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… und der Unterschied zwischen „Gott hören“ und „auf Gott hören“

Als ich vorgestern Abend während meines Online-Hauskreises mit den anderen Mädels über unseren Israel-Leseplan gesprochen habe, ist mir aufgefallen, wie sehr Gott in den vergangenen Tagen durch die Bibel zu mir gesprochen hat. Er hat mir persönlich oft für Verse die Augen geöffnet, die ich vorher nie bewusst gelesen hatte – auf einmal sind sie mir förmlich entgegen gesprungen. Und ich feier das so sehr, weil es mir derzeit unglaublich in meinem Struggle mit der politischen Corona-Situation hilft.

Aber das war nicht das einzige: Wir haben auch festgestellt, dass Gott oft unkonventionelle Wege nutzt, um zu uns zu sprechen und seinen Willen zu offenbaren. Der brennende Dornbusch ist da nur eines der prominentesten Beispiele.

Von diesen Gedanken bewegt, habe ich gestern über das Hören von Gottes Reden nachgedacht und mir ist eine Predigt aus meiner Gemeinde eingefallen. (Beim Blättern in meinem Notizbuch habe ich festgestellt, dass die vor GENAU einem Jahr am 12. Mai 2019 gehalten wurde!) In der Predigt ging es um das Hören von Gott anhand von Amos 3,1:

„Hört, was Jahwe über euch sagt …“

Ein Learning für mich war, dass es verschiedene Arten gibt, Gott zu hören: nicht nur, durch welche Mittel, sondern auch auf welche Art und Weise – aufmerksam oder unaufmerksam! Das Wort, das im Hebräischen in Amos 3,1 verwendet wird, lautet „shama“ und steht dort in Befehlsform. Das heißt, dass Hören nicht nur etwas passives ist, sondern auch unsere Aktion fordert. Wir sollen bewusst hinhören und uns ZU HERZEN NEHMEN, was Gott sagt. Sein Reden verstehen und anwenden in unserem Leben – aus Liebe zu Gott.

Darum sollten wir beten, dass wir TÄTER des Wortes sind und danach suchen, was Gott uns sagen will, um es dann zu tun.

Kommen wir darum nun zu der Frage: Wie sucht man nach Gottes Reden? Wo und wie kann man Gott hören? Die folgenden 8 Wege sollen dir dabei helfen. Nahe dich Gott und er wird sich dir nahen! ♥

8 Wege, Gottes Reden zu hören:

1. Bibel

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“ (2. Timotheus 3,16)

2. Gebet

„Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.“ (Jeremia 33,3)

„Ich will dir Verständnis geben und den Weg weisen, den du gehen sollst. Ich will dich beraten – mein Auge ruht auf dir.“ (Psalm 32,8)

3. Eingebungen/Prophetien/Träume

„Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen.“ (Joel 3,1)

„Aber Gott redet doch auf die eine und andere Weise, wir merken es nur nicht. Im Traum, in einer nächtlichen Vision, wenn tiefer Schlaf auf den Menschen fällt, wenn er in seinem Bett schlummert, da öffnet er dem Menschen das Ohr und erschreckt ihn mit seiner Warnung, um ihn von falschem Handeln abzubringen und ihn vor Hochmut zu bewahren.“ (Hiob 33,14–17)

4. Gespräche mit Freunden/Christen

„Eisen schärft Eisen, ebenso schärft ein Mensch einen anderen.“ (Sprüche 27,17)

„Da sandte der Herr Nathan zu David. […] Da bekannte David Nathan: »Ich habe gegen den Herrn gesündigt.«“ (2. Samuel 12,1+13) – am besten lest ihr den kompletten Abschnitt ;)

5. Geistesgaben

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst.“ (1. Korinther 14,4a)

Anmerkung hierzu: Das Ausüben von Gaben dient uns eigentlich immer zur eigenen Ermutigung und erfreut den Geist. Nicht nur die Sprachenrede. Mehr dazu könnt ihr in meinem Artikel über Stürme im Leben lesen.

6. Musik & Medien im Allgemeinen

„Ich selbst habe mein Ohr für Sprüche der Weisheit geöffnet, und zum Klang der Zither will ich ihre Bedeutung enträtseln.“ (Psalm 49,5)

„Gebt den Worten von Christus viel Raum in euren Herzen. Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen. Singt, von Gnade erfüllt, aus ganzem Herzen Psalmen, Lobgesänge und geistliche Lieder für Gott.“ (Kolosser 3,16)

„Ermutigt einander mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn.“ (Epheser 5,19)

„Wenn nun der böse Geist von Gott über Saul kam, so nahm David die Harfe und spielte mit seiner Hand; und Saul fand Erleichterung, und es wurde ihm wohl, und der böse Geist wich von ihm.“ (1. Samuel 16,23)

7. Die Schöpfung

„Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände.“ (Psalm 19,2)

8. Wunder

„Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornbusch im Feuer, und der Dornbusch wurde doch nicht verzehrt. Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese große Erscheinung ansehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt! Als aber der HERR sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich!“ (2. Mose 3,2–4)

„Wenn sie dir nun nicht glauben und nicht auf die Botschaft des ersten Zeichens hören, so werden sie doch der Botschaft des zweiten Zeichens glauben.“ (2. Mose 4,8)

 

In welchem Bereich möchtest du stärker HINHÖREN und AUF Gott HÖREN?

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„Sometimes when you’re in a dark place you think you’ve been buried, but you’ve actually been planted.“ – Christine Caine

Ich bin froh, dass ich nach mittlerweile neun Jahren, in denen ich nun schon Christin bin, Gott ein wenig besser kennen darf. So gut, dass ich selbst in Zeiten, in denen ich Gott eigentlich all meine Trauer und Wut entgegenbringen möchte, im Grund meines Herzens weiß, dass diese Zeit zu meinem Besten dient. Ich kenne meinen Gott – den Gott, der für mich am Kreuz gestorben ist – und weiß, dass er gute Pläne für mich hat. Dass das nicht immer gleichbedeutend mit einem easy-breezy Leben ohne Leid ist, ist mir aber auch klar.

Gott ist ein Gott, der uns erzieht. Er ist ein Vater, der möchte, dass wir zu mündigen Christen heranwachsen. Christen, die Verantwortung übernehmen können, die in seiner Weisheit und Liebe handeln und die in ihrer Berufung fest gegründet sind. Zu einem solchen Menschen zu werden, ist ein Prozess, der nicht einfach über Nacht stattfindet. Ganz im Gegenteil: Meist dauert dieser Prozess jahrelang und ist voller Höhen und Tiefen.

Doch besonders die Tiefen, die Zeiten, in denen wir Leid und Schmerz erfahren, festigen unsere Beziehung zu Gott und unseren Glauben an ihn, weil wir uns nach ihm sehnen und uns an ihn klammern. Wir dürfen in Zeiten, in denen wir uns wie begraben fühlen, lernen, dass Gott uns wie ein Samenkorn aufbrechen will. Aufbrechen, damit gute Frucht aus uns wachse.

Paulus drückt das sehr passend aus:

„Wir sind auch stolz in den Bedrückungen, denen wir ausgesetzt sind, denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen; und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung.“ (Röm 5,3–4)

Darum lass dich ermutigen, mit Gott im Leid zu wachsen: Bloom!

PS: Als Reminder kannst du ab sofort auf meinem Blog wieder neue Wallpaper für deine liebsten technischen Geräte downloaden. ♥

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Gott lehrt mich derzeit, in den kleinen Dingen treu zu sein und kleiner zu träumen. Darum hat er mich vor ein paar Tagen während des Bibellesens auf einen Vers aufmerksam gemacht:

„Strebt nicht hoch hinaus, sondern lasst euch auch von geringen Dingen in Anspruch nehmen! Haltet euch nicht selbst für klug!“ (Römer 12,16)

Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt. Groß träumen und Berufung leben – das ist das, wofür ich eigentlich plädiere und wofür mein Herz schlägt. Und an sich ist es auch richtig und wichtig, sich mit den eigenen Gaben in Gottes Reich zu investieren, groß zu träumen und Berufung zu leben. Schließlich haben wir einen Gott, „der so unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder erdenken, und der mit seiner Kraft in uns wirkt.“ (Epheser 3,20)

Dennoch habe ich den starken Eindruck, dass sich in das christliche Träumen weltliche Einflüsse eingeschlichen haben. Höher, schneller, weiter – darauf werden wir getrimmt. Doch obgleich Gott auf der einen Seite David vom Hirten zum König, den Stotterer Mose zu seinem Sprachrohr und Daniel aus der Löwengrube heraus berufen hat, so sagt er uns auf der anderen Seite gleichzeitig:

„Wer in den kleinen Dingen treu ist, ist auch in großen treu; und wer in den kleinen Dingen unzuverlässig ist, ist es auch in den großen.“ (Lukas 16,10)

Gott will Großes mit uns vollbringen – aber ihm ist das Geringgeachtete genauso wichtig. Beispielsweise das Putzen der Gemeinde oder der eigenen Wohnung, Liebe zu Einsamen oder Außenstehenden, Hilfe für Notleidende und Trauernde. Dinge, die man auf dem Weg hoch hinaus schnell übersehen kann.

Hoch hinaus streben nach Gottes Herz geht nämlich nur, wenn die Wurzel stimmt und wir gelernt haben, uns auch für die geringen Dienste mit ganzer Hingabe von Gott gebrauchen zu lassen. Sonst ist unser Streben nur Selbstverwirklichung.

Träumst du klein?

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