Schlagwortarchiv für: Zweifel

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Darum werde ich mich für die nächste Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

Ich will nichts vorspielen. Ich will Jesus ehrlich und authentisch nachfolgen. Das war und bleibt meine Prämisse.

Darum teile ich auch diese Lebensphase mit euch: Ich drohe, im Ozean in meinem Kopf zu versinken und unter der Last zu zerbrechen.

Und das ist auch der Grund, warum ich mich zurückziehe. Ich gehe nicht, um etwas zu verschweigen oder weil ich meinen Glauben verliere. Ich gehe, damit ich meinen Glauben nicht verliere, weil zu viele religiöse Pharisäer in den vergangenen Monaten meinten, mein Herz zu kennen und über mich urteilen zu können, weil sie den „einzig rechten Weg des Glaubens“ kennen würden.

Denn der einzige Grund, warum ich (trotz meiner Zweifel und der Verurteilung vieler Menschen) noch glaube, ist, dass Christus mich festhält.

Würde Jesus mich nicht halten – ich hätte vielleicht schon meinen Glauben aufgegeben.
Würde mein Glauben nur auf Christen beruhen – ich hätte dem Christentum den Rücken zugekehrt.
So enttäuscht bin ich von vielen Menschen – egal, ob sie mich persönlich kennen oder nur von Bildschirmen aufgrund ein paar Beiträge, Stories und Kommentare.

Aber Jesus hat mich festgehalten.

Darum werde ich mich für diese Lebensphase zurückziehen – weg vom Scheinwerferlicht und den zerstörerischen Blicken vieler Christen. Denn nun ist es dran, mein Herz zu behüten.

Ich weiß nicht, wann ich zurückkommen werde. Vielleicht in paar Wochen, vielleicht in einigen Monaten, vielleicht im nächsten Jahr.

Aber ich wünsche mir, bald wieder voller Freude und Hoffnung, gegründet im Glauben und gesund zurückkehren zu können.

Darf ich dich bitten, für mich zu beten? Das würde mich sehr trösten.

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„Liebe Kirche …“

Heute folgt der angekündigte 2. Teil zum Thema „Dekonstruktion“. Wenn über dieses Thema gesprochen wird, so ist mein Eindruck, dominieren viele Vorurteile und viel Unwissen den Diskurs.

Darum sollte darüber aufgeklärt und dafür sensibilisiert werden. Christen, die ihren Glauben dekonstruieren, sind nicht „des Teufels“. Sie sind einfach Menschen, die Fragen haben. Und liebe Kirche, liebe Christen: Ihr solltet lernen, mit Fragen konstruktiv umzugehen und einen Raum für Zweifel zu schaffen. Sonst verletzt und verliert ihr sehr viele Menschen.

In Liebe, eine dekonstruierende Christin

 


1. Man glaubt nicht mehr an die „Wahrheit“

Dekonstruierende Christen glauben ebenso an die Wahrheit wie andere Christen.

Nur sind sie sich bewusst, dass sie die Wahrheit nie gänzlich erfassen können, ihre Erkenntnis Stückwerk ist und Gott mit dem eigenen Verstand nie gänzlich begriffen werden kann.

2. Dekonstruktion = Abfall vom Glauben

Wie in meinem letzten Beitrag erläutert, ist dem nicht unbedingt der Fall. Dazu tragen verschiedene Faktoren bei:

Jede Dekonstruktion ist individuell. Der Ausgang ist ergebnisoffen und unbestimmt.

Man hinterfragt nicht unbedingt das Fundament, Jesus Christus selbst, sondern Prägungen und Konstrukte (bspw. Gottesbilder, und Dogmen).

3. Wer nicht bibeltreu ist, glaubt nicht richtig

In vielen Kreisen sind Gott und Bibel untrennbar. Wenn man die wörtliche Auslegung der Bibelinfolge der Dekonstruktion anzweifelt, ist das für viele ein Zeichen, dass man Gott anzweifelt.

Doch dem ist nicht so. Viele dekonstruierende Christen glauben schlichtweg, dass die Bibel für viele Christen zum Götzen und Glaubensfundament wurde, obwohl kein anderes Fundament gelegt werden kann als Jesus Christus (1. Kor 3,11).

4. Man dekonstruiert, weil es sich „gut anfühlt“

Dekonstruktion sei der leichte Weg, weil man denunbequemen Wahrheiten der Bibel entgehen möchte – das ist das Narrativ in manchen Kreisen über dekonstruierende Christen.

Doch wisst ihr was? Den eigenen Glauben zu hinter-fragen und zu reflektieren, erfordert viel Mut und Vertrauen in Gott. Man muss sich selbst und die eigenen Denkweisen verleugnen, um zu einem sachlichen Ergebnis zu kommen. Und das bedeutet unglaublich viel Schmerz.

Zudem verliert man durch den Prozess viele Menschen um sich herum. Aus Gemeinde, Freundeskreis und vielleicht sogar Familie. Diese Ablehnung zu erleben, ist vermutlich die schlimmste Erfahrung.

 

Welche Mythen über Dekonstruktion kennst du?

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Warum Gott Brücken bauen und keinen Streit unter seinen Kindern möchte

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Heute mal ein paar sehr persönliche Worte. Ich hatte den unten stehenden Text gestern schon mal in meiner Story drin. Damit er aber nicht nach 24 Stunden wieder weg ist, gibt’s ihn heute nochmal als regulären Post – mit Ergänzungen auf den Bildern. Weil’s mich (sorry für den Ausdruck) ankotzt, wie heuchlerisch manche Christen sind. „Wir sind nicht wie die böse Welt.“ Aber ihr verhaltet euch wie sie mit eurem verletzenden Verhalten.

 

Ein Appell an meine Geschwister in Christus.

Ich habe keinen Bock mehr auf Heuchelei. Habe keinen Bock mehr darauf, so zu tun, als hätte ich auf alle Glaubensfragen eine passende Antwort.

Ich musste mir in den vergangenen Wochen so oft Unterstellungen anhören, dass ich Irrlehren verbreite, dass ich Menschen verwirre, dass ich sie vom Glauben abbringe. Ich musste mir ein schlechtes Gewissen machen und mich anzweifeln lassen – weil ich selbst gezweifelt und nach Antworten gesucht habe.

Doch damit muss jetzt Schluss sein. Denn ich will keine meinungslosen Marionetten heranzüchten, die von jedem Windstoß davon gefegt werden. Ich will ein mündiges Christentum fördern, das Fragen an den eigenen Glauben, an die eigene Prägung, aushalten kann.

Und wenn euch meine Fragen Unbehagen bereiten, dann entfolgt mir bitte. Aber sucht nicht die Schuld bei mir, wenn ihr Angst habt, dass euer Glaube solchen Fragen nicht stand halten könnte.

In Jesu Liebe verbunden, eure Schwester im Herrn Daniela

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„Wer nicht fragt, bleibt dumm.“

Diese Zeile wird wohl jeder aus dem Lied der Sesamstraße kennen. Aber leben wir das tatsächlich in unserer heutigen Gesellschaft und vor allem in unserer christlichen Bubble? Trauen wir uns, Fragen auszusprechen? Begegnen wir anderen in Liebe und Gnade, die Fragen und Zweifel haben? Schaffen wir eine offene und herzliche Zweifel- und Fragenkultur, ohne einander zu verurteilen?

Mich haben in den letzten Wochen und Monaten viele Fragen geplagt, die ich nicht gewagt habe, auszusprechen – aus Angst vor Verurteilung und Ablehnung. Aus Furcht davor, dass Menschen mir den Glauben absprechen und mich für meine Fragen kritisieren. (Versteht mich nicht falsch: Kritik und Ermahnung in Liebe sind gut, aber Verurteilung ist schlecht. Und das sehe leider sehr oft.)

Letzten Samstag habe ich mir ein Herz gefasst und meinen Angsthasen-Mut zusammen genommen, um Fragen zu stellen – schwierige, kritische, kontroverse Fragen. Offen und ehrlich. Und der Antwort-Tonus war überraschenderweise nicht: „Wie kann sie nur!? Ist sie abgefallen???“, sondern viel mehr Verständnis, Fürsorge und Liebe. Und dafür bin ich unheimlich dankbar.

Deswegen möchte ich euch heute ermutigen:

  1. Stellt Fragen! Laut und ehrlich! Fragt Gott, fragt eure Nächsten. Ringt um Wahrheit. Setzt euch mit anderen Meinungen auseinander.
  2. Stellt euren Stolz auf euer eigenes Bibel- und Gottesverständnis zurück und nehmt eure fragenden und verunsicherten Geschwister in Liebe an! ♥

Eure Daniela ♥

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Gott, ich habe so viele Fragen. So viele Fragen, auf die ich für mich derzeit keine klaren Antworten finden kann.

Weißt du, ich würde dich so gerne besser verstehen können, dein Wort besser begreifen können, deinen Willen besser erkennen können. Ich hätte so gerne Mäuschen gespielt, als du die Welt geschaffen hast, als du mit Israel Geschichte geschrieben hast, als du in menschlicher Gestalt mit Namen Jesus über diese Erde gewandelt bist. Ich hätte gerne den Autoren der Bibel über die Schulter geschaut, um zu erleben, wie dein heiliger Geist in ihnen wirkt und durch sie spricht und was sie in ihren individuellen Umständen bewegt und antreibt. Ich hätte gerne so viel miterlebt …

Doch auch wenn ich das nicht habe, weiß ich, dass dein Wort Wahrheit ist. Dass dein Wort Autorität hat. Dass dein Wort klar ist. Und dass ich durch dich, Jesus, irgendwann klar sehen kann.

Und, Gott, weißt du, was ich hoffe? Ich hoffe, dass wir Christen uns alle irgendwann nicht mehr über nicht-heilsrelevante Themen streiten. Dass wir irgendwann so sehr auf dich, Jesus, fokussiert sind, dass wir in Liebe alle zusammenhalten können – egal, was wir über B- und C-Fragen denken. Weil wir alle erlösungsbedürftig und fehlbar sind und weil du unser Retter bist. ❤️

Struggelst du auch mit diesen oder ähnlichen Fragen? Mit welchen Fragen kämpfst du derzeit? Und bist du zu einem Ergebnis gekommen?

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Suchst du Trost bei Gott, dem guten Hirten? Selbst dann, wenn du ihn nicht verstehst?

Ich habe Gott in den letzten Tagen nicht verstanden. Überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Ich habe gezweifelt. An seiner Güte, seiner Macht und seiner Fürsorge.

Familiär traf mich eine Hiobsbotschaft, die mich unendlich traurig machte. Der Gesundheitszustand meiner Tante hatte sich urplötzlich schlagartig verschlechtert und ich musste mich auf einmal damit auseinandersetzen, dass der Tod vielleicht bald naht …

Das schlimmste an solchen Situationen sind immer die quälende Zweifel. Warum, Gott, lässt du das zu? Und kannst du daran nichts ändern? Wann greifst du endlich ein?

In den letzten Tagen habe ich immer wieder selbst, mit meiner Gemeinde sowie mit Freunden und Familie dafür gebetet, dass Gott wirkt. Ich habe mich danach gesehnt, seine Güte, Fürsorge und Macht wieder zu sehen. So begann ich Sonntag aus einem Impuls heraus den Psalm 23 zu lesen:

„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.”

Heute – zwei Tage, viele Stunden Autofahrt und etliche Gebete später – durfte ich mit meiner Mutter noch einmal in der Klinik gewesen sein. Und ich bin Gott so dankbar, wie er die Gebete erhört hat.

Wir durften bei ihr sein, für sie beten und Abschied nehmen. Und ich habe erfahren, dass der Herr tatsächlich mein guter, fürsorglicher Hirte ist.

 

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„Sometimes it’s hard to see that You’re in control. Like all of a sudden I forget what I know. You made a promise that You’ll never change, no matter what goes wrong. You always overcome, Lord. You are faithful when I’m unable.“ (HillaryJane – With Me Now)

„Father, you give and take away.“ (Tauren Wells – Hills & Valleys) Warum gibt Gott, um dann wieder zu nehmen? Warum lässt er zu, dass unsere Herzen gebrochen werden? Sieht er nicht den Schmerz?

Ich kann euch versichern: „Doch der Herr […] sieht alles.“ (Psalm 11,4a) Er sieht unseren Schmerz, er kann ihn sogar so gut wie kein anderer nachempfinden. „Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns – aber er blieb ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15) Einer meiner Lieblingsbibelverse. Wer, wenn nicht Jesus, kann mich verstehen? Er ist allmächtig und weiß um alles, er hat alles unter Kontrolle, auch wenn es nicht so scheint. Auch wenn ich nicht weiß, wozu Leid gut ist – Gott weiß es. Und auch wenn mein Herz schmerzt, Gott kann es heilen und meine Tränen trocknen. Und er wirkt in mir und überwindet mit mir – das sehe ich, wenn ich meine vergangenen Posts lese. Es ist ein Prozess und es wird ein Prozess bleiben, aber ich will dennoch danken. Noch nicht am Ziel, aber unterwegs. Danke, Herr! #praisehimintheprocess