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„Prüfe mich, Herr, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!“ (Psalm 26,2)

Ja, wo soll ich anfangen? Vielleicht damit, dass mich vieles derzeit tierisch nervt. Vor allem doofe Kommentare unter YouTube-Videos, Texte, die mit drölftausend Ausrufezeichen enden oder die Dutzend Corona-Wut-Videos, die Freunde und Bekannte in ihren Status setzen – vermutlich ungeprüft. Was mich aber am meisten nervt, ist mein Herz, das sich gegen all das aufbäumt und stolz herabsieht.

Machen wir heute mal wieder ein wenig Realtalk: Ich habe mich die letzten Tage gefragt, als sich dieser Stolz bemerkbar gemacht hat, was ich eigentlich für ein Recht habe, andere so zu verurteilen? Keins, Freunde. Gar keins. Denn wir sind vor Gott alle gleich. Wir haben alle nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen. Und aus all unseren Herzen kommt Schlechtes und Böses hervor. Da ist keine Ausnahme. Auch bei mir selbst nicht.

Das habe ich am Wochenende in meiner Gemeinde durch Gespräche und Inputs merken müssen. Ich lasse mich derzeit (während meiner Recherchen für den Corona-Politik-Artikel) so sehr von Kommentaren, Nachrichten und Posts dazu verleiten, wütend zu werden, dass ich etwas wichtiges aus den Augen verloren hatte: Ich bin nicht besser. Wir Menschen (ver)irren uns alle. Unsere Herzen sind nicht gut und verständig. Es ist der HERR allein, der uns ein neues Herz geben kann:

„Und ich werde euch ein neues Herz geben und euch einen neuen Geist schenken. Ich werde das Herz aus Stein aus eurem Körper nehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben.“ (Hesekiel 36,26)

HERR, LÄUTERE MEIN HERZ. ♥

Das soll mein Gebet sein – für ein Herz, das frei von schlechten Gedanken ist. Damit ich diesen Artikel nicht aus falschen Motiven schreibe, nicht um mich selbst zu profilieren, nicht, um Menschen mit Worten eins auf den Deckel zu geben, sondern um sie segnen, um Liebe weiterzugeben und zu ermutigen.

Ich würde mich über eure Gebete freuen! ♥

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„Menschenfurcht ist eine Falle, doch wer Jahwe vertraut, ist geborgen.“ – Sprüche 29,25

Gestern war ich gemeinsam mit Freunden zum ersten Mal auf der JuMiKo, der Jugend-Missions-Konferenz in Stuttgart. Dort durfte ich viele Eindrücke zum Thema Weltmission sammeln, sehr nette Gespräche führen (u.a. mit der lieben Lea, Maria und Karolina) und aufweckende Predigten hören.

Eine Predigt an diesem Tag hat mich aber besonders tief getroffen: Menschenfurcht – ein Thema, das mich momentan quasi „verfolgt“.

Ich musste in den vergangenen Tagen erkennen, wie menschenfürchtig ich tatsächlich handle. Sogar während meiner Beziehung habe ich vieles nur aus Menschenfurcht getan, was letztendlich aber zu tiefen Wunden geführt hat, weil ich in erster Linie Menschen und nicht Gott gefallen wollte. Und auch jetzt nach der Beziehung handle ich sehr menschenfürchtig: Ich würde die Trennung am liebsten so schnell wie möglich verarbeiten, weil ich nicht schwach erscheinen möchte.

Frank Döhler hat das in seiner Predigt gut auf den Punkt gebracht:

„Der, dem du gefallen willst, bestimmt, was du tust und wer du bist.“

Will ich Gott gefallen und ihn lieben, ist es egal, was Menschen denken. Selbst dann, wenn ich dumm dastehe. Gott zu glauben, heißt, bereit zu sein, sich demütigen zu lassen. Werden wir klein vor den Menschen, wird Gott uns erhöhen. Und letztendlich ist Menschenfurcht nicht unüberwindbar; sie wird zwar Teil unseres Lebens bleiben, aber wir können unabhängiger von ihr werden, denn: Freimut ist Menschenfurcht, die gebetet hat. Nehmt das mit in die neue Woche und seid ermutigt, euren Weg mit Jesus zu gehen, egal ob ihr dumm dasteht.