als die Bauleute den Grund zum Tempel des Herrn legten, stellten sich die Priester in ihren Gewändern auf, mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Zimbeln, um den Herrn zu loben nach der Anordnung Davids, des Königs von Israel.“ – Esra 3,10.

Was hingegen in der Bibel verurteilt wird, ist hohler Lobpreis, der Gott scheinbar die Ehre geben soll, aber wahrhaftig weit entfernt von der Wahrheit ist: „Ich hasse und verachte eure religiösen Feste und kann eure feierlichen Zusammenkünfte nicht riechen. Ich will eure Brand- und Speiseopfer nicht haben; die Friedensopfer eurer Mastkälber will ich nicht sehen! Hört auf mit dem Lärm eures Lobpreises! Eure Anbetungsmusik werde ich mir nicht anhören. Stattdessen will ich Recht fließen sehen wie Wasser und Gerechtigkeit wie einen Fluss, der niemals austrocknet. Habt ihr eure Schlacht- und Speiseopfer während dieser 40 Jahre in der Wüste etwa mir gebracht, Israel? Nein, euer eigentliches Sinnen und Trachten galt euren heidnischen Göttern – deinem König Sakkut und deinem Sternengott Kewan – den Bildern, die du dir selbst gemacht hast. – Amos 5,21-26.

Das Volk Israel wird nicht wegen des Lobpreises an sich oder gar des Stiles angeklagt. Nein, viel mehr geht es dem Herrn um die Unehrlichkeit des Volkes, und dass ihr Herz nicht dem Herrn dient, sondern Götzen. Prüfe dich einmal selbst: Kannst du voller Freude und zur Ehre des Herrn ein bestimmtes Lied hören? Oder zollst du damit eigentlich nur deinem Fleisch (dem Satan) einen Dienst, indem du bspw. darin Erfüllung suchst?

4. Worum geht es inhaltlich in der Musik?

Das für mich wichtigste Kriterium zur Unterscheidung zwischen guter, erbaulicher und schlechter, zerstörerischer Musik ist – neben der Einteilung in christlich, nicht-christlich, weltlich und satanisch – der Inhalt eines Liedes. Zwei gute Verse, die uns bei der Prüfung des Inhalts eines Liedes helfen, sind folgende:

„Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“
Philipper 4,8

„Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt — aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!“
1.Korinther 6,12

Christen vergessen allzu gerne, dass Gott der Schöpfer von Musik ist und nur Gutes von ihm zu erwarten ist. Die Musik selbst kann daher nicht unrein sein – es ist uns erlaubt, sie zu hören. Musik kann nur durch den Einfluss von Menschen unrein werden, und das geschieht vorzugsweise unter dem inhaltlichen Aspekt. Worauf ist also zu achten? Wie Paulus es uns schreibt, sollten wir in Liedern nach dem Wahrhaftigen, Ehrbaren, Gerechten, Reinen, Liebenswerten, Wohllautenden, Tugendhaften und Lobenswerten suchen. Kannst du etwas in dem Lied finden, das diesen Aspekten entspricht? Dann spricht theoretisch nichts dagegen, dieses Lied zu hören. Wie schon in 1.Thessalonicher 5,21 geschrieben steht: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ Schon Paulus hat in scheinbar weltlichen Dingen nach dem Guten und Redlichen gesucht und sogar in seinen Briefen aus heidnischen Stücken zitiert: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!“ (1. Kor 15,33 – ein Zitat aus dem Drama „Thais“ des griechischen Komödiendichters Menander.)

In einer von Sünde durchdrungenen Welt wird es wahrscheinlich nicht häufig vorkommen, dass ein Lied den Kriterien in Philpper 4,8 zur Genüge entspricht. Dennoch bin ich der Meinung, dass man offen bleiben sollte, auch in weltlichen Dingen Segen zu finden. Mich ermutigt beispielsweise immer wieder „Ain’t nobody (loves me better)“ von Jasmine Thompson feat. Felix Jaehn, weil es mich an die einzigartige Liebe Gottes erinnert, die bis zum Tod am Kreuz führte, und dass mich keiner liebt wie der Herr.

5. Bringt mich die Musik näher zu Gott?

Zu dieser Frage möchte ich erst einmal eine Gegenfrage stellen: Entferne ich mich durch die Musik von Gott? Wie wir oben gelesen haben, hat Musik nicht immer den Hauptzweck, Gott zu loben und zu preisen. Sie kann bspw. auch zur Ermutigung und zum Trost dienen. In solchen Fällen werden wir ein Lied aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit einem eben solchen Fokus hören: Das Lied ermutigt mich, also freue ich mich über die schöne Melodie und lasse mich davon motivieren. Bei christlichen Liedern hingegen ist es ganz einfach – die Lieder geben schon genug Anlass, uns Gott zu nähern. Ob wir das aber tatsächlich tun, bleibt immer noch uns selbst überlassen. Wir können dafür nicht die Lieder beschuldigen. (Und manch einer wird übrigens sogar durch weltliche und nicht-christliche Lieder so sehr ermutigt oder getröstet werden, dass er nicht anders kann, als den Herrn dafür zu preisen.)

Und nicht zu vergessen: Jeder Mensch geht mit Musik anders um. Während manche Menschen Lieder nach dem ersten Hören auswendig kennen und jedes Wort klar verstehen – und der Inhalt somit viel präsenter und bewusster aufgenommen wird –, kennen andere wiederum auch nach Monaten nicht den Songtext und verstehen den Text auch kaum bis gar nicht (somit rückt die bewusste Präsenz des Inhalts in den Hintergrund). Heißt im Endeffekt, dass Lieder, die die einen noch hören können, die nächsten schon sehr zu stören vermögen. Praktisch wie Paulus über das Götzenfleisch in 1. Korinther 8,7+9 schreibt: „Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist. […] Habt aber acht, daß diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!“

Mein Tipp: Übergehe nie dein eigenes Gewissen, wenn es dich warnt – aber schränke dabei weder die Freiheit anderer Christen ein, noch gebe ihnen einen Anlass zum Anstoß oder um sich über dich zu ärgern. (Mehr dazu könnt ihr in meinem Artikel „Darf ein Christ …?“ nachlesen.)

Mein Fazit

Dieser Artikel hat mich ziemlich viel Arbeit gekostet. Ernsthaft. Ich habe die ersten Zeilen im Dezember letzten Jahres zu schreiben begonnen und seitdem nicht mehr daran weitergearbeitet, weil mich das Thema selbst sehr aufgerüttelt hat. Ich höre gefühlt 24/7 Musik – morgens im Bad, beim Frühstücken, beim Autofahren, an der Arbeit, daheim bei privaten Aufgaben, beim Lernen, beim Bibel lesen. Nur beim Schlafen, Parken und Beten ist die Musik (so gut wie) aus. Leider musste ich mir eingestehen, dass ich Musik oftmals unreflektiert höre; ich denke gar nicht mehr groß darüber nach, was ich höre, sondern entscheide geschmäcklerisch. Keine gute Angewohnheit.
Der Artikel war also praktisch wie eine kleine Selbstreflexion, die mir aufgezeigt hat, wo es noch Potenzial gibt. In meiner privaten Musikbibliothek liegen teilweise noch „Musik-Leichen“ aus meinen Teenie-Jahren, aber auch aus der vergangenen Zeit, die ich mittlerweile nicht mehr höre, weil mein Gewissen sich meldet. Die Texte waren nie mega-schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gut. So habe ich neuerdings angefangen, auszumisten. Alles, was mir zufällig in meine aktuelle Playlist rutscht und Unbehagen auslöst, wird gelöscht. Viele Lieder stellen auch einfach eine Grauzone dar, die ich derzeit noch billige. Eventuell ändert sich das mit den Jahren noch – so wie jetzt auch die Erkenntnis kam.

Doch der Artikel hatte auch sein Gutes: Ich habe erkannt, dass es ein unwahrscheinlich großes Repertoire an guten, erbaulichen Liedern aus den verschiedensten Kategorien (christlich, nicht-christlich, weltlich), in unterschiedlichen Stilen und mit unterschiedlichen Thematiken und allerlei Interpreten gibt. Und das beste: Diese Lieder sind so vielfältig, und man hört sie allesamt nicht nur gerne – nein, es ist uns sogar in der Tat erlaubt, diese Musik zu hören, weil uns Christus die Freiheit dazu gibt. Das freut mich unwahrscheinlich. Es ist wundervoll, dass der Herr Musik so vielfältig geschaffen hat! Halleluja!

Abschlussfrage: Wenn du bis hierhin gelesen hast (Respekt!), schreib mir doch in die Kommentare, welches Lied derzeit dein Lieblingslied ist!

Quellen und weiterführende Links: gotquestions.org, betanien.de, Die Bibel ☺️

Herzlichst,
eure Daniela ♥