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Bücher und ich – komplizierte Sache. Ich bin eine von denen, die Bücher beginnen, mittendrin stoppen und ein neues beginnen. Und das immer und immer wieder. 🙉 Kurzgesagt: Nur an Weihnachten oder im Urlaub schaffe ich es, Bücher konsequent durchzulesen.

Aber Gott sei Dank hatten wir über Ostern ein paar freie Tage (ist ja quasi wie Urlaub) und ich konnte endlich das Buch „Beziehungsstatus: Ich mag Kekse“ von Rebekka Gohla zu Ende lesen. Das war im Übrigen auch eine coole Fügung Gottes! Ich wollte das Buch gerne haben, habe mir aber in 2019 selbst ein Bücher-Kauf-Verbot erteilt. Witzigerweise hat Rebekka selbst mir im Januar angeboten, es mir zuzusenden, obgleich ich nicht gemerkt habe, dass sie selbst die Autorin ist. 😄 Über diesen Zufall und ihr liebes Geschenk, mit dem sie mich ermutigt hat, habe ich mich sehr gefreut. 😊

Jedenfalls zum Buch: Wer schon lange nicht mehr beim Lesen gelacht hat (egal ob herzhaft, fremdschämend oder schmunzelnd), ist hier genau richtig. Aber nicht nur das. Rebekka geht mit einer herrlichen Offenheit an das Thema „Single-Sein“ heran und zeigt auch sehr eindringlich auf, wo sich vor allem im Gemeinde-Kontext Tücken verstecken. Vor allem in Bezug auf Minderwertigkeit von Singles, Singles als 24/7-Arbeitstiere und den Umgang mit anderen und mit uns selbst. Was ich vor allem mitgenommen habe: Ich darf es mir selbst wert sein, mir auch mal was zu gönnen, Nein zu sagen, einfach die Füße hochzulegen und Zeit mit Gott zu verbringen (oder auch mal die Geschirrspülmaschine zu nutzen statt selbst zu spülen). Das ist vollkommen okay.

Interesse? Rebekka freut sich, weitere Leser zum Schmunzeln bringen und trösten zu können. 😊

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»Oh, the overwhelming, never-ending, reckless love of God. Oh, it chases me down, fights ’til I’m found, leaves the ninety-nine.« (Cory Asbury – Reckless Love)

Ich habe gestern wieder neu über dieses Lied nachdenken müssen. Obwohl ich es schon tausende Male gehört habe, hat Gott mir einen ganz neuen Aspekt seiner Gnade dadurch gezeigt. Was ist, wenn Gottes Liebe so „reckless“ (also überwältigend und auf seine Art und Weise rücksichtslos) ist, dass er mein Leid zulässt, um andere dadurch zu trösten?

In 2. Korinther 1,4-5 lesen wir folgendes: „In allen Schwierigkeiten tröstet [Gott] uns, damit wir andere trösten können. Wenn andere Menschen in Schwierigkeiten geraten, können wir ihnen den gleichen Trost spenden, wie Gott ihn uns geschenkt hat. Ihr dürft darauf vertrauen: Je mehr wir für Christus leiden, desto mehr lässt uns Gott durch Christus Trost zuteil werden.“ Und das gilt nicht nur für Christen! Stellt euch mal vor, Gott lässt euer Leid zu, um Nicht-Christen seinen Trost durch euch zukommen zu lassen. Oder noch krasser: Nicht-Christen lernen durch euren Trost Gott kennen! Wie genial ist das denn!? Ganz ehrlich: Ich will mich in den nächsten Tagen nicht mehr über mein Leid beschweren. Klar, es ist schrecklich und eine grausame Situation. Aber hey, wenn eine Menschenseele bei Gott Trost findet, was kann es dann besseres in diesem Moment geben? – Nichts. Deswegen heißt es jetzt, Zähne zusammenbeißen, auf Gott vertrauen und ausharren. Achja, und natürlich Trost spenden. Also raus in die Welt und Liebe spenden. ♥️