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Wie lebt man als Christ?

Diese Frage begleitet mich schon indirekt seit einigen Wochen. Angefangen hat alles mit der Erkenntnis, dass es unsere Aufgabe als Christen ist, das Evangelium und den Glauben unserer Nächsten zu beschützen. An diesem Wochenende durch die Predigt unseres Pastors wurde dieser Gedanke fortgeführt. Wie sieht das praktische Leben eines Christen aus? Wodurch erfüllt er seine Aufgabe auf der Welt?

Um für Christus zu leben, braucht es aber nicht nur die richtige Motivation, sondern auch die Einsicht, um das Richtige zu tun. Auf einen Bereich, in dem man das Richtige tun kann, möchte ich heute eingehen.

Als ich gestern Abend während des Zumba-Kurses so in den Reihen umher tänzelte und zwischendurch schon leicht fertig war (Hallo fehlende Kondition!), kam mir ein Gedanke aus der Predigt in den Sinn. Unser Pastor predigte u.a. über Römer 12,13: „Nehmt Anteil an den Nöten der Gläubigen und helft ihnen!“ In der Predigt ging er darauf ein, wie dies praktisch aussieht und welche Auswirkungen es hat. Oder auch nicht. Denn wenn wir nicht helfen, ist es quasi so, als ob wir von einer Unfallstelle flüchten und nicht helfen. Unterlassene Hilfeleistung nennt sich das im deutschen Recht.

Aber zurück zu Zumba. Was hat das mit dem Thema zu tun? Ganz einfach: Während ich da so herumtänzelte, ist mir bewusst geworden, welch großen Einfluss die Trainerin im Kurs hat. Sie motiviert die Kursteilnehmer, leitet sie an, hilft bei Übungen und achtet darauf, dass jeder bis zum Schluss durchhält. Sie ist die Triebfeder des Kurses.

Und genau das sind wir ebenso. Jeder einzelne. Wir sind alle Glieder eines Leibes (Röm 12,4–5). Wir sind alle von Gott unterschiedlich begabt worden (Röm 12,6–8). Und wir sind berufen, anderen zu helfen und ihnen mit unseren Gaben zu dienen. Damit wir alle zum Ziel kommen.

Wie kannst du anderen in ihrer Not mit deinen Gaben dienen?

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„Der Ort, an den Gott uns beruft, ist der Ort, an dem unsere tiefste Freude und der größte Hunger der Welt sich begegnen!“ – Frederick Buechner

(Teil 2.) Wie im letzten Post geschildert, hätte ich nicht im vergangenen halben Jahr solch ein Leid erlebt und mein gebrochenes Herz zu einem vertrauenswürdigen Gott bringen müssen, säße ich nun ganz sicher nicht voll versorgt in meiner ersten eigenen Wohnung, die ich mir logisch betrachtet niemals hätte leisten können. Doch Gott passt nicht in unsere Logiken, er will unser Vertrauen. Das durfte ich in den letzten Monaten stärker denn je lernen. Gott versorgt mich, das weiß ich. Auf ihn kann und darf ich mich verlassen mit allem, was ich habe.

Und genau darum habe ich neue Kraft geschöpft, meine Träume und Visionen wieder aufzugreifen. Nein, noch viel mehr: Ich habe das Vertrauen in einen mächtigen und liebevollen Gott, der mich versorgt und unendlich viel mehr tun kann, als ich es mir je erträumen könnte (Zitat aus dem Kalender von ohnelimitgeliebt). Deshalb habe ich den Mut und will Gottes Ruf gehorsam nachfolgen, um die Träume, die er mir aufs Herz gelegt hat, zu leben. Er hat mich – uns alle! – an einen Ort berufen, wo nur wir helfen können mit unserem einzigartigen Wesen und unseren Begabungen.

Selbst wenn euch das Leid, das ihr erleben musstet, wie eine schwere Last vorkommt und es euch noch immer fesselt, lasst euch sagen: Jesus will euch davon befreien. Gebt ihm den Schmerz ab, eure Wut und Trauer, eure Angst und Schuld. Er wird heilen und euch stärken. Euer Leid ist keine Endstation. Es ist der Kohlehaufen im Ofen der Dampflok, die davon zehren und volle Kraft voraus fahren kann, wenn ihr Feuer für Gott brennt.

Ihr könnt euer Leid und eure Geschichte zu eurem Zeugnis machen. Ihr könnt Menschen positiv beeinflussen, sie ermutigen und stärken. Ihr seid berufen! Worauf wartet ihr noch? (Weiter im nächsten Post.)